US Flagge

4.7.02026 5 (5)

Beitragsfoto: US Flagge | © Pixabay

100 Jahre

Vor Kurzem wurde Mel Brooks, der hier im Blog ebenfalls schon Thema war, 100 Jahre alt. Mit etwas Glück kann er seinen jüngsten Film noch im Kino gucken. Mel Brooks gehört zum besseren Amerika. Ganz passend zur aktuellen Entwicklung und den Feierlichkeiten in den USA nun doch noch ein Beitrag von ihm — ich wiederhole mich gerne.

250 Jahre

Erst vor Kurzem konnte ich die 200 Jahre USA feiern. Jahrelang wurde ich dann daran erinnert, zumindest wenn ich an einem Staudamm in Kalifornien vorbeifuhr, welcher zu diesem Anlass mit einer riesigen US-Flagge bemalt worden war; dauerte ziemlich lange bis diese so langsam aber sicher ausbleichte.

Meine Tante schenkte mir anläßlich dieser Feierlichkeiten vier Kunstdrucke; deren Einband fand ich neulich beim Entrümpeln. Nun sind es schon 250 Jahre und mir ist überhaupt nicht mehr danach zu feiern. Manche Menschen, wobei es sich bei der GOP inzwischen um einen ziemlich großen kriminellen Clan handelt, wirken sich ganz gewaltig auf ihre Mitmenschen und auf unsere Umwelt aus. Wobei dies zu meinem großen Erstaunen nur hin zum Schlechten gelingt. Zum Guten geht es dann nur wieder gemeinsam und dies auch nur in Tippelschritten.

Aus den Fehlern anderer müsste man lernen können. Was wir leider nicht machen, denn auch bei uns mutiert zumindest eine Volkspartei langsam aber sicher hin zur europäischen GOP — an kriminellen Gestalten mangelt es dieser schon lange nicht mehr.

„Die Vereinigten Staaten haben sich zu einem gespaltenen Land entwickelt, das an seinen inneren Konflikten zu zerreißen droht. Der gegenwärtige Präsident gebärdet sich wie ein antiker Kaiser: Er tut, was er will, bereichert sich schamlos und plant einen gigantischen Triumphbogen zu seinen Ehren. Dreimal höher als das Brandenburger Tor soll der Klotz in Washington bald aufragen.“

Florian Harms, t-online.de (4.7.2026)

Derweil bauen wir ganz still und heimlich das größte Kanzleramt aller Zeiten — Adolf Hitler wäre stolz auf uns!

Vermischtes

Gestern den Tag mit einem Käffchen zusammen mit Detlef Stern begonnen. Entspannung pur, obwohl noch 103 Studenten an meiner Klausur teilnehmen möchten. Neugierig wie ich bin, verschaffte ich mir einen Überblick über die Teilnehmer. Die allermeisten habe ich noch nie in meinem Leben zu Gesicht bekommen. Jene, die kurz vor der Exmatrikulation stehen, kenne ich inzwischen zumindest der Matrikelnummer nach. Was ganz gut ist, denn es lässt sich leichter Matrikelnummer 0815 totprüfen als Lieschen Müller. Wobei die Verantwortung dafür weiterhin voll und ganz bei den betroffenen Studenten liegt. Auf alle Fälle bin ich gespannt darauf, wie sich die Studenten dieses Mal schlagen werden — an meiner Klausur wird es nicht liegen, denn die ist wieder einmal viel zu einfach.

Heute treffen wir uns zum Europäischen Frühstück. Bin einmal gespannt, wer seinen Urlaub auf Balkonien genießt und deshalb auch Zeit findet, um zum Frühstück zu kommen. Ein Kurzvideo von Semin Bristina lässt vermuten, dass dieser aktuell auf einer Bahnstrecke fährt, wo ich, auch schon etwas länger her, die Gelegenheit hatte, um mit dem ersten Zug nach deren Wiederinbetriebnahme zu fahren. Dies war eine sehr abenteuerliche Angelegenheit und gemäß dem Video ist in all den vergangenen Jahrzehnten auch nicht viel geschehen. Ich vermute einmal, dass die Bahngesellschaft vor Ort eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn ist.


Bahntrasse

9.6.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Bahntrasse | © Heinrich Kümmerle

Platzhalter

Für den Fall, dass mir noch etwas einfallen sollte oder man mich plötzlich doch noch triggert. Bis dahin widme ich mich jenen Dingen, die mir überhaupt keinen Spaß machen und somit keine Erwähnung finden.

Ich ergänze diesen Platzhalter dann doch noch mit einem Ausschnitt aus „Monty Python and the Holy Grail“ (1975) — was haben wir damals Ende 1976 im Kino gelacht; die Ritter mit den Kokosnüssen waren auf jeden Fall besser als die damaligen Godzilla Filme. Gute Unterhaltung konnte noch so einfach sein.

Übrigens, bei den heutigen Studenten ist nach drei Streichen bereits Schluss mit lustig.

Klausur

Die Rahmendaten meiner Klausuren stehen schon etwas länger fest; ich profitiere dabei sehr von meinem eigenen „Lehrmeister“ — die Klausuren betreffend — Detlef Stern.

In 90 Minuten gibt es 90 Punkte zu erreichen. Ich nehme die Zeit zur Lösung einer Klausuraufgabe, was dann die zu erreichende Punktezahl ergibt. Die Zeit zum Lösen einer Aufgabe erhalte ich, indem ich meine dafür benötigte Zeit mal drei nehme. Als Pufferzeit stelle ich nochmals 15 Minuten zur Verfügung, die die Studenten ggf. für organisatorische Fragen nutzen können.

Da Studieren nichts mit auswendig lernen (Jura und Medizin mal ganz außen vor) zu tun hat, können die Studenten einen Spickzettel DIN A5 mit in die Klausur nehmen. Was darauf am besten steht, erfahren die Studenten durch aktives Zuhören während der Vorlesungen. Meine Erfahrung zeigt mir, dass die besseren Studenten damit die reinen Wissensfragen abdecken können — was bereits eine nach studentischen Maßstäben erfolgreiche Klausur garantieren dürfte.

Jene Fragestellungen, bei denen die Studenten selber etwas nachdenken und ggf. auch rechnen müssen, werden von mir vorab angekündigt — mehr als weniger deutlich!

Bleiben noch ein paar Fragestellungen übrig, die über der „80 % Hürde“ liegen und mir zeigen, wie gut der Inhalt meiner Vorlesungen verstanden wurde.

Über die Jahre hinweg bestehen ca. 80 % der Studenten meine Klausuren, wobei dies durchaus mit deren Anwesenheit in meinen Vorlesungen korreliert. Zum offiziellen Bestehen benötigen die Studenten 45 Punkte, wobei ich davon ausgehe, dass sie danach ihre eigenen noch vorhanden Defizite erkennen und diese bis zum Ende ihres Studiums beheben werden.

Bei jenen Studenten, die 80 % der möglichen Punkte erreichen, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie das Thema der Vorlesung verstanden haben und anwenden können.

Jene Studenten, die über 90 % der möglichen Punkte erreichen, zeigen mir, dass es für unsere Jugend doch noch Hoffnung gibt — es könnten und dürften gerne auch ein paar mehr sein!

Ca. 20 % der Studenten erreichen die notwendige Punktzahl zum Bestehen nicht. Bis auf die Studenten, die tatsächlich einmal einen sehr schlechten Tag hatten und dies bereits während der Klausur selber erkennen, sollten diese Studenten dringend darüber nachdenken, ob sie nicht doch ohne künftige Bürostuhltätigkeiten wesentlich glücklicher wären. Im Falle, dass sie dies für sich weiterhin verneinen, wird ihnen eine KI den selbigen Stuhl sehr bald vor die Tür stellen!

Vermischtes

Heute erst ein erfreuliches Gespräch mit Detlef Stern und danach ging es in die Vorlesung. Es dürfte eine meiner letzten gewesen sein. Wenn man glaubt nur noch gegen Wände zu sprechen, dann ist es besser aufzuhören.

Nun da es hin zur obligatorischen Klausur geht, beschränken sich etwaige Fragen der Studenten ganz folgerichtig auf dieselbe. Wobei ich heute tatsächlich einmal zum Lachen gebracht wurde. Als ich gerade lang und breit erklärt hatte, dass das heutige Thema der „glorreiche“ Abschluss meiner Vorlesungsreihe ist und nun nur noch etwaige offene Fragen geklärt werden können, wurde ich gefragt, welches Thema als nächstes dran käme. Kann man verstehen, muss man aber nicht.

Gestern kam dann ein sehr erfreuliches Signal von der Deutschen Bahn für all jene, die es nicht einmal zum Politiker schaffen dürften. Man wird dort Bahnverantwortlicher ohne jegliche Verantwortung, wobei die besten der völlig Ahnungslosen auch noch ein paar Tausend Kilometer Kabel völlig sinn- und zwecklos verlegen lassen dürfen.

„Hast Du einen dummen Sohn, schick’ ihn zur Union.
Is’ er noch dümmer – die Bahn nimmt’n immer …“

Anon

Auch andere machen sich darüber etwas lustig und ich musste dabei sofort — ohne dass ich dies wollte — an Ronald Pofalla denken. Und so wird Stuttgart 21 um ein paar weitere Jahre verschoben. Ende 2031 soll es dann soweit sein; wer’s glaubt wird selig.

Deutschland baut künftig oder vielleicht auch nie selber zwei oder gar drei Kampfflugzeuge, dem Team Gen X sei gedankt. Man kann sagen was man möchte, bei der Lobbyarbeit und dem Abgreifen von Transferzahlungen sind wir weiterhin Weltspitze!

Die bisherige und nun von der aktuellen Bundesregierung getötete europäische Lösung ist aber keinen Deut besser! Denn es macht keinen großen Unterschied, ob man nun drei oder gar 12 Mengenverbrauchsgüter produziert — selbst VW baut 499 Autos gleich auf einmal.

Wie das Ganze tatsächlich vonstatten gehen müsste, habe ich nicht nur hier im Blog schon mehrfach thematisiert — Fach- und Sachexpertise war aber noch nie so unser Ding; wir machen lieber weiterhin auf Deutsche Bahn, aber ohne alles und mit scharf.

„Un dessert sans fromage est une belle à qui il manque un œil.“

Jean Anthelme Brillat-Savarin, Physiologie des Geschmacks (1865)

Altes Auto

12.5.02026 5 (7)

Beitragsfoto: altes Auto | © Dariusz Sankowski auf Pixabay

Verluste

Ich rede hier nicht über 30-Jährige, die nachdem sie ihre völlige fachliche wie menschliche Inkompetenz bewiesen haben und zudem dem Staatsanwalt irgendwie entwischen konnten, nun in den vorzeitigen Ruhestand dürfen, denn das ist kein Verlust — nur für unsere Steuergelder, wobei die schon etwas länger mit vollen Händen aus dem Fenster geworfen werden.

Ich rede hier über die unsäglichen Verluste an Soldaten, die sich nicht mehr viel länger verheimlichen lassen. Bei der Ukraine vermuten wir es schon etwas länger, wobei deren Verluste von uns mit der Entscheidung, Wladimir Putin freie Hand in Europa zu geben, vorab zu berechnen waren und bereits eingepreist wurden.

Dass die USA als Hegemon permanent Verluste an Soldaten verzeichnen müssen, gehört einfach zum Titel Weltmacht mit hinzu und ist ebenfalls vorab berechenbar. Hierfür opfert man gerne professionelle Soldaten, die dafür den Titel Spezialkräfte tragen dürfen.

Was aber richtig wehtut, das sind die völlig unnötigen Verluste im Zusammenhang mit dem Angriff der USA auf den Iran, wohl nur, damit die Republikaner intern von ihren kriminellen Machenschaften ablenken können. Damit übertreffen diese die Unmenschlichkeit der Eisernen Lady aus dem Vereinigten Königreich um Längen.

Wir Europäer wie auch die US-Amerikaner, Kanadier und weitere Angehörige der westlichen Welt sollten einmal darüber nachdenken, wie sich unsere Moral und unsere Werte mit unserem Verhalten gegenüber den eigenen Soldaten in Übereinklang bringen lassen.

Zum einen garantieren wird dem allerletzten Schnarcher ein möglichst angenehmes Leben und zum anderen verheizen wir ohne jegliche Hemmungen und wann immer sich dazu eine Möglichkeit bietet unsere fähigsten und willigsten Mitbürger.

Die ersten Bundeswehrsoldaten dürften bereits auf dem Weg in den Iran sein, damit, wenn bei unseren Politikern wieder einmal alle Hemmungen fallen, wir mit ganz vorne dabei sind.

Wucherei

Man sollte mit dem Wuchern, was man hat! Heilbronn hat weit mehr zu bieten als es auf den ersten Blick erscheint. Ein nettes Gespräch mit Hannes Finkbeiner hat mich auf ein paar Ideen gebracht. Nehmen wir einmal die vielen Döner-Buden und machen daraus Europas — gerne auch für die Europahasser Deutschlands oder gleich von der ganzen Welt — größte Döner-Meile. Dies so richtig beworben und mit regelmäßigen Wettbewerben versehen, wie den geilsten, den billigsten oder gar den besten Döner der Stadt, werden wir sehr schnell zu einem regelrechten Touristen-Mekka.

Man muss dabei nicht gleich ganze Stadtteile in orientalische Bazare verwandeln, eine Nummer kleiner ginge bestimmt auch.

Und aus der Allee machen wir die neue deutsche AVUS! Auf Höhe des Stadtgartens stellen wir eine permanente Tribühne auf. Alle zweihundert Meter gibt es dann noch Getränkestationen für die Fahrer und deren Beifahrer. Anstatt der Blitzer stellen wir Lautsprecher auf, die die Fahrzeuge ankündigen und bejubeln, etwa so wie in Hamburg die Schiffe.

Neben den vielen Heilbronnern, die schon heute dort Schaufahren, Billigrennen und Hochzeiten veranstalten, laden wir Profis und Amateure aus dem gesamten Land mit ein. Regelmäßige Autokorsos bereichern nicht nur unsere Stadt, sondern können richtig gemanagt, Heilbronn zu einem Auto-Eldorado machen — und dies ganz ohne NSU, Fiat oder Audi!

Und auch der Müll ist kein Standortnachteil, wenn man dies nur richtig handhabt. In jedem siebten Müllhaufen wird einfach eine Überraschung versteckt! Schon alleine damit muss die Deutsche Bahn uns einen ICE zur Verfügung stellen, da die Massen nur so nach Heilbronn strömen werden.

Vermischtes

Heute durfte ich erfahren, dass wenn die Heilbronner Stimme trauert, ganz Heilbronn trauert. Spätestens bei tragischen Todesfällen sollte man wenigsten kurzfristig das in Ärsche Kriechen einstellen.

Erfreulich, dass die FAZ heute damit beginnt, die jahrzehntelange Diskriminierung von Schülern des männlichen Geschlechts zu thematisieren. Unsere Schulen haben sich von einem notwendigen Selektionsinstrument, das unsere Gesellschaft erhält und vorantreibt, zu einer übergroßen Diskriminierungsmaschine entwickelt, die nicht einmal mehr ausreichend Mittelmaß produzieren kann. Dass männliche Schüler einfach nur zu faul wären, dürfte nun aber die politisch korrekte Antwort sein.

Erfreulich auch die Mitarbeit von ein paar Studenten in meiner heutigen Vorlesung. Dass ein bereits in Lohn und Brot stehender Student hinterher angab, er habe heute etwas gelernt, freute mich umso mehr. Nun hoffe ich sehr, dass er dies auch in der kommenden Klausur nachweisen kann.

Manch anderen Studenten konnte ich heute vielleicht sogar ein wenig die Augen öffnen, wobei doch noch so einige meinten, dass sie ganz automatisch nach dem BA von einem Sitzplatz im Bildungscampus auf einen Sitzplatz in einer Firma wechseln werden — aber vielleicht ist das Leben heute doch so einfach.

Etwas frustrierend der kurze Austausch mit Derek Sivers, der meinen letzten Blog-Beitrag als Kommentar in seinem Blog verlinkt hatte. Ich guckte dort nach, neugierig wie ich bin, und fand diesen an 348. Stelle oder so. Was mir wieder einmal die unterschiedliche Reichweite und Qualität von Weblogs vor Augen führt. Mein Trost dabei: klein aber mein!

Die heutige Unterhaltung mit Detlef Stern wieder viel zu kurz, dafür gab es aber zahlreiche und teilweise auch sehr produktive Telefonate. Meine E-Mail werde ich im Laufe des Tages abarbeiten.

Sollte sich ein Leser fragen, was mit dem meseno-Bus ist, ich weiß es aktuell nicht, denn gestern galt es Wunden zu lecken. Zudem trennte ich mich von einem weiteren Verein. Soll einer sagen, dass ich das mit dem Death-Cleaning nicht ernst nehmen würde. Umso älter man wird, desto länger dauert es halt.

Nervig so langsam, dass inzwischen gleich mehrere Firmen und Agenturen es auf ein paar mir noch verbliebener Web-Adressen abgesehen haben. Letztes Jahr hatte ich mich ganz bewusst von allen mir nicht so wichtigen Adressen getrennt und nur noch jene behalten, die mir in den vergangenen Jahrzehnten doch etwas ans Herz gewachsen sind. Und nun macht mich sogar mein Provider darauf aufmerksam, dass Kaufinteresse bestünde.

An jene Deppen dieser Agenturen gerichtet, die ganz offensichtlich ein Nein nicht als Nein akzeptieren können, hier nun der Hinweis: machen Sie mir doch ein Angebot, das ich einfach nicht ablehnen kann! Ab einer fünfstelligen Geldsumme könnte ich vielleicht sogar darüber nachdenken. Ab einer Sechsstelligen lasse ich gerne mit mir reden. Ab einer siebenstelligen Summe bekommen Sie von mir das Ganze noch per YouTube-Video vorgetanzt — da lasse ich mich dann nicht lumpen.

Und wenn wir gerade schon einmal beim Schleimen, Kriechen und Sterben sind, wird es mir Angst und Bange für den Fall, dass ein sehr prominenter Heilbronner dann doch einmal von uns gehen wird — was Gott hoffentlich noch ein paar Jahre verhindert. Es werden sicherlich pharaonische Zustände in Stadt und Land ausbrechen! Und wer nicht schnell genug wegläuft, der wird dann gleich mit eingemauert.


Fediverse Reactions