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Beitragsfoto: Streetart

E-Mail

Ich fühle mich zwar immer noch ein wenig geehrt, wenn ich mit seitenlangen E-Mail bombardiert werde, die mich eines Besseren belehren möchten. Wenn diese E-Mail dann aber auch noch mit unzähligen Links zu weiteren Websites und Videos garniert werden, dann ist bei mir aber Schluss mit lustig.

Bitte schreiben Sie doch Ihre eigenen Blogs! — wie z. B. diesen. Ich bin Ihnen wirklich nicht böse und Konkurrenz belebt das Geschäft.

Flora Incognita

Am Wochenende habe ich eine mir unbekannte Blume gefunden. Meine bessere Hälfte tippte sofort auf wilde Tulpe, was meine weiteren Recherchen auch bestätigten. Wozu gibt es aber KI und so nahm ich ein Foto und fragte ChatGPT — sozusagen zur nochmaligen Bestätigung. Das Ergebnis eindeutig: ein Gelbstern. Mein Nachhaken bei ChatGPT ließ diese KI richtig biestig werden! Sie ließ nicht einmal zu, dass sie sich ggf. doch geirrt haben könnte.

Ein kurzer Chat mit Detlef Stern und ich hatte ein neues App auf meinem Mobiltelefon. Erst ohne Anmeldung im Gastmodus, aber als ich mich etwas mehr damit beschäftigt hatte, registrierte ich mich dann doch noch. Nun habe ich meine Entdeckung dort auch noch festgehalten und trage ein klein wenig mit dazu bei, dass unsere restliche Pflanzenwelt ein wenig besser erforscht werden kann.

Aber auch die Website von Flora Incognita ist besuchenswert; es gibt sie noch die lesenswerten Websites!

Fast passend dazu der Hinweis, dass laut Martin Thielecke „seit Beginn des Jahres in Kalifornien jedweder AI-generierter Content im Zuge des California AI Transparency Act gekennzeichnet werden muss, sei es mit Wasserzeichen bei Audio, Video und Bildern, als auch händische Kennzeichnung bei Texten.“

Sobald sich das auch bei uns in Europa durchsetzt, wird es im Internet richtig leer und einsam werden. Es sei denn die Menschen sind bereits so stumpf, dass sie wirklich über alles „rüberrutschen“. Wobei bei Profi-Websites könnte man es noch halbwegs verstehen, denn auch Journalisten möchten heutzutage mit möglichst wenig eigener Arbeit möglichst viel Geld verdienen. Lustig dabei, sie sind die allerersten die dann darüber klagen, wenn man sie weder liest noch wahrnimmt, ganz zu schweigen vom Ernstnehmen.

Auf alle Fälle aber wäre es für alle Beteiligten besser, wenn man sofort erkennen könnte, wann eine Website oder ein Blog noch von Menschen gemacht ist. Auch der Hinweis, man hat sich „nur“ von einer KI beraten oder „ein wenig“ helfen lassen dürfte vielen Lesern genügen, um künftig einen weiten Bogen um solche Produkte zu machen. Außer, wie geschrieben, man gehört zu den völlig Abgestumpften. Und die gibt es bei uns zu genüge — also nichts mehr mit einsam im Internet; ein echter Messi füllt alles, egal wie viel Kubik.

Vermischtes

Das heute als Beitragsfoto abgelichtete Kleinkunstwerk ist am Rande der Innenstadt zu finden. Wer weiß wo?

Vor Kurzem haben wir eine gute Idee von Peter Schulze übernommen und zu Werbezwecken eine ganze Kiste gelber Sterne bestellt. Nicht nur ich assoziiere inzwischen diese Sterne mit der Flagge sowohl der des Europarats als auch der der Europäischen Union — dem europäischen Sternenbanner sozusagen.

Im Kreisverband Mannheim der EUROPA-UNION, dessen Vorsitzender Peter Schulze ist, kamen diese Sterne ganz gut an, auch mir gefallen sie ganz gut und der Enkelin scheinen sie auch zu gefallen. Und so könnte diese Idee auch in Heilbronn funktionieren.

Gerade kam die Kiste gelber Sterne an und nun sind wir im Besitz von lauter … roten Exemplaren — in unserem Land klappt wirklich gar nichts mehr!

Gleich am Morgen gab es erst ein Nichtkäffchen mit Detlef Stern und dann die obligatorische Vorlesung. Der Rest des Tages ist mit lauter mehr als unangenehmen Tätigkeiten angefüllt. Erst am Abend wird es besser werden, denn dann gibt es einen Europastammtisch zum Entspannen. Und selbst die vorgeschaltete Kreisvorstandssitzung dürfte nach diesem Tag als vergnügungssteuerpflichtig durchgehen.


Altes Auto

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Beitragsfoto: Auto |  © Dariusz Sankowski auf Pixabay

Vermischtes

Die deutschen Gasspeicher sind nur noch halb voll, da unsere Regierung wieder einmal ihre Hausaufgaben gemacht hat: Gewinnoptimierung für ihre Parteisponsoren.

Warum konnten bei uns die Züge früher bei Schnee fahren? Und warum fahren Züge in anderen Ländern weiterhin bei Schnee und Eis, selbst durch meterhohe Schneeverwehungen? Matthew Kronsberg fragt sich derweil, ob heutzutage die Züge wieder die komfortabelste Reisemöglichkeit seien? (New York Times, 6.1.2026 — für die Blog-Leser kostenfrei).

Mir ist es schon sehr lange völlig egal, ob ein Zug in Deutschland komfortabel ist oder ob es dort überhaupt einen Sitzplatz gibt — Hauptsache, er kommt noch ans Ziel und dies möglichst am selben Tag.

Erfreulich, dass der Weg für das jahrelang umstrittene EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay nun frei ist. Bis zum Schluss haben sich die französischen Bauern gewehrt und dafür gesorgt, dass sich Frankreich gegen das Abkommen entschied — Pech gehabt: Mehrheitsentscheidung! Ich vermute einmal ganz stark, dass sobald nun auch Deutschland überstimmt werden wird, es keine Mehrheitsentscheidungen in der EU mehr geben wird.

Neben Frankreich stimmte noch Polen dagegen; Italien rettete nach 25 Jahren Verhandlungen dieses Abkommen nicht ohne doch ein paar weitere Zugeständnisse an die europäischen Bauern erzielt zu haben.

Zwar soll das Abkommen die EU-Exporte jährlich um bis zu 49 Milliarden Euro steigern können und damit mehr als 440 000 Arbeitsplätze sichern helfen, was aber doch nicht so richtig zählt, einfach weil unsere Bauern weiterhin die dickeren Autos fahren — und wir wissen ganz genau, was bei unseren Politikern zählt, nein, nicht die Länge, sondern die Breite.

Und so darf man es durchaus als großen Erfolg ansehen, dass unsere Politiker nur ein Vierteljahrhundert benötigten, um mehrheitlich einmal der Vernunft den Vorzug zu geben.

Käffchen

Für ein Käffchen mit Detlef Stern gehe ich weiterhin gerne in die Stadt. Demnächst gönne ich es mir einmal, miete ein möglichst großes SUV, fahre erst ein paar Runden die Allee hoch und runter, dann durch die Fußgängerzone und stelle zum Schluss den Karren direkt vor dem Café ab — zumindest laufe ich dabei nicht Gefahr, in einen Hunde- oder gar Menschenhaufen zu treten.

Sobald die Autos alle selbstständig unterwegs sind, wobei Detlef Stern der Überzeugung ist, dass wir beide dies nicht mehr erleben werden, hat sich das mit den Privat-, Geschäfts- und Mietwagen wohl erledigt. Denn dann lassen Software-Firmen und die übrig gebliebenen Autokonzerne ihre Autos von ganz alleine auf Kundenfang durch die Städte toben — auf deren Lifetime-Abos bin ich schon heute gespannt!

Bis dahin werden die bereits existierenden selbstfahrenden Automobile weiterhin von Lohnsklaven aus Indien und Co. ferngesteuert. Wobei dies bestimmt auch ein ganz gutes Geschäftsmodell für unsere eigene Jugend ist. In jedem Arbeitsamt werden Räume eingerichtet, wo unsere „Arbeitssuchenden“ täglich ein paar Stunden vor dem Bildschirm sitzend Autos fernsteuern können. Gerade für die Heilbronner Allee- und Innenstadt-Cruiser eine gute Gelegenheit, um einmal andere Strecken kennenzulernen — wobei sie es sich zudem ersparen, immer bei Mama um das Familienauto betteln zu müssen.

Das heutige Thema war aber hauptsächlich der Zettelkasten und eine längst vergangene Zettelkastenrunde, etwas RSS und die gute alte E-Mail. Bei letzterem bin ich davon überzeugt, dass wer am Abend noch mehr als zehn E-Mail in seinen Postfächern liegen hat, besser wieder auf den Briefkasten vor seiner Haustür zurückgreifen sollte.

Wer als Informatikstudent nicht weiß, was ein RSS-Feed ist, der sollte sich schleunigst nach einer anderen Beschäftigung umsehen, Autofahren zum Beispiel.

Kommenden Dienstag habe ich meine letzte Vorlesung in diesem Semester, ab dem kommenden führe ich dann ein Maßband mit — werden wohl nur Gediente verstehen können. Die Klausur steht und so beschränke ich mich darauf, um Fragen zu beantworten. Es dürfte nur noch welche zum Ablauf der Klausur geben, ich lasse mich aber gerne überraschen.

Zum Schluss haben wir noch ein wenig über Blogger gelästert, da wir selber welche sind, geht das auch völlig in Ordnung. Vielleicht ist das mit einer neuen Zettelkastenrunde absolut zu nerdig und so rege ich einmal eine Bloggerunde an. Ich fand es schon immer viel spannender, wenn die, über die man lästert, auch selber mit dabei sind.

Lifetime

Wie kurz unsere Leben sind, das zeigt uns die aktuelle Software-Industrie ganz gut. Wie bereits geschrieben, dünne ich auch mein Privat-Blog zunehmend aus. Und so habe ich mich bereits von vielen lieb gewonnenen Features wie auch Plug-ins getrennt.

Zumindest mir geht es so, dass ich bei jenen Plug-ins, die ich mit einer Lifetime-Garantie erworben habe, dabei doch etwas zögere. Und so bekomme ich nun heute wieder einmal mit, was diese Software-Firmen so unter Lifetime verstehen. Gerade soll ein Plug-in von der Version 3.0 auf die Version 4.0 umgestellt werden, wobei ich, weil ich bereits vor Jahren ein Lifetime-Abonnement abgeschlossen hatte, nun künftig 50 % vom Listenpreis zahlen soll und damit wohl noch weit mehr als jene, die regelmäßig beim Black Friday zuschlagen.

Zum Glück bin ich aber auch noch Telekom-Kunde. Denn dieses Unternehmen zeigt seinen Kunden, dass selbst das kürzeste Leben sehr lange dauern kann, zumindest was deren Wartezeiten anbelangt. Seit gut drei Wochen hängt nun ein Glasfaserkabel in meiner Kellerwand herum. Und so lange dies nur so herumhängt, sieht es im Keller aus wie bei Hempels unter dem Sofa, weil ich die weiteren Kabelwege im Haus schon einmal freigeräumt hatte.

Wann bloß wurde aus Eduard Zimmermanns Fernsehsendung „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ bei uns nackte Realität?

Post Scriptum (Dank geht an Guido Kühn)


Fliegende Umschläge

Mailingliste 5 (1)

Beitragsfoto: Fliegende Umschläge | © Gerd Altmann auf Pixabay

Solch eine Liste war hier im Blog bereits Thema. Ich selbst nutze dieses antiquierte Kommunikationsmittel eigentlich nur noch bei manchen UEF-Untergruppen und auch nur dann, wenn man mich dort auf den entsprechenden Verteiler setzt.

Heute greife ich das Ganze nochmals auf, da ich jüngst damit in einer anderen Angelegenheit aber im gleichen Kontext herumhantiere. Und so kann ich meine alte Mailingliste von diesem Weblog einmal als Vergleich heranziehen.

Für den Fall, dass sich ein Weblog-Leser auf diese Mailingliste setzen lassen möchte, kann er dies nun gleich unten stehend tun.

[durch mein vielleicht neu genutztes Rundschreiben ersetzt]


Meine von mir erstellten Mailinglisten werden auf einem Server von IONOS gehostet. Dazu muss dieser Ihre von Ihnen oben eingetragene E-Mail abspeichern. Dies macht er so lange bis Sie selbst oder ich diese E-Mail-Adresse wieder aus der Mailingliste entfernen.

„Mit einer Mailingliste können Sie unter einer E-Mail-Adresse ein Diskussionsforum einrichten, bei dem die Diskussion per E-Mail stattfindet.

Beiträge, die ein Listenmitglied an die Mailingliste sendet, werden an alle Listenmitglieder weitergeleitet. So können zum Beispiel in einem Verein wichtige Punkte von Mitgliedern diskutiert werden. Dabei können Sie festlegen, wer an die Mailingliste schreiben darf. Hierbei wird zwischen Moderatoren, Mitgliedern und Gästen unterschieden.“

IONOS Hilfe-Center (30.11.2025)

Nun bin ich einmal selber gespannt darauf, wer meiner Vergleichsgruppe beitritt und noch mehr, ob sich dabei überhaupt eine Diskussion entwickelt.

Das Thema ist dabei vom Blog grob vorgegeben, nämlich meine jeweiligen Blog-Beiträge.