Blitz

Wilde Weiber 5 (3)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ob bereits in der Bibel bei „Adam und Eva“ oder jüngst in der USA, es sind immer „wilde Weiber“ die dafür sorgen, dass ein vernünftiges Miteinander nicht mehr möglich ist.

Ein Ayatollah Khomeini wäre ohne schreiende Weiber nie möglich gewesen; das heutige Afghanistan ebenfalls nicht.

Ohne wilde Weiber wäre ein Donald Trump in den USA als Präsident nicht denkbar.

„Grab ’em by the pussy“ und man ist zumindest Spitzenkandidat bei den Republikanern. Aber nicht doch! die Republikaner sind alles andere als ein völlig antiquierter Männerverein!

Unzählig die Groupies von Donald Trump.


Internetpräsenz

26.6.02023 5 (1)

Beitragsfoto: Internetpräsenz | © Gerd Altmann auf Pixabay

Untreue

Sehr positiv nehme ich eine Aktion der Staatsanwaltschaft Heilbronn zur Kenntnis, die nun gegen den Bürgermeister von Widdern ermittelt. Der Sachverhalt war bereits schon mehrfach Thema hier im Weblog. Und zudem hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen seine Stellvertreterin aufgenommen. Wenn man jetzt noch die Gemeinderäte mit zum Verhör einbestellt, dann könnten wir Bürger wieder verstärkt daran glauben, dass wir nicht in einer reinen Bananenrepublik leben.

Anscheinend hat der Landrat bisher nur mit einer Rüge auf die sinnlose Verschwendung von über 200 000 Euro an Steuergeldern reagiert. Sollte sich nun der Verdacht erhärten, dass es sich hierbei nicht alleine um völlige Inkompetenz und Dummheit sämtlicher Beteiligten handelt, sondern diese Steuerverschwendung zudem den Tatbestand zumindest der Untreue erfüllt, dann sollte der Landrat zudem einmal in seiner eigenen Behörde aufräumen bevor sich die Bürger anfangen zu fragen, warum man überhaupt noch ein Landratsamt benötigt.

Wochenstart

Der Start in die Woche wurde mir mit einer Vorlesung versüßt, die ich dieses Mal mehr als eine Art von Übungsstunde abgehalten habe. Morgen habe ich dann meine letzte Vorlesung des Semesters und bin schon mächtig gespannt darauf, wie sich „meine“ Studenten dieses Mal schlagen werden. Für jene, die fast an allen Vorlesungen teilgenommen haben, müsste das Bestehen der kommenden Klausur eine persönliche Verpflichtung sein. Und so freue ich mich jetzt schon auf das Schlussgespräch mit Detlef Stern — wenn die Kaffeemaschine funktioniert, dann vielleicht sogar mit einem Käffchen.

Den Anfang der Woche machte dieses Mal allerdings wieder eine Fahrt mit dem meseno Bus. Immer wieder eine nette Gelegenheit, um zu gucken wie sich die durchfahrene Landschaft langsam aber sicher verändert. Inzwischen kann man schon ganz gut erkennen, wie der neue Gebäudekomplex der Schwarz-Gruppe einmal aussehen wird.

Ungleichheit

Schon vor längerer Zeit haben die weiblichen Vertreter des Homo sapiens eine ganz eigene Spielwiese erhalten. Entgegen aller landläufigen Beteuerungen und auch dem allgegenwärtigen Geschwurbel über die Gleichheit der Geschlechter, war es für unsere Damen und Mädchen einfach besser, wenn sich diese zumindest im Sport in eigenen Ligen versammelten. Und so konnte man gleichzeitig das alte und sehr bewährte Motto „gleiche Belohnung für gleiche Leistung“ aushebeln und umdefinieren. Leider hatte dies bisher noch nicht ganz absehbare Folgen für alle unsere Gesellschaften.

Diese beim Sport festzementierte Ungleichheit wird nun aber immer öfters selbst vom weiblichen Geschlecht in Frage gestellt, besonders seit die Damen und Mädchen auf ihrer eigenen Spielwiese Konkurrenz erhalten. Denn inzwischen ist auch das biologische Geschlecht reine Ansichtssache und sich dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlende Menschen wollen sich nun nicht mehr länger aus dem Klub der Damenligen ausschließen lassen. Sie wollen das ihnen zustehende Recht in Anspruch nehmen und einfach nur gewinnen.

Nun steht zu befürchten, dass zumindest im Spitzensport oder dort, wo es sonst noch mit dem Sport Geld zu verdienen ist, bald keine, von Geburt an unstrittigen, weiblichen Sieger mehr geben wird.

Interessanter Weise kämpfen jetzt immer mehr Damen darum, diesen „nichtechten“ Frauen die Spielwiese des Frauensports zu verwehren. Und noch interessanter, diese Damen und Mädchen bestehen nun selbst darauf, dass es ausreichend körperliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, die eine Trennung im Sport nicht nur rechtfertigen, sondern regelrecht verlangen — schon alleine um der Gleichheit vor dem Gesetz sowie der Gerechtigkeit willen.

Das Spannende daran ist, dass gerade jene, die aus durchaus nachvollziehbaren Gründen heraus eine Trennung im Sport für notwendig erachten, diese Trennung wiederum auf dem Gebiet, wo es tatsächlich um nicht weniger als um Leben und Tod, wenn nicht gar um die Existenz des eigenen Landes geht, dann von diesen besagten guten Gründen überhaupt nichts mehr wissen möchten.

Das Optimum von Schizophrenie ist erreicht, wenn Frauen mit Männern nicht in der selben Fußballmannschaft spielen dürfen aber diese und dann meist noch in den weniger sportlichen Versionen (meine Erfahrung in mehr als 30 Jahren) mit ihren männlichen Kameraden das Schlachtfeld betreten sollen — zumindest aber müssen ihnen die höchsten militärischen Ämter offen stehen.

Und wie man nun erkennen kann, geht es sowohl im Sport wie auch im echten Leben nicht um Gleichheit oder Gerechtigkeit oder gar um Vernunft, sondern alleine darum, dass sich bestimmte Gruppen auf Kosten anderer Vorteile verschaffen wollen — und wenn dabei auch das gesamte Land zugrunde gehen sollte.

Dabei wäre es doch so einfach: man teilt in Sport und Spiel sowie auch im richtigen Leben und besonders beim Militär alle Menschen in Leistungsgruppen ein. Und wenn eine Frau die Leistung wie ein Gerd Müller oder gar ein heutiger Profi-Fußballer erbringt, dann gehört sie auch in dessen Mannschaft.

Beim Militär käme noch hinzu, dass alle Soldaten gleich behandelt werden müssen und man es sich gerade dort nicht leisten kann, um z. B. unterschiedliche Toiletten, Duschräume, Schlafräume oder besonderes Essen vorzuhalten.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass Streitkräfte sich nicht am Minimum orientieren können, sondern stets das Maximum anzustreben haben, zumindest wenn sie für sich den Anspruch erheben auch siegreich sein zu wollen.

Sollten Sie mir jetzt darauf antworten wollen, dann ersparen Sie mir zum einen bitte den Quatsch mit dem „Emotionalen“, welches männlich dominierten Streitkräften angeblich insgesamt fehlen würde, oder dass Frauen viel humaner töten als ihre männlichen Kameraden. Und zum anderen, dass die heutige Technologie körperliche und geistige Unterschiede von Menschen ausgleichen würde. Denn auch ein Rennbob fährt mit einem guten Sportler schneller als mit einem schlechten!

„What we should desire to find out is the individual quality of the individual man [Mensch].“

Theodore Roosevelt, message to the U. S. Congress (1905)

Der Eintänzer

Der Eintänzer 5 (3)

Bevor jemand gleich etwas in den falschen Hals bekommt, es geht hier nicht um die Hafenstraße und auch nicht um ein paar bekannte oder weniger bekannte Etablissements, sondern einzig und alleine um die jüngste Aufführung des Theaterschiffs Heilbronn.

Das Theaterschiff lädt seit dem 24. September 2022 zu einer musikalischen Zeitreise in die „Goldenen Zwanziger“ ein — welche nun auch schon wieder einhundert Jahre zurückliegen. Vom damaligen Gassenhauer bis zum Charleston ist alles dabei, und ich bin mir ziemlich sicher, dass alle, die etwas älter als ich sind, die meisten dieser Lieder ohne große Probleme mitträllern könnten.

Ich hatte das große Vergnügen und konnte bereits die Generalprobe am 17. September 2022 miterleben und war sofort von dieser Eigenproduktion des Theaterschiffs begeistert. Deshalb ließ ich es mir auch nicht nehmen und besuchte sogleich die Aufführung am 30. September 2022. Und weil es so schön war, haben wir uns zudem Karten für die Galavorstellung „Der Eintänzer“ am 29. Oktober 2022 gekauft. Zumindest bis dahin muss es meine bessere Hälfte ertragen, wenn von mir Songs wie „Was kann der Siegesmund dafür …“ oder „Ich bin von Kopf bis Fuß …“ durch die Wohnung hallen.

Das große Thema dieses Theaterstücks ist das Bedürfnis nach Vergnügen und Unterhaltung in der für die meisten damaligen Menschen sehr schweren Zeit der heute so genannten Goldenen Zwanziger — im Nachhinein betrachtet, kann man auch der größten Strapaze etwas Positives abgewinnen.

In diesen Jahren suchten die Frauen verstärkt ihre Position in der Gesellschaft und kämpfen um die Gleichberechtigung (nicht um Gender-Sternchen), welche sie sich selbst in den bereits zurückliegenden Kriegsjahren mehr als erarbeitet hatten, und alle, ob Mann oder Frau versuchten zwischen zwei Weltkriegen schlicht und einfach nur am Leben zu bleiben. Und jene, die sich nicht einfach nur mit Alkohol und Drogen betäubten, auch ein kleines Stück Sonnenschein zu ergattern.

Und so dürfen im „Der Eintänzer“ heute noch bekannte Lieder wie „Kann denn Liebe Sünde sein“, „Wir sind von Kopf bis Fuß“, „Wochenend und Sonnenschein“, oder gar „Die Männer sind alle Verbrecher“ nicht fehlen. Mein ganz persönliche Favorit des Abends ist das Lied „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, welches 1930 von Friedrich Hollaender für den Film „Der blaue Engel“ komponiert wurde. Im Film wurde das Lied von Marlene Dietrich in ihrer Rolle der Lola Lola gesungen. Gleich hinter der Interpretation von Marlene Dietrich dürfte nun die Interpretation der drei Schauspielerinnen des Theaterschiffs Agnieszka Bonomi, Cosima Greeven und Beatrice Kaps-Zurmahr kommen.

Aber auch der Mann in der Runde, Markus Streubel, überzeugt das Publikum auf ganzer Linie. Seine Aufführung von „So ein Regenwurm hat’s gut“, ein Lied, welches die meisten noch von Heinz Rühmann kennen, will mir einfach nicht mehr aus dem Kopf.

Agnieszka Bonomi, Cosima Greeven, Beatrice Kaps-Zurmahr und Markus Streubel | © Theaterschiff Heilbronn


Im Schiffsbauch des Theaterschiffs, welcher übrigens Platz für 123 zahlende Zuschauer hat, wird das Publikum in ein kleines Café der 1920er-Jahre entführt. Cosima Greeven als Josephine hat das Lokal aufgebaut und ihr Personal sind zugleich die Künstler; da sind Agnieszka Bonomi als Mizzi, der „Augenschmaus für die Herren“, welche aber allesamt bei ihr auf die Taschenuhr achtgeben sollten, und die Zigarettenverkäuferin Beatrice Kaps-Zurmahr als Anneliese mit leicht krimineller Vergangenheit und natürlich Markus Streubel als Max, der Eintänzer, der für die Damen dienstbar auf dem Tanzpodium steht.

Die Spanne der Lieder reicht von Walter Kollo, Leo Fall und Ralph Benatzkx über Kurt Weil, Mischa Spolianski, Friedrich Hollaender, Rudolph Nelson bis hin zu Hanns Eisler mit Texten von u. a. Kurt Tucholsky und Bertolt Brecht.

Das Stück wurde von Christian Marten-Molnár inszeniert, der es sich u. a. auch nicht nehmen ließ, um dem Gassenhauer „Wochenend und Sonnenschein“ eine ganz neue Wendung zu geben. Die musikalische Leitung hat Andreas Benz.

Für die Kostüme übernimmt Katharina Flubacher die Verantwortung, und ich finde, sie hat ihren Job richtig gut gemacht. Bleibt noch anzumerken, dass das gesamte Stück nicht nur mit wunderbaren Liedern, sondern auch noch mit rasanten Kostümwechseln aufzuwarten hat. Und wer das Glück hat, dieses Stück mehr als einmal zu sehen, dem fällt auch auf, dass es dabei — gewollt oder ungewollt — zu Verwechslungen kommt.

Last but not least möchte ich noch das Team um Jochen Wieland erwähnen, das die gastronomische Betreuung des Abends vorzüglich und sehr professionell übernimmt.

Wie schon gesagt, ich habe die ersten beiden Aufführung des Stücks in vollen Zügen genossen und freue mich schon jetzt auf die Galavorstellung mit Life-Musik. Ich kann allen meinen Lesern dieses Theaterstück nur wärmstens empfehlen und fände es wirklich mehr als schade, wenn bei den kommenden Aufführungen auch nur ein einziger Stuhl unbesetzt bleibt!

Deshalb finden Sie hier gleich den aktuellen Spielplan und ich rege zudem an, dass Sie sich sogleich auch eine Karte für eine der Aufführungen sichern — Sie werden es nicht bereuen!

Spielplan des Theaterschiffs Heilbronn

„Die Männer sind alle Verbrecher
ihr Herz ist ein finsteres Loch
hat tausend verschied’ne Gemächer
aber lieb, aber lieb sind sie doch“

Rudolf Bernauer & Rudolph Schanzer, aus der Operette „Wie einst im Mai“ (4.10.1913)