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10.9.02021 5 (1)

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Freibäder

Unsere Freibäder sind mehr als nur eine weitere Bespassung für Gelangweilte! Sie dienen vornehmlich der einfachen sportlichen Betätigung unserer Bevölkerung und sind damit Teil der aktiven Gesundheitsvorsorge. Richtig genutzt, sorgen die Freibäder dafür, dass wir weniger Kosten im Gesundheitssektor haben.

Zudem sind sie — ebenfalls richtig betrieben — wertvolle Sportstätten, die in Großstädten vorhanden sein müssen. Und last but not least, gehören sie, neben den Hallenbädern, mit zur schulischen Ausbildung unserer Kinder, die dort die Chance haben, das Schwimmen zu lernen. Und gerade in der heutigen Zeit, wo wir uns alle wieder verstärkt dem Wasser zuwenden, bekommt die Schwimmkompetenz eine höhere Bedeutung.

Deshalb sind wir alle gut beraten, zumindest die vorhandenen Schwimmbäder zu erhalten. Und sämtliche dafür genutzten Steuergelder sind eine gute Investition in unsere Zukunft; was man nicht von allen städtischen Unternehmungen behaupten kann.

Raketen

Wohl mit dem Werbeslogan „an deutschen Raketen wird die Welt genesen“, schafft schon wieder ein Bundesminister noch kurz vor der Wahl Tatsachen.

Entgegen aller Rationalität und Erkenntnissen soll nun eine deutsche Startrampe in der Nordsee geschaffen werden. Damit schießen wir entgegen jeglicher Vernunft, von einem möglichst weit vom Äquator entfernten Punkt, Raketen ins All, die damit mehr Treibstoff verbrauchen als unbedingt nötig. So schaffen wir gerade in der heutigen Zeit ein weiteres umweltschädliches Unternehmen mit Signalcharakter.

Da dieses neue Unterfangen deshalb auch nie wirtschaftlich sinnvoll und lukrativ werden wird, hat der zuständige Minister entschieden, dass der Staat — also wir Steuerzahler — der „Ankerkunde“ dieses Irrsinns sein wird. Das bedeutet, dass wir zumindest jahrzehntelang zusätzliche Steuermilliarden aus dem Fenster werfen werden, und im Bestfall ein paar Bekannte des Ministers sich daran gesund stoßen dürfen.

Recyclinghof Plus

Gestern habe ich, wie viele andere auch, mein Auto mit Kartonagen gefüllt und mich auf den Weg zum Recyclinghof Plus gemacht. Selbstverständlich hatte ich vor dieser Aktion, so wie wohl viele andere auch, die entsprechende städtische Website besucht, um ja keinen Metzgersgang zu absolvieren — denn schon lange nutze ich das Auto nur noch für notwendige Besorgungen und Termine.

In der Vogelsangklinge angekommen, wunderte ich mich kurz über die Fahrzeuge, die einfach so dastanden, um kurz darauf selber nur so dazustehen. Kurz und knapp, am Recyclinghof hing ein Schild, dass man eine interne Veranstaltung hätte, und wir alle konnten die Mitarbeiter auch beim Veranstalten begucken.

Ohne Wenn und Aber gönne ich allen ihr Mitarbeiterfest und ganz besonders bei solch gutem Wetter! Aber man könnte, sollte und müsste als Dienstleister seine Kunden darüber informieren, dass man heute einmal nicht geöffnet hat — ganz besonders dann, wenn es im gesamten Stadtkreis an diesem Tag keine Alternative gibt.

Und genau für solche Fälle gibt es bei gut organisierten Institutionen seit Jahrzehnten das World Wide Web. Dort schreibt man sehr einfach auf der entsprechenden Website „HEUTE GESCHLOSSEN“!

Wir Bürger sind grundsätzlich sehr flexibel, und man könnte die Defizite der eigenen Verwaltung dadurch ausgleichen, indem man immer vor Ort anruft, bevor man eine städtische Dienstleistung in Anspruch nehmen möchte.

Nur steht dabei zu befürchten, dass die Stadtverwaltung die Gelegenheit ergreift und eine Telefonzentrale mit lauter Telefonistinnen einrichtet, um den zusätzlichen Bürgerbedarf decken zu können. Ergo, ist das vorherige Anrufen eine abwegige Möglichkeit. Besser wäre, man qualifiziert die städtischen Mitarbeiter entsprechend — sollte im Jahr 2021 keine all zu große Herausforderung mehr sein.

Und da ich schon einmal völlig umsonst mit dem Auto unterwegs war, nutzte ich die Gelegenheit, um meinen üblichen Stadtspaziergang einmal per Auto zu absolvieren — aus dem Auto heraus betrachtet, sieht Heilbronn noch viel attraktiver aus. Deswegen touren wohl auch so viele Heilbronner die Allee mit dem Auto oder Motorrad hoch und runter, da sie einfach von unserer Stadt nicht genug bekommen können.

Geburtstag des Tages

Mary Oliver


Maskerade

9.9.02021 5 (2)

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Wohnen

Nachdem die Wohnungssituation kurz vor der Wahl des Gemeinderats einmal Thema war, köchelt das Thema erneut in den letzten Tagen vor der Bundestagswahl wieder etwas — dies beweist, dass es in Heilbronn tatsächlich ein Problem ist.

Die Aufbaugilde hat auch entsprechend einmal mit Kleinsthäusern in Heilbronn geworben — was aus der Idee wurde, konnte mir der Initiator bisher aber nicht mitteilen.

Die altbewährten Werkswohnungen hingegen sind dabei eine private Initiative von Firmen. Wenn ich es richtig sehe, dann schafft Dieter Schwarz hierbei schon einmal Fakten. Und vielleicht gibt es auch noch andere Firmen in Heilbronn, die entsprechend nachziehen könnten — auf jeden Fall erhöht dies die Attraktivität der Arbeitgeber und ist damit ein wichtiges Instrument, um qualifizierte Beschäftige anzulocken und zu binden.

Die Stadtsiedlung Heilbronn ist das wirklich effektive Instrument unserer Stadt, um beim sozialen Wohnungsbau so richtig aus den Puschen zu kommen. Leider ist die Gewinnorientierung auch dort immer mehr der Schwerpunkt — was zugegebener Maßen aber auch zu attraktiven Gebäuden führt.

Ich gehe einmal davon aus, dass der private Wohnungsmarkt immer noch der größte Anbieter von Wohnungen, auch für die sogenannten sozial Benachteiligten, ist.

Die Idee, den privaten Wohnungsanbietern dabei durch städtische Angestellte unter die Armee zu greifen, ist zwar eine Idee, besser wäre es aber, man sorgt dafür, dass die privaten Vermieter besser vor Mietnomaden und anderen Wohnungszerstören geschützt werden — ein praktizierter Vermieterschutz macht, entgegen bestimmter Ideologien, durchaus Sinn!

Damit wäre sichergestellt, dass auch wieder mehr und bessere Wohnungen auf den Markt kommen — und die städtischen Angestellten könnten sich einmal ihren ureigenen Aufgaben widmen.

Eine sehr schnelle Lösung, um den sozialen Wohnungsmarkt zu entspannen, wäre, wenn man die Wohnungen, welche für sozial Benachteiligte erstellt wurden oder immer noch für diese unterhalten werden, einmal danach abfragt, wer tatsächlich darin wohnt. Und dann allen Mietern, die keinen Anspruch auf verbilligten Wohnraum haben, nahelegt, diesen schnellstmöglich für tatsächlich Bedürftige freizumachen.

So wie ich es aber inzwischen einschätze, wird man, anstatt Lösungen zu präsentieren, sehr werbewirksam in den Fraktionen des Gemeinderates weiterhin um Wohnungsquoten debattieren und diese, nach eigenem Gusto, auch immer wieder einmal anpassen. Damit wird aber im besten Falle sehr, sehr langfristig gesehen vielleicht etwas zum Positiven verändert — manchen Mitbürgern reicht blanker Aktionismus aber völlig aus, vor allem jenen, die gut und günstig wohnen.

Kippen

Bereits seit Jahrzehnten ein untragbarer aber gerne geduldeter Zustand in Heilbronn, das Wegwerfen der Kippen. Es gibt keinen Platz, keine Straße, keinen Hof, die nicht mit Kippen belastet sind.

Selbst bei ehrenamtlichen Reinigungsarbeiten, z. B. auf dem Kiliansplatz, scheuen sich unsere Mitbürger nicht, den Ehrenamtlichen die Kippen mit lustigen Kommentaren vor die Füße zu werfen. Gerne fliegen die Kippen auch aus vorbeifahrenden Autos heraus auf Passanten, und man muss dabei leider feststellen, dass dies von allen Rauchergruppen so gehandhabt wird.

Da Kippen inzwischen anerkannter Sondermüll sind und nicht nur umwelt-, sondern auch gesundheitsschädlich, reicht es nicht, mit Busgeldern zu drohen und auf jegliche Kontrollen zu verzichten.

Wenn man es tatsächlich ernst mit unserer Gesundheit und der Umwelt meint, dann wird das Kippenwegwerfen ein Straftatbestand und rigoros verfolgt.

Zudem sollte man dafür Sorge tragen, den Grundstückseigentümern die entsprechenden Reinigungskosten von den lokalen Zigarettenverkäufern, oder zumindest von der Stadtverwaltung wieder zu erstatten.

Es ist wirklich an der Zeit, dass man die Verursacher und Täter in Verantwortung nimmt und nicht immer wieder die Opfer noch weiter schädigt!

Freie Wähler

Gestern trafen sich die Freien Wähler zur Sommer-Monatsversammlung im Jägerhaus. Ich habe mich sehr gefreut, dass gut 30 Freie Wähler zusammenkamen, darunter die Heilbronner Stadträte Marion Rathgeber-Roth und Herbert Burkhardt, und wir uns nach einer langen Pandemiepause wieder ganz ungezwungen untereinander austauschen konnten.

Wer die Freien Wähler noch nicht kennt, kann sich gerne bei obigen Stadträten informieren, oder sucht das persönliche Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden Christian Roth.

Website des Tages

Freie Wähler Heilbronn

Die Freie Wählervereinigung Heilbronn ist keine Partei, sondern ein eingetragener Verein und eine starke politische Kraft für Heilbronn.


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8.9.02021 5 (3)

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Rechtsanspruch

Schon wieder erhalten wir Bürger einen Rechtsanspruch. Dieses Mal auf eine Ganztagsbetreuung für Grundschüler. Ansprüche sind ja immer etwas Nettes, vor allem dann, wenn man sie selber garantiert bekommt. Nur sollten sich die dafür Verantwortlichen auch fragen, wie sie all diese Ansprüche auch in der Realität umsetzen wollen — und dies am besten bevor sie so eine Entscheidung treffen.

Uns fehlt es schon jetzt an allen Ecken und Enden an Fachkräften, und man kann diese weder von extern (z. B. Asien und Afrika) einfach so einkaufen, noch per Gesetz einfach so generieren. Das Problem ist letztendlich, dass unsere Ansprüche kaum noch mit der Realität zu decken sind. Deshalb wird es unweigerlich zu einer Art Klassifizierung innerhalb unserer Gesellschaft kommen:

  • Es wird jene Menschen geben, deren Ansprüche werden nach den besten Möglichkeiten, und
  • es wird solche Menschen geben, deren Ansprüche werden nur auf dem Papier oder durch völlig unqualifizierte Kräfte gedeckt werden.

Völlig überzogene Ansprüche schaffen und zementieren immer eine Art Klassengesellschaft, was unsere Parteien offensichtlich auch so anstreben — ganz besonders jene, die sich selbst als sozial bezeichnen.

Wenn wir unsere offene demokratische Gesellschaft erhalten wollen, dann müssen wir unsere Ansprüche als erstes an den gegebenen Realitäten und nicht an irgendwelchen Wunschvorstellungen anpassen.

Und wenn wir so weitermachen, dann garantiert uns einer der kommenden Bundestage den Rechtsanspruch auf ewiges Leben.

Raubbau

Angeblich sollen wir Deutschen ein ganz besonderes und intensives Verhältnis zum Wald haben. Da ist es schon erstaunlich, dass die derzeitige Bundesregierung auf dem letzten Drücker mit ihrer „Waldstrategie bis 2050“ den Raubbau am deutschen Wald weiter zementiert, genau so, wie sie die europäischen Forderungen nach einem Tierwohl und Verbraucherschutz seit Jahren aushebelt, oder noch schlimmer, so lange wie nur irgend möglich, die Kohleverbrennung am Leben erhält; dabei wissen wir spätestens seit den 1970er-Jahren, dass diese nicht nur sehr umweltschädlich, sondern die Kohle zudem viel zu wertvoll ist, um sie einfach nur zu verheizen.

Drollig ist es dabei, wie wir gerne und mit allen Fingern z. B. auf China zeigen, wo für den Fortschritt Mensch und Natur geopfert wird, wobei wir dies seit Jahrzehnten ohne jegliche Hemmungen bei uns selber praktizieren, und für den Profit weniger Mitbürger sowie einem möglichst bequemen Leben für die meisten von uns, wirklich alles opfern — auch den deutschen Wald.

Europastammtisch

Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sich die Europäischen Föderalisten und andere interessierte Heilbronner zum Gedankenaustausch in einer Heilbronner Gasstätte. Und jedes Mal ist es eine nette Runde, wobei die Themen nicht nur um Europa und die EUROPA-UNION kreisen, sondern auch Tagesaktuelles aufgreifen.

Damit ist der Europastammtisch eine gute Gelegenheit, um einmal „gelebtes Europa“ zu schnuppern.

Geburtstag des Tages

Antonín Dvořák