Zwei Bier

Professorenweisheit 5 (3)

Beitragsfoto: zwei Bier

Diese untenstehende Geschichte stammt aus den Tiefen des World Wide Web und hatte sofort meine gesamte Aufmerksamkeit. Leider wurde auch hier kein Autor genannt.

Diese Geschichte ist kurz, prägnant und verständlich. Deswegen bemühe ich mich auch, dem Fazit dieser Geschichte stets gerecht zu werden.

There is always room for …

A professor stood before his philosophy class and had some items in front of him. When the class began, he wordlessly picked up a very large and empty mayonnaise jar and proceeded to fill it with golf balls.

He then asked the students if the jar was full. They agreed that it was. 

The professor then picked up a box of pebbles and poured them into the jar. He shook the jar lightly. The pebbles rolled into the open areas between the golf balls. He then asked the students again if the jar was full. They agreed it was.

The professor next picked up a box of sand and poured it into the jar. Of course, the sand filled up everything else. He asked once more if the jar was full. The students responded with a unanimous “yes”.

The professor then produced two beers from under the table and poured the entire contents into the jar effectively filling the empty space between the sand. The students laughed.

“Now”, said the professor as the laughter subsided, “I want you to recognize that this jar represents your life. The golf balls are the important things – your family, your children, your health, your friends and your favorite passions – and if everything else was lost and only they remained, your life would still be full. The pebbles are the other things that matter like your job, your house and your car. The sand is everything else – the small stuff.”

“If you put the sand into the jar first”, he continued, “there is no room for the pebbles or the golf balls. The same goes for life. If you spend all your time and energy on the small stuff you will never have room for the things that are important to you. Pay attention to the things that are critical to your happiness. Spend time with your children. Spend time with your parents. Visit with grandparents. Take your spouse out to dinner. Play another 18. There will always be time to clean the house and mow the lawn. Take care of the golf balls first – the things that really matter. Set your priorities. The rest is just sand.”

One of the students raised her hand and inquired what the beer represented.

The professor smiled and said, “I’m glad you asked. The beer just shows you that no matter how full your life may seem, there’s always room for a couple of beers with a friend.”

„I had imaginary friends and even they were mean to me.“

Olivia Wilde als Jane in The Incredible Burt Wonderstone (2013)

Alles hat ein Ende 5 (5)

1915 schrieb Paul Klee das Folgende in sein Tagebuch:

„Je schreckensvoller diese Welt (wie gerade heute) desto abstrakter die Kunst, während eine glückliche Welt eine diesseitige Kunst hervorbringt.“

Paul Klee, Tagebucheintrag (1915, )

Deshalb möchte ich gerne einmal auf Jakob van Hoddis aufmerksam machen. Seine Gedichte wurden in den 1910er-Jahren, besonders zum Ende des Ersten Weltkrieges hin von den Dadaisten sehr geschätzt.

Aurora

Nach Hause stiefeln wir verstört und alt,
die grelle, gelbe Nacht hat abgeblüht.
Wir sehn, wie über den Laternen, kalt
und dunkelblau, der Himmel droht und glüht.

Nun winden sich die langen Straßen, schwer
und fleckig, bald, im breiten Glanz der Tage.
Die kräftige Aurore bringt ihn her,
mit dicken, rotgefrorenen Fingern, zage.

Jakob van Hoddis

Am 11. Januar 1911 veröffentlichte Jakob van Hoddis in der Zeitschrift „Der Demokrat“ das folgende Gedicht.

Weltende

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

Jakob van Hoddis, 1911
Dada

Jakob van Hoddis gilt als Dichter des literarischen Expressionismus und wird von manchem zudem als einer der wenigen deutschen Vertreter des Surrealismus gesehen, wohl wegen der dadaistischen Elemente in seinen Gedichten.

Sein Bruder fiel für Deutschland im Ersten Weltkrieg, seine Schwestern flohen 1933 mit der Mutter nach Palästina, und er wurde 1942 von seinen deutschen Mitbürgern in Sobibor ermordet.

Der Name van Hoddis ist übrigens ein Schüttelwort aus seinem Geburtsnamen Hans Davidsohn.

„The world is always ending, for someone.“

Neil Gaiman, Signal to Noise (1992)

Füllfederhalter

Amazon: Workaholics 5 (1)

Beitragsfoto: Füllfederhalter | © Markéta Machová auf Pixabay

Bewertung zu „Workaholics“ und mehr | 20.12.2013

Nachdem ich festgestellt hatte, dass ein vermeintliches Gedicht Rainer Maria Rilkes, welches seit ein paar Jahren im Internet zirkuliert, tatsächlich von Lars van Rome ist, habe ich mir sofort seinen Gedichtband gekauft. Van Romes Gedichte sind frisch aus dem Leben heraus geschrieben und decken ein paar Jahrzehnte Lebensgeschichte ab – so fällt es dem Zeitgenossen leicht, schnell in eigenen Erinnerungen zu schwelgen. Alles in allem ein Gedichtband, den man immer wieder gerne zur Hand nimmt und der auch beim wiederholten Lesen für Überraschungen gut ist.

Das Buch habe ich später auch noch hier im Blog kommentiert, zumal ein Gedicht davon ganz prominent gleich auf mehreren meiner Websites zu finden war.