Blitz

Rückzug 5 (7)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Nachdem man nun feststellen konnte, dass die US-Wirtschaft nicht groß und stark genug ist, um gleich von drei kriminellen Clans, der Trump-Familie, der GOP und Elon Musk, ausgeplündert zu werden, hat man sich darauf geeinigt, dass der Clan, welcher ohne eine Regierungsbeteiligung die größten Überlebenschance hat, nun ein wenig kürzer tritt.

Wie wir es nun weltweit lesen können, wird sich Elon Musk wieder mehr auf seine eigenen Firmen konzentrieren.

Und bald dürfen wir es selbst erleben, wie wir allesamt hocherfreut wieder die Tesla-Häuser stürmen und den Laden leerkaufen und wer sich tatsächlich von X abgemeldet hatte, wird sich nun schnell wieder beeilen, um Teil der Musk-Community zu werden.

Wir Menschen sind schon ein lustiges Völkchen. Erst lassen wir uns bis aufs letzte Hemd von einem Verbrecher ausnehmen und sobald dieser, weil er uns nichts mehr wegnehmen kann, von uns ablässt, wir ihn wegen seiner Nettigkeit noch mehr anhimmeln.

Ich habe bisher immer über geprügelte Ehefrauen, die bis zum Schluss an ihrem ganz persönlichen Monster festhalten, den Kopf geschüttelt.

Nun stelle ich fest, wir alle sind keinen Deut besser!


Windows

26.5.02025 4.9 (9)

Beitragsfoto: Fenster

Vermischtes

Mit öffentlichen Anzeigen hat man es so in unserer Stadt. Ein Running Gag dabei die öffentlichen Uhren, die inzwischen von einer Werbeagentur betrieben werden und nur alle Schaltjahre einmal die Zeit ansagen — das mit der Technik ist ohne KI und Blockchain einfach eine viel zu große Herausforderung. Und wer benötigt bei uns noch Uhren, die Deutsche Bahn auf alle Fälle nicht.

Dafür gibt es immer mehr digitale Werbetafeln an unseren Kreuzungen, was sicherlich nicht gut für den fließenden Verkehr ist. Wobei, auch dies ist noch ausbaufähig — mit KI versteht sich — und man bekommt zukünftig die Werbung während einer roten Ampelphase in die eigene Windschutzscheibe oder das Smartphone eingespielt. Nach einer entsprechenden Werbepause darf man dann weiterfahren oder als Fußgänger die Ampel überqueren — ich sollte mir diese Idee patentieren lassen!

Was mich jetzt wieder zum Wochenende zurückführt, da unser Hauptfriedhof immer mehr Platz bietet und zudem ganz neue Besuchergruppen erschließt, könnte die Stadt diesen doch an eine Werbeagentur vermieten. Und wenn man dann doch einmal seine Familie dort besucht, gibt es zuerst eine Werbeeinblendung, bevor man zur Gießkanne greifen darf — geht doch beim ÖRR auch ohne jegliche Probleme; man verlängert jetzt sogar die Tagesschau, damit man dort noch mehr Werbung unterbringen kann.

Wochenstart

Erfreulich der heutige Start in die Woche. Ich kam mit einem vollgefüllten meseno-Bus von meiner montäglichen Runde zurück. Und das ist es, was zählt. Unterwegs wunderte ich mich erneut über die Fahrkünste mancher Autofahrer. Da ich es immer öfters beobachten kann, dass Autofahrer, bevor sie links oder rechts abbiegen, erst einmal in der Gegenrichtung ansetzen und dabei gerne auch noch die Nebenspur nutzen, frage ich mich nun, an welcher Heilbronner Fahrschule man so etwas lernt. Ich wette, dies ist dieselbe Fahrschule in der man lernt, dass wenn man falsch herum in eine Einbahnstraße einfährt, man so beschleunigt, um noch vor dem Gegenverkehr wieder abbiegen zu können. Solche abenteuerlichen Manöver kann man ganz gut in der Wilhelmstraße beobachten.

Als man vor ein oder zwei Jahren in einem größeren Verteilerzentrum die Lkw-Ein- und Ausfahrt neu gestaltete, fragte ich mich bereits, ob die verantwortlichen Planer bzw. Bauausführer jemals in einem Lastwagen gesessen sind. Wie man es nun ganz gut sehen kann, hatten diese ihre Expertise sicherlich beim Anlegen von Radwegen erworben. Ich staune auf alle Fälle jedes Mal darüber, wie professionell manche Berufskraftfahrer diese Herausforderung stemmen — dass dies nicht immer geschieht, lässt sich allerdings nun nicht mehr verheimlichen, trotz bereits mehrerer erfolgter Nachbesserungen.

Gemischt mein Gefühl bei den heutigen Telefonaten und dem E-Mail-Verkehr mit städtischen Mitarbeitern. Manchmal wähnt man sich in einer echten und modernen Großstadt, aber dann trifft man wieder auf jene Mitarbeiter, die bereits im vorletzten Jahrhundert allgemein als altbacken und störend empfunden worden wären. Wenn man diese endlich identifiziert hat, hilft es auch nichts, man muss sich wohl oder übel in sein Schicksal ergeben und Dinge tun oder veranlassen, die selbst eine Queen Victoria zum Erröten gebracht hätten. Und so werde ich morgen wieder einmal extern Unterlagen einholen müssen, die sich bereits im städtischen Gewahrsam befinden, nur um meinen Teil dazu beizutragen, dass sich mancher Zeitgenosse gebraucht und halbwegs wichtig fühlt.

Die überbordete Bürokratie ist keine Mähr, sie trifft wirklich jeden. Nur manche von uns sind wohlhabend genug, um sich ganze Kanzleien zu leisten, die diese völlig unnötigen Behördengänge für sie übernehmen — aber auch so kann man ganze Gesellschaften in Lohn und Brot bringen, man darf sich halt nicht wundern, wenn zum Schluss nur noch Schulden übrig sind.

Und wenn ich dann all dies Unnötige zum Wohlgefallen meiner Mitmenschen erledigt habe, kann ich mich hoffentlich endlich den Dingen widmen, die wirklich wichtig und existenziell sind.

Wochenende

Die größte kleine Freude hat mir ganz unverhofft Donald Trump bereitet, nämlich als er Wladimir Putin nun wie folgt beschrieb: „He has gone absolutely CRAZY!“ Denn da musste ich sofort an Martin aus Dracula (1931) denken.

„They’re all crazy. They’re all crazy except you and me. Sometimes I have my doubts about you.“

MArtin

Was ganz gut zu einem gestrigen Artikel in der New York Times passt, der untersuchte, woher die GOP-Wähler eigentlich kommen. Mit großer Masse sind es weiterhin die abgehängten und unterbelichteten Volksteile, die Totalitaristen wählen — dies und jenseits des Atlantiks. Und so passt es auch, dass CDU-Politiker inzwischen als Unabhängige antreten, wenn sie in Großstädten gewählt werden wollen, zumindest in jenen, wo man noch mit einer Mindestbildung rechnen kann. Aber auch dort sind offensichtlich die Bürger bereits so wenig belichtet, dass sie diesen Schwindel ohne Wenn und Aber mitmachen und nun einen CDU-OB haben.

Vielleicht ist es aber inzwischen zwingend notwendig, dass man zumindest CRAZY sein muss, falls man nicht völlig unterbelichtet ist, um noch gewählt zu werden. Anzeichen von Vernunft oder gar Rückgriffe auf Fakten gefährden in Zeiten digitaler Hexenverbrennungen das eigene Leben. Und so gilt heute mehr denn je der Hinweis von Joseph Heller.

„The only way to survive such an insane system is to be insane oneself.“

JOSEPH HELLER, CATCH 22 (1961)

Da passte es ganz gut, dass meine bessere Hälfte fast den gesamten gestrigen Tag karitativ unterwegs war, denn so konnte ich wie geplant im Morgenmantel und mit einem Handtuch bewaffnet darauf warten, dass ich abgeholt werde. Da die Wahrscheinlichkeit weiterhin sehr gering ist, dass mich die Vogonen — zumal ich bereits eines ihrer Gedichte hier im Blog gepostet habe — mitnehmen werden, hoffte ich wenigstens auf einen Ford Prefect, der mich zu ein paar Glas Bier einlädt. Wegen meiner Bekleidung machte ich mir dabei keine Sorgen, denn in Heilbronn kann man nie underdressed sein, dies macht doch den Charme unserer Stadt aus.

Da aber auch kein Ford Prefect vorbeikam, begann ich mir Gedanken über den Sinn und Zweck meines Handtuchs zu machen. Wenn ich schon und vielleicht sogar mit der „Heart of Gold“ dereinst unsere Stadt verlasse, dann nähme ich anstatt eines Handtuchs doch lieber meine bessere Hälfte mit — ich bin mir fast sicher, ich müsste mir dafür weder einen dritten Arm noch einen zweiten Kopf wachsen lassen.

Und so nutzte ich kurz darauf das sich bessernde Wetter und ging noch auf dem Hauptfriedhof spazieren. Die etwas älteren Leser aus unserer Stadt erinnern sich vielleicht noch daran, wie vor Kurzem uns die Stadtverwaltung damit „gedroht“ hat, dass es für uns dort keinen Platz mehr gibt und wir letztendlich, ob wir wollen oder nicht, unsere Heimatstadt verlassen müssen.

Ich gehe seit meiner frühsten Jugend gerne auf dem Hauptfriedhof spazieren, meist um die Familie zu besuchen. Inzwischen ist der morbide Charme unserer Stadt auch auf den Friedhof übergeschwappt, was einem Spaziergang dort aber keine Abbrüche tut.

Spannender Weise wollen immer weniger Heilbronner in unserer Stadt begraben werden, ganz zu schweigen von dort „tot überm Zaun hängen“ — was beim generellen Zustand unsere städtischen Zäune auch sehr schwierig wäre. Auf alle Fälle leert sich der Friedhof zusehends und so müssen wir uns so langsam aber sicher nicht nur Gedanken darüber machen, wo wir noch Fachkräfte und Leistungsträger für unsere Stadt herbekommen, sondern auch nach auswärtigen Leichen Ausschau halten.

Könnte aber sein, dass dies genauso gewollt ist, damit auch zukünftige Bürgermeister und Gemeinderäte noch ihren Bauplatz in bester Lage erhalten. Nur mit einem Ehrengrab geben sich diese Menschen schon lange nicht mehr zufrieden.

Da inzwischen viele Heilbronner mit ihren Hunden auf dem Hauptfriedhof spazieren gehen, während die unzähligen Katzen langsam, aber sicher die ehemals bedeutende Eichhörnchenpopulation reduzieren und Betrunkene gerne ihren Rausch auf den Gräbern ausschlafen, muss man sich schon einmal fragen, ob man als Leiche dort noch selbst begraben sein möchte.

Dennoch schlendere ich weiterhin gerne durch die Reihen und gucke, wer denn dort bereits schon so alles liegt. Auch entdecke ich dabei die eine oder andere Scheußlichkeit, wer z. B. trotz städtischen Verbots seinen Vorgarten mit Kies (erst gestern konnte ich solch einen frisch angelegten Vorgarten in der Stadt bestaunen!) bedeckt, der möchte auch sein Grab so ausgestattet wissen. Gräber mit Plastikblumen und sonstigem Müll vollgestopft sind dann aber doch zu viel des Guten.

Gerne gucke ich bei den Soldatengräbern vorbei und freue mich, wenn diese weiter erhalten bleiben, das Mindeste, was wir für diese jungen Männer tun können. Und wer genau hinguckt, der kann feststellen, dass inzwischen auch die ersten Gräber von jüngst gefallenen Soldaten zu finden sind, jene, die z. B. unsere Heimatstadt am Hindukusch verteidigt haben. Ein solches Grab habe ich gestern erst entdeckt und wundere mich doch ein wenig, dass es sich dabei um ein Privatgrab handelt — die Zeiten ändern sich.

Dann aber wurde ich in meinen Gedanken von einem Notarzt- und einem Rettungswagen gestört, die beide mit Blaulicht an den Gräbern und an mir vorbeischossen. Mein erster Gedanke, ein ehemaliger Bürgermeister rotiert zu stark in seinem Grab, dann meine Befürchtung, dass die ersten Heilbronner bereits ihren Gräbern entfliehen wollen.

Kurz darauf gab es eine Entwarnung, denn nur ein Junkie benötigte etwas Hilfe. In Heilbronn gibt es nicht nur betreutes Lernen und betreutes Essen, sondern bereits auch betreutes Spritzen — alles mit unseren Steuergeldern bezahlt.


Mauerblümchen

23.5.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Mauerblümchen

Trumpismus

Jetzt sind wir wieder einmal alle so richtig geschockt darüber, was Donald Trump und seine US-Republikaner so alles in den USA anstellen, aktuell entziehen sie ihren politischen Gegnern und auch nur jenen Menschen, die noch frei denken und agieren möchten nicht nur sämtliche Zuwendungen (Transferzahlungen), sondern regeln deren Leben einfach so ab, wie z. B. gerade Harvard.

Der Trumpismus ist dabei keine Erfindung eines Donald Trumps, auch das hat er nur geklaut und zwar von uns Deutschen — vielleicht hat er es aber auch nur geerbt. Was noch viel schlimmer wäre, weil es für uns Deutsche dann gar keine Hoffnung mehr gäbe, wenn dieses Verhalten bereits schon in unseren Genen verankert ist.

Was ein Donald Trump in den USA mit Pomp und Gloria inszeniert, ist bei uns in Deutschland gängige Lokalpolitik. Einzig die Tatsache, dass die „Kleinstaaterei“ bei uns dafür sorgt, dass sich die unzähligen Trumps bis hinauf zur Bundespolitik meist selber im Weg stehen und regulieren sowie sich gegenseitig überhaupt nichts gönnen (Markus Söder) kann uns ein klein wenig beruhigen. Und zum guten Schluss sorgt unser Grundgesetz (noch) dafür, dass selbst ein Donald Trump in seine Schranken gewiesen würde — das mit dem US-Präsidentenamt ist doch nicht der Weisheit letzter Schluss, und wir sollten unseren Vätern des Grundgesetzes wieder einmal für deren Weitsicht dankbar sein.

Wenn Sie mir dies nicht glauben, dann versuchen Sie z. B. nur einmal in Heilbronn einen Verein zu führen, der keinem Gemeinderat nutzt oder dem OB nicht gefällt. Selbst ein Donald Trump könnte von uns Heilbronnern noch viel lernen!

Vermischtes

Ein nettes Gespräch mit der GEMA am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen, auf alle Fälle habe ich nun aber einen kleinen Aufschub für die Gebührenzahlung erhalten. Zu meinem Glück fehlen jetzt noch die Abrechnungen mit der Stadt und wir könnten einen Strich unter den diesjährigen Europa-Ball machen; wahrscheinlich sind sich die dort Verantwortlichen noch nicht darüber einig, wie sie die nicht gelieferten Flaggen berechnen sollen.

Drollig auch, wie sich jetzt längst tot geglaubte Heilbronner Vereine wieder bei mir melden und Ansprüche zur Teilnahme beim kommenden Europa-Ball geltend machen wollen. Da ich inzwischen aber an einer ganz anderen Baustelle arbeite, nehme ich solche Ansprüche nur ganz am Rande wahr und denke mir meinen Teil. Manche dieser Typen konnten mir bereits vor gut zwei Jahrzehnten den Buckel herunterrutschen und machen es nun mit ihrem aktuellen Geschleime auch nicht viel besser. Wobei Schleimen, Schmieren und Salben in meiner Heimatstadt schon vor gut vier Jahrzehnten das Erfolgsrezept überhaupt war. Ich hatte diesbezüglich vor ein paar Jahren ein sehr spannendes Gespräch mit Anton Zovko — m. E. hat man das falsche Schweinderl (Robert Lembke) geschlachtet.

Heute ist der offizielle Einsendeschluss für das diesjährige Hut in den Ring Werfen für die Hertensteiner Gespräche. Die üblichen Verdächtigen sind wieder mit dabei, der Rest möchte wohl gebeten werden. Und so wird nun das Programm zusammengestellt und wir gucken dann später, ob ggf. noch das eine oder andere Plätzchen frei sein wird.

Was viel zu viele einfach nicht wahrhaben möchten, ist, dass es die Qualität ist, die zählt und nicht die Masse der Teilnehmer. Und so bin ich ganz persönlich selbst dann mit den kommenden Gesprächen zufrieden, wenn auch nur ein Dutzend Gesprächsteilnehmer kämen. Dann aber denke ich wieder an den getätigten Aufwand und finde es ziemlich schade, wenn potenzielle Interessierte diese einmalige Chance zu einem sehr guten und für alle Seiten fruchtbaren Gedankenaustausch verstreichen lassen.

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins hat einen neuen Vorstand gewählt, und Rüdi Peteroff, dessen Rundschreiben ich gerne gelesen habe, gibt die Klosterleitung in Bad Wimpfen ab. Auch Vereine leben und ändern sich. Was auch mich immer wieder daran erinnert, auf wie vielen Hochzeiten man als interessierter Mensch so alles tanzt. Und so bin ich immer wieder erfreut darüber und sogar ein wenig stolz darauf, dass es doch etliche Mitbürger gibt, die der EUROPA-UNION bis zum eigenen Ableben die Treue halten — in diesen Zeiten eindeutig keine Selbstverständlichkeit mehr!

Auch der Europäische Wettbewerb plätschert wieder so vor sich hin, wobei ich dieses Jahr eher am Rande davon mitbekomme. Diesbezüglich werde ich wohl heute noch einen Artikel auf die Vereinsseite stellen.

Und auch bei der kontinuierlichen und obligatorischen Vereinsarbeit sind es immer wieder die üblichen Verdächtigen, die diese stemmen, dabei meist ganz still und leise. Auch wenn ich Euch nicht immer lobe und betüttele, weiß ich doch ganz genau, wie wertvoll Eure Arbeit für unsere Gesellschaft ist! Und auch dieses Sprichwort dürfte allgemein bekannt sein: „Nicht geschimpft ist genug gelobt.“ — zumindest die Gedienten unter uns verstehen, was ich damit meine.

Chagos-Inseln

Wahrscheinlich nur ein Thema für die Dauerurlauber unter uns. Den Militärs sind diese Inseln eher wegen Diego Garcia bekannt und damit ein Ort, der weniger für Urlaube geeignet ist.

Nach mehr als 200 Jahren übergibt Großbritannien nun die Chagos-Inseln an Mauritus. Premierminister Keir Starmer unterzeichnete ein allgemein umstrittenes Abkommen, durch das Mauritius die Kontrolle über den Archipel im Indischen Ozean übernimmt, allerdings mit Ausnahme der Insel Diego Garcia, welche für 120 Millionen Euro jährlich für weitere 99 Jahre unter britischer Kontrolle bleiben soll. Was mich irgendwie an Hongkong erinnert.

Auch wenn Diego Garcia nun vorerst unter britischer Kontrolle bleibt, sind es die USA, die dort einen über den Indischen Ozean hinaus bedeutenden Militärstützpunkt unterhalten.

Rückgaben von ehemaligen Kolonialgebieten sind sicherlich immer zu begrüßen, aber es wäre ein weiterer Rückschlag für die freie Welt, wenn demnächst auch dieser Teil der Erde unter chinesischen Einfluss käme. Nicht nur dass viele Mauritier stolz auf ihre chinesische Herkunft sind, sondern es bemüht sich die Volksrepublik China schon etwas länger um diese Inselgruppe.

Und den Briten geht es inzwischen so schlecht, dass sie selbst Guernsey und Jersey verkaufen würden. Nur mal so zum Thema Brexit.

„Befreit von Belästigung widmet sich der Geist ungehindert der Schau des Universums, und nichts lenkt ihn von der Betrachtung der Natur ab.“

Seneca, 14. Buch, 92. Brief (2023: 851)