Radabstellplätze

2.12.02023 5 (5)

Beitragsfoto: verschlafene Radabstellplätze und fehlgeplante Radwege

254

Zum Klima-Gipfel nach Dubai flogen jüngst mindestens 254 Verwandte, Freunde und Bekannte unserer Bundesregierung. Wer von unseren Politikern bisher noch nicht dort war oder „seiner Oma“ noch keinen Urlaub im derzeit deutschesten Urlaubsort buchen konnte, hat dies nun nachgeholt.

Zwar schützt unsere Regierung, ähnlich wie übrigens die baden-württembergischen Grünen auch, unser Klima überhaupt nicht, dafür aber machen sie sich allesamt eine sehr schöne Zeit — Hans-Dietrich Genscher wird noch im Himmel blaß vor Neid!

Die Abgeordneten der Union platzen derweil vor Wut und sind inzwischen sogar dazu bereit, um mit der AfD zu koalieren, nur um wieder selber an die besten Futtertöpfe zu gelangen.

Friedrich Merz plant bestimmt schon eine 1 000 Personen-Delegation „Wirtschaftsaufschwung“ nach Katar für den Fall, dass die derzeitige Regierung keine weiteren Urlaubsorte mehr findet.

Vierte Liste

Gestern konnte auch die SPD ihre Liste wählen. 2019 erzielte die SPD ihr schlechtestes Ergebnis und kam zusammen mit den Grünen auf je acht Gemeinderäte, 2024 wollen sie nun aber stärkste Fraktion werden. Da die CDU mit 13 Gemeinderäten rechnet, muss die SPD wohl schon 14 Gemeinderäte anstreben. Ob ihr das gelingt, darf bezweifelt werden.

Der bereits als Landtagsabgeordente abgewählte Rainer Hinderer führt erneut die Liste an. Tanja Sagasser-Beil erhält Platz 2. Mir noch bekannt sind Niklas Anner (5), Dr. Anna Christ-Friedrich (10), Herbert Tabler (11), Katharina Spohrer (14), Klaus Rohrbach (15) und Hannes Finkbeiner (40).

Gespräch

Im Vorfeld meiner Tätigkeit als Lesepate in der Dammgrundschule und später noch als „Nachhilfelehrer“ bei meseno gab es ein gutes Gespräch mit Detlef Stern und dies bei einem Käffchen Kaffee.

Die Themen waren dabei, wie immer in Gesprächen mit Detlef Stern sehr vielfältig. Angefangen von unseren persönlichen Blogs über die CMS und Plugins bis hin zu Zettelkästen und Chatbots mit künstlicher Intelligenz. Freie Wähler, Radwege und Hochschule wurden auch thematisiert. Dazu kam noch der öffentliche Personennahverkehr. Zwar hatten wir nicht, wie die SPD so gerne von sich behauptet, für jede kommunalpolitische Herausforderung eine passende Antwort, aber wir werden auf alle Fälle, wenn vom Wähler gewünscht, unser Bestes geben, um Heilbronn nach vorne zu bringen — was man von SPD-Gemeinderäten nicht behaupten kann.


Margaritas

18.11.02023 5 (4)

Beitragsfoto: Margaritas | © Konstantin Kümmerle

Kegelabend

Zum Abschluss des Tages trafen sich ein paar Unermüdliche zum Kegelabend der EUROPA-UNION. Beim völlig entspannten Kegeln wurden die kommenden Vereinsveranstaltungen nochmals rekapituliert, wobei ich die Anwesenden über die aktuellen Anmeldestände informieren konnte. Das Problem hierbei ist, dass es inzwischen so viele Veranstaltungen gibt und man immer wieder eine Auswahl treffen muss.

So ist es jeden Tag aufs Neue eine Entscheidung, welcher Veranstaltung man dieses Mal den Vorzug gibt. Dabei gilt weiterhin der Grundsatz, dass es nicht an der mangelnden eigenen Zeit liegt, sondern einfach an anderen Präferenzen. Dies kann bei größeren Vereinsveranstaltung, die einer immensen Vorbereitung bedürfen, zum Problem für den Veranstalter werden, auf alle Fälle ist es für Vorstände ärgerlich, wenn selbst bei den obligatorischen Mitgliederversammlungen die Teilnehmer ausbleiben.

Bei den eher geselligen Zusammenreffen sieht das wiederum ganz anders aus, denn da freut man sich auf die gerade Anwesenden und verbringt mit diesen einfach eine schöne Zeit — so auch gestern beim Kegelabend.

Im Nachgang zum Kegeln sinnierten wir noch bei gutem Essen gerade über diese wechselnden Präferenzen unsere Mitbürger als ich auf die Idee kam, bei unseren Freunden und Bekannten eine spontane Abfrage zu machen, wo sie denn gerade unterwegs sind — dank der Telekommunikation heutzutage kein Problem mehr, ich musste in Böckingen nur ein paar Meter gehen, um eine stabile Internetanbindung zu erhalten.

Die Bandbreite der Rückmeldungen war ganz ordentlich, darunter auch einige, die es sich an diesem Abend einfach „nur“ zuhause gemütlich gemacht hatten — was mich daran erinnerte, dass ich selber noch eine Serie zu Ende bingen muss — oder auch immer noch arbeiteten, aber auch Vereinsmitglieder, die an diesem Abend im Literaturhaus Kultur genossen.

Der Sieger des Abends war allerdings Konstantin Kümmerle, der aus einem authentischen mexikanischen Restaurant in Brüssel Bilder der gerade dort servierten Margaritas übersandte.

Was mich sofort an den ersten waschechten weiblichen James Bond denken lies: „Just call me Rita … Margarita!“

Erklärungsversuch

Warum nur drücken Teile unserer Politik wie auch unserer Verwaltungen sowie des Polizei- und Justizapparats immer öfters beide Augen zu, wenn antidemokratische Kräfte, egal aus welchen Lagern oder gar Religionszugehörigkeit, die Menschenrechte im allgemeinen und die Existenz unseres Staates im besonderen in Frage stellen?

Es muss ein einigendes Band geben, das diese unterschiedlichen Menschen und Gruppen untrennbar miteinander verbindet, ein Band, das sämtliche Parteiideologien und selbst den Diensteid eines deutschen Beamten in Nichts auflöst.

Dieses Band dürfte der Antisemitismus sein, der u. a. aus islamischen wie auch christlichen Fundamentalisten, Linken und Nazis eine eingeschworene Bruderschaft macht.

Jetzt hoffe ich einmal nicht, dass man bald wieder wirklich alles in Deutschland machen darf, z. B. als Taliban in einer Ditib-Moschee das Kalifat auszurufen, so lange man dies nur mit einer antisemitischen Grundeinstellung untermauert.

„Mann liest vor“

Auch dieses Jahr war ich wieder beim bundesweiten Vorlesetag als Lesepate tätig. Gestern erneut in meiner alten Grundschule; wobei ich erstmals 2018 an der Wilhelm-Hauff-Schule und bei meseno an diesem Vorlesetag teilnahm.

Zum Abschluss der „Mann liest vor“-Aktion gibt es im Sekretariat der Dammgrundschule für alle „Lesemänner“ ein Käffchen. Ich finde dies ist eine nette Geste der Schulleitung. Und da auch Matthias Leers von den Freien Wählern bei „Mann liest vor“ engagiert ist, konnten wir zum Abschluss gemeinsam eine Tasse Kaffee trinken. Zugegebener Maßen habe ich Detlef Stern dabei vermisst.


Infostand

21.10.02023 4.7 (9)

Beitragsfoto: Informationsstand der EUROPA-UNION Heilbronn

Hirngespinste

Gerne schmücken sich OB und Gemeinderäte mit Dingen, die zwar weder Hand noch Fuß haben, aber dafür bei ihren Wählern immer wieder gut ankommen; zumindest so lange wie diese für diese Hirngespinste keine Rechnung präsentiert bekommen.

Inzwischen dürfte jeder Heilbronner wissen, dass das Radhaus nur für ein paar wenige Menschen ein Gewinn ist. Wir Bürger zahlen für diesen Unfug die Zeche und den Radfahrern fehlt es weiterhin an Stellplätzen für ihre Fahrräder.

Dass das aber nur die Spitze des Eisberges ist, lässt u. v. a. ein weiteres „Projekt“ des OB erkennen, der bereits vor längerer Zeit sehr öffentlichkeitswirksam eine Lösung für das Wollhaus in Aussicht stellte. Und tatsächlich hat kurz darauf ein etwas kleineres Unternehmen eine wirklich attraktive Lösung für das Wollhaus vorgestellt. Bei näherer Betrachtung kommen dem interessierten Betrachter dabei aber doch ein paar Bedenken, wie z. B. bei der anvisierten Kostenschätzung von ca. 100 Millionen Euro. Und schon kurz darauf knarrt es im Gebälk und die Heilbronner Stimme (21.10.2023: 27) berichtet von Unstimmigkeiten des Investors mit dessen Architekten.

Was den OB und unsere Gemeinderäte nicht stört, so lange sie ihre Wolkenkuckucksheime weiterhin auf unsere Kosten errichten können.

Dabei könnten der OB und die Gemeinderäte sehr leicht wenigstens ein bisschen Realitätssinn entwickeln und z. B. dafür sorgen, dass unsere Parkhäuser in der Innenstadt nicht bereits um 20 Uhr schließen. Für auswärtige Gäste eine sehr unerfreuliche Angelegenheit, wenn man freitags um 20.01 Uhr feststellen muss, dass man sein Auto erst wieder nach dem Wochenende aus der Parkgarage auslösen kann.

Konzept

Bereits am Donnerstag werkelten Herbert Burkhardt und ich ein wenig an unserem Wahlkampfkonzept herum, dieses steht und fällt letztendlich mit der Finanzierung, die bei den Freien Wählern alleine aus Eigenmitteln und Spenden erfolgt. Auch wenn wir uns dazu entschlossen haben, die meisten Vorlagen aus dem Gemeinderatswahlkampf 2019 zu verwenden — nachhaltig ist es auf jeden Fall.

Bis kommenden Samstag muss ich dann die Grundzüge des Wahlkampfs präsentationsbereit haben, da wir dieses dann unseren Mitgliedern vorstellen werden. Und sobald diese das dann abgesegnet haben, werden wir bereits in die Feinplanung gehen. Damit ist auf jeden Fall sichergestellt, dass jeder unserer 40 Kandidaten ausreichend Zeit hat, um sich bei seinen Mitbürgern näher vorstellen zu können.

Wir finden, dass dies der richtige Weg ist, denn damit geben wir auch jüngeren oder nicht ganz so bekannten Kandidaten die Chance, um mit den „älteren Haudegen“, die bereits fast jeder Heilbronner kennt, mithalten zu können. Die dahinterstehende Idee ist, dass wir alle unsere 40 Kandidaten bestmöglich bewerben wollen, denn wir sind davon überzeugt, dass jeder einzelne davon ein guter Gemeinderat wäre.

Und so haben wir nun acht Monate Zeit, um auch unsere Mitbürger davon zu überzeugen.

Vermischtes

Wenn man sonst nichts zu tun hat, dann baut man einfach einmal einen Informationsstand auf dem Landesparteitag der SPD auf; das aber auch nur deshalb, weil dieser wieder einmal in Heilbronn stattfindet und die EUROPA-UNION bei allen demokratischen Parteien im Land vertreten ist. Und wenn man schon so nett von der Landesgeschäftsführerin gebeten wird, gibt es auch kaum eine Ausrede.

Und so bin ich einmal sehr gespannt darauf, wer so alles heute von den SPD-Delegierten an unserem Stand vorbeischaut?

Der gestrige Höhepunkt war ein Käffchen mit Detlef Stern, das wir in der Hochschulkantine genossen. Man kann sagen, was man möchte, die Gebäude sind in einem guten Zustand und neben der Kantine wächst ein weiteres Gebäude aus dem Boden, das schon jetzt sehr imposant aussieht. So langsam, aber sicher dürfte die „Hochschulhardware“ funktionieren, jetzt muss nur noch die „-software“ nachziehen. Das aber hat unbedingt etwas mit der Attraktivität der Stadt an sich zu tun. Zudem kann die „Universität“ Heilbronn (noch) nicht mit Wissenschaftlern hausieren, die Studenten aus allen Teilen der Republik anziehen, selbst dann, wenn diese ihre Vorlesungen im Zelt abhalten würden. Und so lange reichen attraktive Hochschulgebäude alleine nicht aus, man benötigt dazu auch noch bezahlbare Studentenbuden und weitere Dinge, die einfach zu einem Studentenleben mit dazu gehören — aber dank Dieter Schwarz ist Heilbronn schon einmal auf dem richtigen Weg.

Und wenn ich schon beim Träumen bin, dann täte dem Universitäts-, Weltraum- und KI-Standort Heilbronn ein Supercomputer auch ganz gut, der unseren Wissenschaftlern und deren Studenten die Möglichkeit gibt, auch zu forschen und zu entwickeln.

Nach dem Käffchen pilgerten Detlef und ich gemeinsam zur Dammgrundschule, um als Vorlesepaten in jeweils einer vierten Klasse vorzulesen.

Den Abend verbrachten meine bessere Hälfte und ich dann nicht beim Tanzen, sondern beim Kegeln, das wir auch dazu nutzten, um Heilbronner Föderalisten über die Ergebnisse des letzten Bundeskongresses zu informieren.