Straßenkunst

2.5.02024 5 (4)

Beitragsfoto: Straßenkunst

Maifest

Zum diesjährigen Maifest habe ich mich extra aus dem Bett gequält, dann vor Ort war ich keine große Hilfe, konnte mich aber darüber freuen, dass sehr viele Freie Wähler das Fest unterstützten, besonders über jene, die eigentlich keine Neckargartacher sind; erwähnen möchte ich dabei meine bessere Hälfte und Thomas Heiligenmann.

Da Herbert Burkhardt wie gewohnt alles im Griff hatte, konnte ich früher als geplant wieder das Bett hüten. Das Fest in der Neckarhalle wurde wie die letzten Jahre auch sehr gut angenommen. Erfreulich, dass auch Wahlkämpfer von CDU, FDP und SPD Zeit fanden, um beim Fest vorbeizuschauen. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und schadet nur den Unfähigen.

Sobald ich Bilder und ein paar Stichworte zum Fest erhalte, werde ich noch einen entsprechenden Beitrag auf die Freie Wähler-Website stellen.

Nachbereitung

Manche Studenten nehmen sich meine Hinweise tatsächlich zu Herzen, was mich sehr freut. Schade nur, dass dies meistens bei jenen der Fall ist, die bei mir ihre allerletzte Chance nutzen. Auch ich war kein Musterstudent und habe sicherlich den einen oder anderen Professor zur Verzweiflung gebracht. Allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass ich im Studium keine zweiten Anläufe benötigt habe.

Völlig überrascht habe ich die Studenten damit, als ich das von mir gerade Vorgestellte nun einmal ganz exemplarisch auf die Studenten selbst umgesetzt habe, sie bekamen eine Expertenschätzung über den Prozentsatz demnächst bestandener Klausuren und gleich auch noch die Werkzeuge und Methoden in die Hand, um diese Expertenschätzung nicht nur selbst zu validieren, sondern auch noch weiter zu verfeinern.

Inzwischen winke ich nicht mehr nur mit Zaunpfählen, was wohl dem Gesamtzustand heutiger Hochschulen geschuldet ist. Dafür gab es ein Käffchen mit Detlef Stern, gute Gespräche und eine ganz neue Idee, die wir gleich beim nächsten Mal umsetzen werden.

Und dann konnte ich wieder einmal einen Gastvortrag realisieren. Bei meiner letzten Vorlesungsreihe hatte ich Thomas Michl, ein alter Haudegen in Sachen Projektmanagement, zu Gast. Dieses Mal lasse ich jüngere Experten zu Wort kommen und bin einmal gespannt darauf, wie die Studenten diese Gelegenheit annehmen werden. Valentin Weber kenne ich von der EUROPA-UNION und zudem als ehemaligen Studenten von Detlef Stern. Das gewählte Thema „Angewandtes Kommunikationsmanagement“ — übrigens ein Pleonasmus — lässt mich schon jetzt neugierig werden.

Wahlkampf

Montag konnte ich mit meiner besseren Hälfte doch noch Plakatieren, unser nördliches Kernstadt-Team hatte für uns ein paar Plakate und die dazu notwendigen roten Aufkleber übrig gelassen. Und so zogen wir gemeinsam abends los. Ärgerlich, dass bereits jetzt viel zu viele unserer Plakate heruntergerissen wurden oder einfach in Gänze verschwunden sind, was mir übrigens bereits auch aus anderen Stadtteilen berichtet wurde. Und so fingen wir an, beschädigte Plakate wieder aufzuhängen.

Als es dann viel zu schnell zu dunkel wurde, hatten wir noch Aufkleber übrig, sodass ich demnächst weitere Gelegenheit haben werde, um noch das eine oder andere Plakat aufhängen zu können. Wie man es vorgestern in der Heilbronner Stimme (30.4.2024: 25) lesen konnte, wird das Ordnungsamt nun einfach erneut selber zählen und damit das Herstellen kaum funktionierender Aufkleber kompensieren. Wie ich es gestern von einigen Gemeinderäten erfahren durfte, hatten diese und das auch noch parteiübergreifend die Stadtverwaltung bereits vorab über die unglückliche Aufkleberwahl informiert. So sind wieder einmal völlig unnötig Steuergelder aus dem Fenster geworfen worden.

Nach diesem Fehlstart des Ordnungsamtes hoffe ich nun, dass die dortigen Damen und Herren vielleicht nun ebenfalls etwas entspannter vorgehen werden. Zumindest Wahlkämpfer von der CDU, der SPD und der FDP haben mir persönlich signalisiert, dass sie keine Zeit und Lust hätten, um sich auch noch Gedanken darüber zu machen, ob andere Parteien ihre Plakate schief oder falsch aufhängen. Auch wir Freien Wähler sind voll und ganz mit unseren eigenen Plakaten beschäftigt und so trifft eine alte Weisheit auch in Heilbronn zu, nämlich, dass wenn jeder vor seiner eigenen Türe kehrt, die Straßen sauber sind.

Nachtrag 4.5.2024

Thomas Heiligenmann erinnerte mich daran, dass es durchaus ein gutes Zeichen ist, wenn man mit Pizza in Verbindung gebracht wird. Und schon hänge ich das entsprechende Lied mit dran.

„Niemand ist nur wegen der Gegenwart unglücklich.“

Seneca, 1. Buch, 5. Brief (2018: 31)

Heilbronner Rathaus in Acryl von Wolfgang Loesche

Demokratie 0.8 5 (13)

Beitragsfoto: Heilbronner Rathaus in Acryl von Wolfgang Loesche

Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen, da sitzen kurz vor der Wahl und wieder einmal viel zu spät im Heilbronner Rathaus unter Leitung des OB ein paar ältere Herren in einem stillen Kämmerlein beisammen und beschließen für Heilbronn, wie der Gemeinderatswahlkampf stattzufinden hat.

Neben dem OB gehören zu diesem erlauchten Kreis, der sich ab und zu auch „Ältestenrat“ nennt, Rainer Hinderer von der SPD, Thomas Randecker von der CDU, Holger Kimmerle von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Raphael Benner von der AfD und Nico Weinmann von der FDP. Damit befinden sich übrigens die Dr. Hans Hoffmann-Versteher eindeutig in der Mehrheit, was, wie wir es nun sehen können, auch auf unsere heutige Demokratie Auswirkungen hat.

Als diese alten weißen Männer nun zusammensaßen, um über Wohl und Wehe des kommenden Gemeinderatswahlkampf zu Gericht zu sitzen, wobei man hier ganz 0.8 demokratisch genau die darüber beschließen ließ, die am meisten von ihren eigenen Beschlüssen profitieren werden und dies auch noch in einem „abgedunkelten“ Raum irgendwo im Rathaus unter Ausschluss der Öffentlichkeit ohne Beteiligung eines vom Gesetz vorgesehenen Wahlausschusses, hatten manche am Wahlkampf beteiligten Parteien und Wählergruppen bereits längst, wie die Jahre zuvor auch, ihren Wahlkampf vorbereitet und sämtliche Wahlkampfmaterialien beschafft.

„Der Wahlausschuss ist das Gremium, das für die Vorbereitung und Durchführung einer Wahl zuständig ist. Dabei kontrolliert der Wahlausschuss alle Schritte der Wahl und verkündet das Wahlergebnis. Mitglieder des Wahlausschusses dürfen sich nicht als Kandidat einer Wahl aufstellen lassen. Weitere Grundlagen für die Bestellung eines Wahlausschusses finden sich in der jeweiligen Wahlordnung, Satzung oder dem geltenden Gesetz.“ 

Polyas

Und wie bereits hier im Blog geschrieben, ist nun alles das verboten, was uns Freie Wähler 2019 zum Erfolg führte.

Es lebe die Heilbronner Demokratie und Hans Hoffmann grinst uns alle an!
Derweil dreht sich Theodor Heuss auf dem Stuttgarter Waldfriedhof im Grab herum.

„Was hat Heilbronn mir gegeben? Demokratie als Lebensform. Das ist das Erbe dieser Stadt. Und was heißt Demokratie als Lebensform? Doch nur dies: dem Menschen, gleichviel wer er sei und woher er käme, als Mensch zu begegnen.“

THEODOR HEUSS, SO ZITIERT IM MUSEUM IN BRACKENHEIM