Screenshot meiner Website

DANKE für spannende & lehrreiche Wochen 5 (7)

Beitragsfoto: Website-Ausschnitt vom Wahlabend

Ohne um den heißen Brei herumzureden, ich habe mein Mindestziel, nämlich den Listenplatz 11 bei den Freien Wählern zu halten, bei weitem verfehlt!

Als Erstes möchte ich allen in den Gemeinderat Gewählten gratulieren. Und als Zweites, „meinen Wählern“ von ganzem Herzen für ihre Stimmen danken! Last but not least, bedanke ich mich auch bei allen Mitstreitern und selbstverständlich bei den Mitbewerben der anderen Listen für die letzten Wahlkampfwochen.

Egal wie es auch ausging, mir haben die vergangenen Tage und Wochen richtig Spaß und auch Lust auf mehr gemacht – leider muss ich nun wieder fünf Jahre auf die nächste Wahlkampfgelegenheit warten.

Ich wünsche allen gewählten Stadträten viel Erfolg und Gottes Segen für ihre Tätigkeit zum Wohle der Stadt Heilbronn und ihrer Bürger!

„Too bad that all the people who know how to run the country are busy driving taxicabs and cutting hair.“

George Burns, im Life magazine (Dezember 1979)

Don't panic!

Tag des Handtuchs 5 (3)

Beitragsfoto: Digitales Don’t panic!-Kunstwerk

Seit 2001, dem Jahr in dem Douglas Adams viel zu früh gestorben ist, hat seine Fan-Gemeinde begonnen, jedes Jahr am 25. Mai, den sogenannten Towel Day zu begehen. An diesem Tag tragen die eingefleischten Anhänger Adams’ ein Handtuch bei sich, welches sie auch mehr oder weniger prominent zur Schau stellen.

Die wirkliche Bedeutung eines Handtuchs wurde von Douglas Adams erstmals 1978 in seinem Hörspiel The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy herausgestellt. Diese Hörspielserie war übrigens meine erste, die ich nicht nur regelmäßig verfolgte, sondern zudem auch mit dem Kassettenrekorder aufzeichnete; ein Zeitvertreib, der der heutigen Jugend wohl gänzlich fremd ist.

Der überraschende Tod von Adams verdrängte dann bei mir auch die Erinnerung an 2001: A Space Odyssey, einem Film von Stanley Kubrick, der bereits 1968 erschienen war, und dessen „Jubiläum“ wir 2001 eigentlich mit Freunden zusammen „feiern“ wollten; so wie wir es bereits zuvor 1984 mit dem Buch von George Orwell taten, welches übrigens 1949 herauskam.

Kurz darauf ging dann auch eine eigene Towel Day Website online, welche mit ihrem damals innovativen Count Down sicherstellte, dass man weder den kommenden Towel Day verpasste, noch Douglas Adams‘ Geschichte in Vergessenheit geriet.

So war es dann auch immer wieder schön mit anzusehen, wenn Kameraden oder andere Menschen, von denen man das wohl nie so richtig erwartet hätte, am 25. Mai und dies auch im größten Trubel mit einem Handtuch erschienen.

Zwischenzeitlich war die Towel Day Website zwar aus dem World Wide Web verschwunden, ist aber heute wieder in einer etwas anderen Form aufgetaucht, und ich hoffe, dass sie nunmehr online bleiben wird.

Mancher wird sich vielleicht jetzt fragen, warum man um ein gewöhnliches Handtuch solch einen Aufwand betreiben kann?

Hierbei empfehle ich ganz einfach nur die Lektüre des Hitchhiker’s Guide to the Galaxy, denn danach sollte diese Frage geklärt sein.

Und wer jetzt noch wissen möchte, warum ich persönlich so an diesem Tag des Handtuchs hänge, dem kann ich versichern, dass dies gänzlich mit meinem eigenen Berufsleben zusammenhängt.

Denn bereits Anfang der 1990er-Jahre machten mich französische Kameraden auf die zwingende Notwendigkeit eines Handtuchs, welches durchaus auch die Größe eines Fußabtreters einnehmen kann, für jeden aktiven Soldaten aufmerksam.

In den Folgejahren bewährte sich mein Handtuch, wobei ich es zu meinem Leidwesen deshalb auch öfters auswechseln musste. Und dies führte wiederum dazu, dass ich auch jüngeren Kameraden beständig die Notwendigkeit und Bedeutung eines Handtuchs ans Herz legte.

Deswegen freue ich mich noch heute, wenn Menschen am 25. Mai mit einem Handtuch durch die Gegend laufen und wünsche jedem dabei, dass sein Handtuch nie wirklich zum Einsatz kommen muss.

„He felt that his whole life was some kind of dream and he sometimes wondered whose it was and whether they were enjoying it.“

Douglas Adams, The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy

Wohnraum

Wahlkampfthema Wohnraum 5 (4)

Beitragsfoto: Pixabay

Meinen gesamten Wahlkampf über war ein Thema von Anfang mit dabei und hat sich wie ein roter Faden durch fast alle Diskussionen gezogen – die Wohnungsraumproblematik in Heilbronn und Umgebung.

Liest man die Wahlprogramme der unterschiedlichsten Parteien und lauscht ihren entsprechenden Aussagen, Forderungen und Versprechen, dürfte dies eigentlich längst kein solch großes Thema in unserer Stadt mehr sein.

In den teils sehr heftigen Diskussionen mit verzweifelt Wohnungsraumsuchenden, Wohnungsraumanbietern, Vertretern von Kirchen, Hilfsorganisationen und -vereinen, sowie anderen Wahlkämpfern, muss ich das Fazit ziehen, dass wohl keinem von uns hier in Heilbronn die Problematik in Gänze bewusst ist und schon deshalb sehr dringender Handlungsbedarf besteht.

Jedem von uns leuchtet es wohl ein, dass alle wohnen können müssen! Ein Mensch, der keinen adäquaten Rückzugsort besitzt, wird geschädigt und stellt, sobald dies mehrere Menschen betrifft, ein Konfliktpotential für die gesamte Bürgerschaft dar. Positiv ausgedrückt: ausreichender Wohnraum befriedet unsere Stadt und macht sie noch lebens- und liebenswerter.

Man darf dabei aber nicht der Versuchung erliegen, diese Problematik nunmehr zentralistisch und verwaltungstechnisch angehen zu wollen – solche Versuche sind schon immer mit Pauken und Trompeten gescheitert.

Deshalb wäre es vonnöten, dass man nicht nur schnellstmöglich alle direkt und auch indirekt beteiligten Akteure miteinander vernetzt, bereits an anderen Orten vorhandene Lösungsansätze, wie das „Karlsruher Modell“, mit einbezieht und eine für alle verfügbare Sachstandsfeststellung mit möglichen Lösungsansätzen erstellt und aktuell hält.

Daraus muss sich dann ein politisch abgestimmtes Konzept ergeben, wie wir, mit welchen Präferenzen und Priorisierungen, diese Problematik kurz-, mittel- und langfristig angehen wollen. Die daraus resultierenden Zielvorgaben müssen dann aber auch konsequent überwacht und wenn nötig auch sanktioniert werden.

Im kommenden Wahlkampf möchte ich nicht mehr darüber streiten müssen, ob und warum Wohnraum knapp ist oder wer an der ganzen Misere Schuld trägt, sondern darüber, wie wir am besten und schnellsten unsere gemeinsam festgelegten Zielvorgaben erreichen können.

„Home is wherever we are.“

Stanley Tucci als Paul Child in Julie & Julia (2009)