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Geld stinkt nicht 5 (2)

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Rüdiger Soldt und Jonas Wagner | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Tonnenweise Treibhausgase aus einer einzigen Fabrik (zuletzt aufgerufen am 1.7.2026 um 23:21 Uhr)

„Ein Gasleck in Baden-Württemberg sorgt für enorme Klimaschäden. Als Forscher das entdecken, stellt das Land den Betrieb unter Kontrolle – und will die Dinge nun zum Guten wenden. …

Bad Wimpfen geriet erstmals im Dezember national in die Schlagzeilen. Damals wurde bekannt, dass das dortige Solvay-Werk deutlich mehr SF6 ausstößt als zuvor bekannt. Die Anstrengungen der Klimaschutzpolitik auf Landesebene – Baden-Württemberg will bis 2040 klimaneutral sein – wirkten auf einmal ziemlich kleinteilig und hilflos. Denn die Klimaschäden, die die SF6-Emissionen verursachen, sind enorm: Ein Kilogramm emittiertes SF6 ist so klimaschädlich wie 24 Tonnen CO₂. …

Zwischen Anfang 2023 und Ende 2025, als das Problem bekannt wurde, liegen fast zwei Jahre. Warum wurde die Öffentlichkeit so spät informiert? Und weshalb hat es so lange gedauert, bis die Politik reagiert hat?“


Heilbronn ist schon sehr lange ein Eldorado für Menschen, die sich mit Geld alles erkaufen möchten. Ob ein völlig antiquiertes Kohlekraftwerk oder Sondermüllentsorgung, bei uns geht alles.

Dass wir aber alleine in einer kleinen Fabrik fast so viel CO₂-Äquivalente verbrauchen wie der gesamte bundesdeutsche Flugverkehr war selbst mir neu.

Dafür dürfen wir Heilbronner in der Innenstadt maximal 30 Stundenkilometer fahren, „damit wir nicht allesamt frühzeitig sterben müssen“. In unserer Demokratie sind wir Bürger weder systemrelevant noch werden wir mitgenommen.

Stimmt nicht so ganz, denn den Bad Wimpfenern hat man jüngst den Titel schönste Altstadt Deutschlands gekauft. Und den Nachbarn erklärt man, dass Schadstoffe sich an Stadtgrenzen halten. Und so ist die Welt bei uns wieder völlig in Ordnung.

Selbstverständlich hat dies alles kein Verantwortlicher vorab gewusst; genau diese Damen und Herren wundern sich noch heute und wurden deswegen jüngst wohl auch wiedergewählt. Gut dabei, dass man ihre persönlichen Finanzen nicht überprüft.

Nachtrag

Muss jetzt einfach noch sein! — liegt wohl am Wetter und, dass ich unter dem Dach schlafe:

Lebt Ihr Opa oder die Oma viel zu lange, dann schicken Sie diese einfach zur Kur nach Bad Wimpfen.


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Trumps Freunde 5 (1)

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Thomas B. Edsall | The New York Times

The Trump 1 Percent Fan Club Has a Lot of New Members (zuletzt aufgerufen am 25.2.2026; für meine Leser frei verfügbar)

„President Trump is distributing executive patronage — from pardons to favorable regulatory decisions — to privileged groups, including those willing to contribute to his preferred committees and causes and those who invest in the Trump family’s crypto businesses. …

Democratic politicians such as Senator Bernie Sanders and Representative Alexandria Ocasio-Cortez have been criticized for using the word “oligarchy” with abandon. But the reality is that Trump and his Republican minions in Congress fill the bill to an extraordinary degree.

America may not yet be an oligarchic kleptocracy, but if the Trump administration and the Republican Party have their way, it will be one soon enough.“


Lesenswerter Artikel. Er dürfte wieder einmal zeigen, dass die reichsten Menschen nicht deswegen reich sind, weil sie sich um ihre Mitbürger Sorgen machen. Im Gegenteil, er zeigt sehr gut, wie der Reichtum dieser Menschen tatsächlich zustande kommt: sie investieren an den richtigen Stellen, ob Adolf Hitler, Donald Trump oder auch nur ein drittklassiger Despot ist dabei wohl egal, das Investment muss sich auszahlen. Vom Geld verschenken wurde noch kein Mensch reich. Aber das dürften wir alles wissen.

Wer nur etwas wirtschaftlich denkt, der könnte daraus etwas lernen. Man investiert weder in Krypto noch kauft man sich Aktien. Echte Geschäftsleute kaufen sich Politiker, die besten ganze Parteien!


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Schnappschuss

Nachdenklich 5 (6)

Beitragsfoto: Einbandbild

Manchmal stimmt einen die Umgebung doch etwas nachdenklicher als sonst so gewöhnlich. Der Zucker bleibt weiterhin gesetzlich geschützt, weil sich damit ein paar Parteisponsoren dumm und dämlich verdienen, aber die unsäglichen Kosten für unsere Gesellschaft auf die Steuerzahler abgewälzt werden können. Und dass Zucker dumm macht, kommt unseren Regierungsmitgliedern auch noch gelegen, denn es stabilisiert deren Wählerschaft.

Ein in Aussicht gestelltes Social Media-Verbot für Kinder erstaunt dabei dann doch ein wenig, wird wohl aber nur gefordert, weil man weiß, dass es eh nicht durchgesetzt werden wird, aber damit zugleich die Chance besteht, um 1984 bei und doch noch in Gänze umzusetzen.

Ich muss es eigentlich nicht mehr schreiben, dass die Union mithilfe der SPD, der FDP und auch Bündnis 90/Die Grünen seit Helmut Kohl eine Bananenrepublik erster Güte geschaffen hat. Dass dabei jede Demokratie durch Korruption und Vetternwirtschaft existentiell gefährdet wird, haben unsere Volksvertreter zumindest billigend in Kauf genommen. Die Union und die SPD haben sogar mit der AfD und dem BSW regelrecht zwei Alternativen geschaffen, wohl für den Fall, wenn der Worst Case eintritt — mich würde es auch nicht mehr wundern, wenn deren Volksvertreter in diesen totalitaristischen Parteien schon eine Anwartschaft besitzen; auch Reichsparteitage müssen mit Claqueuren gefüllt werden.

Solar- und Windkraft wurde zwar noch von Tüftlern aus unserer Mitte zur Marktreife gebracht, die wirtschaftliche Ausbeute findet aber ganz woanders statt. Unsere Politiker setzen weiterhin auf Kohle, Öl und Gas, alleine nur, weil sie von deren Besitzern besser geschmiert werden. Vermutlich war es dabei nur ein Kollateralschaden, dass unsere eigene Solar- und Windkraftindustrie zerstört wurde; eine regelrechte Planung dürfte ausgeschlossen werden können.

Eigentlich ging es bei uns noch nie um die große Politik oder gar um globale Zusammenhänge, sondern einzig und alleine um das Wohlbefinden einzelner Menschen, die es geschafft haben, sich aus unserer Mitte zu erheben und an die Schaltstellen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu gelangen. Dass dies heutzutage fast jedem gelingen kann, das ist das große Verdienst von Demokratie!

Aber schon die ersten bekannten Demokraten im alten Griechenland kannten ihre Mitbürger sehr gut und so hatten diese nur folgerichtig immer wieder versucht, eine Art von Mindeststandards in der Demokratie einzuführen — was bekannter Maßen immer wieder gescheitert ist und letztendlich auch der Idee von Demokratie widerspricht: „One man, one vote!“

Die letzten Versuche, um unsere Demokratien resilient zu bekommen, sind mit den vergeblichen Bemühungen um Bildung und Mündigkeit aller Bürger ganz offensichtlich gescheitert. Wir brauchen dabei gar nicht erst auf das Trump-Amerika mit dem Finger zu zeigen, auch wir beenden die beste Zeit, die wir Deutschen und auch wir Europäer insgesamt jemals hatten, mit wehenden Fahnen, Pomp und Gloria!

Und es dürfte tatsächlich nicht der Zucker sein und sicherlich auch nicht die Social Media, denen wir dafür die Schuld in die Schuhe schieben können. Auch nicht der Wohlstand, den uns — zumindest den meisten von uns — die Demokratie gebracht hat.

Es dürfte tatsächlich an uns Menschen insgesamt liegen, denn wir sind bekanntlich zwar alle Individuen, aber trotzdem alle gleich — außer mir vielleicht.


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