Spruch in einem Ladengeschäft

29.9.02025 5 (5)

Beitragsfoto: Spruch in einem Ladengeschäft

Zeugs

In Nordrhein-Westfalen bekam die AfD am Sonntag die eine oder andere Klatsche, was mir bestätigt, dass die Menschen dort weiterhin mit Masse sehr nette Leute sind.

Und nicht nur die EU ist über den Sieg der proeuropäischen Regierungspartei in Moldau erfreut, es dürften zudem auch ein paar Bewohner dieses Landes darunter sein.

Detlef Stern schreibt nun wieder und erwähnt mich gleich mehrmals. Selbstverständlich freue auch ich mich, wenn mich andere Blogger erwähnen. Sie müssen dabei aber nicht auf den „Herrn“ bestehen, manche Herren und bestimmt auch Damen bekommen das in den falschen Hals. Ich nehme es weiterhin gelassen und folge dem Hinweis von Herbert Burkhardt: „Hauptsache erwähnt“.

Vor Kurzem habe ich mich selbst noch auf „Birne“ bezogen. Wir haben damals™ gelacht oder gehofft und wurden letztendlich allesamt betrogen. Unsere heutigen „Staatsmänner“ haben viel von unserem Obst und manches auch vom Obstler gelernt.

„In den Achtzigern wurde ein politischer Witz daraus: Letztens war Stromausfall im Bonner Kanzleramt. 10 Menschen sind zwei Stunden im Aufzug steckengeblieben und Helmut Kohl auf der Rolltreppe. Kinder, was haben wir gelacht!

Wie etliche andere auch, nahm dieser Witz Bezug auf Kohls etwas tumbes und linkisches Auftreten, das ihn oft dümmer erscheinen ließ als er tatsächlich war und fügte noch eine Prise grotesker Überzeichnung hinzu. Denn natürlich war allen klar, dass wohl kein Mensch, der nicht amtlich betreut wird, ernsthaft so handeln würde. Ich meine, hey, komm…

Auftritt Donald Trump. Gut, er hat es letztlich ja geschafft. Aber es hat gedauert. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn Melania nicht vorausgegangen wäre.“

Stefan Rose, Fliegende Bretter (28.9.2025)

Vermischtes

Die Welt dreht sich weiter und so bin ich gerade dabei, CleverReach für mein künftiges Rundschreiben zu testen. Wer mit testen möchte, der kann sich nun dafür registrieren. Den entsprechenden Link habe ich unter „Abonnement“ [Website entfernt] gepackt.

Wieder einmal muss ich der Frage nachgehen, warum sich Menschen von ganz alleine auf Ehrenämter bewerben. Meist sind diese der Überzeugung, dass sie dem Amt gewachsen sind, ohne aber hinreichende Argumente dafür liefern zu können. Und sobald sie dieses Amt bekommen, sind sie davon überzeugt, dass sie nun auch weiter nichts mehr für dieses Amt leisten müssen. Man hat das Amt einfach, am besten aber hat man gleich so viele Ämter, dass auch jeder erkennen muss, dass man für keines dieser Ämter etwas selber leisten kann. Die notwendige Arbeit macht sich dann von ganz alleine. Nein, macht sie leider nicht. Diese wird dann in Freiwilligenarbeit von jenen Mitgliedern geleistet, die dann keine Zeit dafür haben, um sich auf die Ämter zu bewerben oder gar von arbeitsscheuen Mitgliedern verdrängt werden.

Ich muss immer wieder darüber lächeln, wie gerne manche eines meiner Ehrenämter hätten, meist jenes, von dem sie glauben, dass dort nichts zu tun sei; mein Kassenprüferamt wollte mir noch keiner streitig machen. Noch mehr habe ich über das Angebot gelächelt, dass ich mein Amt doch abgeben kann, die entsprechende Arbeit aber gerne weiterführen dürfe.

Vor zwei Jahrzehnten fragte mich noch ein Vorsitzender, ob ich nicht sein Amt übernehmen könne, da ich bereits seit Jahren viele seiner Tätigkeiten übernommen hätte.

Vor ca. vier Jahrzehnten drängte mich ein Erfolgsmensch einmal aus einem Amt und übernahm dann sogleich auch noch die Präsidentschaft vom VfR. Beide Vereine dümpeln seither so vor sich hin.

Vielleicht ist es doch nicht so ganz schlecht, wenn man als Mensch erst durch Leistung überzeugt und sich dann freut, wenn diese anerkannt wird und man durch ein Ehrenamt „belohnt“ wird — wobei ich inzwischen davon überzeugt bin, dass man durch diese „Belohnung“ nur sicherstellen möchte, dass man weiterhin dem jeweiligen Vorhaben gewogen bleibt.

Am 6. Oktober ist an der Heilbronner Hochschule Demokratietag, gelehrte Demokratie sozusagen. Gelebte Demokratie gab es bei den Hertensteiner Gesprächen, dort habe ich Professoren wie auch Studenten vermisst — heute macht jeder sein eigenes Ding! Wenn aber jeder sein eigenes Ding macht, befindet sich jeder bald in seiner eigenen Diktatur. Diktator im Einpersonenstaat, was nicht einmal etwas mit Anarchie [kleiner Insider] zu tun hat!

Wochenstart

Es liegt eine entscheidungsreiche Woche vor mir und so habe ich den Wochenstart kurzfristig auf Sonntag vorgezogen und zu einer ersten Besprechung geladen. Um dies allen Beteiligten etwas einfacher zu machen, wurde aus der Besprechung ein Geschäftsessen.

Da ich seit gut 35 Jahren immer wieder ins Bellas gehe und selten enttäuscht wurde, buchte ich einen Tisch in der Ecke. Man kann sich immer über die Qualität des Essens streiten, wobei hier die unterschiedlichen Geschmäcker eine große Rolle spielen dürften, nicht aber über den Service vor Ort, denn darüber dürfte in der zivilisierten Welt durchaus Einigkeit herrschen.

Gestern war ich kurz davor, das Restaurant von meiner Empfehlungsliste zu nehmen, aber nicht jedes Essen ist ein Geschäftsessen und viele Menschen gehen gerade deswegen in Gaststätten, um dort ihre Zeit totzuschlagen.

Als ich mich heute Morgen dann auf meine gewohnte meseno-Busrunde machte, hatte ich bereits den einen oder anderen Termin hinter mir. Die Fahrt verlief fast wie gewohnt, dieses Mal schaltete ich mein Hirn ein und umfuhr so die eine oder andere Baustelle wie auch die ausgewiesenen Umleitungen. Manche Baustellen haben inzwischen auf der Strecke Kultstatus und sobald die ersten Teile freigegeben werden, sind diese schon wieder baufällig; zumindest gibt es nun den Blitzer auf meiner Lieblingsbaustelle wieder — von manchen Dingen will man sich einfach nicht trennen.

Mein Fahren aus dem Gedächtnis war erfolgreich und so musste ich den Landkreis dieses Mal nicht verlassen, kam dafür aber in Regionen, die ich zum letzten Mal vor über 40 Jahren als Fahranfänger kennenlernen durfte. Wie damals waren viele Mosbacher unterwegs, die auch heute nicht so richtig Autofahren können. Jede Region hat so seine gefürchteten Autofahrer und manche geben diesen sogar Eigennamen. Die Bergheimer bekamen sogar ein eigenes Kennzeichen: „Bereifte Mörder“.

So ganz nebenbei kämpfen meine bessere Hälfte und ich jeweils mit einer Männergrippe — die Emanzipation lässt sich nicht aufhalten. Was hoffentlich meine morgige Vorlesung nicht gefährdet. Auf alle Fälle aber habe ich diese bereits vorbereitet und freue mich schon jetzt auf ein kaffeefreies Käffchen zusammen mit Detlef Stern — die Zeiten ändern sich unaufhaltsam.

Nicht aber die Wege zum Erfolg, die bleiben weiterhin sehr steinig und man muss auch selbst etwas dafür tun; übrigens ein Regionalismus, denn „tun tut man nicht“. Aber auch das „Machen“ ist meist nicht die richtige Wortwahl, vielleicht außer: „Machen Sie mal oder ich mache Ihnen einen!“ Auf alle Fälle gilt heute noch, dass, wer erfolgreich sein möchte, zumindest die gemeinsam verwendete Sprache beherrschen muss. Ausnahme: Social Media, denn dort werden auch die letzten Deppen berühmt; sicherlich der Grund, warum diese Tools so erfolgreich sind.

Bei einer Threema-Gruppe musste ich gleich heute Morgen die Notbremse ziehen, da viel zu viele Gruppenmitglieder diese als weitere WhatsApp-Community ansahen und ich in Folge davon wieder einmal eine Beschwerde nach der anderen bekam. Chat-Gruppen sind bereits seit Jahrzehnten ein gutes Arbeits- und Informationstool, so lange man sich an die Etikette hält.

Was mich wieder an die Hochschule führt. Die Studenten belegen meine Vorlesung aus einem einzigen Grund heraus. Das Bestehen der Klausur dieser Vorlesungsreihe ist für deren eigenes Studium zwingend notwendig. Und so ganz nebenbei könnten sie lernen, wie man erfolgreich sein kann — ein Angebot, für das sie später in ihrem Beruf oder einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme sehr tief in die Tasche greifen müssen. Die Krux an der Sache ist dabei, dass sehr viele Studenten alles das, was für einen beruflichen Erfolg notwendig wäre, aus tiefster Überzeugung heraus ablehnen! Ernten ohne zu sähen! Damit kommen sie weder selbst weiter, noch werden sie zu einem produktiven Teil unserer Gesellschaft.


Göttingen

26.9.02025 5 (3)

Beitragsfoto: Göttingen einmal anders

Zumutung

Aktuell erhalte ich wieder verstärkt E-Mail von Studenten. Der Hintergrund dafür ist einfach, sie möchten um ihre Klausurnoten feilschen. Wenn man nichts lernt und in Folge davon auch nichts kann, dann sind erst einmal alle anderen schuld und man versucht zu retten, was noch zu retten ist.

Schlimm, weil ich von Anfang an mit offenen Karten spiele und die Studenten vom Tag 1 an wissen, wie meine Klausuren entworfen, geschrieben und korrigiert werden. Feilschen kommt dabei nicht vor!

Da ich aber inzwischen davon ausgehen muss, dass die Masse der durchgefallenen Studenten auch das nicht verstehen kann, finde ich mich damit ab, dass ich wieder doch so einigen Studenten deren eigene Klausur zur Einsicht vorlege, nur um dann erneut mitzuerleben, wie diese einfach die Klausurfragen nicht verstehen können. Von deren eigenen Antworten ganz zu schweigen.

Eine Zumutung ist es aber, dass ich trotz mehrfachen Erklären und Intervenieren noch solche E-Mail erhalte.

„Hallo … Ich möchte bitte für Projektmanagement eine Klausureinsicht machen.“

Student, 2. Semester in Deutschland

Vermischtes

Heute ein Käffchen zusammen mit Detlef Stern. Schwerpunktthema: Betriebssysteme.

Schon immer mache ich unterwegs Schnappschüsse, meist um Dinge festzuhalten, die mich überraschen oder etwas außergewöhnlich sind. Eine solche Sammlung habe ich jüngst beim Ausmisten meines kleinen Hausservers gefunden. Ein paar Bilder davon werde ich sicherlich hier im Blog wieder verwenden.

Das heutige Foto stammt aus Göttingen, wo ich nach einer Besprechung im Mai 2017 noch mit ein paar guten Bekannten ein Abschlussbier nahm. Die Toilette der Kneipe war dann ein Schnappschuss wert, an die Kneipe selbst kann ich mich schon längst nicht mehr erinnern. Gerne nehme ich Hinweise über den Sinn und Zweck einer solchen Einrichtungsausstattung entgegen.

Da gibt es tatsächlich Menschen, die mich auf den Social Media vermissen. Nichts für ungut, aber ich vermisse dort nur ein paar wenige von jenen, die ich ansonsten aufgrund eines anderen Kontinentes kaum bis gar nicht mehr zu Gesicht bekomme. Der eigentliche Grund, warum ich vor den Social Media mit Social Media experimentierte. Dann aber geschah mit jenen Social Media, welche die Menschenmengen nur so anzogen genau das, was mit Menschenmengen schon immer geschieht, sie wurden alles außer sozial.

Dabei ist es schon seit gut 80 Jahren Gewissheit, dass man Menschen nur föderal organisieren kann, wenn man mit diesen Gutes erreichen möchte.

Pete Hegseth, der Mann fürs Grobe in der aktuellen US-Regierung hat tatsächlich die gesamte US-Militärführung einbestellt. Eine sehr außergewöhnliche Maßnahme. Ich sehe nur drei Gründe dafür. Erstens, man möchte sie alle exekutieren und die USA damit militärisch enthaupten. Zweitens, man möchte sie alle auf einmal entlassen, was ähnliche Turbulenzen verursachen würde, oder drittens, man möchte sie für den endgültigen Vollzug der Machtergreifung gewinnen. Lassen wir uns einmal überraschen.

E-Book

Bin bereits am neuen E-Book über die Hertensteiner Gespräche. Die letzten drei sind auf meiner Bücherseite zu finden. Es war von vornherein klar, dass dies eine Lektüre für absolute Polit-Nerds sein wird. Was ich aber nicht wusste ist, dass bisher laut epubli von den ersten beiden nur je zwei Exemplare gekauft wurden, davon je eines von mir selbst und vom dritten kein einziges — digitale Raritäten sozusagen.

Damit gebe ich diese Bücher eigentlich nur für mich selbst heraus. Und deshalb nutze ich das neue E-Book über die Hertensteiner Gespräche, um mir einmal die Kindle-Welt etwas näher anzuschauen.

Die Kosten für diese E-Books trage ich selber. Im Falle, dass damit einmal tatsächlich Geld verdient wird, landet dies in der Vereinskasse.

Dennoch ist es für unseren Verein ein Gewinn, weil die Bücher in Frankfurt und Leipzig für die kommenden Jahrhunderte hinterlegt bleiben und zudem inzwischen kostenfrei online-Werbung für die Hertensteiner Gespräche und die EUROPA-UNION machen.

Die jeweiligen Protokollanten motiviert es vielleicht sich als „Buchautor“ zu üben und wer weiß, vielleicht findet der eine oder andere dann am Schreiben sogar Gefallen.

Für mich ist es eine gute Gelegenheit, um mir die verschiedenen Arten und Vertriebsmodelle von E-Books einmal etwas näher anzuschauen, was ich sonst wohl nicht machen würde. Auf alle Fälle kann ich später mit gutem Gewissen mitreden, wenn das Thema auf E-Books kommt.


Parkhotel

23.9.02025 5 (7)

Beitragsfoto: Parkhotel | © Gerolf Mosemann

Vorlesung

Nach einem Käffchen ohne Käffchen mit Detlef Stern gab es heute meine erste Vorlesung in diesem Semester. Ganz dem Thema geschuldet, ein Kick-off-Meeting. 13 weitere Vorlesungen werden folgen und dann können die Studenten in einer Klausur nachweisen, ob und wie gut sie mich verstanden haben.

Da das Thema und die Inhalte bekannt sind, könnte man sich das Ganze auch durch Selbststudium aneignen, läuft dabei aber Gefahr, nicht zu wissen, was ich eigentlich möchte oder gar worin meine Schwerpunkte bei der Wissensvermittlung liegen. Und auch hier ganz dem Thema geschuldet, wäre es vielleicht gar keine schlechte Idee, sich einmal die Mühe zu machen und zu lauschen, was ich zum Thema so alles beitragen kann.

Meine bisherige Erfahrung zeigt mir, dass es zwei wesentliche Gründe für das Nichtbestehen der Klausur gibt: erstens Faulheit und zweitens mangelndes Leseverstehen.

Nach der Vorlesung belohnte ich mich noch mit einer kleinen Auszeit im Stadtbad; völlig entspannt im Außenbecken die Vorlesung nachbereiten.

Vermischtes

Sehr erfreulich, dass Gerolf Mosemann die 9. Hertensteiner Gespräche fotografisch dokumentierte.

Heute wurde mir zudem ein Artikel der Heilbronner Stimme über die 9. Hertensteiner Gespräche vorgelegt; folglich waren nicht alle Stimme-Mitarbeiter mit dem Weindorf beschäftigt.

Jean Marsia meint, dass Friedrich Merz ein guter Kanzler sei, weil er die notwendigen Militärausgaben Deutschlands auf europäische Firmen umlenkt. Ich hätte während der Hertensteiner Gespräche doch wieder über Rüstungspolitik vortragen sollen — wird wohl nun im Heilbronner Rahmen nachgeholt werden.

Kurzfristig haben wir nun am Freitag noch einen Kegelabend eingeschoben, Franz Schirm hat dazu schon die üblichen Verdächtigen informiert.

Dafür läuft es im Vorfeld des kommenden Bundeskongresses der EUROPA-UNION etwas unrund. Wir treffen uns dieses Mal alle in Chemnitz. Eine Stadt in der ich gerne lebte, bis ich die vielen Totalitaristen dort einfach nicht mehr ertragen konnte und zudem meine Familie vor deren Repressalien schützen musste.

Kaum noch zu ertragen die Zudröhnung mit AfD-Werbung auf sämtlichen Kanälen; Wladimir Putin und systemrelevante Deutsche legen sich so richtig ins Zeug, um unsere Demokratie völlig aus den Angeln zu hebeln. Was diese meist wehrdienstbefreiten „Passdeutschen“ dazu motiviert unser Land zu zerstören, kann ich bei bestem Willen nicht nachvollziehen. Wenigstens sind sie mit ihrem Parteinahmen ehrlich: eine Alternative für Deutschland.

Zu früh

Auch wenn sich aller Orten jetzt — hier der Artikel in der New York Times — erst einmal Erleichterung breitmacht und die entsprechende Zeichnung von Guido Kühn wieder eine Wucht ist, sollten wir abwarten, ob Jimmy Kimmel künftig noch die gewohnte Aussagekraft hat. Könnte durchaus auch sein, dass man ihn nur noch „kastriert“ am Leben erhält und dann hätte Donald Trump wieder einmal auf ganzer Linie gesiegt.

Was mich alten Herren noch an die vielen „Birnenbilder“ erinnert, die letztendlich dem damaligen Adressaten eigentlich nur zu Weltruhm verholfen haben.

Zum guten Schluss

[Auf Bluesky verschwinden die Posts schneller als jemals auf Twitter] — das zum Thema Social Media.

Der Untertitel des Bildes auf Bluesky: “Darling, be a dear and DO click on the floor lamp.”