Gesprächskreis im Stiftsbergsaal

Nachbereitung 5 (7)

Beitragsfoto: Gesprächskreis | © Thomas Heiligenmann

Nach den Hertensteiner Gesprächen ist immer auch vor den Hertensteiner Gesprächen. Dazwischen liegen stets noch die Nach- und die Vorbereitung der jeweiligen Gespräche. Für die aktuelle Vor- und Nachbereitung hatten wir mit Sandra Schuhmacher vom EUROPA-UNION Bundesverband und mit der Landesgeschäftsführerin Bettina Kümmerle ein gutes Team zusammengestellt.

Derzeit kommen nun die ersten Rückmeldungen seitens der Teilnehmer herein und in Kürze dürften wir auch die ersten Gesprächsprotokolle erhalten. Hierbei ergab sich in den letzten Jahren eine nicht unwesentliche Änderung, denn anfangs wurden noch sämtliche Gesprächskreise protokolliert, was nun seit den 6. Hertensteiner Gesprächen nicht mehr der Fall ist. Aber auch hierbei gilt, es liegt letztendlich im Willen und der Verantwortung der jeweiligen Gesprächsteilnehmer; man kann zwar Anreize setzen aber keinen zwingen — zumindest sollte man dies nicht tun.

Die bisher eingegangenen Rückmeldungen sind sehr positiv. Zudem gab es noch zwei Presseartikel, einer vom SWR und einer in der Heilbronner Stimme. Leider haben beide Journalisten keinen Gebrauch von der zur Verfügung gestellten Pressemappe gemacht; dies hätte deren Berichterstattung sicherlich nicht geschadet. Dies aber nur ganz nebenbei, denn wir können sehr froh darüber sein, dass wenigstens zwei Medien über die Gespräche berichtet haben.

Sehr positiv wurde die Austragungsstätte bewertet. Mit dem Parkhotel haben wir einen Glücksgriff gemacht, denn die Teilnehmer konnten es gut mit dem Auto erreichen und nach etwas Suche der Ortsfremden auch einen Stellplatz in der Tiefgarage nutzen. Noch besser erreichten die Teilnehmer die Tagungsstätte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, denn sowohl die Stadtbusse als auch die Straßenbahn halten vor dem Hotel. Und die Fußgänger konnten ihren „Anmarsch“ mit einem Spaziergang durch den Stadtgarten verknüpfen und dies bei bestem Wetter. Leider aber hat Heilbronn hierbei das Manko, dass man unsere Stadt nicht ganz so gut mit der Bahn von außerhalb erreicht, und deshalb mussten wir kurzfristig noch einen Transport vom und zum Flughafen organisieren. Dies betraf aber nur jene Teilnehmer, welche aus anderen (Bundes)ländern kamen und nicht von Anfang an die Anreise mit dem Auto eingeplant hatten.

Die Hotelzimmer und die Tagungsräume wurden von allen Teilnehmern ausnahmslos gelobt, wie auch der Service, welcher von den externen Gästen von Freitag bis Sonntag in Anspruch genommen wurde. Und auch wir Organisatoren können die uns betreuenden Mitarbeiter nur loben — es hat richtig Spaß gemacht, mit dem Team des Parkhotels zusammen zu arbeiten!

Das Ganze wurde noch durch die Tagungsverpflegung gekrönt, die vom Frühstück angefangen bis zum späten Abendessen hinweg vorzüglich war. Hinzu kam dann noch für die Unermüdlichen ein Barbesuch in der Hotelbar 10 / 42. Und auch hierbei erhielten wir nur äusserst positive Rückmeldungen. Was mich ganz besonders freute war, dass sich auch unsere Teilnehmer aus Belgien, Frankreich und der Schweiz sehr erfreut über das gesamte Setting zeigten.

Das Beste an den diesjährigen Gesprächen aber waren erneut die Teilnehmer! Und ich darf davon ausgehen, dass viele davon inzwischen zu echten „Hertensteinern“ wurden. An dieser Stelle ergreife ich die Gelegenheit und erwähne ganz spontan ein paar davon. Andrea und Kai Barth zum Beispiel, beide nahmen dieses Jahr bereits zum dritten Mal an den Gesprächen teil, nehmen sich dafür extra Urlaub und reisen für ein ganzes Wochenende auf eigene Kosten aus Nordrhein-Westfalen an. Oder Thomas Mann, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, den ich bereits seit ein paar Jahren gut kenne wobei ich mich mit ihm die meiste Zeit inhaltlich, teilweise auch richtig heftig, gestritten habe. Er kam zu diesen Gesprächen aus Hessen angereist und brachte sich ohne Wenn und Aber und dies für alle Beteiligten sehr gewinnbringend mit in die Gespräche ein. Oder die Hertensteiner aus Heilbronn, die wie Dr. Vasillios Vadokas, Leonhard Reinwald, Wolfram Rudolph, Herbert Steudel, Barbara und Roland Baier oder Franz Schirm von Anfang an mit dabei sind. Dabei darf man auch die externen Teilnehmer wie Florian Ziegenbalg, Peter Schulze oder Manuel Schöb nicht vergessen!

Sehr gefreut habe ich mich auch darüber, dass Friedlinde Gurr-Hirsch — ehemalige Kreisvorsitzende der EUROPA-UNION Heilbronn — erneut mit an Bord war und, als wir wieder einmal improvisieren mussten, gekonnt in die Presche springend einen Gesprächskreis übernahm. Auch Evelyne Gebhardt lies es sich nicht nehmen, um mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen und wo nötig auch moderierend tätig zu werden.

Bereits seit den 2. Hertensteiner Gesprächen sind Christian Moos und Prof. Dr. Walther Heipertz mit an Bord und gehören inzwischen zu den festen Gesprächskreismoderatoren, so wie auch Michael Georg Link MdB und Josip Juratovic MdB, diese beiden allerdings von Anfang an.

Noch mehr habe ich mich gefreut, dass, als der europäische Fokus auch auf die Kommunen gelenkt wurde, sich die Gemeinderäte Tanja Sagasser-Beil, Nico Weinmann MdL und Herbert Burkhardt bereit erklärten, den Teilnehmern zum Gespräch zur Verfügung zu stehen. Nico Weinmann MdL übernahm dabei noch die Co-Moderation eines weiteren Gesprächskreises.

Schon alleine mit diesen Teilnehmern war sichergestellt, dass mehr als ausreichend europäische Expertise bei den Gesprächen vorhanden ist, dennoch wurde auch dieses Mal dafür gesorgt, dass weitere Fachleute mit hinzu kamen. So holten wir uns und dies auch für die künftigen Gespräche weitere Experten mit hinzu, wie Dr. Lana Mayer und Simone Schmidt aus Stuttgart. Darüber hinaus noch den Europaabgeordneten Prof. Dr. René Repasi aus Karlsruhe und die Politikwissenschaftlerin Dr. Carolin Rüger von der Universität Würzburg. Der französische Generalkonsul Gaël de Maisonneuve, Dr. Jean Marsia aus Belgien und der Schweizer Florian Schmid stellten sicher, dass auch die Sichtweisen unserer Nachbarn Gehör fanden.

Alles in allem diskutierten 80 bekennende Europäer erneut einen ganzen Tag lang über die Aktualität und Zukunft Europas und jeder einzelne Teilnehmer war ein Gewinn für die Hertensteiner Gespräche!

Das Parkhotel Heilbronn sorgte für den genau richtigen Rahmen, sodass wir bereits jetzt mit den Vorbereitungen für die 8. Hertensteiner Gespräche am Samstag, 21. September 2024 beginnen, die wir dieses Mal für 100 Teilnehmer planen.


Gesprächskreis 2023

25.9.02023 4.8 (4)

Beitragsfoto: Gesprächskreis 2023

Sitzung

Am Abend gab es noch eine Besprechung mit dem Vorstand der Freien Wähler und eine weitere mit unseren Bezirksbeiräten. Nach gut zwei Stunden stehen nun ein paar weitere Termine fest und ich habe zusätzlich noch die eine oder anderen Sache vorab zu erledigen.

Ich habe es dennoch geschafft, um mir noch diese Woche ein Gespräch mit Detlef Stern zu sichern. Wahrscheinlich aber nicht, um mich weiter mit dem Fediverse zu beschäftigen. Das wird noch ein Weile warten müssen.

Tür & Angel

Auch wenn Tür-und-Angel-Gespräche meist nicht mit voller Aufmerksamkeit geführt werden, blieb es mir nicht erspart, die letzten Tage doch ein paar davon führen zu müssen; allerdings keines in pädagogischer Hinsicht oder gar mit einer solchen Bedeutung. Die letzten beiden — und besonders das heutige — zwischen Autotüren, was das Ganze noch etwas „dramatischer“ macht. Aber sämtliche mit der mir möglichen Aufmerksamkeitsspanne.

Dazwischen finden noch ein paar schnelle Austausche per SMS oder E-Mail statt, so dass ich eigentlich schon längst die Bremse anziehen müsste, denn sonst kommt es in den kommenden Tagen dazu, dass ich mich noch zu „Sattelbefehlen“ hinreißen lasse.

Auf jeden Fall aber verlege ich gerade meinen Schwerpunkt hin zu den Freien Wählern, die diese Woche mit der jährlichen Mitgliederversammlung ein paar wichtige Entscheidungen zu treffen haben.

Gespräche

Sehr erfreut war ich nachdem ich mir am Samstag bei den 7. Hertensteiner Gesprächen der EUROPA-UNION einen ersten Überblick über alle Gesprächsteilnehmer verschafft hatte. Zum einen war die Anzahl derer, die trotz Anmeldung nicht gekommen waren erfreulich gering und zum anderen kamen noch weitere „Überraschungsgäste“ mit hinzu. Damit konnten wir tatsächlich unsere erste Zielmarke von 80 Teilnehmern erreichen.

Wie bereits bei den 1. Hertensteiner Gesprächen anvisiert und durch die Folgegespräche auch bestätigt, gibt es für solch intensive Gespräche eine Teilnehmerobergrenze, die ungefähr bei 120 Teilnehmern liegen dürfte. Darüber hinaus wird es sehr schwierig werden, um sämtliche Teilnehmern noch voll und ganz erreichen und involvieren zu können.

Auch die Herkunft der Teilnehmer war dieses Mal sehr erfreulich, neben Teilnehmern aus Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg, waren weitere Teilnehmer aus der Schweiz, Luxemburg, Belgien und Frankreich mit dabei. Diese brachten ihre Expertise aus den unterschiedlichsten europäischen Verwendungen mit und deckten damit die gesamte Vielfalt Europas ab. Spannend auch, dass nicht nur Mitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen, der Christlich Demokratischen Union Deutschlands, der Freien Demokratischen Partei Deutschlands, der Freien Wähler Heilbronn, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und Volt Deutschland mit dabei waren, sondern diese „auf Augenhöhe“ mit weiteren Teilnehmern ohne jegliche politische Bindung interagierten. Das einigenden Band für alle war dabei „Europa“ und die Anerkennung seiner Notwendigkleit für die Zukunft unserer Gesellschaft.

Sehr interessant auch der Blick von außen auf die Teilnehmer. Die beiden anwesenden Journalisten sahen die Teilnehmer allesamt als Europa-Experten und -Fachleute an, was ohne Frage für die Qualität der Gespräche spricht.

Die Qualität und Dauer der Gespräche forderte von allen erneut Tribut, denn am Abend gab es wohl keinen Teilnehmer, der nicht erschöpft zu Bett gegangen ist. Das obige Foto, welches nachmittags in einem Gesprächskreis von mir aufgenommen wurde, zeigt ganz gut, wie anstrengend solche Gespräche sein können. Und selbst sehr erfahrene Parlamentarier waren erneut von der Intensität der Gespräche beeindruckt: neun Stunden Diskussionen in wechselnden Gesprächskreisen und zu unterschiedlichen Themen fordern jedes Aufnahmevermögen heraus. Und wenn man dann selber noch „seinen Punkt machen“ möchte, kommt eine ganz normale Anspannung mit hinzu, die jeden ob Profi oder Amateur an die eigenen Grenzen führt.

Und so waren für alle Beteiligten erneut auch diese neun Stunden mehr als anstrengend aber dennoch wieder viel zu kurz! Und so freue ich mich schon heute auf die kommenden 8. Hertensteiner Gespräche.


Hertensteiner Gespräche 2018

Gesprächseinstieg 4.8 (6)

Beitragsfoto: Hertensteiner Gespräche 2018

Dass die Vorbereitungen zu einem regelrechten Gesprächsmarathon sehr umfangreich sind, dürfte jedem einleuchtend sein. Aber auch viele der Referenten und Moderatoren bereiten bereits seit längerem ihre jeweiligen Gesprächskreise vor.

Und so kurz vor Beginn der aktuellen Gespräche werden beide Ebenen wieder miteinander verbunden. Die Hertensteiner Gespräche sind eine rein ehrenamtliche Angelegenheit und werden von allen Beteiligten so ganz nebenbei gestemmt. Und wie bei anderen Veranstaltungen auch, kommt es bis zum Beginn immer wieder zu Änderungen. Dieses Mal gab es bereits im Vorfeld mehr Änderungen als üblich, sodass wir gleich zu Beginn der Gespräche sämtliche bereits vor Monaten eingeplanten Reserven ins Feld führen mussten — was die Gespräche dieses Jahr noch viel spannender machen wird.

Heute, keine zwei Tage vor Beginn, mussten wir ein weitere Änderung im Ablauf vornehmen. Diese Änderung betrifft den Ausklang der Gespräche, welcher genau wie der Beginn und der angedachte Verlauf vorab geregelt sein muss. Die Hertensteiner Gespräche enden von Anfang an immer mit einem geselligen Beisammensein und zusätzlich für die Unermüdlichen mit einem Ausklang auf dem Heilbronner Weindorf. Dieses Jahr war das Weindorf bereits vorab zu Ende, sodass als „Ersatz“ eine Zusammenlegung von Europa-Ball und Gesprächen angedacht wurde — zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen. Schnell war klar, dass man dies nicht zeitgleich stemmen werden kann und so wurde die Idee einer Europa-Party geboren.

Jetzt aber werden wir unseren Teilnehmern eine „Inhouse-Lösung“ anbieten, denn es zeichnete sich nun ab, dass selbst die Party für viele Teilnehmer ein wenig zu viel des Guten ist, was nach gut acht Stunden vorgesehener Diskussionszeit und den bereits zuvor bei den Gesprächen gemachten Erfahrungen fast vergessen worden war. Und so bieten wir allen Gesprächsteilnehmern an, sich nach Ende der Gesprächsrunden in der Hausbrauerei des Parkhotels zu einem gemeinsamen Abendessen zu treffen und den Abend dann in der Bar 10 / 42 in luftiger Höhe endgültig ausklingen zu lassen.

Dieser Abschluss passt ganz gut zum Anfang der Gespräche, welche bereits am Freitagabend für die Organisatoren in der Bar 10 / 42 beginnen, die sich dann zum ersten Mal persönlich zusammensetzen können, um die letzten Vorbereitungen abzuschließen — hoffentlich ohne weitere Überraschungen; wobei auch dies einfach mit zum Charme der Hertensteiner Gespräche gehört.

Aber auch die Gesprächsteilnehmer sind inzwischen mit in die Gespräche eingebunden. Jean Marsia und Walther Heipertz haben bereits den Teilnehmern jeweils ihre ersten Aufschläge für den Gesprächskreisen „Die Wahlen zum Europäischen Parlament 2024. Auf dem Weg zur Konstituante?“ und „Europa jetzt – Encounter“ zur Verfügung gestellt. Der dritte Gesprächskreis des Morgens wird von Michael Georg Link MdB bestritten und hat die „EU und USA – Wie weiter mit den Transatlantischen Beziehungen?“ zum Thema.

Damit kommen bereits zu Beginn drei von vier föderalistischen Hauptströmungen zu Wort, die zudem drei wesentliche Herausforderungen der Europäischen Union thematisieren: die Westanbindung Europas, eine europäische Verfassung und der Unionsbürger an sich.

Sie sehen, die Hertensteiner Gespräche gehen gleich zu Beginn in die Vollen und werden über den Tag hinweg weiter an Brisanz gewinnen — bis zum Schluss gegen 18.00 Uhr werden die meisten aktuell in Europa bestehenden Herausforderungen thematisiert und zumindest andiskutiert worden sein.

Wenn ich nun Ihr Interesse geweckt habe, dann finden Sie das aktuelle Programm gleich hier.