3. Hertensteiner Gespräche

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Beitragsfoto: 3. Hertensteiner Gespräche

Heute Abend brachten meine bessere Hälfte und ich die Europa-Party Deco in die Tanzschule Brenner. Noch heute werden die gemeldeten Teilnehmer noch ein paar weitere inhaltlichen Details einschließlich des aktuellen Programm-Flyers erhalten.

Jean Marsia hat seinen Vortragstext auf Französisch und Deutsch zur Verfügung gestellt. Den deutschsprachigen Text findet man bereits auch im Forum. Walter Heipertz wird noch einen Einführungstext für seinen Gesprächskreis „Encounter“ beisteuern, damit sich die Gesprächsteilnehmer ein wenig vorbereiten können. Spätestens zum Ende des heutigen Tages müssten die Teilnehmer eine entsprechende E-Mail von mir erhalten haben.

Morgen Nachmittag gibt es noch eine abschließende Vorbereitungssitzung für die Moderatoren der Gesprächsrunden des Föderalistischen Forums. Dazwischen müssen noch die üblichen Gastgeschenke, Listen, Schilder und eine Art Moderatorenkoffer organisiert oder erstellt werden.

Inzwischen haben sich die Anmeldungen bei ca. 90 Teilnehmern stabilisiert und kurzfristig ausgefallene Redner und Moderatoren konnten ersetzt werden. Und so sind auch diese Hertensteiner Gespräche bereits im Vorfeld sehr spannend. Diese Spannung wird in den kommenden Tagen noch weiter ansteigen und zumindest für die Organisatoren mit Beginn der Gespräche ein wenig sinken — dann sind diese allerdings ebenfalls als Redner, Moderatoren oder Diskutanten gefragt und die Spannung steigt erneut an.

Der Idee der Hertensteiner Gespräche folgend, weiß keiner bis zum Schluss wohin die diesjährigen Gespräche führen werden — das entscheiden ganz alleine die Teilnehmer. Auf jeden Fall ist aber dafür gesorgt, dass die Teilnehmer während der Gespräche kleine Auszeiten nehmen oder sich, wenn gewünscht, in neuen Gesprächskreisen weiter austauschen können. Das Parkhotel bietet dazu die ideale Umgebung und wenn das Wetter mitspielt, mit der Terrasse eine weitere Möglichkeit, um die Gespräche voll und ganz zu genießen.

Ein Cisterscapes-Infostand mit Dietmar Gretter, der französische Generalkonsul Gaël de Maisonneuve und Dr. Lana Mayer von Europe Direct Stuttgart stehen schon jetzt zusätzlich für weitere Gespräche zur Verfügung. Auch sind weitere EUROPA-UNION Kreisvorsitzende ebenfalls bereit, ihre jeweiligen Kreisverbände und die dortige Vielfalt der ganzjährig angebotenen Veranstaltungen vorzustellen.

Neben sechs Stunden in sechs Gesprächskreisen, finden weitere Gespräche statt, sodass jedem Teilnehmer bis zu acht Stunden Gesprächs- und Austauschmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die vorangegangenen Gesprächsrunden haben gezeigt, dass diese Angebote genutzt werden und die meisten Teilnehmer am Abend mehr als zufrieden mit den Gesprächsergebnissen sind.

Nach einer kleinen Auszeit geht es dann zu einem gemütlichen Abend in die Tanzschule Brenner. EUROPA-UNION Mitglied Klaus Brenner hat dazu schon so Einiges für die Europa-Party vorbereitet.


Klatsch & Tratsch

12.9.02023 4.8 (9)

Beitragsfoto: Schwestern | © Sofia Shultz auf Pixabay

Social Media

Ob traditionelle Medien oder die gerade noch aktuellen Social Media, Mensch bleibt Mensch und wir alle insgesamt in unseren jeweiligen Kommunikationsblasen sitzen. Manche versuchen aus Neugierde oder auch anderen Gründen immer wieder daraus auszubrechen, finden sich aber über kurz oder lang erneut in einer Blase gefangen; dabei stellen sie fest, dass es dort ebenfalls wieder vielleicht nicht dieselben aber doch die gleichen Menschen sind, mit denen man dort kommuniziert.

Nur wenigen Menschen gelingt es dabei, um in offenen Kommunikationsräumen zu verweilen wobei diese sich ebenfalls uns Menschen anpassen und über kurz oder lang zu Blasen werden. Deshalb hat es auch nichts genutzt, dass ich mich erst von den allzu bildzeitungsmäßigen Social Media trennte und mehr bei den „ernsteren“ Medien verblieb. Twitter X hat es nun geschafft, selbst Facebook inhaltlich den Rang streitig zu machen und Linkedin wird ebenfalls zu einer bloßen Meinungsschleuder.

Bestimmt gibt es inzwischen weitere Versuche, die Ideen und Grundsätze von Social Media aufrecht zu halten, diese werden sicherlich aber in Kürze ihren Vorgängern folgen. Und so werden wohl die Social Media insgesamt und viel früher als von mir erwartet, ihren Nischenstatus erreichen und langsam aber sicher aus dem Umfeld der meisten Menschen verschwinden. Ob die schon heute unzähligen Metaversen einmal die Social Media ersetzen werden, kann ich nicht absehen; ich habe mich nach einem kurzen Ausflug dorthin entschieden wieder mehr zu den traditionellen Medien zurückzukehren.

Zugleich aber bleibe ich weiterhin Blogger und halte dieses Blog aufrecht. Zugegeben, damit schaffe ich selbst meine eigene Blase, diese steht aber jedem Mitmacher offen. Und wenn die meisten von uns ebenfalls ihre eigenen Blasen hätten und man diese gut und einfach untereinander verknüpfen könnte, hätten wir so etwas wie das schon länger beworbene Fediverse — ich glaube, dann wären wir wieder am Anfang des Internets angekommen und könnten dieses Mal damit dessen originären Zweck auch viel besser erfüllen.

Bis dahin lese ich wieder verstärkt in Zeitungen und Magazinen, lasse meine Finger immer mehr von den Tweets, Tröts und anderen Microblog-Beiträgen, lese dafür in anderen Blogs und schreibe weiter hier auf meinem eigenen Blog.

Basteln

Um ein wenig auf andere Gedanken zu kommen, abseits von Mitgliederversammlungen, Listenaufstellung und Hertensteiner Gesprächen, habe ich etwas an meinem Blog gebastelt und konnte dabei ein ganz neues Feature einbauen. Keine zwei Tage war es online und wurde wohl auch nicht bemerkt. In der Zwischenzeit hatte ich einen kurzen Chat mit Detlef Stern und erhielt so ganz nebenbei einen Kommentar, der wahrscheinlich nicht auf mein neues Feature zielend, dazu aber ganz gut passte.

Kurz und knapp, das neue Feature ist nun wieder Geschichte und ich kann mich wieder mehr der Bewerbung „meiner“ nächsten Veranstaltungen widmen. Die kleine Auszeit half dabei, mich daran zu erinnern, dass Gesprächs- und Versammlungsangebote tatsächlich nur Angebote sind. Man kann das Pferd zwar zum Brunnen tragen, saufen muss es von alleine.

Und so kann ich in meinem Leser-, Bekannten- und Freundeskreis nur weiterhin für diese Veranstaltungen werben, die übrigens allesamt sehr interessant und zudem auch noch unserer Demokratie sehr dienlich sind. Wohl wissend, dass ich damit keine Chance gegen Weindörfer oder Reiseangebote zum Ballermann habe, hoffe ich dennoch bis zum Schluss darauf, dass es bei uns auch noch Menschen gibt, die einfache aber notwendige Veranstaltungen zu schätzen wissen.

Wer diese Zeilen nun liest, der darf den hier verlinkten Flyer in seinen Kreisen und dies gerne noch mit einer Empfehlung versehen verteilen. Demokratie lebt einzig und alleine vom mitmachen und den vielen kleinen lokalen Bastlern, die diese ihren Mitbürgern etwas erlebbarer machen.

Erkenntnis

Vince Ebert ließ uns das Folgende vor Kurzem auf Linkedin wissen. Als ich seinen Beitrag begrüßte, hatten dies bereits mehr als 1 000 andere vor mir getan.

„Es sind nicht primär unfähige Politiker, die dieses Land in die Krise geführt haben. Es ist die mangelnde Bereitschaft vieler Deutschen, Verantwortung für die eigene Lebensgestaltung übernehmen zu wollen. Seit Jahrzehnten wählen wir Parteien, die uns die absurdesten Rundum-Sorglos-Pakete versprechen. Wie kleine Kinder vertrauen wir wieder und wieder darauf, dass irgendwelche Pappnasen in Berlin schon wissen werden, was gut für uns ist. 
Die wahre Ursache für die Krise liegt in unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit.“

Vince ebert, Linkedin (10.9.2023)

Meinen Lesern dürften dieser Sachverhalt nicht unbekannt sein, und so freue ich mich, dass auch andere ganz unabhängig von mir zu dieser Erkenntnis gekommen sind.


Mark Twain Zitat

18.8.02023 4.4 (5)

Beitragsfoto: Mark Twain Zitat

Erdung

Manchmal ist es gar nicht schlecht, wenn man ein wenig über den Tellerrand hinausschaut. Dass wir allesamt auf einem klitzekleinen Planeten leben und die bald 10 Milliarden Menschen ganz andere Probleme haben, als sich um Ländergrenzen zu kümmern, dürfte bald auch dem letzten Mitbürger klar werden.

Und so ist es gerade als junger Mensch ganz gut, wenn man sich nicht nur mit dem Nachbarn nebenan vergleicht, sondern auch mal guckt, was so die Leistungsstandards in anderen Regionen dieser Welt sind. Verantwortliche Personalabteilungen schauen schon längst ein wenig weiter und versuchen jene Mitarbeiter zu gewinnen, die für das Unternehmen selbst auch ein Gewinn sind — egal, ob diese dann aus Böckingen oder Schanghai kommen.

Und so verwundert es kaum noch, wenn man nicht nur Firmen und Dienstleistungen weltweit vergleicht, sondern inzwischen auch Schulen und Universitäten. Ein solcher Vergleich kommt seit 2003 regelmäßig aus Schanghai und wird inzwischen global zur Kenntnis genommen. Und egal ob dieser Vergleich nun tatsächlich der Realität entspricht oder auch nicht, wird er sehr gerne und mit großem Interesse gelesen.

Und all jene Universitäten, die nicht auf den ersten 1 000 Plätzen zu finden sind, gibt es vielleicht sogar einen Anreiz, um sich darüber Gedanken zu machen, was man selbst vielleicht einmal besser machen könnte oder gar sollte.

Und unseren lokalen Universitätsenthusiasten vielleicht die Erkenntnis, dass Heilbronn zumindest im Bildungssektor nicht ganz der Nabel der Welt ist. Ich möchte gar nicht darüber sprechen, dass Bildung gerade in einer so verschulten Gesellschaft wie der unseren erst mit der Niveaustufe 7 des Europäischen Qualifikationsrahmens wie auch der des Deutschen Qualifikationsrahmens beginnt und ein Doktor-Grad (Niveaustufe 8) nicht automatisch an den Ehepartner übertragen wird.

Ach ja, das aktuelle 2023 Academic Ranking of World Universities findet man gleich hier.

Zwei Prozent

Da unsere Politiker zuerst einmal an sich selber denken — wie wohl die meisten Menschen auch — und dafür nur „ihre“ Wähler bei Laune halten müssen, fällt ganz automatisch alles andere, ob notwendig oder nicht, hinten runter.

Deshalb gibt es eine halbwegs pünktliche Bahn erst ab 2070, die restliche Infrastruktur zerfällt weiterhin wie der soziale Wohnungsbau auch der notwendige Umwelt- und Naturschutz wird homöopathisch angegangen, Bildung durch Urkunden ersetzt und unsere Landesverteidigung auf die Flugbereitschaft für aktive und möglichst illustre Zapfenstreiche für ausgemergelte Politiker reduziert.

Ganz folgerichtig werden sämtliche Drogen legalisiert und Alkohol verbilligt. Damit ist sichergestellt, dass die schon sehr lange versprochenen „2 Prozent“ zumindest als 2 Promillepegel in Deutschland erreicht werden und wir Bürger im Dauerdelirium unseren Volksvertretern auch noch die Füße lecken.

Gespräche

In den letzten Tagen gab es ein paar sehr spannende wie auch fruchtbare Gespräche. Dabei gefallen mir jene am besten, die ich mit Gleichgesinnten führen kann, da sie einen tatsächlich aufbauen und dann ganz besonders, wenn sich aus dem geplanten Gespräch sogar noch ein etwas längerer vergnüglicher Abend entwickelt, weil einfach noch ein paar weitere Gesprächsteilnehmer mit hinzustoßen.

Und so ganz nebenbei konnte ich dann noch ein weiteres Lokal neu mit in meine Gaststättenliste aufnehmen — interessant dabei war, dass wir zuvor woanders eingekehrten und uns, als sich doch etwas länger hinzog, unisono entschieden, zum Essen dann doch die Lokalität zu wechseln.

Was mich erneut feststellen lässt, dass nach der Qualität von Speis und Trank sowie der Location selbst ganz besonders der Service die ausschlaggebenden Gründe dafür sind, dass sich eine Gaststätte länger halten kann. Wenn dabei schon eines nicht stimmt, wird es für den Wirt ziemlich schwierig, sobald es noch andere Lokale in der Nähe gibt.

Zudem glaube ich, dass man schlechten Kneipen nie lange nachtrauert — es sei denn, diese sind so schlecht, dass sie ganz zum Schluss noch einen Kultstatus erreichen.

Jene Gespräche, die in wahre Debatten ausarten, weil die jeweiligen Standpunkte diametral auseinanderliegen, sind für alle Beteiligten die produktivsten, aber sicherlich auch die anstrengendsten. Hierbei musste ich jüngst feststellen, dass man solche Gespräche limitieren und ganz besonders so schnell wie möglich beenden muss, wenn sich eine Seite nicht mehr an die üblichen und allgemein gültigen Diskussionsstandards hält. Zudem sind solche Gespräche äußerst effizient, wenn sich beide Seiten vorab auf das Gespräch vorbereitet haben.

Und so nutze ich gerade jede sich mir bietende Gelegenheit, um auf solche Gespräche aufmerksam zu machen und meine Mitbürger für die 7. Hertensteiner Gespräche zu gewinnen. Manche scheuen sich ein wenig davor, weil die Intensität und auch die Vielfalt an Gesprächen für einen Tag mehr als ausreichend ist, aber zum einen wissen wir nicht, wo bei den einzelnen Teilnehmern die Grenzen der Aufnahmefähigkeit liegen, und zum anderen kann man gerade wegen der wechselnden und auch zeitgleich stattfindenden Gesprächskreise sein individuelles Menü zusammenstellen.

Und als Schmankerl gibt es dabei noch die Möglichkeit, sich gleich vor Ort über die Zisterzienser kundig zu machen, die aufgrund ihrer früheren Leistungen das europäische Kulturerbesiegel erhalten sollen. Wer möchte, kann aber gerne dort auch mit mir über den Sinn und die Notwendigkeit eines „2-Prozent-Gesetzes“ diskutieren.