62. Bundeskongress

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Beitragsfoto: 62. Bundeskongress | © Bernd Beuermann | EUD

Das Besondere am 64. Bundeskongress der EUROPA-UNION Deutschland war, dass er virtuell stattfand. Fast, um genau zu sein. Denn er wurde von Berlin aus „gehostet“, wobei dort der Generalsekretär, die Bundesgeschäftsstelle, die Sitzungsleitung, ein paar Delegierte aus Berlin und die Mitarbeiter der technischen Unterstützung einer Firma mit anwesend waren.

Der diesjährige Bundeskongress wählte das Präsidium neu, beschloss einen Leitantrag und weitere Anträge, die aus den Landes- und Kreisverbänden sowie aus Bundesarbeitsgruppen kamen. Somit alles, wie bei den vorangegangenen Bundeskongressen auch.

Leider auch die Tatsache, dass unsere Parteipolitiker sehr unschöne „Wahlgepflogenheiten“ in den Bundesverband getragen haben, u. a. gerne Blockwahlen durchführen zu lassen und dies dann mit der sehr unschönen Besonderheit, dass die Delegiertenstimmen nur dann zählen, wenn diese auch eine vorbestimmte Mindestanzahl an Kandidaten wählen. Seit Jahren moniere ich diese Gepflogenheit an; leider wird mein Einwand nur von sehr wenigen auch verstanden.

Dies führte dieses Jahr dazu, dass selbst die drei Positionen der Vize-Präsidenten, mit den schlussendlich drei übrig gebliebenen Kandidaten, en blog zu wählen waren, wobei die Delegiertenstimmen nur wieder dann zählten, wenn jeder Delegierte mindestens zwei der drei Kandidaten auch wählte. Nur folgerichtig gab es dabei keine Möglichkeit, um sich zu enthalten oder gar gegen die drei Kandidaten zu stimmen.

Das wirklich Besondere des diesjährigen Bundeskongresses aber war, dass sich die, seit Jahren allseits bekannten, Präsidentenkritiker erstmals offen gegen die Wahl des Präsidenten stellten — vielleicht auch deshalb, weil sie nicht mehr die Absicht hatten, um für das Präsidium zu kandidieren. Was die Delegierten aber nicht davon abhielt, den Präsidenten erneut zu wählen und dies mit einer stabilen Zweidrittelmehrheit.

Sehr gefreut hat es mich aber, dass bei der Antragsberatung die Anträge aus Baden-Württemberg eine große Mehrheit der Delegierten fanden und auch, dass der Bundeskongress meinem Antrag, sich im Leitantrag eindeutig für den europäischen Bundesstaat zu bekennen, zugestimmt hat.

Auch gefreut hat es mich, dass wir trotz Virtualität erneut sehr gute Diskussionen und einen fruchtbaren Austausch zwischen den Delegierten untereinander hatten.

Jetzt freue ich mich schon auf den 65. Bundeskongress, der 2022 nun in Augsburg stattfinden soll. Für uns Heilbronner — wir hatten uns im Vorfeld ebenfalls zur Ausrichtung angeboten — weniger Arbeit und die Gelegenheit, der schönen Stadt Augsburg wieder einmal einen Besuch abzustatten.

Eine Aufstellung aller bisherigen Bundeskongresse finden Sie gleich hier: Bundeskongresse der EUROPA-UNION

Ein vereintes Europa in einer vereinten Welt.

Motto der Union Europäischer Föderalisten & der EUROPA-UNION (seit 1947)

Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

4.7.02021 5 (1)

Regen

Was mich vor Jahren wunderte war, wie südafrikanische Söldner in der Lage waren, mit begrenzten Materialen und Mitteln Hallen und Gebäude zu erstellen, die nicht nur in der Lage sind, dem Wetter zu trotzen, sondern auch noch selbst die größten Regengüsse aus den Hallen und Gebäuden fernzuhalten.

Jetzt, da ich gerade heute auf stimme.de lesen durfte, dass öffentliche Gebäude auch nach einer sehr kostenintensiven Renovierung, nicht einmal mehr etwas Starkregen standhalten können müssen, bin ich von der militärischen Aufbauleistung in Afrika noch mehr beeindruckt als zuvor und verstehe auch immer mehr, dass bei uns Stadtverwaltungen nach dem Militär rufen, wenn es etwas mehr an Arbeit zu bewältigen gibt.

Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn zukünftig die Bundeswehr bei uns Hallendächer abdichtet, Wald, Flur, Straßen und Plätze entmüllt und ihren Teil dazu beiträgt, dass Heilbronn auch für den ganz normalen Bürger wieder lebenswerter wird — vielleicht bekämen dann unsere Soldaten das Ansehen in unserer Gesellschaft, welches sie schon sehr lange verdienen. Auch müssten sie dann vielleicht nicht mehr, völlig sinnlos, ihr Leben in irgendwelchen Winkeln der Welt opfern.

Buchprojekt

Vor mehr als zehn Jahren wollten wir von der EUROPA-UNION Heilbronn, anlässlich ihres sechzigjährigen Jubiläums, die Geschichte des Heilbronner Kreisverbandes herausbringen. Hoch motiviert starteten wir mit einem kleinen Kreis an Aktiven, um nach den ersten beiden Jahren der Recherche festzustellen, dass einzig Hans Müller die Verve hatte, um solch ein Projekt auch abzuschließen.

Mangels Beteiligung unserer Mitglieder gaben wir dann 2013 nur eine entsprechend dickere Jahresbroschüre der EUROPA-UNION Heilbronn heraus, die sich inzwischen mit den anderen Broschüren in den Archiven der Europäischen Union in Florenz befindet.

Im Zuge meiner Arbeit am „Buch Europa ist für alle da!“ dachte ich immer wieder an unser altes Projekt zurück und habe mich nunmehr dazu entschlossen, die Geschichte der EUROPA-UNION Heilbronn in Gänze als Buch zu veröffentlichen. Jetzt bin ich gespannt darauf, wie lange ich dazu benötigen werde.

Independence Day

Gerne blicke ich auf jene Tage zurück, wo ich mit Freunden in den USA den Independence Day feiern konnte. Dabei waren es besonders die von den Bürgern selbst organisierten Parties, die alles übertrafen, was an diesem Tag sonst noch so angeboten wurde. Und wenn dann noch Bürger darunter waren, die gerade erst wieder wohlbehalten aus Einsätzen zurückgekommen waren, gab es bei allen Beteiligten kein Halten mehr.

Bei uns müssen sich Bürger, die noch dazu bereit sind, unser Land zu schützen — egal warum und wo — inzwischen klammheimlich aus den Einsätzen heimschleichen, sowie sich damit zufrieden geben, wenn sie nicht von Hasstiraden drittklassiger Volksvertreter oder von Steinwürfen selbsternannter Friedensaktivisten empfangen werden.

Website des Tages

Augsburger Allgemeine

Zum US-amerikanischen Unabhängigkeitstag (Independence Day) hat die Augsburger Allgemeine diesen Artikel „Was wird am Independence Day in den USA gefeiert?“ herausgebracht.