Lesezeichen

Rechts = kriminell 5 (8)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Astrid Geisler, Christina Schmidt, Martín Steinhagen und Sascha Venohr| Die Zeit

Wie Rechtsaußen-Politiker die Brüsseler Parlamentskasse plünderten – Europaparlament (zuletzt aufgerufen am 3.7.2025, 8.11 Uhr)

„Bizarre Spenden und Aufträge: Die ID-Fraktion soll 4,3 Millionen Euro verschleudert haben – an Tierschützer, Abtreibungsgegner, dubiose Firmen. Eine steht der AfD nahe.

Tatsächlich fallen radikale Rechte im Europaparlament seit Jahren mit Finanzskandalen auf. Erst im März verurteilte ein Gericht in Paris die frühere französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen vom Rassemblement National zu vier Jahren Haft auf Bewährung, politische Ämter darf sie vorerst nicht mehr ausüben. Der Grund: Mit Parteifreunden hatte Le Pen Mittel aus dem Europaparlament veruntreut, die eigentlich für die parlamentarische Arbeit vorgesehen waren. Stattdessen flossen sie in die Kassen der Partei, die damals noch Front National hieß. Das Urteil gegen Le Pen ist noch nicht rechtskräftig, da drohen ihren Parteifreunden im Europaparlament nun neue Ermittlungen.  

Die ID ließ diese Berichte sogar erfolgreich von einem belgischen Wirtschaftsprüfungsunternehmen absegnen. Erst bei der Prüfung fiel auf: Den Artikel 68, unter dem die Spenden verbucht worden waren, gibt es im Haushaltsrecht des Parlaments gar nicht. Um Geld aus dem Budget für die Fraktionsarbeit verschenken zu können, so notierte es die Parlamentsverwaltung, habe die ID-Fraktion einfach ‚einen neuen Artikel 68 für Zuschüsse erfunden.‘“


Lesenswerter Artikel um ein wenig mehr über die kriminellen Aktivitäten der Rechten auf Kosten von uns Steuerzahlern zu erfahren. Diese Kriminellen plündern unseren Staat aus, wo sie nur können!

Leider aber ist dies kein Alleinstellungsmerkmal rechter Parteien. Der Grund dafür liegt tiefer und einfach nur in der Mangelhaftigkeit von Demokratien selbst.

Auch Demokratien schaffen es nicht, dass es Mindestanforderungen für Politiker gibt, wobei die Konkurrenz der Parteien nicht wie intendiert dazu führt, dass Politiker immer besser werden. Parteiübergreifend besteht hier Einigkeit: keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus.

Und so tummeln sich immer mehr Nichtsnutze und Kriminelle in politischen Ämtern und sorgen durch das Primat der Politik dafür, dass es keine wirksamen Kontrollmechanismen mehr gibt.

Und was bei antidemokratischen Parteien und Politikern durchaus Sinn und Zweck von deren Politik ist, nämlich mit allen Mitteln die Demokratie abzuschaffen, ist bei den Demokraten einzig und alleine Dummheit gepaart mit einem unstillbaren Verlangen zur Selbstbereicherung — dass dabei die Demokratie großen Schaden nimmt, ist diesen Spesendemokraten völlig egal!

Und so könnte man sich als Wähler durchaus fragen, wer tatsächlich der schlimmere Halunke ist?

Trotzdem möchte ich die Meinung von Thomas Michl nicht ignorieren, der schon länger behauptet, dass die rechten Politiker krimineller als die linken seien.

Ich kann es mit der eigenen Erfahrung weder bestätigen noch dementieren. Ideal wäre es tatsächlich, wenn unsere Politik einmal die versprochene Transparenz ermöglicht und wir verlässliche Daten zur Korruption in der europäischen Politik erhalten.

Besser noch der Wählerschutz ähnlich wie der Verbraucherschutz greift und alle Parteien mit einem Korruptionssiegel versehen werden: A = anständig bis D = korrupt bis zum Abwinken.

Ich bin davon überzeugt, dass dies die beste Wahlhilfe für uns Wähler wäre!


Schienen

25.6.02025 4.9 (9)

Beitragsfoto: Schienen und Menschen | © Mohamed Nuzrath from Pixabay

Zerstreuung

Angeregt von einem Filmvorschlag Gerd M. Hofmanns mache ich mir nun Gedanken über die Zerstreuung und weitere Drogen, die nicht nur von uns Menschen so gerne konsumiert werden.

Mein Verständnis dafür ist bei jenen vorhanden, die sich in ausweglosen wie äußerst trostlosen Situationen befinden und sich einfach ab und zu nur einmal „wegbeamen“ müssen, um das aktuelle Leben überhaupt noch halbwegs bewältigen zu können.

Und so war ich auch immer ein Aktivist für den Alkohol bei Einsatzsoldaten, nicht aber bei jenen zu Hause in ihren Kasernen — manche mögen sich noch erinnern. Man kommt zum Schluss besser davon wieder weg als z. B. von der Nadel, vor allem weil Soldaten grundsätzlich resistenter und willensstärker sind als ihre ungedienten Zeitgenossen. Zudem zeigte meine entsprechende Erfahrung, dass Soldaten ein paar Flaschen Bier besser vertrugen als die dargebotenen Psychologen oder gar Psychiater. Besser kamen sicherlich noch die Pfarrer oder Priester weg, vor allem jene, die sich in die Niederungen ihrer anvertrauten Schäfchen trauten — und sie tranken dabei meist auch immer mit.

Ein Problem mit der Zerstreuung und den Drogen habe ich dann, wenn sich Menschen im ganz normalen Alltag befinden, der anders als noch zu Senecas Zeiten sicherlich kaum Anlässe weder zum „Wegbeamen“ noch einer schnöden Zerstreuung vom eigenen Leben bietet — der Fortschritt hat Vorteile!

Unser eigenes Leben, dieser kleine Augenblick der Zeit, den wir erleben dürfen, sollten wir doch alle möglichst bei vollem Bewusstsein durchleben! Schon alleine durch den notwendigen Schlaf und vielleicht auch noch durch ein paar tatsächlich sehr unliebsame Situationen müssen wir von vorne weg auf gut ein Drittel dieser knappen Zeit verzichten.

So sollten wir uns beständig überlegen, was wir mit unserer Zeit anfangen — Carpe diem! Und so sollte man sich jedes Mal fragen, sobald man nach Zerstreuung oder gar Vergessen sucht, was für einen Nutzen man daraus ziehen möchte und kann?

Sind es z. B. die Soap-Operas, die man fortwährend „binged“ oder die Social Media, denen man unentwegt folgt, überhaupt wert, dass man sein kurzes Leben damit „vergeudet“?

Daraus dürfte sich dann sehr schnell die weitere Frage stellen, was man überhaupt mit seinem eigenen Leben anfangen möchte? Vielleicht auch die Frage, mit wem man den Rest seines Lebens gemeinsam verbringen möchte?

Letztendlich fängt man an, sich die wichtigen Fragen des Lebens zu stellen und findet dann vielleicht auch die entsprechenden Antworten.

Einfach nur beständig dem eigenen Leben entfliehen zu wollen, dürfte keine gute Idee sein. So wie es auch keine gute Idee ist, durch bloße Ortswechsel (Urlaube oder Reisen) oder in den unterschiedlichsten Kneipen das eigene Leben besser in Griff bekommen zu wollen, fährt man selbst dabei doch immer mit. Egal von wo man dann auch immer in den Abgrund blickt, blickt der Abgrund stets wieder zurück (frei nach Friedrich Nietzsche).

Völlig irre dürfte man aber sein, wenn man beständig dem eigenen Leben entfliehen möchte, dabei aber genau dieses Leben möglichst lange ertragen will.

Jene von uns, die im letzten Lebenszyklus angelangen, sollten dann sogar Opern, Theateraufführungen, wirklich existenzielle Romane oder Filme auf ihren Nutzen hinterfragen, da man nun selbst nicht mehr wirklich viel davon lernen kann. Spätestens dann ist es an der Zeit, mit der Abrechnung des eigenen Lebens zu beginnen, bevor es einen schlussendlich von ganz alleine abrechnet.

Vermischtes

Wie man es gerade immer öfters lesen kann, war die bombende Intervention des Donald Trumps zumindest ein militärischer Fehlschlag — eine politische Ejaculatio praecox sozusagen. Dem Militär darf man dafür keine Schuld geben, denn man gibt Kindern, Deppen und Irren auch kein Feuerzeug zum Spielen, dies gilt aktuell nicht nur für die US-Amerikaner, sondern für alle Demokratien, die das Primat der Politik doch so hochhalten.

Nicht nur weil ich beständig Lucius Annaeus Seneca lese, kommt mir Donald Trump immer mehr wie ein neuzeitlicher Nero vor — nur ohne Bildung und jegliche Intelligenz. Die alten Römer hatten zumindest noch Mindestvoraussetzungen selbst für ihre Diktatoren!

Kaum habe ich nach ein paar Jahren darauf verzichtet, mein Blog in den unterschiedlichsten Sprachen anzubieten, darf ich erfahren, dass dies nun immer populärer wird — wohl mein Schicksal, meist zu früh mit meinen Ideen um die Ecke zu kommen!

Inzwischen dürfte es aber den tatsächlich Interessierten möglich sein, wenn sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind, sich mit den unterschiedlichsten Helferlein das Blog selbst zu übersetzen. Zugegeben, ich habe mit meiner Entscheidung gegen ein Übersetzungsangebot Leser verloren.

Und so verstehe ich es, wenn Profi-Seiten oder Blogger mit Erfolgsfantasien nun durch Übersetzungen ganz neue Leserkreise erreichen möchten. Da ich aber mein Blog vor allem für mich selbst schreibe und bereits vor Jahren meine Idee der „Weltbürgerschaft“ — so eine Website wollte kaum jemand — aufgegeben habe, war es nur folgerichtig, dass ich nun auch den ökologischen Fußabdruck meines Weblogs verkleinerte.

Inzwischen träume ich eher davon, dass Interessierte oder Suchende mein Blog rein zufällig entdecken oder gar über die alte Mundpropaganda von diesem erfahren. Damit folge ich in etwa einer Idee Senecas aus seinem 108. Brief, wobei dieser sicherlich keine Ahnung von Weblogs gehabt haben dürfte. Aber mehr über Lehren und Lernen, als ich es jemals werde. Ein kleiner Trost bei Nero hat er es völlig verpatzt!

Übrigens, wer sich, was mein Blog angeht, als Lucilius fühlt, der kann sehr gerne einen entsprechenden Kommentar in mein Gästebuch schreiben. Selbstverständlich gerne auch jene, die damit (vorerst) nichts anzufangen wissen.

Suche

Anlässlich des heutigen Tages bin ich auf der inzwischen fast verzweifelten Suche nach guten Nachrichten; möchte ich doch gerne auch einmal meine Leser überraschen. Bei den 9. Hertensteiner Gesprächen zeichnet es sich ab, dass sich nun auch die Landeszentrale für politischen Bildung mit engagieren wird. Dies wäre ein tatsächlich gutes Zeichen und ein weiterer Gewinn für diese Gesprächsreihe. Was nun auch hoffen lässt, wenn wir das Programm letztendlich in trockenen Tüchern haben, dass weitere Interessierte mit hinzukommen.

Der große Charme dieser Gespräche ist es, dass diese ganz bewusst nicht professionalisiert sind und die Improvisation einfach mit dazugehört. Und so kann sich dort jeder und dies ganz ungezwungen selbst mit einbringen, denn außer einer Neugierde auf oder gar eine Begeisterung für Demokratie wird nichts vorausgesetzt. Und so gibt es auch keine Vortragenden, sondern Moderatoren, Zuhörer und Diskutanten sowie Protokollanten, die dafür sorgen sollen, dass die Eindrücke und Ergebnisse festgehalten werden.

Hierbei folge ich eigentlich schon immer Sokrates: „Οἶδα οὐκ εἰδώς“.

„Nicht so großzügig und verschwenderisch hat uns die Natur die Zeit gegeben, dass es freistünde, etwas von ihr zu verlieren.“

Seneca, 19. Buch, 117. BRief (2023: 1217)

Streetart

15.6.02025 4.8 (5)

Beitragsfoto: Streetart

Vermischtes

Die Eskalation im Iran-Israel-Konflikt kam mit langjähriger Ankündigung. Die aktuelle Gesamtlage und die zunehmende Isolation der USA trugen sicherlich mit dazu bei, dass nun die Fronten auch im Nahen Osten geklärt werden müssen. Und da sich der Islam immer mehr alleine damit begründet, dass man andere Religionen ausrotten müsse, kann es keine gangbare Alternative zur Unterstützung Israels geben.

Schlimm dabei nur, dass wir in Europa viel zu vielen bekennenden Europafeinden eine Heimat bieten. Inzwischen heißen wir sogar abgenutzte russische Soldaten bei uns willkommen. Leider müssen wir nun erkennen, dass offene Gesellschaften nicht so stark und überlebensfähig sind, dass sie auch die schlimmsten Menschen dieser Welt einfach nur so absorbieren können.

Vor unseren Augen zerbrechen die USA und wir Europäer werden die nächsten sein. In einem sind sich Antidemokraten und Totalitaristen aller Länder einig, nämlich darin, dass man offene Gesellschaften zerstören muss. Erst danach werden sich diese abgrundtief bösen Menschen wieder selber an den Kragen gehen.

Kommende Woche stehen gleich drei mir sehr wichtige Geburtstage an, zumindest einen davon werde ich nicht bei vollem Bewusstsein „erleben“. Dafür nehme ich mir vor, dieses Jahr wenigstens den sich diesen Geburtstagen anschließenden Hochzeitstag nicht zu vergessen. Wobei, dieses Mal hätte ich sogar eine Entschuldigung parat.

Derweil werden in den USA die ersten demokratischen Politiker regelrecht abgeschlachtet, das haben sich die Amerikaner übrigens von uns abgeguckt. Die letzten US-Demokraten werden zeitgleich durch das US-Militär und den Polizeiapparat ruhig gestellt.

Als dies alles noch in Europa so geschehen ist, konnten die freiheitsliebenden Menschen wenigstens in die USA fliehen. Wohin sollen aber die US-Amerikaner fliehen? Etwa nach Europa, wo man nach vierzig Jahren wieder die Grenzen hochzieht, während man zeitgleich das Schengen-Abkommen feiert und zudem sämtlichen kriminellen Volksvertretern ewige Immunität zusichert?

Egal wohin man auch schaut, unsere Welt ist nicht mehr in Ordnung. So viel Sand gibt es nicht mehr, dass man seine Köpfe noch ausreichend tief hineinstecken kann!

Wenn wir Demokraten nun nicht aus den Puschen kommen und unsere offene Gesellschaft nicht etwas pimpen, dann wird es für alle von uns ein sehr böses Erwachen geben!

Der große Vorteil an unseren offenen Gesellschaften ist es doch, dass es für wirklich jeden Interessierten eine Möglichkeit gibt, um sich für die freie Welt, für unser Europa oder auch nur für unsere Bundesrepublik zu engagieren und einzusetzen. Wir müssen endlich damit anfangen, allesamt Flagge für unsere Demokratie zu zeigen!

Streetart

Man muss nicht unbedingt durch New York, London oder Brüssel streifen, auch bei uns kann man das eine oder andere Werk bestaunen. Bei einem meiner letzten Spaziergänge konnte ich eine solche Künstlerin bei ihrer Arbeit beobachten; da die Zeit drängte, fand ich keine Gelegenheit, um dem nun Folgenden etwas auf den Grund zu gehen.

Beides dasselbe Kunstwerk. Die erste Version hatte bereits hier auf dem Blog einen weniger guten Kommentar erhalten. Ich halte das Kunstwerk aber nach wie vor für sehr gelungen. Die Kunst wie auch die Wissenschaft leben von Zitaten. Ich hoffe nun sehr, dass es nicht die Rechteinhaber von Snoopy waren, die dafür sorgten, dass dieses Werk verändert wurde.

Wenn dem so wäre, dann können wir tatsächlich das Ende von Kunst und Wissenschaft beobachten. Beides lebt nämlich von Wiederholungen und Anspielungen; manchmal ist dafür nicht einmal eine Quellenangabe vonnöten, denn jeder halbwegs normale Mensch weiß z. B. um was für eine Welle es sich hierbei handelt.

Die zweite Version hat zumindest meines Erachtens nun an Qualität und Aussagekraft verloren. Dabei hilft es auch nicht, dass die Künstlerin noch eine Katze mit hinzufügte, wohl nur, um den abgestumpfteren Zeitgenossen eine Freude zu bereiten — Katzenbilder gehen immer.

Zu den Katzenbildern habe ich eine ganz eigene Theorie. Diese tauchen immer mehr in den Medien auf, vor allem seit das menschliche Nacktsein immer verpönter wird. Wenn man das noch mit den Katzenfutter-Softpornos verbindet, könnte man befürchten, dass die Sodomie bei uns wieder Einzug hält.

Basteln

Vielleicht ist es einem der Leser aufgefallen, ich bastele erneut an meinem Blog. Die größten Veränderungen gibt es allerdings unter der Haube. Nachdem ich nun notgedrungen die IP-Blocker für mich entdeckt habe, ist es hier in meinem Blog richtig ruhig geworden. IP-Adressen zu blocken, wobei man heute wegen des Datenschutzes gleich ganze Bandbreiten abdecken muss, weil man kaum noch eine einzelne IP-Adresse herausfiltern kann, widerspricht dem eigentlichen Sinn und Zweck des Internets. Mir blieb aber leider nichts anderes mehr übrig, denn mein Provider hätte ansonsten wohl ein extra Atomkraftwerk ans Netz nehmen müssen.

Als Folge davon habe ich aber auch die Abfragen meines eigenen Blogs auf andere Seiten beendet, denn wer weiß, vielleicht fühlte sich der eine oder andere Admin ebenfalls genervt — zu meiner eigenen Entlastung, meine initiierten Abfragen gingen nicht in die Tausende je Sekunde!

Und da ich schon einmal dabei war, habe ich auch das eine oder andere Plug-in gleich mit entsorgt. Dafür aber gibt es nun ein Monitoring-Tool (Back-end) auf dem Blog, das die hier verwendete Software prüft; das kostet auch Ressourcen, aber im verträglichen Rahmen.

Ein Ergebnis habe ich bereits, kaum eine Software läuft fehlerfrei und mich dabei völlig erstaunend, nicht die Software von Hobby-Bastlern weist die meisten Fehler auf, sondern jene, die von größeren Firmen kommt. Was mich nun zurück an die Hochschule bringt, wo Detlef Stern gebetsmühlenartig etwas von Softwaretests predigt. Sobald die Absolventen einen entsprechenden Job in der Industrie erhalten, glauben sie wohl, dass man solche Tests, wenn überhaupt, nur während des Studiums fahren muss.

Was ist eigentlich aus dem Qualitätsmanagement geworden, für das wir Deutschen einmal so berühmt berüchtigt waren? Ein französischer Freund behauptete einmal, dass wir Deutschen nur deshalb so gute Produkte liefern, weil wir es als Inkarnation des Unsympathischen hassen, uns bei anderen Menschen entschuldigen zu müssen.

Was mich nun wieder an eine VW-Werbung denken lässt, zu Zeiten, als dieser Konzern noch halbwegs in der Lage war, Autos zu bauen.

Da haben deren Gewerkschafter auch noch keine Millionen Euro Gehälter eingefahren, sondern wurden nur regelmäßig zu Besprechungen in südamerikanische Bordelle geflogen. Vielleicht waren deshalb die Mitarbeiter insgesamt etwas entspannter und konnten sich noch richtig auf ihre Arbeit konzentrieren.

Das mit der fehlerhaften Software lass ich jetzt einmal lieber, soll es doch noch die eine oder andere Gerichtsverhandlung geben. Mein Tipp: auch diese Täter werden verschont werden.

Ceterum Censeo