Ronald Reagan Zitat

13.6.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Zitat von Ronald Reagan

Dienstpflicht

Meine Einstellung zur Dienstpflicht dürfte den regelmäßigen Lesern dieses Weblog bereits bekannt sein. Wenn unsere Politik jemals wieder in der Lage sein wird, Pflichten — jüngstes Stichwort: die COVID-19 Impfpflicht — auch durchzusetzen, dann ist eine Dienstpflicht für alle Bürger dieses Landes, egal welchen Geschlechts, Religion oder geistigem wie auch körperlichem Zustands, nur zu empfehlen.

Deshalb sollten allen Bürger wischen 16 und 18 Jahren ausdrücklich gemustert werden und damit auch den jungen Mitbürgern wohl erstmals auch ein realistisches Bild über ihre eigene Leistungsfähigkeit vermittelt werden.

Und nach erfolgter Musterung müssen alle Bürger bis zum 21. Lebensjahr ihre Dienstpflicht auch antreten. Die besten werden für den Militärdienst gebraucht und danach werden die anderen Dienste, wie Polizei, Feuerwehr, technisches Hilfswerk oder Rettungs- bzw. Pflegedienste bedient.

Sollte einer der für den Militärdienst geeigneten Mitbürger sein Gewissen entdecken, dann wird diesem die Möglichkeit gegeben, dieses im Pflegedienst zu beruhigen. Auf jeden Fall aber muss verhindert — schon alleine wegen der Gleichheit — werden, dass sich manche „bessere“ Bürger in Sonderverwendungen, wie etwa Praktikant an der Botschaft in New York, absetzen oder ganz von der Dienstpflicht befreit werden.

Und auch bei 100 % körperlich oder geistig Eingeschränkten muss ebenfalls sehr restriktiv vorgegangen werden, da es den Mitbürgern schwer zu vermitteln ist, wenn ein „Schwerstbehinderter“ keine zwei Jahre später Sieger bei den Olympischen Spielen oder einer Weltmeisterschaft oder gar als Fußballprofi unter Vertrag genommen wird.

Wir erinnern uns, jede Demokratie lebt ganz besonders vom Vorhandensein von Gleichheit vor dem Gesetz und der Solidarität untereinander.

Gäubahn

Es ist erfreulich, dass nun doch so einige Betroffene aufgewacht sind und die Bedeutung der Gäubahn so langsam aber sicher erkennen. Diese ist, so wie die Frankenbahn als deren Fortführung auch, nicht nur für den lokalen Verkehr (Nahpendler), sondern auch für den europäischen Fernverkehr von Bedeutung.

Deshalb war es schon immer abwegig, diese nur zum Flughafen Stuttgart umzuleiten und damit aus der Verkehrsachse Berlin – Mailand zu nehmen. Die Gäubahn muss dringend als ein Teil der Verkehrsachse Nord-Süd bestehen bleiben. Und so ist es ebenfalls abwegig, diese vorerst am Flughafen enden zu lassen, nämlich so lange bis in ein paar Jahren bzw. Jahrzehnten eine Weiterführung bis zum Hauptbahnhof realisiert werden wird.

Und da man Stuttgart 21 bereits seit mehreren Jahrzehnten plant, sollte man nicht von einem Planungsfehler als Ursache allen Übels sprechen. Da die Gefahr nun allen bekannt ist, sollte man damit beginnen, diese jetzt auch zu bannen!

Wochenstart

Der Start in die Woche begann bereits gestern mit einem gelungenen Übungstanzabend. Klaus Brenner konnte uns dabei den einen oder anderen guten Tipp geben. Danach laß ich noch die lange Woche von Detlef Stern, die dieses Mal eine ganz andere ist; wobei es nun offensichtlich ist, dass „lang“ in diesem Sinne nicht das Gegenteil von kurz ist.

Leider musste ich spät Abends dann noch unser Europa-Grillen um eine Woche verschieben, sehr unglückliche Umstände machten dies erforderlich, was mir wieder einmal vor Augen führte, wie kurz unser Leben, spätestens in der Nachbetrachtung, eigentlich ist.

Heute Morgen durfte ich dann wieder einmal den meseno-Bus fahren und machte damit eine kleine Tour durch den nördlichen Landkreis. Dabei konnte ich den einen oder anderen Baufortschritt bestaunen und die Straßenmeistereien bei ihrer Arbeit.

So kann ich alles in allem von einem guten Wochenstart berichten, der darauf hoffen lässt, dass der Rest der Woche ebenfalls spannend und unterhaltend bleibt.

Artikel des Tages

Specifying Spring ‘83 von Robin Sloan (Juni 2022)

Der Vorteil, wenn man andere Blogs liest, ist, dass man auf Dinge hingewiesen wird, die einem ansonsten entgangen wären. Auch uns Studenten wurde an der Uni bereits 1984 eine eigene Internet-Adresse angeboten. Was wiederum dazu führte, dass ich einen eigenen Telefonanschluss in meiner Studentenbude benötigte. Und mir dann noch ein Telefon in Form einer Micky Mouse zulegte. Dies alles gepaart mit einem Schneider Rechner zeigte, wie bunt und spannend Technologie eigentlich sein kann. Leider geht der Trend aber immer in Richtung Uniformität; wobei doch alle aber immer möglichst individuell sein möchten.


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

21.1.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Nachrücker

Ein Instrument zur Gewinnung von Abgeordneten, welches bereits seit Längerem in der Kritik steht und ursprünglich den Sinn hatte, dass, im Falle des Ausscheidens oder Nichtverfügbarseins eines gewählten Kandidaten, ein Ersatzkandidat in die Presche springt. Auf Bundesebene ist der Nachrücker der erste nicht gewählte Kandidat, der auf der jeweiligen Landesliste der entsprechenden Partei steht. Auch in den Gemeinderäten, zumindest in Baden-Württemberg, wird nach diesem Prinzip verfahren.

Dabei kann es aber durchaus zu der Situation kommen, dass gerade dieser Nachrücker dann doch nicht zur Verfügung steht, und deshalb der nächste zum Zuge kommt — für Parteien eine Möglichkeit, am Wählerwillen vorbei zu arbeiten.

Eine weitere, gut gemeinte Möglichkeit, wurde anfangs von den Grünen praktiziert, die ihre Abgeordneten nach einem Rotationsprinzip mit der entsprechenden Zahl von Nachrückern in den Bundestag schickten und ihre Abgeordneten in der Mitte der Legislaturperiode ablösten. Damit wollten sie tatsächlich dem, von mir bereits des öfteren angeprangerten, Berufspolitikertum vorbeugen. Auch mit dieser gut gemeinten Idee sind sie glorios gescheitert und inzwischen ganz genau zu dem geworden, was sie eigentlich abschaffen wollten!

Die Nachrückerei wird allerdings bei uns auf Landesebene und im Europäischen Parlament noch wesentlich stärker von den Parteien instrumentalisert, in dem diese hinter jeden Kandidaten immer einen Zweitkandidaten stellen, der dann zum Zuge kommt, wenn der gewählte Kandidat sein Wahlamt nicht mehr ausüben möchte oder kann.

Hierbei hat es sich bei den Parteien eingebürgert, dass sie hinter ihre „Zugpferde“ gerade jene Kandidaten stellen, die vom Wähler niemals gewählt werden würden, aber dann von den Parteien während einer Legislaturperiode als Zweitkandidaten inthronisiert werden. Gerade können wir bei uns wieder genau so einen Fall miterleben.

Und mit diesem „Amtsbonus“ versehen, haben diese dann bei der kommenden Wahl die Chance, vom Wähler doch noch gewählt zu werden. Anfangs konnte man gut mitverfolgen, wie solche Nachrücker bei erstbester Gelegenheit wieder abgewählt, aber von den Parteien dann erneut als Nachrücker ins Parlament verfrachtet wurden — inzwischen haben die Wähler offensichtlich resigniert und wählen jetzt einfach denjenigen, der von den Parteien als Kandidat angeboten wird — ganz egal, ob einem der Kandidat passt oder auch nicht.

Auf jeden Fall wäre es für unsere Demokratie von großem Vorteil, wenn man die „Nachrückerei“ vereinheitlicht und sich dabei auf die Gepflogenheiten bei den Gemeinderats- und Bundestagswahlen einigt.

Nicht nur ich bin davon überzeugt, dass dies für den Wähler wesentlich transparenter ist, und auch den Wählerwillen insgesamt besser berücksichtigt.

Aufräumen

Meiner jüngsten Aufräumaktion sind gleich mehrere Dinge zum Opfer gefallen, so habe ich u. a. meine Reddit, Pinterest, Tumblr und Instagram-Konten gelöscht. Damit sollte ich mir doch ein wenig mehr Freizeit verschafft haben. Detlef Stern hat dies wohl „gerochen“ und gleich ein Update seines Zettelstores (0.2) herausgebracht.

So habe ich für dieses Wochenende doch wieder ein wenig „Spielzeit“ eingeplant und werde mir wohl dabei an den .meta Dateien die Zähne ausbeißen — „Jedem Tierchen sein Pläsierchen!“

Some are more equal than others

Ob in der Kirche oder in der „hohen Politik“ trifft George Orwells Aussage „All animals are equal but some are more equal than others“ immer öfters voll und ganz zu, nämlich, dass es bei uns Mitbürger gibt, bei denen unsere Gesetze einfach keine Anwendung mehr finden und damit für diese Personengruppe ihre Gültigkeit verloren haben.

Vielen Bürgen bleibt einzig und alleine wohl nur noch übrig, aus den Kirchen auszutreten und auch, langsam aber sicher, keinen politischen Parteien mehr beizutreten.

Damit zementieren diese Bürger aber gerade die neuen Machtverhältnisse, denn gerade jene Mitmenschen, die sich besser als die anderen fühlen und weiterhin keinen einzigen Grund aufweisen können, warum sie das denn überhaupt sein sollen, werden sich gerade in diesen Institutionen, wie den Kirchen und Parteien, sammeln und alleine zu ihrem Eigenwohl organisieren.

Einzig eine unabhängige Justiz könnte jetzt noch dafür sorgen, dass zumindest, was unsere Gesetze angeht, wir Menschen alle gleich sind.

Der Gott unserer Kirchen hat sich da offensichtlich bereits schon festgelegt: alte Kirchenmänner dürfen alles und kleine Kinder zählen nichts.

[Übrigens, George Orwells Todestag jährt sich heute zum 72 Mal.]

Musikalbum des Tages

Meat Loaf, Bat Out of Hell (1977)

Geburtstag des Tages

Ludwig Thoma


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

25.6.02021 5 (3)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Plausch

Beim heutigen Spaziergang, den Thomas Aurich getroffen. Wir unterhielten uns darüber, wie man Heilbronn für Studenten attraktiver gestalten könnte. Ich dachte dabei an bekanntere Professoren und spannende wissenschaftliche Theorien, er richtigerweise an ein attraktiveres Umfeld, wie z. B. eine neue Hafenloft-Disco oder gar eine Neckar Surferwelle ähnlich der Eisbach Surferwelle in München. Diese könnte ich mir ganz gut dort vorstellen, wo vor ein paar Jahren noch die Slalomstrecke für Kajakfahrer war.

Homophobie

Dass sich gerade die Ungarn um Viktor Orbán herum so homophob geben, kann ich nun gar nicht nachvollziehen, denn nicht nur seine engsten Vertrauten, wie z. B. Jozsef Szajer sind zumindest als Privatpersonen gegenüber anderen Menschen jeglichen Geschlechts und sexueller Orientierung sehr viel offener als vermutet und zudem allem Neuen gegenüber sehr aufgeschlossen. Und neben Brüssel gilt auch die ungarische Hauptstadt Budapest inzwischen als Eldorado für Schwule, die sich gerne in den renommierten Bädern der Stadt treffen und dabei enge Beziehungen zur lokalen Szene pflegen. Orbáns Aktionen und Gesetzesinitiativen stehen damit im völligen Gegensatz zur Aufgeschlossenheit und Weltoffenheit Budapests und dem Großteil seiner Bevölkerung. Noch schlimmer ist es aber, dass doch so einige Initiatoren wie auch Gesetzgeber dieses „Gesetzes zur Einschränkung von Informationen über Homosexualität und Transsexualität“ damit ihre ureigenen sexuellen Neigungen völlig negieren! Für mich ein Beweis, wie ernst es bereits um die ungarische Demokratie im allgemeinen und die mentale Gesundheit der ungarischen Politiker im besonderen steht. Selbsthass war noch nie eine gute Idee!

Hochzeitstag

Wenn man schon den eigenen Hochzeitstag verbummelt, dann kann man gleich auch noch einen Blogbeitrag schreiben; da meine bessere Hälfte für mich auch die bestmögliche Ehefrau ist, muss ich zudem mit keinen ernsten Konsequenzen rechnen und darf mich über meine soziale Inkompetenz selber ärgern. Inzwischen weiß ich selbst nicht einmal mehr, wie viele der inzwischen 28 Hochzeitstage ich bereits verbummelt habe, bin mir aber sicher, dass wir davon doch den einen oder anderen gemeinsam zu spät zur Kenntnis nahmen — beim heutigen ist dies aber nicht der Fall — und uns beide im Anschluss köstlich darüber amüsierten. Vor allem dann, wenn man extra um den Hochzeitstag herum Urlaub plant und danach feststellen muss, dass der Urlaub zwar sehr schön war, der Hochzeitstag dabei aber keine Rolle spielte.

Website des Tages

ILGA World – The International Lesbian, Gay, Bisexuel, Trans and Intersex Association

Aus gegebenem Anlass verknüpfe ich hier einmal die Website des Weltverbandes für Damen und Herren, sowie alle dazwischen, welche sich nicht als hetero- oder asexuell bezeichnen.

Geburtstag des Tages

George Orwell

In erster Linie wird Orwell allen als Autor von „Farm der Tiere“ und „1984“ bekannt sein. Für mich kommt noch hinzu, dass er ein Europäischer Föderalist der ersten Stunde war, der sich kurz darauf allerdings zu einem Fatalisten entwickelte.