Badende im Meer

24.8.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Badende | © Pexels from Pixabay 

Gadgets

Die kleinen und meist völlig unnötigen technischen Spielereien haben es mir schon immer angetan. Gerne denke ich z. B. an den Schlüsselfinder aus 1980er-Jahren zurück, den ich damals unbedingt haben musste aber eigentlich gar nicht benötigte.

Und selbst heutzutage kann ich kaum widerstehen, wenn ein neues Gadget, wie die Dinger heutzutage genannt werden, vorgestellt wird. Die meisten dieser Spielereien sind spätestens nach ein paar Wochen völlig uninteressant und auch schon wieder vergessen. Manchmal erinnert man sich dann aber wieder an ein solches Gadget, vor allem dann, wenn es nach ein paar Jahrzehnten wieder aus der Versenkung auftaucht und als die „neuste Entdeckung“ vermarktet wird — das AirTag kann man wohl in diese Rubrik einordnen.

Selten kommt es vor, dass solche Gadgets über längere Zeit bei mir Verwendung finden, wobei die meisten bei einer meiner regelmäßigen Aufräumaktionen einfach entsorgt werden.

Und da ich gerade beim Sortieren meines Büros bin, wo die meisten meiner Gadgets irgendwann dann doch einmal landen, habe ich mich nun dazu entschlossen, jenen einen Eintrag in meinem Forum zu gönnen, die entgegen der ursprünglichen Erwartung dann doch und dies teilweise auch noch nach Jahren ihren Zweck erfüllen. Die ersten Gadgets finden Sie nun hier.

Oben ohne

Boris Johnson musste gehen, weil er der britischen Bevölkerung Party-Verbote erteilte, aber selber von einer Party zur nächsten torkelte. Hier bei uns in Deutschland haben alle, die während des Urlaubs oder gar beruflich bedingt mit einem Flugzeug unterwegs waren, die bundesdeutsche Maskenpflicht kennengelernt. Ich durfte noch vor Kurzem meine Maske gut 12 Stunden lang tragen, wobei es uns allen gestattet wurde, diese beim Essen und Trinken kurz abzunehmen.

Gestern erfuhren wir dann über das ZDF — bis dieser ÖRR-Teil seine Meldung wieder aus dem Internet nehmen musste — und später dann aber auch über andere Medien, die wohl keiner so strengen staatlichen Kontrolle unterliegen, dass die bundesdeutsche Maskenpflicht in Flugzeugen nicht für deutsche Berufspolitiker Geltung hat. Zugegebener Maßen ist dies nicht mit den Orgien eines Heinz-Christian Strache oder eines Boris Johnson zu vergleichen, aber das dahinter stehende Prinzip ist dasselbe, nämlich, dass sich diese Damen und Herren selber als etwas Besseres sehen und über dem Gesetz stehend betrachten.

Deshalb freut es mich sehr, heute einen diesbezüglichen Kommentar von Jürgen Paul in der Heilbronner Stimme (24.08.2022: 2) zu lesen.

„Die große Mehrheit der Bürger, die sich seit einer gefühlten Ewigkeit brav an die Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flieger halten, werden kaum Verständnis dafür haben, dass für Regierungsmitglieder andere Regeln gelten. Damit bestätigen Scholz und Habeck das verbreitete – und häufig falsche Vorurteil –, dass die da oben ohnehin machen, was sie wollen.“

Jürgen Paul, Heilbronner Stimme (24.08.2022: 2)

Alltag

Der Alltag hat einen schneller wieder als einem so lieb ist. Das durfte ich gestern wieder einmal erfahren, während ich versuchte, für die kommenden Veranstaltungen zweier unterschiedlicher Vereine Teilnehmer zu gewinnen.

Heutzutage ist es wesentlich schwieriger, Teilnehmer für Veranstaltungen zu gewinnen, als solche zu planen, vorzubereiten und abzuhalten. Und so habe ich z. B. noch drei Tage Zeit, um weitere Mitfahrer nach Eppingen am Samstag und noch ein paar Tage mehr, um für die 6. Hertensteiner Gespräche hinreichend Teilnehmer zu finden.

Deshalb habe ich auch wieder eine weitere Facebook-Seite dieses Mal für die EUROPA-UNION Heilbronn aktiviert, um auch hierüber noch weitere Interessenten und ggf. auch Diskutanten gewinnen zu können. Das Drollige an solchen Unternehmungen ist dabei immer wieder, dass diese meist nur zur Kenntnis genommen werden, wenn man sie nicht unternimmt, aber keine Reaktionen erfolgen, sobald man sich dann doch wieder einmal die Mühe macht.

Zwischendurch hatten Herbert Burkhardt und ich noch ein gutes Gespräch mit einem neuen Interessenten für die Freien Wähler – Freie Wählervereinigung Heilbronn e. V. und so bin ich bereits wieder mit dem gestrigen Tag versöhnt.

Deshalb kommentiere ich jetzt auch nicht die Tatsache, dass die Stadtverwaltung bereits schon wieder die erst jüngst aufgestellten Dixie-Klos abbauen lassen hat.


Stand with Ukraine

24.6.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Stand with Ukraine, Flaggen der Ukraine und der EU

Preisverleihung

Die dritte Preisverleihung zum Europäischen Wettbewerb diesen Jahres fand heute Morgen an der Schlossbergschule Auenstein statt. Die Rektorin Heidi Ade hat ihre Schule ganz gut im Griff und so ist es immer wieder eine Freude, nach Auenstein zu fahren.

Ganz besonders hat es mich heute gefreut, dass wir zudem mit neuen Ideen für den kommenden 70. Europäischen Wettbewerb aus Ilsfeld zurückkamen. Im Falle, dass wir bis dahin genügend Mitstreiter finden, werden wir den Schülern nächstes Jahr bestimmt eine ganze Menge bieten können.

Europa-Grillen

Zumindest für die Mitglieder der EUROPA-UNION und auch weitere Europabegeisterte gibt es dieses Wochenende kein attraktiveres Fest als unser traditionelles Europa-Grillen in Untergruppenbach.

Rein ehrenamtlich organisiert und immer dem Potluck-Prinzip folgend, ist es, nicht nur was die Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit betrifft, ein Fest der Superlative, sondern auch ein „Familienfest“ im wahrsten Sinne des Wortes. Für manche, bereits etwas ältere, Teilnehmer ist es zudem ein guter Ersatz des ehemaligen Familienfestes auf dem Gaffenberg.

Und so freue ich mich schon heute auf das morgige Fest. Im Falle, dass jetzt jemand vergessen hat, sich anzumelden, kann er sich heute noch bei mir melden.

Kandidaten

Schon länger gibt es bei der Europäischen Union Staaten, die auf eigenen Antrag und nach einer ersten Überprüfung durch die Regierungschefs der aktuellen EU-Mitgliedstaaten gegebenenfalls einen Kandidatenstatus erhalten.

Mit dem Beschluss des Europäischen Rates von gestern haben wir nun die folgenden Kandidaten: Albanien (2014), Moldau (2022), Montenegro (2010), Nordmazedonien (2005), Serbien (2012), die Türkei (1999) und die Ukraine (2022).

Marokko wurde bereits vor Jahren ganz offiziell signalisiert, dass es nicht Kandidat werden wird, die Schweiz und Norwegen sind am Entscheid ihrer eigenen Bevölkerung gescheitert, Island hat seinen Antrag zurückgezogen und das Vereinigte Königreich ist jüngst erst wieder aus der EU ausgetreten. Georgien hatte nie eine Chance auf einen Kandidatenstatus.

Schaut man sich die Mitgliedstaaten Ungarn, Polen, Tschechien, Slowakei, Bulgarien, Rumänien, Malta und (Süd)Zypern an, dann muss man sich schon fragen, was das Ganze eigentlich soll?

Offiziell, nach den Verträgen der EU, kann jedes europäische Land sich um die Mitgliedschaft bewerben, wenn es die demokratischen Werte der EU respektiert und sich dazu verpflichtet, sie zu fördern.

Genauer gesagt, kann aber ein Land erst dann Mitglied werden, wenn es alle Beitrittskriterien erfüllt:

  • politische Kriterien – es muss stabile Institutionen haben, die Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte gewährleisten können,
  • wirtschaftliche Kriterien – es muss über eine funktionierende Marktwirtschaft verfügen und in der Lage sein, dem Wettbewerbsdruck und den Marktkräften innerhalb der Union standzuhalten,
  • rechtliche Kriterien – es muss die geltenden EU-Rechtsvorschriften und ihre Umsetzung in die Praxis akzeptieren, vor allem die Hauptziele der politischen Union sowie der Wirtschafts- und Währungsunion.

Im Falle, dass wir diese Kriterien tatsächlich ernst nehmen, müssten wir noch weit mehr Mitgliedstaaten wieder vor die Türe setzen als bisher angenommen.

Deshalb und auch in Anbetracht der Tatsache, dass es auch zu keiner weiteren Vertiefung innerhalb der derzeitigen EU kommen wird, wäre es für den Weltfrieden sicherlich besser, wenn wir nicht nur alle oben genannten Staaten aufnehmen, sondern auch noch das gesamte Nordafrika einschließlich sämtlicher Mittelmeeranrainer.

Im Gegenzug müssten wir allerdings dann verhindern, dass es zu einem „Länderfinanzausgleich“, einer „Schuldenunion“ kommt oder eine bewusste Vereinheitlichung der Sozialsysteme angestrebt wird.

Unter diesen Voraussetzungen können sämtliche Mitgliedstaaten versuchen, sich friedlich gegenseitig zu befruchten und mögliche weitere Kooperationen eruieren.

Sehr wichtig ist es dann aber, dass sich darin ein „Kerneuropa“ schnellstmöglich zu einem europäischen Bundesstaat zusammenschließt, wobei spätere Mitglieder nur noch dem Bundesstaat beitreten können, wenn sie auch dessen Verfassung vollumfänglich anerkennen.

Fakten über die EU

Gerne verweise ich hier auf einen entsprechenden Blog-Beitrag aus 2005, den ich auch immer wieder einmal aktualisiere.


Maskerade

10.3.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Vorsicht!

Seit 1917 ist die Welt beständig russischen Aggressionen ausgesetzt. Und bisher scheinen für sämtliche russischen Regime auch keine Regeln zu gelten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass erneut Krankenhäuser bombardiert werden und der Völkermord wieder einmal keine Grenzen kennt. Und wieder einmal gibt es im Westen ausreichend verantwortliche Politiker, die dafür nicht nur volles Verständnis zeigen, sondern auch alles unternehmen, um auch dieses Mal ein russisches Terrorregime ungestraft davon kommen zu lassen — wahrscheinlich so lange, bis es diesen Diktatoren letztendlich gelingt, die freie Welt insgesamt zu unterdrücken.

So muss die ukrainische Regierung jetzt sehr gut darauf achten, dass sie vom Westen nicht in einen „Frieden“ mit der Russischen Föderation gezwungen wird.

Ein akzeptabler Frieden kann nur dann entstehen, wenn erstens die völlige und vollständige Souveränität der Ukraine wiederhergestellt wird, einschließlich der Krim. Zweitens, wenn sämtliche russischen Truppen und Terroristen die Ukraine verlassen haben, auch den Donbass. Drittens, wenn die für den Angriffskrieg verantwortlichen Politiker, wegen diesem und der dabei begangenen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegenüber der Menschheit vor einem internationalen Gerichtshof angeklagt werden und viertens, die Russische Föderation zumindest für alle Schäden und Zerstörungen aufkommt, die der Ukraine entstanden sind.

Sollte es der Westen wieder einmal gestatten, dass Putin erneut ungestraft davonkommt, müssen wir nicht lange darauf warten, bis er seine begangenen Fehler behoben hat und demnächst gleich von Anfang an den Dritten Weltkrieg startet.

Buga-Duscher

Die erfreulichen Nachrichten wollen heute einfach nicht abreißen. Auch wenn ich schon über Monate hinweg nicht mehr so richtig zum Schwimmen komme, was zuvor in Ulm nie ein Problem darstellte, da man dort für Sportler einfach viel bessere Voraussetzungen geschaffen hat, erfreute ich mich jedes Mal beim Spaziergang über die Buga-Duscher, die ganz offensichtlich allgemeine Hoffnung und Freude verbreiten. Und sobald auch das Wetter wieder etwas besser war, kam ich dabei ins Grübeln, ob man die Idee dieser Duscher nicht aufgreifen könne und selber im Neckar seine Runden zu ziehen. Letztes Jahr konnten wir sogar zwei sehr wagemutige und auch gut durchtrainierte Sportler bestaunen, die im Neckar Richtung Neckarsulm unterwegs waren — was meine eigenen Ambitionen dann gleich auch wieder sehr gedämpft hat.

Aber nun zum Erfreulichen, seit gestern sind die Buga-Duscher wieder repariert und stehen nun inmitten der alten Schleusenanalge, um es wohl für unsere Vandalen ein wenig spannender zu machen. Und so freue ich mich schon jetzt darauf, sie in Kürze selbst wieder mit eigenen Augen betrachten zu können. Die Buga-Duscher sind ein Kunstwerk von Christel Lechner, meines Erachtens auch ein sehr gelungenes.

Buga-Duscher 2019
Buga-Duscher 2019 | © Bettina Kümmerle
Buga-Duscher 2022

Archivarbeit

Auch die Reise nach Florenz will vorbereitet sein. So habe ich heute in Stuttgart nach Archivmaterial geforstet, welches wir im April mit nach Florenz nehmen wollen. Die kommenden Tage werde ich dann noch die digitalen Archive sichten und diese für einen Transfer nach Florenz vorbereiten.

Das Gute an unserer Reisegruppe ist, dass diese mich nicht nach exakten Jahreszahlen von Gebäuden oder Personen sowie auch nicht nach dem dritten Vorname eines ganz bestimmten Renaissance-Malers in zweiten Obergeschoss ganz links hinten in den Uffizien fragen werden. Und so bleiben meine diesbezüglichen Vorbereitungen weniger zeitintensiv.

Und für die Archivare in Florenz habe ich dann doch noch das eine oder andere Schätzchen heben können, so dass auch die sich bei ihrer Folgearbeit der Aufbereitung unserer Archive ein wenig freuen werden.

Gemälde des Tages

Andy Warhol: Marilyn Diptych (1962)

Geburtstag des Tages

Val Logsdon Fitch