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Zeitungslektüre

Im Gegensatz zu Büchern sind Zeitungen eine schnelle Möglichkeit, um sich mit Sachverhalten erstmals und anfänglich auseinanderzusetzen und um an erste Informationen zu einem bestimmten Thema zu gelangen. Zudem kann man sich durch die Zeitungslektüre einen guten Überblick verschaffen, was die Welt gerade bewegt.

Auch wenn inzwischen das World Wide Web die Druckerzeugnisse langsam aber sicher zurückdrängt, werden die Zeitungen nicht obsolet, sie wechseln nur das Medium und passen sich diesem auch an.

Am Sinn und Zweck von Zeitungen ändert sich dabei aber nichts, vor allem deshalb, weil diese weiterhin am professionellen Journalismus festhalten und damit eine Mindestqualität von Informationen und auch geteilten Meinungen sicherstellen.

Unsere Meinungs- und Pressefreiheit sowie der Zugang zu Presseprodukten aus der gesamten Welt stellen darüber hinaus sicher, dass es auch für jeden Geschmack und Intellekt passende Angebote gibt – so bleibt uns eigentlich nur die Qual der Wahl.

Ich rate davon ab, sich nur auf eine einzige Zeitung, meist ist es die gleich vor Ort, zu beschränken. Unsere Meinungsvielfalt ist viel zu groß, um in einer einzigen Zeitung abgebildet werden zu können. Auch ist es einer Zeitung nicht möglich, das gesamte Informationsspektrum abzudecken, so dass man durch die Lektüre einer einzigen Zeitung den eigentlichen Vorteil von Zeitungen nicht nutzt.

Schon immer war es auch eine Geldfrage, wie viel unterschiedliche Informationen und Meinungen man erhalten kann, um sich seine eigene Meinung zu bilden.

Durch Internet und World Wide Web hat sich dies längst etwas gebessert, auch wenn „gute“ Informationen und Meinungen auch dort weiterhin ihren Preis haben – aber für einen ersten Überblick hat sich die Nutzung des Internets durchaus zum Vorteil entwickelt.

Weiterhin aber sind es die Bibliotheken und Büchereien, die dem interessierten Leser kostengünstige Pressevielfalt ermöglichen, die jeweiligen Zeitungsarchive, welche inzwischen sehr gut zugänglich sind und umfangreiche Recherchen ermöglichen, und das Zeitungs-Sharing, welches längst nicht aus der Mode ist.

Folgend finden Sie die Zeitungen, welche ich selbst immer wieder gerne zur Hand nehme oder im World Wide Web lese. Wenn Sie in diesen Zeitungen auf Recherchefehler stoßen oder Meinungen von Journalisten finden, die überhaupt nicht mit der Ihrigen in Einklang zu bringen sind, rate ich dennoch inständig davon ab, von einer „Meinungs-, Staats- oder gar Lügenpresse“ zu fabulieren, denn es wäre fürchterlich und für unsere Gesellschaften insgesamt fatal, wenn Sie in den Zeitungen immer wieder nur auf Ihre eigene Meinung und Überzeugung stoßen.

Heilbronner Stimme (Heilbronn)
https://www.stimme.de und https://meine.stimme.de

Die Zeit (Hamburg)
https://www.zeit.de

Frankfurter Allgemeine Zeitung (Frankfurt a.M.)
https://www.faz.net

Süddeutsche Zeitung (München)
https://www.sueddeutsche.de

Neue Zürcher Zeitung (Zürich)
https://www.nzz.ch

Wirtschaftswoche (Düsseldorf)
https://www.wiwo.de

Der Spiegel (Hamburg)
http://www.spiegel.de

Le Monde (Paris)
https://www.lemonde.fr

The Times (London)
http://www.thetimes.co.uk

The Guardian (London)
https://www.theguardian.com

The New York Times (New York)
https://www.nytimes.com

The Washington Post (Washington, D.C.)
https://www.washingtonpost.com

Los Angeles Times (Los Angeles)
https://www.latimes.com
Sobald europäische oder gar Heilbronner Themen hier zu finden sind, gehe ich davon aus, dass diese auch die Welt bewegen.

The New Yorker (New York)
https://www.newyorker.com
Wenn ich etwas mehr Zeit habe und mich in ein Thema vertiefen möchte, dann werde ich hier fündig.

The Economist (London)
https://www.economist.com

Ich hoffe mit meinen Vorschlägen Ihr Interesse etwas geweckt zu haben. Es würde mich dabei freuen, wenn ich Ihnen eine der aufgeführten Zeitungen schmackhaft machen konnte. Das wirklich Schöne an unserer Presselandschaft ist, dass immer noch so viele unterschiedliche Produkte zu finden sind und damit eigentlich für jeden auch das Passende dabei sein müsste.

„When we hear news we should always wait for the sacrament of confirmation.“

Voltaire, Brief an den Comte d’Argental (28. August 1760)
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Politik

Auf die Schnelle

Wir alle, ob Bürger dieses Landes oder Mensch, der, aus irgend welchen Gründen auch immer, hier lebt, zahlen an den Staat Steuern. Um das auf den Punkt zu bringen: selbst ein Obdachloser, der, mit Almosen finanziert, seine Flasche Bier im Supermarkt kauft, zahlt dabei Steuern.

Der Staat benötigt Steuern, um seine originären Aufgaben zu erfüllen und das dafür notwendige Personal zu bezahlen.

Über die beiden folgende Punkt könnte man jetzt durchaus streiten, zum einen, was die originären Aufgaben des Staates eigentlich sind und zum anderen, für wen der Staat diese Leistungen bereithält.

Faktum ist aber, dass der Staat Steuern, Abgaben und Gebühren von uns allen einzieht, um seine Aufgaben sicherstellen zu können, dazu gehört bei uns auch ein Umverteilungsapparat, um die „Schwächeren“ unter uns zu alimentieren.

Ein weiteres Faktum ist, dass Steuern, Abgaben und Gebühren beständig, und dass zudem noch die Staatsschulden in exorbitante Höhen steigen, also unser Staat permanent mehr ausgibt als er einnimmt – auch wenn dies in jüngster Zeit gerne schöngerechnet wird.

Faktum ist auch, dass wir alle darunter zu leiden haben, aber besonders jene, die zu wenig Einkommen besitzen, um sich durch Steueranwälte entlasten zu können, aber zu viel, um selbst in den Genuss von so einigen „Ausschüttungen“ des Staates zu kommen – dies führt zu immer größerem Unmut in unserer Gesellschaft.

Das wesentliche Faktum aber ist, dass der, wie ich ihn in anderen Beiträgen bereits benannt habe, Umverteilungsapparat außer Rand und Band geraten ist und wir längst die Kontrolle darüber verloren haben.

Das bedeutet für uns alle, dass wir immer mehr Steuern, Abgaben und Gebühren zahlen müssen, letztendlich so viel, dass alle unsere Einnahmen und Vermögen an den „Staat“ gehen oder zumindest von ihm kontrolliert werden, und wir dann vom Verteilungsapparat – je nachdem wie wir uns verhalten oder wie wir vom Verteilungsapparat eingeteilt werden – Gelder erhalten, um „leben“ zu können – damit ist der Sozialismus durch die Hintertüre verwirklicht worden.

Der Verteilungsapparat hat den Schuldigen dafür, besser gesagt, den Sündenbock, schon längst ausgemacht, nämlich den Kapitalismus, der bei uns doch alles „heruntergewirtschaftet“ hat. Als nächstes werden es dann noch die freiheitlichen Gedanken sein, welche den Verteilungsapparat an sich in Frage stellen; das sind dann die Revanchisten.

Verstehen Sie mich bitte jetzt nicht falsch: ein Sozialstaat und eine Umverteilung sind notwendig und richtig!

Mein Punkt ist, dass sich die Umverteilung derart ausgeweitet und gestaltet hat, dass ich diese Auswüchse nur noch als Umverteilungsapparat bezeichnen kann, der längst nicht mehr seine ureigensten Aufgaben erfüllt, aber dafür unser Gesellschaftssystem insgesamt in Frage stellt.

Was wäre zu tun?

Wir Bürger müssen wieder die Kontrolle zurückgewinnen, dazu gehört in erster Linie die Kontrolle über die Staatsfinanzen.

Nicht der Staat kontrolliert dabei unsere Finanzen, demnächst sogar durch die digitale Währung, die uns völlig gläsern macht, wobei wir dies auch noch durch neue Gebühren bezahlen müssten, sondern wir alle müssen kontrollieren können, wie viel „unser“ Staat einnimmt (hic: Soli) und vor allem dann auch, für wen oder was er unsere Gelder ausgibt.

Um die Kontrolle zurückerlangen zu können, müssen wir in erster Linie dafür sorgen, dass der Personalkörper des Umverteilungsapparats möglichst klein gehalten wird.

Dazu müssen wir die Institutionen des Apparats zusammenführen und reduzieren, und zudem die Verknüpfung von staatlichen und privaten Hilfen wieder auftrennen.

Dazu müssen wir es auch aushalten, dass die uns allen so lieb gewonnenen „Hilfen“, wie z. B. Baugeld, Kindergeld, Solarzulage, Pendlerpauschale zumindest auf den Prüfstand gestellt werden.

Dies wird sicherlich von uns allen dann mehr Engagement und Verantwortung verlangen, aber es wird uns langsam aber sicher wieder die Kontrolle über unseren eigenen Staat zurückgeben, und dann auch ganz neue Möglichkeiten, z.B. wie wir selber glauben, uns und jenen unter uns, die weniger Glück hatten oder auch nur weniger Engagement zeigten, absichern zu müssen.

Denn wir Bürger leben nicht für den Staat! Wir leben für uns, und der Staat ist dabei ein Werkzeug, um unser aller Leben möglichst angenehm zu machen – nicht umgekehrt.

„There will never be a really free and enlightened State until the State comes to recognize the individual as a higher and independent power, from which all its own power and authority are derived, and treats him accordingly.“ 

Henry David Thoreau, On the Duty of Civil Disobedience (1849)