Blitz

Gysi & Klöckner 4 (7)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Schlimmer kann man wohl kaum noch einen Bundestag konstituieren, einzig, dass man den AfD-Kandidaten nicht zum Vize gemacht hat, tröstet mich noch ein wenig.

Gregor Gysi hat nicht überrascht und sich wie ein Ossi wieder nur beschwert und lamentiert — als ob wir in der Bundesrepublik auch noch für die ekligen Zustände in der DDR verantwortlich gewesen wären.

Bei Julia Klöckner muss ich gezwungener Maßen, ob ich will oder nicht, immer wieder an Prinz Philip, den Duke von Edinburgh, denken, der einmal einen schottischen Fahrlehrer gefragt hat, wie er nur seine Fahrschüler bis zur Prüfung nüchtern hält.

Die Union wird es sicherlich wissen …

Fediverse Reactions

Flaggen der NATO und der EU

6.3.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Flaggen der NATO und der EU | © Shutterstock

Gemeinschaft

Nur zusammen sind wir stark! Das fängt bereits im Kindergarten an und hört auch bei Verteidigungsbündnissen nicht auf. Wie im Kindergarten gibt es auch in Bündnissen, wie z. B. der EU geborene Vollpfosten, die man schleunigst und dann immer wieder in die Ecke stellen muss. Schon etwas länger ist es der kriminelle Victor Orban, der, weil unsere Staats- und Regierungschefs keine Cojones haben, immer wieder unsere Gemeinschaft auseinanderbringt.

Jede Gemeinschaft lebt davon, dass man gemeinsam und auf derselben Augenhöhe miteinander agiert und kommuniziert. Und wie gesagt, dabei die Vollpfosten sofort in die Ecke stellt, denn da gehören Pfosten auch hin.

Für mich heute sehr erfreulich, dass die kleine Gemeinschaft der Europäischen Föderalisten weiterhin ganz gut funktioniert. Und als Kreisvorsitzender musste ich auch nur ab und zu ein paar wenige Vollpfosten in die Ecke stellen, manche davon haben sogar daraus gelernt. Heute hat mich unsere Gemeinschaft sehr gut gestützt, überraschend viele vor Ort und andere zumindest schriftlich. Jeder hat das getan, was er aktuell tun konnte — und das ist ebenfalls das Geheimnis und Erfolgsmodell von Gemeinschaften.

Und so bleibt zu hoffen, dass auch die NATO weiterhin ein Erfolgsmodell bleibt und dabei möglichst viele Akteure in der NATO noch Cojones haben. Wer dabei allerdings den größten Vollpfosten aller Zeiten in die Ecke stellt, bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich aber müssen es erneut die USA wieder selbst richten und wieder einmal allen zeigen, dass die USA das bessere Europa sind!

Sollte es in den USA noch tatsächlich systemrelevante Familien geben, wäre es wirklich an der Zeit, dass diese die GOP schleunigst sanieren, dabei ihre weniger brillanten Mitbürger mitnehmen und gemeinsam als USA erneut die Welt retten! Nicht nur die Welt, auch die USA hätten es dringend nötig.

Billionen (ARD: „Mega-Schulden“)

Seit Jahrzehnten sind wir darin Weltmeister, Verteidigungshaushalte für alles Mögliche umzuwidmen. Angefangen von einer versteckten Wirtschaftsförderung über illegale Sozialhilfen bis hin zu einer immer maßloseren Klientelpolitik — alleine dafür opfern wir jährlich über 1 % unseres Bruttoinlandsprodukts. Und weil Klientelpolitik mit das Teuerste ist, was man sich nur erlauben kann, mussten wir auch noch die Infrastruktur und die Bildung gleich mit abwirtschaften. Auf Regierungsdeutsch heißt dies inzwischen „auf Verschleiß fahren“.

Ebenfalls seit Jahrzehnten versuchen unsere französischen Nachbarn an unserem Erfolgsmodell zu partizipieren und ließen sich von uns u. a. Airbus und weitere militärische Fehlschläge finanzieren. Bisher hatten sie nur kein Glück darin, dass wir ihnen auch noch ihre „Atomwaffen“ finanzieren.

Aber jetzt, wo wir nicht mehr über 50 Milliarden Euro im Jahr, sondern gleich von Hunderten Milliarden Euro im Jahr reden, wird auch dies ermöglicht werden — nicht, dass wir dann einen eigenen Nuklearschirm hätten, sondern es werden sich nur weitere wichtige (Regierungsdeutsch: systemrelevante) Familien dumm und dämlich verdienen dürfen.

Und auch die Briten — welche ganz offiziell nach dem Brexit ebenfalls pleite sind — entdecken jetzt das Potenzial deutscher Schuldenberge. Weitere Länder werden sicherlich folgen. Und so ist es nur folgerichtig, dass wir Europa zu allererst zu einer Schuldenunion machen und damit die kommenden weiteren Billionendefizite auf möglichst alle Europäer verteilen — eine Begleichung der Schulden wird für keinen mehr möglich sein und so ist es zumindest eine emotionale Angelegenheit, denn geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

Und vielleicht schafft es dann die Schuldenunion, um Europa vor der russischen Aggression zu schützen. Könnte ja sein, dass uns die Russen dann gar nicht mehr so attraktiv finden, wenn sie dann ganz Europa wie damals die DDR auch nur durchzufüttern hätten.

Beerdigung

Die heutige Beerdigung verlief sehr harmonisch, fast die gesamte Familie konnte mit dabei sein. Und auch sehr viele Freunde und Bekannte waren gekommen. Selbst das Wetter spielte mit. Neben einer hervorragenden Predigt von Pfarrerin Ester Sauer waren es für mich die drei Musikstücke, welche von Christina und Sebastian Schaffer dargeboten wurden, die mir in sehr guter Erinnerung bleiben werden.

Der Besuch einer Beerdigung führt bei mir immer wieder dazu, dass ich mich an vergangene Beerdigungen erinnere, darunter auch ganz spezielle. Kurz war ich versucht, aus dem Nähkästchen zu plaudern, dann habe ich mich aber wieder gefangen und lasse es lieber. Nur so viel, es gibt auch Friedhöfe, da fahren die Reisebusse im Minutentakt vor den Aussegnungshallen vor und jede Trauergemeinde muss dabei aufpassen, dass sie sich auch auf der richtigen Beerdigung wiederfindet.

In Heilbronn geht es auch hierbei viel beschaulicher zu und das war in diesem Falle eine Wohltat. Eins vielleicht dann doch noch: mein Vater war jahrzehntelang aktives Parteimitglied, aber zu seiner Beerdigung kamen zumindest für mich überraschend dann offizielle Vertreter einer ganz anderen Partei — Sachen gibts …

„Du denke immerhin stets an den Tod, dann brauchst Du ihn niemals zu fürchten.“

Seneca, 4. Buch, 30. Brief (2023: 215)

Blitz

Gewinner 5 (8)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Auch als Verlierer kann man gewinnen! Es liegt wie immer im Auge des Betrachters. Elf Jahre lang saß der Abgeordnete Detlef Müller für die SPD und die Region Chemnitz im Bundestag.

Er wurde nun abgewählt, was bei fast 40 % bekennenden Nazis in Sachsen keine Schwierigkeit gewesen sein dürfte. Unabhängig der Tatsache, dass ich meine ehemalige Wahlheimat nicht mehr wiedererkenne, deren Entwicklung aka Stillstand ich mit meiner Flucht aus Sachsen 2002 bereits geahnt hatte, interessiere ich mich doch noch für die Entwicklungen dort. Die Mähr von der friedlichen Revolution 1989 wird immer wieder Lügen gestraft — mit Masse alles nur Wirtschaftsflüchtlinge, die anderen Menschen das nicht gönnen, was sie selber geschenkt bekommen haben!

Und so erfreut es mich immer wieder, wenn ich von positiv gestimmten, bodenständigen und echten demokratischen Sachsen lesen darf — ja, die gibt es nach mehr als 30 Jahren inzwischen doch! und dies trotz der völlig verbohrten Situation vor Ort. Erfreulich dabei, es sind nicht nur die Nachkommen von ehemaligen Wessis, die im Gegensatz zu meiner Familie und mir in Sachsen geblieben sind.

„Aber der Bürger hat so entschieden, das ist Demokratie. Das ist alles korrekt, alles richtig und mit dem Ergebnis muss man leben.“

Detlef Müller, MDR (25. Februar 2025, 16:39 Uhr)

Muss man zwar nicht! Aber Detlef Müller will wieder in seinen alten Beruf Lokführer zurückkehren und unterzieht sich dafür den notwendigen Prüfungen und Aus- bzw. Weiterbildungen. Das hat unseren Respekt verdient! Und so ist Detlef Müller der eigentliche Gewinner dieser Wahl!

Übrigens, sobald die Mehrheit der Wähler Antidemokraten, Faschismus, ob rot oder braun oder gar erneut die Nazis wählt, ist es keine Demokratie mehr.

Ich bin weiterhin aufgrund eigenen Erlebens davon überzeugt, dass es in der (Ex-)DDR noch nie eine echte Demokratie gab, diese wurde den Menschen vor Ort zusammen mit der Sozialhilfe einfach nur so vom Westen übergestülpt und das vergessen diese Menschen einfach nicht.

Vergessen tun sie es aber, dass sie es waren, die unbedingt D-Mark, blühende Landschaften und Reisen in ferne Länder haben wollten — möglichst mit dem gewohnten Schlendrian in der DDR verbunden.