Aufmacherbild

5.2.02024 5 (7)

Beitragsfoto: Aufmacherbild | © Gerd Altmann from Pixabay

RSS

Dieser Beitrag ist den RSS-Readern geschuldet, die meine Beiträge, wenn abonniert, in deren Erstfassung aufgreifen und an meine Leser weiterleiten. Dank der Intervention von Detlef Stern werden jetzt sämtliche Beitragsinhalte an die Reader übergeben und nicht nur die jeweilige Überschrift. Sein Argument, dass manche Leser gerne nur den nackten Inhalt haben möchten, hat mich überzeugt. Auch ich lese die meisten Texte über RSS, da dies dort ohne jegliche Ablenkung und zudem auch viel schneller erfolgen kann.

Manche Blogger beklagen sich darüber, dass dann zu wenige Leser noch auf die jeweiligen Blogs kommen, ebenfalls ein gutes Argument. Aber so lange man sein Blog nicht monetarisieren möchte, dürfte es eher auf die Anzahl der erreichten Leser ankommen und nicht auf die Anzahl der Seitenzugriffe. Aufgrund der erfolgten Umstellung haben auch meine Zugriffszahlen nachgelassen, was bestätigen könnte, dass doch so einige Leser per RSS auf meine Beiträge zugreifen.

Was mich nun wieder einmal überlegen lässt, ob ich dann nicht doch das CMS weiter entschlacken oder gar in Gänze auf den Zettelkasten wechseln könnte. Dann aber muss ich wieder einmal an den bewährten Hinweis „never change a running system“ denken und auch daran, dass nicht nur mir mein bestehendes Blog-Layout weiterhin gefällt.

Und wie ich es in Gesprächen am Wochenende erfahren durfte, sind für sehr viele Menschen (gute) Bilder wichtiger als Inhalte; dies konnte ich bereits mehrfach im Blog feststellen, sobald ich die Aufmacherbilder wegließ, denn dann sanken die Zugriffszahlen merklich.

Jetzt benötige ich noch ein möglichst passendes Aufmacherbild und dann könnte dieser Beitrag freigeschaltet werden — dies mit dem Vorteil, dass bereits alle heutigen Beiträge vorhanden sind und kein Leser später nachzugucken braucht, ob ich nicht doch noch etwas hinzugefügt habe. Aber wer weiß, der Tag ist noch jung, und ich habe heute so einiges vor.

Wochenstart

Der Start in die Woche war dann schon etwas gelungener, er begann mit einem Tänzchen in der Tanzschule Brenner, und dies, nachdem wir ein paar Flyer zum Europa-Ball in die Briefkästen der Parteien und weiteren Tanzschulen geworfen hatten.

Der Montagmorgen begann mit der üblichen Fahrt durch den nördlichen Teil des Landkreises, wobei ich dieses Mal einen Praktikanten mit an Bord hatte. Dieser war im selben Alter wie die von mir mitbetreuten Schüler und der unausweichliche Vergleich war wie ein Offenbarungseid: nicht nur viel zu viele Eltern versagen katastrophal, sondern ganz besonders unser Sozial- und Bildungssystem, denn dessen propagierte Gleichmacherei spaltet unsere Gesellschaft erst recht in Gewinner und Versager — einzig und alleine dessen Befürworter profitieren dabei von diesem System, denn sie schaffen es, ihre eigenen Kinder ohne jegliche Leistung in die besten Positionen zu hieven; was übrigens weder christlich noch sozial ist!

Zudem zeichnet sich ein Schwerpunktwechsel bei meinen eigenen Projekten ab. Die Vorbereitungen zum Europa-Ball sind fast abgeschlossen, die für die Gemeinderatswahl bis zum Ende der Woche und die Planungsphasen für die beiden weiteren Projekte sind nun im vollen Gange.

Man könnte dabei auch von Meilensteinen sprechen, was ich demnächst einigen Zuhörern noch etwas genauer erklären werden kann. Das Gute für mich dabei ist, dass Studenten heutzutage mit zu den besseren Zuhörern gehören, denn diese möchten zumindest die Prüfung bestehen und mancher sogar dabei noch etwas fürs Leben lernen.

Was mich wiederum an meinen eigenen Forschungsschwerpunkt erinnert, der mich inzwischen seit meinem eigenen Studienbeginn wie ein roter Faden begleitet: „Lernen en passant“, eine wohl zeitgemäßere Version des Nürnberger Trichters und bitte nicht mit der vermeintlichen schwarzen Pädagogik zu verwechseln.

Wochenende

Das Wochenende war mit guten und mit ernüchternden Gesprächen durchmischt. Interessant ist es dabei zu beobachten, wie vor allem die jüngeren Mitbürger Pöstchen in erster Linie dazu nutzen, um ihren eigenen Lebenslauf aufzupeppen. Sehr ernüchternd dann noch festzustellen, dass, wenn diese Mitbürger völlig auf ihrem Posten versagen und einen Verband fast zugrunde richten, dies für die eigene Partei überhaupt kein Hindernis darstellt, um diesen Versagern Tür und Tor zu öffnen — bald sitzt so ein Exemplar auch noch in einem Parlament und kann sich dann dort voll und ganz austoben, Mitarbeiter mobben und Bürger nach Strich und Faden belügen und betrügen.

Den Parteien — es sind ganz aktuell in meinem Umfeld zwei — scheint dies völlig egal zu sein — Hauptsache, ihre Kandidaten haben die Haare schön. Und diese Parteien scheinen Recht zu behalten, denn wie ich es in weiteren Gesprächen erfahren durfte, suchen sich die Bürger ihre Volksvertreter schwerpunktmäßig nach Aussehen und vorgegebenem — gerne auch vorgetäuschten — Lebenslauf aus. Überzeugungen, Inhalte oder erbrachte Leistungen interessieren hingegen kaum einen Wähler; es sei denn, der Kandidat gibt gerade einmal vor, genau die Überzeugung des Wählers zu haben.

Deshalb schaffen es Berufspolitiker auch, in ein und derselben Veranstaltung innerhalb von weniger als fünf Minuten beide gegenteilige Meinungen im Saal selbst zu haben und zu vertreten. Den Bürger stört das nicht, da „sein“ Politiker doch genau derselben Meinung ist und überhört dabei völlig, dass dieser Politiker auch genau der Meinung von dem Herren nebenan ist, dessen Meinung der besagte Bürger auf Teufel komm raus nie und nimmer akzeptieren kann! Solch eine Diskussionsveranstaltung durfte ich vor ein paar Jahren selbst im Ratskeller miterleben, wobei alle Anwesenden damals hellauf begeistert waren — ich hätte an diesem Abend eine Super-GroKo gründen sollen!

Diesen Sonntag fuhr ich nun extra nach Stuttgart, um als Vortragender vor einem erlauchten Kreis einen Sachverhalt näher erklären zu dürfen — man wollte sich ganz offiziell eine Expertenmeinung einholen. So schön, so gut. Außer mir hat es dann niemanden interessiert, man benötigte nur den Anschein, aber nicht den Inhalt. Da das Ganze noch in einer Lokalität stattfand, wo man die Qualität des Essens am Überhang des Tellers bewertet, kann ich dies als kompletten Fehlschlag abhaken.

Wenn wir in Deutschland tatsächlich etwas ändern wollen, dann müssen wir allesamt erst einmal bei uns etwas ändern: genauer zuhören, mehr lesen, hinterfragen, nachhaken und nicht immer nur den bequemsten Weg wählen — auch dann nicht, wenn man wieder einmal nur für die Katz unterwegs war!

Website

Meine Empfehlung für sämtliche Spinner dieser Welt und den baden-württembergischen Gesundheitsminister mit seinem grünen Markenkern.

Homöopa Tea


Universität

9.12.02023 4.8 (6)

Beitragsfoto: Universität | © photosforyou auf Pixabay

ETH Zürich

Wenn es schon gut läuft, dann kommt eine gute Nachricht nach der anderen. Detlef Stern hat mir gestern noch einen Link auf die Nachrichtenseite Watson geschickt. Und schon kurz darauf berichtete die Heilbronner Stimme darüber, dass „nach der TU München … auch die renommierte Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich einen Ableger in Heilbronn [eröffnet]“.

Ich höre schon unseren OB, wie er bald „Heilbronn-Zürich-Singapur“ trällert. Dabei ist diese Entwicklung erneut ganz alleine ein Versuch von Dieter Schwarz, dafür zu sorgen, dass das Tal der Ahnungslosen nicht von der Elbe an den Neckar wandert.

Auf jeden Fall aber sind renommierte Universitäten ein guter Anfang, um in ein paar Jahren auch in Heilbronn eine richtige Universität etablieren zu können. Aber wenn man die Bildungsmisere in unserem Land betrachtet, wäre es vielleicht gar nicht schlecht, sich auch einmal die University of California näher anzuschauen und sämtliche öffentliche Universitäten in Baden-Württemberg zu einer solchen zusammenzuführen. Dann hätten wir vielleicht bald auch die Universität von Baden-Württemberg, Campus Heilbronn.

Denn wenn sich schon alleine in Baden-Württemberg die bestehenden mit den noch zu schaffenden Universitäten einen Kampf um die Steuergelder, die schlausten Professoren und mögliche Studenten liefern, dann verlieren wir alle — es gibt einfach nicht genug davon!

Gute Gespräche

Der gestrige Tag begann mit einem Käffchen, welches ich zusammen mit Detlef Stern in einem Innenstadtcafé genoß. Die Gespräche waren erneut sehr spannend, wobei wir uns dieses Mal schwerpunktmäßig über Zettelkästen, CMS, Plugins und RSS austauschten. Ok, ok, auch über ein gemeinsames Gadget, über welches wir vielleicht sogar einmal in einem eigenen Blog-Beitrag berichten werden.

Das Vorlesen in der Dammgrundschule verlief ebenfalls reibungslos, wobei ich dann doch etwas erstaunt darüber war, dass man unser jahreslanges Engagement seitens der Schulverwaltung nicht so recht auf dem Schirm hat — wahrscheinlich gehören wir beide inzwischen einfach nur zum Inventar mit dazu.

Bei der meseno-Physiknachhilfe am Nachmittag kam ich dann doch stark ins Grübeln, denn ich hatte dieses Mal einen mehr als interessierten und sehr aufgeweckten Jungen erwischt. Sehr schade nur, dass wenn die Eltern völlig versagen und unser Schulsystem mehr als abgewirtschaftet ist, solche Juwelen einfach nicht mehr gehoben werden können — das Versagen von Staat und Gesellschaft ist durch ein paar Ehrenamtliche einfach nicht mehr aufzufangen.

Die Verantwortlichen für diese Misere schicken derweil ihre eigenen Kinder auf vom Staat subventionierte Privatschulen und scheren sich einen feuchten Kericht um das Schicksal unserer Jugend!

Deshalb fände ich es inzwischen sogar ganz gut, wenn es auch bei uns Headhunter für Schüler gäbe, die vielversprechende Kinder ihren unfähigen oder unwilligen Eltern einfach abkaufen und diese dann in privaten Bildungsstätten zur vollen Blüte reifen lassen — so aber werden wir selbst mit viel ehrenamtlichen Engagement diesen Jungen „nur“ zur Mittleren Reife führen und darauf hoffen, dass er später auf dem zweiten oder dritten Bildungsweg doch noch von ganz alleine die Kurve bekommt.

Dazu passt der gestrige Spiegel-Artikel „Lehrkräfte-Lücke deutlich größer als gedacht“ ganz gut — wir sollten wenigstens dafür Sorge tragen, dass man die Kultusminister einschließlich ihrer Hofstaaten in „Verdummungsministerien“ umbenennt, denn nichts anderes machen diese „Beamten“. „Kurz nach dem Pisa-Mathe-Debakel hat die Kultusministerkonferenz noch einmal nachgerechnet: Rund 68.000 Lehrkräfte fehlen bis 2035 an den Schulen – fast dreimal so viel wie von der KMK bisher prognostiziert.

Wenn im Jahr x Kinder geboren werden und y Kinder in unser Land einreisen, dann benötigt man z Jahre später x + y Schulplätze und dazu entsprechende Lehrkräfte. Etwas schwieriger wird es, wenn man den Ersatz für in Pension gehende Lehrer beim Bedarf noch mit hinzuzurechnen hat. Man könnte das Ganze noch mit einer Reserve von 10 % andicken (das wäre schon halbwegs eine Art von Projektmanagement) und es wäre dann sicherlich mehr als nur eine Bedarfsschätzung.

Mein Lösungsvorschlag für eine kurzfristige Abhilfe: unsere „Kultusministerin“ schickt ihren Hofstaat in die Grundschulen. Diejenigen, welche lesen, schreiben und rechnen können, werden Lehrer.

Musik

Passend dazu kam auch noch eine lang ersehnte Langspielplatte per Postbote bei mir an. „The S. O. S. Band on the Rise“ aus dem Jahr 1983. Die Band wurde 1977 gegründet, hatte 1980 mit „Take Your Time (Do It Right)“ ihren ersten größeren Hit und kam mir wohl erstmals 1983 mit „Just Be Good to Me“ zu Ohren.

Die Abkürzung S. O. S. steht übrigens für Sounds of Success, nicht dass da jemand noch auf falsche Gedanken kommt. Als Mary Davis 1987 die Band verlies, dürfte dies auch das inoffizielle Ende der S. O. S. Band gewesen sein. Jahre später kam sie wieder zur Band zurück und so soll es diese Gruppe noch heute geben — nicht nur die Rolling Stones leben ewig.

Bernd Grüner aus München hat mir die obige Platte zugeschickt und, weil wohl bald Weihnachten ist, auch noch eine LP von den Commodores mit beigegeben — mein Blog-Beitrag über die 1970er-Jahre wird ganz offensichtlich gelesen.


Radabstellplätze

2.12.02023 5 (5)

Beitragsfoto: verschlafene Radabstellplätze und fehlgeplante Radwege

254

Zum Klima-Gipfel nach Dubai flogen jüngst mindestens 254 Verwandte, Freunde und Bekannte unserer Bundesregierung. Wer von unseren Politikern bisher noch nicht dort war oder „seiner Oma“ noch keinen Urlaub im derzeit deutschesten Urlaubsort buchen konnte, hat dies nun nachgeholt.

Zwar schützt unsere Regierung, ähnlich wie übrigens die baden-württembergischen Grünen auch, unser Klima überhaupt nicht, dafür aber machen sie sich allesamt eine sehr schöne Zeit — Hans-Dietrich Genscher wird noch im Himmel blaß vor Neid!

Die Abgeordneten der Union platzen derweil vor Wut und sind inzwischen sogar dazu bereit, um mit der AfD zu koalieren, nur um wieder selber an die besten Futtertöpfe zu gelangen.

Friedrich Merz plant bestimmt schon eine 1 000 Personen-Delegation „Wirtschaftsaufschwung“ nach Katar für den Fall, dass die derzeitige Regierung keine weiteren Urlaubsorte mehr findet.

Vierte Liste

Gestern konnte auch die SPD ihre Liste wählen. 2019 erzielte die SPD ihr schlechtestes Ergebnis und kam zusammen mit den Grünen auf je acht Gemeinderäte, 2024 wollen sie nun aber stärkste Fraktion werden. Da die CDU mit 13 Gemeinderäten rechnet, muss die SPD wohl schon 14 Gemeinderäte anstreben. Ob ihr das gelingt, darf bezweifelt werden.

Der bereits als Landtagsabgeordente abgewählte Rainer Hinderer führt erneut die Liste an. Tanja Sagasser-Beil erhält Platz 2. Mir noch bekannt sind Niklas Anner (5), Dr. Anna Christ-Friedrich (10), Herbert Tabler (11), Katharina Spohrer (14), Klaus Rohrbach (15) und Hannes Finkbeiner (40).

Gespräch

Im Vorfeld meiner Tätigkeit als Lesepate in der Dammgrundschule und später noch als „Nachhilfelehrer“ bei meseno gab es ein gutes Gespräch mit Detlef Stern und dies bei einem Käffchen Kaffee.

Die Themen waren dabei, wie immer in Gesprächen mit Detlef Stern sehr vielfältig. Angefangen von unseren persönlichen Blogs über die CMS und Plugins bis hin zu Zettelkästen und Chatbots mit künstlicher Intelligenz. Freie Wähler, Radwege und Hochschule wurden auch thematisiert. Dazu kam noch der öffentliche Personennahverkehr. Zwar hatten wir nicht, wie die SPD so gerne von sich behauptet, für jede kommunalpolitische Herausforderung eine passende Antwort, aber wir werden auf alle Fälle, wenn vom Wähler gewünscht, unser Bestes geben, um Heilbronn nach vorne zu bringen — was man von SPD-Gemeinderäten nicht behaupten kann.