Beitragsfoto: Mann beim Ausfüllen eines Formulars | © Pixabay
An manche Dinge muss man immer wieder erinnert werden. Auch wenn es hier im Blog immer wieder einmal ein Thema war.
Beitragsfoto: Mann beim Ausfüllen eines Formulars | © Pixabay
Menschen, die Emails mit einem Live-Chat verwechseln, kosten Kraft.
An manche Dinge muss man immer wieder erinnert werden. Auch wenn es hier im Blog immer wieder einmal ein Thema war.
Beitragsfoto: Schnappschuss
Dieses Jahr ist für die EUROPA-UNION eigentlich ein besonderes Jahr. Am 21. September können wir auf 80 Jahre Hertensteiner Programm zurückblicken, und unser Bundesverband feiert am Ende des Jahres sein 80-jähriges Bestehen. Da die EUROPA-UNION Heilbronn bei seiner Gründung bereits als lokale Gruppierung existierte, können auch wir dieses Jahr mit Fug und Recht 80 Jahre feiern.
Dazu haben wir dieses Jahr gleich mehrere Highlights im Programm. Angefangen haben wir mit einer Fahrt nach Florenz. Eine weitere Fahrt nach Sarajewo wird noch folgen. Mit unseren inzwischen 10. Hertensteiner Gesprächen thematisieren wir sowohl das Hertensteiner Programm als auch die Europäischen Föderalisten in Gänze.
Und am Europatag gibt es wieder den Europa-Ball. Leider zeichnet es sich hierbei ab, dass dieser nicht so gut besucht sein wird, wie wir es uns erhofft hatten. Dass Europa bei uns Europäern nicht mehr so ganz im Fokus steht, das ist seit Längerem bekannt. Dass unsere Demokratie bei uns Europäern kaum noch auf Interesse stößt, dürfte inzwischen immer offensichtlicher werden. Dass Bildung — lassen wir mal Abschlüsse und Zertifikate außen vor — ebenfalls bei uns kaum noch nachgefragt wird, lässt sich bereits allerorten feststellen. Aber dass nun auch die Kultur an sich — lassen wir mal Essen und Trinken außen vor — bei uns kaum einen mehr hinter dem Ofen hervorlockt, sollte uns Bürgern zu denken geben.
Man könnte nun meinen, dass sich die Gesellschaft langsam aber sicher darauf einigt, 80 Jahre gutes Leben sei für uns alle mehr als genug. Vielleicht hängt es aber auch damit zusammen, dass sich das nur noch bis zum eigenen ganz persönlichen Untergang Denken bei uns als Staatsraison etabliert hat und wir nunmehr die Folgen davon miterleben dürfen bzw. müssen. Was für uns über 60-Jährige aber kaum noch von großer Relevanz sein dürfte — was jene, die nicht an kommende Generationen denken, nun sicherlich erfreut.
Ich hatte bis zuletzt darauf gebaut, dass wir Europäische Föderalisten etwas anders mit unserer Welt und unseren Mitbürgern umzugehen pflegen — aber auch bei uns scheint sich eine Unlust breit zu machen.
Meine heutige Fahrt mit dem meseno-Bus brachte einige neue Senklöcher auf der Autobahn, was bestätigen dürfte, dass wir Autobahn auch nicht mehr können. Erheiternd ein „Ersatzortsschild“, das an der Stelle eines ehemaligen Ortsschildes stand, aber den Namen dieses Ortes nicht preisgab. Ich vermute einmal, das hat eher etwas mit unseren Verkehrsregeln zu tun, wobei die allermeisten von uns nun nicht wissen dürften, mit welchen genau.
Morgen habe ich wieder Vorlesung, zuerst aber das inzwischen obligatorische Nichtkäffchen mit Detlef Stern. Was mich nun daran erinnert, dass ich im Laufe des Tages noch eine Vorlesung vorzubereiten habe. Es gibt durchaus unangenehmere Dinge, wie z. B. mein Hochschul-E-Mail-Konto: von den letzten drei E-Mail, die ich dort bekam, war eine ein Phishing-Angriff, die andere ein Verstoß gegen die DSGVO und die dritte ein Hinweis auf beides.
Was mich dann doch ein wenig traurig stimmt, denn es erinnert mich daran, dass ich inzwischen bereits mehr vergessen habe als viel zu viele überhaupt erst lernen werden. Man könnte versucht sein zu glauben, dass Intelligenz ein stark begrenztes Gut ist und je intelligenter die Gesellschaft als Ganzes wird, umso dümmer müssen deren einzelne Mitglieder werden — wohl deshalb vergesse ich in letzter Zeit so viel.
Gestern schwangen meine bessere Hälfte und ich noch kurz das Tanzbein, aber auch hier zeichnet es sich ab, dass selbst das Tanzen immer mehr aus der Mode kommt, wobei Tanzen sicherlich eine der wesentlichen Grundlagen aller menschlichen Gesellschaften ist.
Ok, sehen wir einmal davon ab, dass Menschen sich immer öfters den Umstehenden völlig unkoordiniert und losgelöst von jeglichen Tonsignalen in einer Art von Zuckungen auf einer Fläche präsentieren — manche dürften sich dabei noch an Friedrich Merz erinnern.
Tradition hin oder her, aber schon in der Steinzeit und wahrscheinlich bereits weit davor, hatte sich die Menschheit darauf geeinigt, was man gerade so noch als Tanzen verstehen kann. Wir lassen dafür demnächst unsere Roboter auf Festen für uns tanzen, so wie wir heute schon kleine Maschinen in Ringen aufeinander einprügeln lassen. Und da wir bald außer grunzen auch nicht viel mehr Konversation machen können, übernimmt das künftig für uns eine KI.
Eine allgemeine Unlust scheint sich allerorten bemerkbar zu machen. Schon etwas länger vermute ich dies bei den Studenten meiner Vorlesungen, aber auch bei den Schülern, die ich im Zuge meiner Arbeit bei meseno erlebe.
Aber auch bei uns Bloggern macht sich Unlust breit. Zu meinem Erstaunen gab es von Detlef Stern gestern keine lange Woche, denn ich hatte nach den jüngsten Gespräche mit überhaupt keiner langen Woche mehr gerechnet.
Fast schon etwas verstörend der jüngste Blog-Beitrag von Live aus dem Rantgebiet, denn dort hat man offensichtlich auch nicht mehr so richtig Lust darauf, andere Blogger durch den Kakao zu ziehen.
Alternativ kann man einfach auch nur alles schön und gut finden, was meines Erachtens auf dasselbe hinausläuft. Passend dazu findet mein aktueller Lieblingsbock nur noch alles wunderbar, zumindest sämtliche Kanzler der Bundesrepublik.
Deswegen fragte ich mich gestern Abend sogleich das Folgende: Was will der Lama mit dem Gewehr?
Pawo Choyning Dorji machte bereits 2023 daraus einen ganzen Spielfilm namens „The Monk and the Gun“. Harry Einhorn als Waffensammler Ron Coleman kommt im gesamten Film nicht mehr aus dem Staunen heraus und hält zum Schluss auch noch einen leicht überdimensionierten Phallus in Händen. Tandin Sonam zeigt als Benji, dass man auch ehrlich miteinander umgehen kann und Tandin Wangchuk rundet als Mönch Tashi das ganze Geschehen ab.
Eigentlich geht es im Film aber um die erste demokratische Wahl in Bhutan 2008. Trotz Bemühens aller Verantwortlichen haben die Bhutaner im Film wohl keine so rechte Lust dazu. Auf alle Fälle aber ist Bhutan seither und dies bis heute eine konstitutionelle Monarchie.
Nachtrag 28.4.2026
Erfreulich, ein Leser hat mir bei meinem um die Ecke Denken folgen können; Donald Trump nennt dies ganz staatsmännisch „weaven“. Wobei er wohl so gut darin ist, dass selbst ich ihm dabei nicht mehr so richtig folgen kann. Man könnte aber auch meinen, dass seine Hirnwindungen nicht mehr so ganz richtig funktionieren — was mich wieder an eine uralte Aussage seiner eigenen Mutter denken lässt.
Für das Gewehr bekam ich eine Rückmeldung. Und so lege ich mit einem Artikel der New York Times nach. Wobei es mich schon etwas wundert, dass die „Attentate“ auf den US-Präsidenten immer zu richtigen Zeit für ihn kommen.
Beitragsfoto: Schnappschuss
Sobald man bei uns seine Lust mit einem Auto verbindet, gibt es kaum noch Grenzen. Alkoholisiert oder ohne Führerschein fahren, Fahrerflucht, illegale Autorennen oder Körperverletzung sind überhaupt kein Problem. Wie man heute in der taz erfahren kann, sind selbst 113 nachgewiesene Delikte noch zu wenig, um bei uns potentielle Lustmörder in Schranken zu weisen. Staatsanwaltschaft und Gerichte schauen so lange weg, bis mindestens ein paar unbeteiligte Menschen ermordet wurden.
Nun wurden zwei von drei gefassten Mördern verurteilt, der dritte kam mit einem blauen Auge davon — muss demnächst wohl ein weiterer Mensch dran glauben.
Eigentlich müssten die Staatsanwälte und Richter, die zuvor die unzähligen Straftaten dieser nun endlich zu Haftstrafen verurteilten Mörder einfach nur durchgewunken haben, mit auf der Anklagebank sitzen — die Lust am Auto vernebelt selbst Justizia.
Erfreulicheres gibt es in Heilbronn zu berichten, denn dort dürfte man nun einen verurteilten Lustmörder in sein Heimatland ausweisen. Er wird es weiter zu verhindern wissen, denn Menschen totfahren macht bei uns in Deutschland ganz offensichtlich mehr Spaß.
Warum aber zumindest die jüngst verurteilten Lustmörder allesamt eine türkische Zuzugsgeschichte haben, sollte man einmal etwas näher untersuchen. Wahrscheinlich aber hängt es nur damit zusammen, dass diese Menschengruppe bei uns meist völlig unterbelichtet durch das Leben wandelt und Autofahren mit oder ohne Führerschein zu deren einzigen intellektuellen Leistung gehört, was sie aber auch nicht so richtig auf die Reihe bekommen.
Unerfreulich dabei, dass nun laut taz die gesamte Bevölkerung darunter leiden soll, nur weil bei uns Idioten alles dürfen außer arbeiten.
Auch wenn ich meine gemachten Foto beständig lösche und längst kein Foto Backup bei Amazon und Co. mehr habe, bringen ganz gewöhnliche Suchanfragen auf meinen Rechnern immer wieder Erstaunliches hervor. Obiges Beitragsbild habe ich im Jahr 2023 selbst geschossen — da kannte ich weder Mitleid noch Gnade; wobei man sich fragen könnte, ob es überhaupt gegenüber Tieren Gnade geben kann.
Der kommende Weltuntergang muss wohl noch einen Blowjob lang warten oder wie soll ich die jüngsten Äußerungen von Donald Trump verstehen? Die üblichen Experten dürfen sich gerne bei mir melden. Könnte aber auch nur sein, dass sich der Iran und Donald Trump künftig die Transitgebühren für die Straße von Hormus teilen.
In Rheinland-Pfalz gibt es nun Koalitionsverhandlungen, was im Wilden Süden wieder einmal etwas länger dauert. Wobei es unserem Land sichtlich wohl tut, wenn die Landespolitik eine Auszeit nimmt. Ob Schwarz-Rot aber wirklich eine Lösung ist, das darf nach all den Jahrzehnten sehr stark bezweifelt werden; Grün-Schwarz verspräche bei uns etwas mehr Hoffnung, denn da kann man davon ausgehen, dass es dabei noch ein paar Politiker gibt, die etwas zum Positiven bewegen wollen, den eigenen Geldbeutel einmal außen vorgelassen. Was wohl noch einen der beiden Koalitionspartner abschreckt, denn bei uns gilt weiterhin der Spruch: „Wir können alles außer Politik“.
Boris Pistorius sah sich wohl zu einer Richtigstellung gezwungen, denn die halbe Junge Union hatte sich bereits um ein Studium in Monaco oder einem anderen Ort im Ausland beworben, die es diesen Karrieremenschen bekannter Maßen ermöglichen, sich für immer um den Wehrdienst zu drücken. Die andere Hälfte wurde bereits mit entsprechenden ärztlichen Attesten ausgestattet.
Bei bestem Wetter ein wenig im Garten geackert, denn ein frisch angelegter Holzhaufen war umgekippt.
Heute Morgen wurde ich regelrecht in der Brunft gestört (kleiner Insider) als ich eine sehr erfreuliche E-Mail von einem oder gar mehreren Lesern erhielt. Man nahm mich gekonnt und äußerst nett auf die Schippe.
Meine Freude war dabei so groß, dass ich kurz daran dachte, Ross und Reiter zu nennen, ganz besonders deshalb weil ich mich schon sehr lange selbst als Ober-, vielleicht sogar als Meisterkuschler betrachte. Wobei diese Einschätzung eher dem Kuschelpartner obliegt.
Wer meinem Blog schon etwas länger folgt, der kann durchaus richtig vermuten, dass ich Auszeichnungen jedweder Art nicht mehr annehme. Die in meinen „Jugendjahren“ erhaltenen reichen mir bis zum Ende meines Lebens und auch weit darüber hinaus völlig aus. Selbstverständlich waren diese sämtlich mehr als verdient.
Auf alle Fälle aber werde ich nun, wenn ich einen Wald betrete, wohl noch sehr lange an die Würde eines Ehrenbocks denken und meinem Ältesten umso mehr raten, wenn er wieder einmal einen Bock schießen geht, sich seinen Schuss doch nochmals zu überlegen. Nicht, dass er auch noch die stark gefährdete Art der Kuschelböcke dezimiert.