Grünes E

Logo der Europäischen Föderalisten 3.8 (6)

Foto: Grünes E der Europäischen Föderalisten seit 1949 | © UEF

Von Anfang an gaben sich die Europäischen Föderalisten ein Logo, mit welchem sie für sich und ihre Idee warben.

Das erste Logo wurde bereits 1935 von der Europa-Union in der Schweiz verwendet und von den Europäischen Föderalisten bei ihrer Gründung 1946 übernommen. Es handelt sich dabei um das sogenannte Hertensteiner Kreuz, welches heute noch vom Hertensteiner Kreis verwendet wird.

Hertensteiner Kreuz
Logo der Union Europäischer Föderalisten 1946-1949

Mit der Idee der Vereinigung aller proeuropäischen Verbände 1948 zur Europäischen Bewegung übernahmen die Europäischen Föderalisten 1949 auch das von Duncan Sandys geschaffene „grüne E“, welches noch heute das Logo der Union Europäischer Föderalisten (UEF) ist und anfangs spöttisch als ‚Duncan Sandys Unterhose‘ bezeichnet wurde.

Logo der Union Europäischer Föderalisten ab 1949

In den 1990er-Jahren übernahm dann die EUROPA-UNION Deutschland (EUD) eine Eigenschöpfung, die das Logo der UEF mit der 1954 geschaffenen Europaflagge verband.

Inoffizielles Logo der EUD bis 2019

Auch der zweitgrößte UEF-Verband, das Movimento Federalista Europeo (MFE) aus Italien, passte sein Logo etwas an, blieb aber im Wesentlichen bei der bestehenden Version.

Logo der MFE

Und auch die EUROPA-UNION Heilbronn (EUHN) ließ es sich nicht nehmen und schuf in den 1990er-Jahren ihr eigenes Logo, bestehend aus der Europaflagge, welche das Kiliansmännchen umrahmt. Sie übernahm zusätzlich das Logo der EUD und behielt dabei noch das UEF-Logo bei.

Logo der EUHN bis 2019

2015 einigte sich unsere Jugendorganisation, die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF), europaweit auf ein neues eigenes Logo, welches das Logo der UEF in eine zeitgemäßere Form brachte.

Logo der JEF

Mit der Änderung des Logos unserer Jugendorganisation begann auch bei der EUD die Diskussion um eine Anpassung bzw. Änderung des eigenen Logos, welche 2019 durch einen Bundesausschussbeschluss beendet wurde.

Offizielles Logo der EUD seit 2019

Gespannt kann man nun darauf sein, ob auch die UEF insgesamt ihr Logo ändert und ob dies dann auch von allen Gliederungen übernommen werden wird?

In Heilbronn wird die ganze Sache weiterhin sehr pragmatisch angegangen. Unser eigenes Logo wird ausrangiert, weil es nach der mehrheitlichen Meinung der Mitglieder wirklich nicht mehr zeitgemäß ist, das alte EUD-Logo wird so lange mitverwandt, wie wir noch entsprechendes Material, wie z. B. die Roll-ups und auch Anstecker haben. Ansonsten aber übernehmen wir das neue Logo des Bundesverbandes — selbstverständlich ohne Schriftzug — und behalten das UEF-Logo weiter bei.

Nachtrag 19.5.2025

Inzwischen hat sich auch die EUROPA-UNION Heilbronn der Macht des Faktischen gebeugt und das Logo des Bundesverbandes in Gänze übernommen. Aber es haben sich auch die Befürchtungen von uns Heilbronnern bewahrheitet, dass nicht einmal mehr die Mitglieder unseres Verbandes wissen, wie man unseren Verband nun schreibt, nämlich weiterhin mit dem Bindestrich.

Ganz zu schweigen von den heutigen Journalisten, für die jegliche Recherche fremd zu sein scheint.


Fediverse Reactions

Die 1970er-Jahre in Heilbronn 5 (5)

Meinen ersten Wahlkampf, an den ich mich erinnern kann, bestritt ich 1972 an der Seite meines Vaters, als wir für die Liberalen von Haustür zu Haustür zogen und ich zudem beim Plakatieren – damals noch mit Pinsel und Kleister – zugucken durfte.

Mit 14 begann ich dann selbst politisch aktiv zu werden und schloss mich letztendlich jungen Menschen an, die eine eigene Jugendorganisation gründeten und dies gegen heftige Widerstände in unserer damaligen Partei und deren alten Jugendorganisation.

Interessant an dieser Phase war, dass man sich notgedrungen nach „Verbündeten“ umsehen musste und so auch die gesamte Bandbreite des politischen Lebens erfahren konnte. Die 1970er-Jahre zeichneten sich dadurch aus, dass die politische Vielfalt und Bandbreite nach den 1950er und 1960er-Jahren stark zunahm und dabei auch ganz neue politische Bewegungen entstanden, von deren „Haltbarkeit“ ich damals nicht überzeugt war, fehlte es diesen doch an eigenen Inhalten. Heute muss ich diesbezüglich feststellen, dass man in gesellschaftlich und wirtschaftlich guten Zeiten durchaus auch Politik ohne Inhalte – und dies zudem noch sehr erfolgreich – machen kann.

Im Rückblick auf die 1970er-Jahre sind mir auch noch die Jungen Europäischen Föderalisten in Erinnerung, welche sich in diesen Jahren zumindest in Heilbronn rarmachten und deren europäische Ideale allgemein in der Gesamtbevölkerung an Zuspruch verloren – das gesellschaftliche Interesse wechselte mit zunehmender wirtschaftlicher Sicherheit zu schneller erleb- und erfassbaren Themen, wobei die eigentlichen Grundlagen dieses wirtschaftlichen Erfolges als „unbequem“ angesehen wurden und damit immer mehr in Vergessenheit gerieten.

Als Europäischer Föderalist, der zudem seit 2005 in Heilbronn Vorsitzender der EUROPA-UNION sein darf, war es mir deswegen eine große Freude, vom Direktor des Heilbronner Stadtarchivs, Prof. Dr. Christhard Schrenk, angefragt zu werden, ob ich nicht über die Jungen Europäischen Föderalisten aus den 1970er-Jahren einen kurzen Beitrag schreiben könnte.

Dieser Anfrage bin ich sehr gerne nachgekommen und freue mich jetzt auf die Vorstellung der Publikation „Die 1970er-Jahre in Heilbronn – Wissenspause 2018“ des Heilbronner Stadtarchivs, welche am Montag, 2. Dezember 2019, um 16.30 Uhr im Otto Rettenmaier Haus stattfindet.

Auf einem Landesparteitag in Stuttgart

Wordpress-Logo

Umzug des Weblogs 5 (10)

Beitragsfoto: WordPress-Logo | © 27707 auf Pixabay

Ich hatte es mir nicht einfach gemacht, als ich heute endlich mit meinem Blog auf WordPress umgezogen bin. Über Jahre hinweg habe ich ein mehr oder weniger selbstgebasteltes CMS verwendet, das sich ursprünglich aus einer militärischen Anwendung weiterentwickelt hatte.

Schon in den 1980er-Jahren waren die meisten militärischen Anwender davon überzeugt, dass Computer und Datenbanken nur dann wirklich Sinn machen, wenn sie untereinander verknüpft sind. In den 1990er-Jahren gab es dann wunderbare erste Systeme, wobei eines gleich von Anfang an auf alle zur Verfügung stehenden Microsoft-Produkte zurückgriff. Und damit war es nicht wirklich schwer, um ein solches System auch privat aufzusetzen.

Über die Jahre hinweg wurde alles etwas komplizierter und musste zudem auch noch schön aussehen — CSS lässt grüßen. Und so war es bald kaum noch möglich, zumindest für mich, ohne Hilfe mein Webblog weiterzubetreiben. Praktisch aber, meine damalige Idee, den laufenden Blog einfach zu duplizieren und als Grundlage für weitere Websites zu verwenden — so entstanden unzählige Websites und ich konnte sämtliche externe Hilfe einfach ebenfalls vervielfältigen.

Mit diesem System war ich eigentlich ganz zufrieden, bis unsere Vereinsjugend (JEF) darauf drängte, alles mit WordPress haben zu wollen — sie überzeugten mich dann damit, dass sie mit WordPress als Grundlage doch so einige Vereinsseiten eigenständig übernehmen können.

Und jetzt läuft auch mein Weblog auf WordPress, da ein CMS für meinen Geschmack völlig ausreichend ist.

Nachtrag 23.10.2023

Inzwischen hat sich für mich WordPress voll und ganz bewährt. Es gibt sicherlich wieder neuere und auch bessere Systeme, aber für mich keinen Grund, um erneut umzusteigen — „Never change a running system“.

Übrigens, auf die angekündigte Übernahme von manchen Websites warte ich noch heute.