Wollhausbrücke

5.8.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Wollhausbrücke im August 2022

Wollhausbrücke

Nicht nur mit der BUGA-Brücke haben wir in Heilbronn so unsere Probleme, sondern auch mit Brücken, die wir bereits seit mehr als zehn Jahren überhaupt nicht mehr nutzen (können) und die bis heute einfach so herumstehen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Wollhausbrücke.

Ich erinnere mich noch ganz gut daran, als das Wollhaus eröffnet wurde und die Brücke eine sehr praktische Angelegenheit war, um zu der damaligen MacDonalds Filiale zu gelangen. Wahrscheinlich aber nutzten die meisten, so wie ich übrigens auch, die Abkürzung und den natürlicheren Weg über den Busbahnhof.

Offensichtlich auch der Grund, warum die Brücke dann sehr schnell einfach nur so herumstand und eher nur noch für einen kleineren Teil der Heilbronner von Interesse war. Übrigens, schon im Kindergarten lernt man, dass man Wege dort errichtet, wo sich die Menschen auch bewegen — die Römerstraße dürfte ein gutes Beispiel hierfür sein. Und im Falle, dass man die eingetretenen Bewegungsrichtungen ändern möchte, dann muss man zudem mit Sperren arbeiten — beides wurde bei der Planung am Wollhaus ignoriert.

Seit 2012 nun steht die Brücke für niemanden mehr zur Verfügung und sollte bereits auch schon abgerissen sein; im Gegensatz zum restlichen Wollhaus steht dabei der Stadtverwaltung überhaupt niemand im Weg — aber was sind schon zehn Jahre in den Augen der dortigen Verwaltungsmitarbeiter. Da ist ein Projekt erst ein Projekt, wenn es den eigenen Urenkeln noch die Beschäftigung sichert und die entsprechenden Akten werden dabei einfach nur von einer Generation zur nächsten vererbt.

Mein derzeitiges Lieblingsbeispiel ist die Turmstraße, da werden wohl noch meine eigenen Enkel Experten, Berater, Verwaltungsmitarbeiter und Event-Spezialisten beim Farbe auf den Boden schmieren betrachten können.

Und so wird wohl auch die Wollhausbrücke weiterhin nur so herumstehen, wahrscheinlich immer noch, selbst wenn das Wollhaus längst einer anderen städtischen Verwendung zugeführt wurde — dann wohl aber als Heilbronner Kulturdenkmal.

Hertensteiner Gespräche

Wenn mein Blog schon so viel Beachtung findet, dann ist es bestimmt auch eine gute Idee, um auch dort für die 6. Hertensteiner Gespräche zu werben. Besonders freut es mich dabei, dass erneut Europäische Föderalisten mit dabei sind, die diese Gespräche entweder gleich von Anfang an mit begleiten oder aber bereits sehr früh als Moderatoren mit eingestiegen sind.

Neben den beiden stellvertretenden Kreisvorsitzenden Dr. Vassilios Vadokas und Leonhard Reinwald der EUROPA-UNION Heilbronn sowie dem weiteren Vorstandsmitglied Michael Georg Link MdB sind auch meine bessere Hälfte und Landesgeschäftsführerin der EUROPA-UNION Baden-Württemberg Bettina Kümmerle und der stellvertretende Landesvorsitzende Florian Ziegenbalg sowie aus Heidelberg Prof. Dr. Walther Heipertz wieder mit dabei.

Und wenn alles klappt, dass ist auch der Generalsekretär der EUROPA-UNION Deutschland Christian Moos erneut mit an Bord. Neu hinzu kommt dieses Mal das UEF Vorstandsmitglied und Präsident der Société européenne de défense Jean Marsia aus Belgien. Besonders freut es mich aber, dass auch „Hertensteiner“ aus dem Ruhrgebiet extra wegen der Hertensteiner Gespräche nach Heilbronn kommen werden. Und wenn es weiterhin so gut läuft, dann dürfen wir am Samstag, 17. September 2022 noch mehr Gäste aus Nah und Fern zu den inzwischen 6. Hertensteiner Gesprächen begrüßen.

Ganz besonders freut es mich als Heilbronner, dass sich ohne großes Brimborium und auch ohne große Fördermittel oder gar Spenden sowie ganz still und heimlich eine europäische Hochwertveranstaltung in meiner Heimatstadt etablieren konnte. Wenn sich jetzt noch weitere meiner Mitheilbronner dazu entschließen könnten, dieses Angebot auch zu nutzen, dann wäre für mich ein kleiner Traum Realität geworden.


Beitragsfoto: Winterlandschaft | © Pixabay

9.12.02021 5 (2)

Fakultativ

So kurz vor Weihnachten werden auch die faulsten Beamten und Angestellten wach. Und damit auch wirklich keine Verzögerungen bei den eigenen Festtagsplanungen auftreten, wird man dann doch schon einmal kreativ. So hat das Kultusministerium vor Weihnachten die Präsenzpflicht an Schulen aufgehoben.

Der Tenor ist eindeutig und wird auch von allen verstanden. „Liebe Lehrer, Schüler und nervige Eltern, macht doch, was ihr wollt, aber vor allem anderen, uns keine Arbeit!”

Es reicht doch völlig aus, dass, wenn unsere Beamten und Angestellten aus dem verdienten Weihnachtsurlaub kommen, diese danach schauen, wie sich die Gesamtsituation entwickelt hat und im Anschluss daran auswürfeln, ob die Schulen wieder grundsätzlich einer Präsenzpflicht unterliegen sollen, oder ob man nicht doch besser alle Schulen schließt und erneut auf das bewährte „Homeschooling“ baut.

Buga-Brücke

Über die Fertigstellung des „langsamsten Blitzes aller Zeiten“ (Heilbronner Stimme, 09.12.2021: 26) müssen wir uns erst dann wirklich Gedanken machen, wenn der OB bereits gewählt sein sollte und die Eröffnungsfeier zu keinem Wahlkampf-Event wurde.

Gedanken sollten wir uns allerdings darüber machen, dass es, nachdem bereits 2014 alles durchdacht war, jetzt zu Überlegungen kommt, wie man die Brücke am besten in ihr näheres Umfeld einbindet. Diesbezüglich kann man es schon als Hoffnungsschimmer ansehen, dass der zuständige Bürgermeister nun erkannt hat, dass das Gelände eine „schwierige Topografie“ besitzt.

Überflüssig

Wir sollten insgesamt mehr Mut aufbringen und uns zumindest von völlig Überflüssigem trennen. So ist es schon lange an der Zeit, dass wir endlich einen nach dem anderen Regionalflughafen schließen und das Gelände sinnvoller nutzen. Wir sparen dabei Unmengen an Steuergeldern, und es nützt zudem der Natur und dem Umweltschutz.

Ähnlich sieht es bei unseren Ministerien aus, wobei inzwischen sogar allen direkt Beteiligten eine Benennung der unzähligen Ministerien schwerfällt. Hier hat die neue Bundesregierung eindeutig Chancen vergeben und bereits zu Beginn sehr deutlich gemacht, dass Aufbruch, Änderung, Wandel, Zukunft und Fortschritt keine Begriffe sind, die in den kommenden vier Jahren Hochkonjunktur haben werden.

Nachtrag

[Twitter-Beitrag gelöscht]

Gemälde des Tages

Edward Hopper: Nighthawks (21. Januar 1942)

Geburtstag des Tages

John Milton


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

27.6.02021 5 (1)

Bahnhof

Beim Spazierengehen habe ich mich etwas in der Bahnhofsgegend umgeschaut, das Parkhaus für Fahrräder fügt sich doch ganz gut in den Bahnhofsvorplatz ein, und auch der Blitz, eine Fußgängerbrücke, wird die Gegend sicherlich weiter aufwerten.

Wenn es nach mir ginge, würde man schnellsten noch die neue Kranenstraße realisieren und auch darüber nachdenken, ob man nicht zwischen Bahnhof und Experimenta ein Intercity-Hotel und einen Großstadtbusbahnhof mit 24-Stunden-Service und entsprechender Gastronomie platzieren könnte.

Grillen

Nach all den langen Monaten ohne größere Zusammenkünfte, war es eine sehr schöne Sache, dass wir uns gestern Nachmittag zu siebt um meinen Grill versammeln konnten. Noch besser war, dass ich keine negativen Äußerungen zu meinen Kochkünsten bekam. Ab Juli, wenn es weiterhin erlaubt sein wird, werden wir versuchen, einen etwas größeren Grillnachmittag auf die Beine zu stellen und auch eine öffentliche Lesung anzubieten. Das wirklich Spannende dabei wird sein, ob wir wieder an die Vor-COVID-19-Zeit anknüpfen und viele alte Bekannte und Freunde dazu begrüßen werden können.

Regionalwahlen

Erneut, nach dem 20. Juni 2021, zeigen die französischen Wähler, dass sie das Vertrauen in die aktuelle Politik verloren haben. Inzwischen geht in Frankreich nur noch eine Minderheit wählen. Einzig, dass auch viele der rechtsradikalen Wähler den Wahlurnen fernblieben kann man als positiv bezeichnen.

Da wir uns in Europa ähnlicher sind als viele von uns wahrhaben wollen, ist dies auch für uns ein schlechtes Vorzeichen. Ich vermute, dass, wenn wir bei der kommenden Bundestagswahl erneut eine GroKo bekommen, dass es nicht lange dauern wird, bis auch bei uns nur noch eine Minderheit wählen geht. Was das für unsere Demokratien bedeutet, muss man wohl keinem erklären.

Ich wiederhole gerne erneut, dass das nicht am Bürger oder gar den Wählern liegt, sondern einzig und alleine an unseren Parteien und ihren Berufspolitikern.

Website des Tages

Busbahnhof Esenler

Der Intercity-Busbahnhof Istanbul ist einen Besuch wert und könnte durchaus auch eine Anregung für einen, zugegebener Maßen, etwas kleineren Busbahnhof in Heilbronn sein.