Blitz

Zitat 5 (1)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ich muss zugeben, dass mich Theodor Adorno gerade richtig fesselt. Wäre da nicht das echte Leben, würde mich seine Minima Moralia so schnell nicht mehr loslassen.

„Der Wert eines Gedankens mißt sich an seiner Distanz von der Kontinuität des Bekannten. Er nimmt objektiv mit der Herabsetzung dieser Distanz ab; je mehr er sich dem vorgegebenem Standard annähert, um so mehr schwindet seine antithetische Funktion, und nur in ihr, im offenbarem Verhältnis zu seinem Gegensatz, nicht in seinem isolierten Dasein liegt sein Anspruch begründet.

Erkannt wird vielmehr in einem Geflecht von Vorurteilen, Anschauungen, Innervationen, Selbstkorrekturen, Vorausnahmen und Übertreibungen, kurz in der dichten, fundierten, aber keineswegs an allen Stellen transparenten Erfahrung.“

THEODOR W. ADORNO, MINIMA MORALIA (14. AUFLAGE 2022 [1951]: 90)

Dem ist heute nichts mehr hinzuzufügen.


Bücherregal

Minima Moralia 5 (2)

Beitragsfoto: Bild von S. Hermann & F. Richter | © Pixabay 

Als ich dieses Buch von Theodor Adorno mit dem Titel „Minima Moralia – Reflexionen aus dem beschädigten Leben“ Ende der 1970er-Jahre zum ersten Mal laß, fand ich keinen richtigen Bezug zu diesem Meisterwerk. Dies war für die damalige Jugend wohl kaum möglich, die kurz zuvor erst die „68er“ heraufbeschworen hatte und nun dabei war, erneut eine „geistig moralische Wende“ einzuleiten.

Ich legte damals dieses 1951 erschienene Werk mit seinen 153 Aphorismen und kurzen Essays schnell zur Seite und wurde erst wieder während meines Studiums auf Theodor Adorno aufmerksam gemacht.

Und nun wage ich den zweiten Versuch einer Lektüre und muss dabei feststellen, dass Adornos Minima Moralia heute viel einfacher zu lesen ist als es noch in meiner Jugend der Fall war. Ich gehe davon aus, dass dies nicht an meinem eigenen Lebensalter liegt, sondern eher an der Tatsache, dass gerade dieses Werk Adornos trauriger Weise wieder sehr an Aktualität gewonnen hat.

Und so bin ich einmal selbst gespannt darauf, wo und wie sich dieses Werk in meinem Weblog künftig widerspiegeln wird?

Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

THEODOR W. ADORNO, MINIMA MORALIA (14. Auflage 2022 [1951]: 43)

Glühbirne

21.11.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Glühbirne | © 0fjd125gk87 auf Pixabay 

Gespräch

Zum Wochenstart gab es dann noch ein sehr informatives und lehrreiches Gespräch mit Detlef Stern, welches dieses Mal allerdings mit Hilfe eines Videochats stattfand.

Ein Vorteil dabei, man kann sich sofort gegenseitig die notwendigen Unterlagen zuspielen oder auch gemeinsam an Präsentationen arbeiten. Und so erfuhr ich en passant, dass es demnächst weitere Verbesserungen am Zettelstore und damit auch bei meinem eigenen Zettelkasten gibt.

Erkenntnisse

Das vergangene Wochenende hat nicht mit Erkenntnissen gegeizt, und so werde ich in den kommenden Wochen mehr zutun haben als ich es mir noch zu Wochenendbeginn in meinen kühnsten Träumen vorstellen konnte.

Jetzt müssen diese Erkenntnisse erst einmal sortiert und eingeordnet werden und dann muss ich schauen, wie ich damit am besten umgehen kann. Auch habe ich bereits am Wochenende zwei Bitten versandt, um vielleicht die eine oder andere Sache auf dem kleinen Dienstweg regeln zu können. Zusätzlich habe ich noch ein paar Terminanfragen verschickt und hoffe, dass ich bereits heute meinen Terminkalender entsprechend anpassen kann.

Ach, und dann hat Elon Musk auch noch Donald Trump die Rückkehr ins Präsidentenamt erleichtert. Ich habe schon einmal dessen Account gesperrt, um nicht allzu sehr mit Blödsinn zugemüllt zu werden. Wahrscheinlich wird es mir dennoch nicht erspart bleiben, weitere Twitter-Accounts zu sperren, nämlich jene Spinner, die wohl nichts anderes zu tun haben, als Trump-Tweets zu teilen.

Und um das Ganze noch abzurunden, hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Artikel über Heilbronn gerade dann ins F+ Abteil gestellt, als ich auf diesen aufmerksam wurde.

Buchhändler

Ich freue mich immer wieder darüber, wenn Buchhändler meine Bücher ordern und versuche dann die Bücher auch spätestens am Folgetag in die Post zu geben. Neben dem üblichen Rabatt — auch Buchhändler müssen von etwas leben — übernehme ich noch die Portokosten, hierbei möchte ich einfach nicht hinter Amazon Prime zurückstecken.

Und so wundere ich mich dann doch etwas, wenn man nach über einer Woche extra nachfragen muss, ob die Bücher denn überhaupt angekommen sind. Da ich meine Bücher auf Rechnung verschicke, wäre es doch sehr einfach, nach Erhalt der Bücher die beiliegende Rechnung zu begleichen und ich könnte mir das Nachfragen ersparen.

Ärgerlich nur, wenn die Bücher dann einfach nicht beim Buchhändler angekommen sind. Erfreulich, dass es weiterhin Buchhändler gibt, bei denen das Ganze immer ohne große Probleme vonstatten geht.