Neckarbogen

Spaziergang 5 (4)

Beitragsfoto: Blick vom Vorplatz der BUGA-Brücke

Wenn ich so durch Heilbronn schlend’re, dann gehen auch meine Gedanken spazieren und so ist dies eher ein Beitrag über einen Gedankenspaziergang. Erst einmal kann man schnell feststellen, wenn man so der Kaiserstraße entlang schlendert, dass man sich über die Vielzahl von Heilbronner Aktivitäten nicht beklagen kann. Nicht nur die HMG veranstaltet doch so einiges, sondern auch weitere Heilbronner Vereine, Firmen und Institutionen lassen es an Events nicht mangeln.

Höchstens könnte man beklagen, dass nicht das mit dabei ist, was man selber gerne hätte. Aber auch hier kann einem sehr schnell geholfen werden, nämlich indem man das vermeintlich Fehlende einfach selber mit ergänzt. Inzwischen kann ich über fehlende Stammtische nicht mehr meckern und auch für tiefgründigere Gespräche gibt es zumindest einmal im Jahr mit den Hertensteiner Gesprächen nun eine Plattform. Und ab dem kommenden Jahr wird es auch wieder einen Ball geben, wo man als Tanzpaar so richtig Strecke machen kann.

Leider aber gibt es Projekte, die man einfach nicht selber stemmen kann, wie z. B. eine richtige Schwimmhalle, eine vollwertige Stadtbibliothek im heutigen Verständnis oder gar eine Universität. Wirklich traurig, da dies alles Infrastrukturprojekte sind, die es in jeder Großstadt, so auch hier bei uns in Heilbronn geben müsste, da man dafür kaum täglich nach Stuttgart oder Karlsruhe fahren kann. Und einfach nur ein paar entsprechende Schilder anzubringen, hilft jenen, die diese Institutionen gerne regelmäßig nutzen würden, auch nicht wirklich weiter.

So wie etwa das Radhaus vor unserem Bahnhöfle. Die Fahrräder stapeln sich weiterhin ungeschützt in dessen Vorfeld. Dabei könnte man hier sehr schnell zumindest ein klein wenig Abhilfe schaffen, indem man das Vordächle des Nebeneingangs unseres Bahnhofs entlang dessen Wand verlängert und darunter ein paar stabile Fahrradständer anbringt. Das ersetzt zwar nicht die in anderen Großstädten üblichen Parkhäuser, aber ist auf jeden Fall besser als das, was wir gerade haben.

Im Neckarbogen angelangt, konnte ich die neu aufstrebenden Stahlbetonkonstruktionen bestaunen und kam darüber ins Grübeln, was das mit Holzhybrid oder Stampflehm zu tun hat. Das kann man bestimmt googeln und wird wohl dabei feststellen, dass das Wort Hybrid sehr dehnbar ist. Jetzt hoffe ich einmal nicht, dass es bereits dann ein Holzhybridhaus ist, wenn man echte Parkettfußböden verlegt.

Und auch an die Hafenbahn wurde ich erinnert, denn auch über deren traurigen Relikte führte mich der heutige Spaziergang. Diesbezüglich möchte ich mich schon etwas länger kundig machen und plane bereits seit Wochen eine entsprechende Veranstaltung. Ganz unbedarft wandte ich mich diesbezüglich an den Heilbronner Hafen und bekam sofort zur Antwort, dass dieser mit der Bahn nichts zu tun habe und man meine entsprechende Anfrage zuständiger Weise an die Kollegen der Heilbronner Stadtwerke weitergeleitet habe. Ein paar Wochen später werde ich mich nun ganz vertrauensvoll an Herbert Burkhardt wenden und ihn bitten, für uns Freie Wähler einen Gesprächstermin auszumachen.

Wenn man in Heilbronn schon den Hafen und die Hafenbahn nicht mehr nutzen möchte, weil man wohl glaubt, dass man dies als „Welt-KI-Zentrum“ nicht mehr nötig hat, könnte man die Schienen doch einfach mit in den öffentlichen Nahverkehr integrieren und dabei ganz neue Strecken schaffen. Ideen und Fragen, über die man als Bürger mit den zuständigen städtischen Mitarbeitern sprechen können sollte.

Als man in Ulm vor ein paar Jahren neben meinem damaligen Stadtviertel ein ganz neues entwickelte, kam erst einmal eine neue Straßenbahnstrecke, zusätzlich wurden die Straßen verstärkt und das danebenliegende Schulzentrum vergrößert. Als die Infrastruktur stand und funktionierte, kamen die Gebäude und mit diesen die neuen Bewohner.

Bei uns in Heilbronn habe ich den Eindruck, dass man erst die Gebäude erstellt, ob neu oder nachverdichtet, zeitgleich die notwendige Infrastruktur zurückbaut und sich später dann einmal überlegen möchte, wie man das Ganze unter einen Hut bekommt. Diese Vorgehensweise wird im Neckarbogen noch richtig spannend werden und der Hochgelegen wird zukünftig für heftige Leserbriefe sorgen. Auch beim IPAI-Park, wenn dieser tatsächlich jemals realisiert werden sollte, wird man sich erst ein paar Jahre nach der Fertigstellung überlegen, wie dieser Stadtteil infrastrukturell angebunden werden könnte; die Idee mit der Seilbahn von Heilbronn nach Neckargartach ist dabei ähnlich wie die Idee mit dem Radhaus — nett gemeint, aber nicht durchdacht.


Brückenparkplatz

1.9.02023 4.5 (6)

Beitragsfoto: Brückenparkplatz Bleichinsel

Vereinsleben

Schwerpunkt des heutigen Tages ist sicherlich die Bewerbung der Hertensteiner Gespräche, wobei ich Herbert Burkhardt noch beim Aufbau des Freien Wähler-Standes in Neckargartach helfen konnte. Später habe ich dann zusammen mit meiner besseren Hälfte den Stand bestückt und die heutigen Standbetreiber begrüßt. Es ist eine Freude, dass sich genügend Freie Wähler eingefunden haben, um den Bierstand beim diesjährigen Weintreff zu betreuen. Morgen gucke ich dann nochmals vorbei und am Sonntag steht dann meine bessere Hälfte zusammen mit mir im Stand, um Bier an die Gäste des Weintreffs auszuschenken. Meine treusten Leser werden darum wissen, dass wir uns vor über 30 Jahren bei einer ähnlichen Aktion kennenlernten.

Ganz nebenbei verfeinern wir noch unsere Freie Wählerliste für den kommenden Gemeinderatswahlkampf; diese wäre schon längst fertiggestellt, wenn die Heilbronner Stadtverwaltung endlich aus den Puschen käme. So müssen wir darauf hoffen, dass uns das für die Liste notwendige Formblatt noch im September zugestellt werden wird — Verspätungen gibt es inzwischen leider nicht nur bei der Bahn; die allerspäteste Deadline für die Stadtverwaltung war der 22. August 2023.

Zum Abschluss meiner heutigen Vereinsarbeit konnte ich noch ein paar neue Tanzschritte lernen — ob ich diese dann auch noch kommende Woche tanzen kann sei einmal dahingestellt.

Stadtbad

Unser Hallenbad ist tatsächlich in die Jahre gekommen, wobei ich mich noch sehr gut an die Spaziergänge durch die damalige Baustelle erinnere. Und so ist es richtig, dass man sich Gedanken darüber macht, wie es mit ihm weitergehen soll.

Gerade die jüngsten Planungen für das neue Wollhaus (ehemaliges Stadtbad) zeigen, dass man nicht gleich an einen Abriss des alten Gebäudes denken muss und man aus dem Altbestand besser etwas zeitgemäßes und auch voll Funktionsfähiges macht.

Das Problem in Heilbronn ist wohl dabei, ob man das Gelände nicht bereits jemandem anderen versprochen hat, aber auf jeden Fall, dass man aus dem Sportbad weiterhin und verstärkt ein Spaßbad machen möchte.

Und beides kann man kaum am alten Platz verwirklichen. Deswegen schießen die Forderungen der verschiedensten Fraktionen jüngst ins Kraut, indem sie die unmöglichsten und entferntesten Plätze in Heilbronn ins Spiel bringen. Dabei vergessen diese Gemeinderäte völlig, dass ein Stadtbad nicht nur ein Frequenzbringer — einer der wenigen in der Innenstadt verbliebenen — ist, sondern auch einen originären Zweck zu erfüllen hat, nämlich dass dort die Heilbronner schwimmen lernen, die Schüler ihren Schulsport absolvieren und Schwimmer trainieren können.

Wenn wir uns auf genau diese Aufgabe konzentrieren, dann können wir aus dem aktuellen Stadtbad ein richtig gutes neues Stadtbad machen — ein städtisches Juwel in der genau richtigen Umgebung.

Zusätzlich kann man noch die Neckarhalde zu einem Schwimmsportleistungszentrum ausbauen, gerade dann, wenn man — wie ganz aktuell in Heilbronn (!) — den Leistungsport fördern möchte.

Paula-Fuchs-Allee

Mit großer Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass Stadträtin Elke Roth auf der gestrigen Sommerpressekonferenz der CDU weiterhin vehement für die Paula-Fuchs-Allee eintritt. Wie von mir bereits des öfteren geschrieben, hat es Paula Fuchs nicht verdient, dass man sie zu einer „Susanne-Bay-Sackgasse“ verkrüppelt.

Deshalb gleich hier die aktuelle Forderung der CDU-Fraktion, für die sich Elke Roth verantwortlich zeichnet:

Festhalten an der Lebensader Paula-Fuchs-Allee!

Der Neckarbogen wächst stetig, auch wenn die Aufsiedelung der Baufelder — durch verschiedene äußere Faktoren beeinflusst — nicht so schnell erfolgt wie geplant und erwartet.

Umso dringender erwarten die Investoren Planungssicherheit, was den Ausbau der Paula-Fuchs-Allee angeht und genießen Vertrauensschutz, was die damit verbundene verkehrliche Erschließung des Neckarbogens betrifft. Genau wie bei der Blitzbrücke, die versprochen und dann auch gebaut wurde.

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen … Aber Spaß beiseite …

Sollte die Paula-Fuchs-Allee tatsächlich zur Disposition stehen, drohen Investoren abzuspringen und der Stadtverwaltung damit mögliche Regressforderungen.

Seit 15 Jahren wartet Heilbronn und allen voran die Heilbronner Innenstadt auf den Ringschluss, der für die gute Erreichbarkeit der Innenstadt nur mit der Paula-Fuchs-Allee zu bewerkstelligen ist. Bei der Schließung der Kranenstraße im Vorfeld der BUGA wurde dies auch nochmals zugesichert.

Die Paula-Fuchs-Allee fungiert als Lebensader für die Innenstadt sowie für den Neckarbogen. Sowohl die mit 2 Mio. Euro georderte E-Quartiersgarage als auch die Josef-Schwarz-Schule benötigen eine gute Erreichbarkeit — und das durch zwei Erschließungen.

Das 2022 erstellte Verkehrsgutachten für den Neckarbogen geht davon aus, dass es mit zunehmender Besiedelung zu verkehrlichen Engpässen kommen wird, wenn keine Anbindung der Paula-Fuchs-Allee an die Hafenstraße erfolgt. Der ermittelte Stellplatzbedarf im Neckarbogen beläuft sich auf 1 300 Stellplätze, die auch angefahren werden müssen.

Es sagt einem auch der gesunde Menschenverstand, dass nicht knapp 4 000 Menschen nur über das Nadelöhr der Brücke das Quartier erreichen und verlassen können. Sollte es zu Baumaßnahmen an der Brücke oder Unfällen im Bereich der Brücke kommen, wäre das Quartier fast nicht mehr zu erreichen oder zu verlassen. Sollte das Quartier aus irgendwelchen Gründen geräumt werden müssen, wie sollte das vernünftig und geregelt vonstattengehen?

Aus rechtlicher Sicht ist eine plangleiche Kreuzung des Bahnübergangs leider nicht möglich, da dieser Bahnübergang nie öffentlich gewidmet wurde und damit die kostengünstigste und schnellste Lösung vom Tisch.

Die Stadtverwaltung will zwar laut Baubürgermeister Ringle an den Untertunnelungsplänen festhalten, was die CDU-Fraktion sehr begrüßt, aber mit einer Beschlussfassung des Bauabschnitts 2.2 im Jahr 2028 sind wir nicht einverstanden, da sich der Bau und Fertigstellung dann um weitere 10 Jahre verzögern würde.

Der Ausbau der Paula-Fuchs-Allee sollte so schnell wie möglich erfolgen und nicht weiter verschoben werden. Ein Neubau der Straßenanbindung in Form einer Untertunnelung ist für uns unumgänglich, und daran werden auch wir festhalten. Wir erwarten, dass die Verwaltung hierzu deutlich früher Vorschläge macht.“

Elke Roth, 31.8.2023

Und damit die Fraktion der Grünen zusammen mit ihrem Bürgermeister Andreas Ringlé eine Paula-Fuchs-Allee nicht weiter zu verhindern weiß, benötigt es nach der kommenden Gemeinderatswahl entsprechende Mehrheiten — hierbei sind wir Bürger am 9. Juni 2024 gefragt!

Eine möglichst starke Freie Wähler-Fraktion wird die CDU beim Wort nehmen und diesbezüglich gerne unterstützen.


Abendlandboogie

Der 1. September war nicht nur bei uns ein ganz besonderer Feiertag, sondern und dies für viele von uns vielleicht sogar erstaunlich bei den Franzosen ebenso. Lassen wir an diesem früheren deutschesten Feiertag heute einmal Lemur zur Sprache kommen.

Have questions?

30.6.02023 5 (2)

Beitragsfoto: Have questions? | © Shutterstock

Bigott

Immer wieder hört man die Klagen, dass unsere heutige Jugend an Computern und Fernsehgeräten festhängt. Alle fragen sich, wohin denn das Ganze führt, wenn die jungen Mädchen und Buben nur noch in einer virtuellen Welt herumhängen?

Auf der anderen Seite gibt es kaum noch attraktive Spiel- und Bolzplätze. Unsere Vereine bieten willigen Kindern kaum noch Chancen, wenn diese Kinder überhaupt noch für ein Vereinsleben Zeit und Gelegenheit erhalten, das sie zum Wohle der eigenen Eltern ganztags in mehr als öden Schulen oder sogenannten Kindertagesstätten herumhängen müssen. Selbst die Jugendhäuser, für die Generationen von Jugendlichen einst erfolgreich gekämpft haben, sollen jetzt in Heilbronn geschlossen werden, nur damit noch mehr städtische Mitarbeiter möglichst bequeme Schreibtischarbeitsplätze inklusive der obligatorischen Kuschel- und Kaffeeecken in sogenannten „Familienzentren“ erhalten — diese Zentren sind einzig und alleine eine weitere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme!

Und sollten unsere Kinder und Jugendlichen tatsächlich einmal die Chance erhalten, um doch einen Spiel- oder Bolzplatz nutzen zu können, dann ist dieser teilweise gesperrt, aber auf jeden Fall ist dort das Schreien, das Toben und die sonstigen Dinge, die Kinder und Jugendliche halt schon immer und dies seit Jahrtausenden so gerne machen bei Strafe verboten!

Ganz undenkbar ist es inzwischen, dass Kinder wie wir Älteren in unserer eigenen Kindheit noch Bälle gegen Garagentore kicken, durch die Straßen und Gassen rennen oder mit ihren Spielsachen Bänke, Vorgärten und Hauseingänge verschönern.

Schlimmer noch, junge Mütter schieben Kinderwagen durch die Gegend und bekommen dabei ihre Augen nicht mehr vom Smartphone weg, selbst das erste Gebrabbel ihrer Kinder entgeht ihnen, da sie sich derweil über Kopfhörer in einer ganz eigenen Welt bewegen. Guckt man in solche Kinderwagen, dann stellt man immer öfters fest, dass die ersten Kleinkinder selbst schon mit einem Telefon hantieren, wohl in der Annahme, dies sei die eigene Mutter oder der eigene Vater.

Wer dies alles miterlebt, der muss doch froh darüber sein, dass sich unsere Jugend „nur“ in eine virtuelle Welt verabschiedet. Denn das ist immer noch besser, als wegen unserer bigotten Gesellschaft eine Drogenkarriere zu starten. Ich behaupte, dass ohne Virtualität die Selbstmordrate bei unserer Jugend exorbitant hoch wäre.

Wahlkampf

Nun ist der Wahlkampf auch im Gemeinderat angekommen, denn die Fraktionen überschlagen sich jetzt mit abenteuerlichen Projekten und schmeißen weiterhin und nun verstärkter unser Geld mit vollen Händen zum Fenster hinaus. Hauptsache, sie machen damit Schlagzeilen. Wie das Ganze dann am Ende auch noch langfristig finanziert werden kann, das ist diesen Gemeinderäten völlig egal — wenn die Wahlen vorbei sind, dann gibt es einfach ein paar weitere Ruinen, wie z. B. den toten BUGA-Wassernebel oder das halblebige Mini-Fontainchen im Neckar. Bis dahin aber überschlagen sie sich mit Ideen, wie etwa Trinkbrunnen und zusätzliche Wassernebel.

So ganz nebenbei haben unsere Gemeinderäte ihre eigenen Gehälter und auch noch die Fraktionskonten aufgemotzt. Wer da noch vom Ehrenamt spricht, der hat schon sehr lange den Bezug zur Realität verloren!

Besser wäre es gewesen, unsere Gemeinderäte hätten mal danach geschaut, dass Heilbronn öffentliche Toiletten sowie saubere Straßen und Plätze erhält. Aber damit können sie bei ihren Wählern wohl nicht punkten. Von zeitgemäßer Infrastruktur und halbwegs ordentlichen Schulen spreche ich schon gar nicht mehr.

Rundschreiben

Dieser Tage gab oder gibt es von mir wieder das eine oder andere Rundschreiben. Der Bundesverband der EUROPA-UNION hat jüngst mit einer ganz neuen Version seines eigenen Rundschreibens vorgelegt, und so war ich kurz versucht, um ebenfalls mein diesbezügliches Rundschreiben zu „modernisieren“. Dann aber kam die Ernüchterung, als ich gleich daran dachte, wer das überhaupt merkt und wenn ja, ob es auch entsprechend estimiert werden würde. Und so wird es doch wohl beim Alten bleiben.

Unabhängig vom Layout müssen die entsprechenden Inhalte gefunden und aufbereitet werden. So wird mich dies noch ein wenig beschäftigen; als Deadline habe ich mir den 1. Juli 2023 gesetzt.

Tanzen

Auch wenn ich eigentlich ganz gut beschäftigt bin, schafft es meine bessere Hälfte immer wieder, um mich auf den Tanzboden zu bitten. Kleine Auszeiten, die man tanzend verbringt, haben durchaus etwas Beschwingtes. Selbst bei etwas wärmeren Wetter.

Und solche kleinen Auszeiten haben zudem ihren ganz eigenen Nutzen. So habe ich nicht sogleich auf ein paar gute Anmerkungen von Hannes Finkbeiner geantwortet, sondern warte erst einmal ab, ob er noch weiter nachlegt. Und auch den Klausuraufgaben wird es sicherlich guttun, wenn ich noch ein paar Tage verstreichen lasse, bevor ich die Klausur fertigstelle. Dank eines neuen alten Kalenders, den ich nun wieder verwende, werde ich die externe Terminsetzung erfüllen; es langt bei mir nicht mehr, wenn ich solche Dinge einfach nur verzettele.

„Some say it is unfair to hold disadvantaged children to rigorous standards. I say it is discrimination to require anything less — the soft bigotry of low expectations.“

George W. Bush, Wahlkampfrede vor der NAACP (2000)