Transparenz

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Beitragsfoto: Transparenz | © Shutterstock

Wenn wir unsere Demokratien retten wollen, dann müssen wir ohne Wenn und Aber für eine völlige Transparenz nicht nur bei den politischen Entscheidungen, sondern auch bei den öffentlichen Geldern sorgen.

Denn jede Demokratie steht durch den Rückhalt des Souveräns, ergo uns allen! Und jede Demokratie fällt, wenn diese den Rückhalt der Bürger verliert. Demokratie lebt nur von und mit einer ausreichenden Bürgerbeteiligung. Und damit Bürger sich nicht nur engagieren können, sondern dies auch verstärkt wollen, benötigen wir eine völlige Transparenz bei sämtlichem öffentlichem Handeln.

Als jüngstes Beispiel wie man es nicht macht, können die Vorgänge um den RBB und den NDR angeführt werden. Als ein lokales Beispiel die Vorgänge um die BUGA-Brücke.

Deshalb — und es wäre doch so einfach! — müssen wir dafür sorgen, dass sämtliche öffentlichen Haushalte, für den Bürger auch verständlich dargelegt, auf den Webseiten der zuständigen Verwaltungen aufgeführt werden.

Das beinhaltet zudem und dies sehr plakativ aufgeführt sämtliche Kosten jedes einzelnen öffentlichen Arbeitsplatzes, Vorhabens und Objekts.

Neben dem Namen und der Funktion eines städtischen Mitarbeiters bis hin zum Bundespräsidenten gehört zwingend das Preisschild, was uns dieser Arbeitsplatz im Jahr kostet. Sehr plakativ könnte man dies zudem an jedem Büro gleich unter dem traditionellen Namensschild anbringen.

Und ich hatte es bereits geschrieben, auch an jede Brücke, jede Schule oder sonstiges Gebäude, dort aber unterteilt in Anschaffungskosten und Unterhaltskosten und mit einem QR-Code versehen, wo sich jeder, der möchte, weiter und bis ins kleinste Detail informieren kann.

Egal welche Dienstleistungen von der öffentlichen Hand auch vergeben werden, die Kosten und der Geldempfänger müssen ebenfalls plakativ möglichst gleich vor Ort aufgeführt werden.

Damit wird allen Bürgern bewusst, was die Dinge eigentlich wert sind und wohin unsere Steuermilliarden jedes Jahr fließen; dabei aber auch, warum wir Bürger überhaupt Steuern und Abgaben zahlen!

Und diese Transparenz wird ohne Frage auch zu Diskussionen führen, ob man die eine oder andere Brücke oder den einen oder anderen Dienstposten bzw. Dienstleistung überhaupt benötigt.

Und genau damit schaffen wir mittel- bis langfristig gerade jene mündigen Bürger von denen jede Demokratie lebt und schon immer träumt.

Ohne Frage wird dies auch dafür sorgen, dass dies zu weniger Misswirtschaft und in manchen Fällen sogar zu weniger Korruption in unserer Gesellschaft führt, was wiederum für alle Beteiligten von großem Vorteil ist.

Selbstverständlich wird dies bei manchen altbewährten oder weniger flexiblen Mitbürgern anfangs zu Irritationen führen, dieses Manko müssen wir aber in Kauf nehmen, um unsere Demokratien überhaupt zukunftsfähig machen zu können.


Transparenz

6.9.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Transparenz | Shutterstock

Stammtische

Zwar sind die Begegnungen auf der Straße mit Nachbarn oder alten Bekannten immer wieder eine gute Quelle für Neuigkeiten und auch neue Ideen, dennoch sind die regelmäßigen Treffen in der Form von Stammtischen die bessere Möglichkeit, um sich miteinander auszutauschen und dabei auch so manche Angelegenheit ganz nebenbei auf dem „kleinen Dienstweg“ zu erledigen.

So war ich bis noch vor ein paar Jahren sehr gerne bei den wöchentlichen DLRG-Stammtischen und nutze noch heute die monatlichen Europastammtische oder die Monatsrunden der Freien Wähler zum regelmäßigen Gedankenaustausch. Gerne nehme ich auch an den dt.-afrikanischen Treffen, die allerdings unter der Pandemie etwas gelitten haben, und von Zeit zu Zeit noch — eher aus nostalgischen Gründen — auch an den gelegentlichen britischen oder französischen Gesprächsrunden teil.

2018 und 2019 hatte ich im Vorfeld der Gemeinderatswahl den Heilbronnern ein zusätzliches Gesprächsangebot gemacht, wobei ich heute der Überzeugung bin, dass die bereits vorhandenen Gesprächskreise ausreichend sein müssten, um mit mir ins Gespräch zu kommen. Und wer doch darüber hinaus ein Gespräch sucht, der kann sich gerne zu den virtuellen Stammtischen hinzuschalten, die hier ebenfalls unter „Termine“ zu finden sind.

Detlef Stern hat wiederum einen anderen Weg gewählt, und so treffen wir uns unregelmäßig aber umso lieber zu einem Tässchen Kaffee.

Egal, welchen Weg man auch für ein Gespräch sucht, es ist immer besser miteinander zu reden als übereinander! Und wer möchte, kann gleich heute Abend um 19.00 Uhr zum Europastammtisch kommen.

Transparenz

Mein jahrelanger Versuch etwas mehr Transparenz in die Heilbronner Stadtverwaltung zu bekommen, zeigt erste Früchte. Zum einen plotten die Freien Wähler jetzt auf ihrer Website seit Juli 2022 mit, welche Anträge sie wann stellen und ob und wie die Stadtverwaltung reagiert und zum anderen haken die Freien Wähler nunmehr verstärkt nach, was aus den Beschlüssen des Gemeinderats dann auch tatsächlich wird.

Und so freut es mich sehr, dass jetzt auch Thomas Aurich von der CDU-Fraktion des Heilbronner Gemeinderats zu Protokoll gibt, dass die Verwaltungsabläufe transparenter werden müssen. In einem Interview mit der Heilbronner Stimme (6.9.2022, online) gesteht er ein: „Wir haben den Überblick verloren, wer wann was angefragt hat und wie es beantwortet wurde.“ Und fügt richtiger Weise hinzu, dass dies „aufgrund unseres schon vorhandenen Gemeinderatsinformationssystems … ja kein großer Aufwand für die Verwaltung sein [kann].“

Die Freien Wähler sind mit ihrer für alle transparenten Auflistung dabei zwar schon einen großen Schritt weiter, trotzdem ist es insgesamt ein erster Schritt in die richtige Richtung. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die anderen Fraktionen im Heilbronner Gemeinderat und vor allem die Heilbronner Stadtverwaltung weiterhin nur mauern und dabei an ihrer altbewährten Politik der Hinterzimmer festhalten, oder doch den Schritt hin zu mehr Bürgernähe und Offenheit wagen werden.


Geldbeutel mit Zloty

2.9.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Zloty-Noten | © Shutterstock

Reparationszahlungen

Alle Jahre wieder, ganz besonders kurz vor Wahlen, kriechen gerne auch in anderen Ländern die Nationalisten aus ihren Löchern und machen gegen Europa und ganz besonders gegen die eigenen Nachbarn Stimmung.

Und so dürfen wir uns erneut über Pressemitteilungen entsetzen, wo selbst Regierungsmitglieder von EU-Mitgliedsstaaten — im aktuellen Fall Polen — zu solchen Werbemaßnahmen greifen, wobei sie dieses Mal sogar ihren Wählern einen exakten Geldbetrag nennen, der diesen angeblich von ihren nächsten Nachbarn geschuldet wird. Und ganz im Sinne der EU-Kommissionspräsidentin geht es bei solchen Versprechen schon lange nicht mehr unter einer Billion Euro!

Tragisch dabei nur, dass ein solches widerliches bis erbärmliches Verhalten inzwischen in Europa erneut zur Staatsraison erhoben wurde. Schrecklich, wie schnell der europäische Geist in allen unseren Bevölkerungen wieder verschwunden ist!

Und so wie die Welt nie an Deutschland genesen ist, so wird auch Europa nicht an Polen, Ungarn, Italien oder gar Griechenland genesen. Wenn wir Menschen tatsächlich Heilung suchen, dann hilft uns allen nur ein freundliches, demokratisches und föderales Miteinander!

Italienischer Markt

Gestern bin ich ein wenig über den italienischen Markt auf dem Kiliansplatz geschlendert und habe mich über das dortige Treiben sehr gefreut. Märkte und andere Veranstaltungen dieser Art sind einfach eine Bereicherung für jede Stadt.

Wenn man allerdings selber Veranstalter von solchen Aktionen ist, dann sieht man diese Veranstaltungen aber auch immer noch aus einem anderen Blickwinkel heraus. Und so habe ich wieder einmal feststellen müssen, dass die Heilbronner Stadtverwaltung mit zweierlei Maß misst, was weder zu einer demokratischen Gesellschaft noch in die heutige Zeit passt.

Wer sich schon einmal — in meinem Falle gut 20 Jahre lang — mit städtischen Angestellten um wenige Zentimeter streiten musste, die Stände auf dem Kiliansplatz angeblich falsch standen, gleich mehrere Feuerwehrzufahrten auf dem Platz und weitere Paralleltrassen offenhalten musste, von den Hygieneschutzmaßnahmen ganz zu schweigen, der ist dann doch etwas darüber erstaunt, dass solche Auflagen ganz offensichtlich für andere Veranstalter nicht gelten.

Und so frage ich mich als Heilbronner Bürger doch wieder einmal, warum in unserer Stadt nach zweierlei Maß gemessen wird? Gibt es in unserer Stadt zwei Klassen oder gar Rassen von Heilbonnern? Oder hängt das damit zusammen, dass mancher Veranstalter gegenüber den städtischen Mitarbeitern kulanter sein kann als andere?