Ausblick

2.9.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Ausblick

Ausblick

Die jüngsten Ereignisse in Deutschland haben uns gezeigt, dass es dem russischen Regime voll und ganz ernst damit ist, seine Ankündigungen und Planungen auch umzusetzen. Die Russen haben ähnlich wie damals das NS-Regime keine gangbare Alternative zu einem weiteren Weltkrieg.

Inzwischen sprechen die Fakten so eindeutig, dass selbst eine deutsche Bundesregierung glaubt, einmal handeln zu müssen. Wobei wir unser Land und Europa in den letzten gut drei Jahrzehnten in die möglichst schlechteste Ausgangsposition für einen Schießkrieg gebracht haben.

Die NATO ist kaum noch handlungsfähig, einen europäischen Pfeiler in der NATO gibt es nicht, genau so wenig wie eigene europäische Verteidigungskapazitäten. Die dafür aufgewendeten Steuergelder flossen und fließen in die Industrie und den Sozialstaat (aka Friedensdividende & Korruption).

Für den Fall, dass die Russen ihre kriegerischen Aktivitäten tatsächlich mit ihren Streitkräften auf Mittel- und Westeuropa ausweiten müssen, werden diese Truppen alleine in Finnland, im Baltikum und Polen auf etwas nennenswerteren Widerstand stoßen. In Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Slowakei, Ungarn sowie dem Balkan stellt das Gelände das größte Hindernis dar.

Im Worst Case Szenario werden die ersten nennenswerten Ausweichbewegungen unserer Streitkräfte erst auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland stattfinden und im Falle, dass dann die US-Amerikaner und Kanadier noch mitspielen, den Rhein halten können. Sollten die Russen dann weiterhin von den Chinesen und anderen Ländern unterstützt, wird es eine ganze Weile dauern bis wir das Gebiet der EU größtenteils wieder befreit haben werden. Dass es dann weit mehr als Hundert Jahre dauern wird, bis wir alleine die Schäden an der Infrastruktur beseitigt haben, wird wohl niemanden wundern.

Und für dieses Worst Case Szenario haben die Russen in den letzten Jahrzehnten den Boden bei uns wunderbar vorbereitet. Im Kalten Krieg hatten sie noch eine Basis von ein paar Hunderttausend Menschen, die als Fünfte Kolonne der NATO und der Bundeswehr das Leben ziemlich schwer machten. Heute können sie alleine in Deutschland auf ein paar Millionen Menschen bauen, die sämtliche Verteidigungsbemühungen und -ansätze bereits im Keim zu ersticken versuchen (AfD, BSW und die Linke sind dabei die prominentesten Vertreter). Noch bevor die ersten russischen Soldaten bei uns eintreffen, wird es bürgerkriegsähnliche Zustände geben. Während dann die Bundeswehr endlich versuchen muss, kriegsfähig zu werden und aufzuwachsen, was mindestens zwei Jahre dauert, müssen aus dem Boden gestampfte freiwillige Heimatschutzverbände versuchen, unserer Bevölkerung halbwegs Schutz zu bieten — zumindest jenen Teilen, die nicht mit ihren Campern und sonstigen Fahrzeugen die Autobahnen in Richtung Frankreich verstopfen; zusammen mit den Menschen halb Osteuropas. Die Franzosen müssen die Grenzen schließen und der Wahnsinn des Krieges wird hier bei uns voll und ganz seine Blüten treiben.

Deutsche Regierungen und Gegenregierungen werden zusammen mit einer Bundesregierung im Exil um die Gunst der Europäer östlich des Rheins ringen, während Europa Zustände erlebt, die selbst Bosnier oder Ruander erschüttern werden — der Dreißigjährige Krieg war dabei ein Klacks.

Etwas belustigend wäre, wenn demnächst eine russische ballistische Rakete den Stuttgarter Hauptbahnhof in Schutt und Asche legt, noch bevor dieser eingeweiht wurde.

Wir hatten tatsächlich und wie angekündigt gut zehn Jahre Zeit, um uns auf den kommenden Krieg vorzubereiten und diesen damit auch zu verhindern; wir wussten dies allerspätestens 2022! Wahrscheinlich aber spekulieren viel zu viele systemrelevante Personen darauf, dass sie durch einen Krieg von den Mühen des Alltags und den eigenen Schuldenbergen befreit werden. Wie diese systemrelevanten Personen weiterhin darauf bauen, dass sie selbst dabei ungeschoren davon kommen werden und mit etwas Glück auch noch Gewinne einfahren können.

Audi

Seit ich denken kann, hört man immer wieder Diskussionen darüber, ob das Werk in Neckarsulm geschlossen werden soll oder nicht. In den 1980er-Jahren ließ sogar Porsche dort bauen, um das Werk zu erhalten.

Nun aber hört und liest man immer öfters darüber, dass ein Schließungstermin festgezurrt wurde. 2034 soll es soweit sein. Man kann getrost davon ausgehen, dass dies nur wieder eine weitere Drohung der VW-Bosse ist, um weiter Steuermilliarden abzugreifen. Zumindest aber wird der VW-Konzern wieder einmal mit Bundeswehrmilliarden aufgepäppelt werden. So wie bereits wieder Mercedes auch.

Das Problem liegt dabei eher an den größenwahnsinnigen Konzernmanagern, die tatsächlich und dies seit Jahrzehnten glauben, dass wir Deutschen, wir Europäer oder gar die gesamte Welt Supersportwagen und 5-Tonnen SUV benötigen — alles mindestens mit 12 Zylindern und Champagnerkühlschränken. Noch vor Kurzem protzten genau diese Manager in Heilbronn mit einem weiteren völlig unnötigen Automobil.

Wahrscheinlicher aber wird es sein, dass der russische Angriffskrieg weiter eskaliert und das Werk in Neckarsulm zur Rüstungsproduktion umgebaut werden wird. Den VW-Bonzen kann dies völlig egal sein, denn was auch kommt, sie streichen ihre Millionengehälter weiterhin ein.

Noch wahrscheinlicher, dass diese „Ingenieure“ demnächst ihre neuste Schöpfung vorstellen werden: einen 30-Zylinder Diesel-Audi mit kleinem Kernkraftwerk für die KI-Steuerung.

Vermischtes

Ich möchte jetzt nicht wie so manche meiner Mitbürger vom teuersten Sozialhilfeempfänger aller Zeiten sprechen, aber Kanzler kann Friedrich Merz auf alle Fälle nicht. Kaum gibt es einmal gegenüber echten Gegnern Kante zu zeigen, schickt der Bundeskanzler seine Minister an die Front. Wenn es aber gegen die Schwächsten in unserer Gesellschaft geht, da lässt er sich nicht bitten.

Auch wenn ich Angela Merkel nicht mag, mit ihrer Meinung über Friedrich Merz hat sie aber voll und ganz richtig gelegen. Positiv überrascht bin ich von der Aussage Thomas Strobls, dass er einen Parteiaustritt erwäge. Leider aber kommen diese Warnungen so wie auch die meisten sinnvollen Maßnahmen der Union wieder einmal viel zu spät.

Übrigens, wir benötigen weder Generalkonsulate noch Goethe-Institute in Diktaturen! Kostet nur Geld und dient dabei ausschließlich den falschen Menschen. Und selbst eine Botschaft ist völlig überbewertet, denn hierbei kann man sich schon längst auf die EU abstützen.

Gestern Abend gab es dann noch einen sehr entspannenden Europastammtisch. Leider aber keine Antwort darauf, wie man als Verein einen oder gleich mehrere Medienvertreter auf gute Veranstaltungen aufmerksam machen kann. Geschweige denn diese zur Teilnahme zu bewegen — ganz abgesehen vom Journalisten einfach zu kaufen; dazu fehlt uns im Gegensatz zur Dieter Schwarz Stiftung das Geld.

Aus lauter Verzweiflung gibt die Politik den Ostdeutschen nun Otto I. zurück. Dabei weiß inzwischen doch jeder, dass die nur den Adolf zurückhaben wollen!

Neuss feiert wieder einmal sein Schützenfest. Sämtliche E- und sonstige Manzen kochen erneut vor Wut! Dabei wäre es doch so einfach, eine Wehrpflicht für alle!


Lesezeichen

Rückzug 5 (1)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Christopher F. Schuetze und Eric Schmitt| The New York Times

U.S. Plan Is Said to Pull a Third of Fighter Jets It Provides NATO for Europe (zuletzt aufgerufen am 12.6.2026 um 12.05 Uhr; meine Leser können den Artikel kostenfrei lesen)

„The plan, outlined by officials and in a written document, provides rare clarity about the extent to which the Trump administration intends to reduce its commitment to NATO. …

The United States plans to significantly reduce the aircraft and warships that it makes available for NATO operations in Europe, according to two senior European officials, accelerating America’s effort to scale down the protection it has offered to European allies for eight decades. …

For some Europeans, the specific number of American assets assigned in Europe is less important than the question of whether Mr. Trump is prepared to deploy any of them in combat.“


Diese Entwicklung zeichnet sich bereits seit den 1990er-Jahren ab. Sämtliche US-Regierungen hatten zuvor die mangelnde Bereitschaft der Europäer, ihren Teil zu einer gemeinsamen Verteidigung beizutragen, bemängelt.

Leider aber und die jüngsten Entwicklungen in Europa und besonders bei uns in Deutschland bestätigen dies, setzen die verantwortlichen Politiker weiterhin die falschen Schwerpunkte: nationale Wirtschaftsförderung und eine weitere Erhöhung der nationale Sozialausgaben zu Ungunsten einer verantwortlichen Verteidigungs- und Rüstungspolitik.

Selbst das Angebot der US-Amerikaner dann wenigstens verstärkt deren Rüstungsgüter zu kaufen, wurde ausgeschlagen.

Und so steht die berechtigte Frage im Raum, ob uns die US-Amerikaner im Falle eine russischen Angriffes verteidigen werden.

Aber auch hier liegt die Antwort in Europa. Falls wir Europäer uns gegen einen russischen Angriff tatsächlich wehren werden und nicht allesamt sogleich mit wehenden Fahnen überlaufen, werden uns die US-Amerikaner auch zur Hilfe eilen — es wird nur dann wieder einmal eine ganze Weile dauern.

Deshalb wollten wir die US-Amerikaner auch 1945 nicht wieder gehen lassen. Und die glaubten tatsächlich, dass wir Europäer mit unseren Freunden ehrlich umgehen werden.


Grundgesetz

3.6.02026 5 (7)

Beitragsfoto: Grundgesetz

Verhandlungen

Nach all den Kriegsjahren in der Ukraine zeichnet es sich so langsam ab, dass es so kommt, wie es kommen muss, wenn die westliche Welt an einem Strang zieht. Der Russischen Föderation geht langsam aber sicher die Luft aus und der Konflikt konnte auch halbwegs eingedämmt werden. Und dies alles obwohl Wladimir Putin mit Donald Trump einen Trumpf im Ärmel hat! Was wiederum zeigt, wie resilient Demokratien trotz allem doch sein können.

Aber nun zieht Wladimir Putin seine letzten europäischen Trümpfe und zwingt die Ukraine an den Verhandlungstisch. Plötzlich sehen u. a. Deutschland und Frankreich — beide Regierungen innenpolitisch schwer angeschlagen — Möglichkeiten, um Wladimir Putin „an den Verhandlungstisch bitten“ zu können.

Und wir alle wissen doch ganz genau, dass Demokratie vom Kompromiss lebt. Und so dürfte es uns auch kaum erstaunen, dass die Russische Föderation letztendlich all das doch noch bekommt, wofür sie in den Krieg gezogen ist.

Die EU verkauft das dann als politischen Erfolg, ein paar Totalitaristen in Frankreich und Deutschland nehmen sich dafür ein paar Wochen etwas zurück und die Ukraine wird für alle gewinnbringend verhökert. Hatten wir mit Polen schon einmal.

Und so bleibt nur noch zu hoffen, dass die US-Amerikaner wieder einmal rechtzeitig aufwachen, bevor wir Europäer mit wehenden Fahnen die Welt erneut in Schutt und Asche legen.

Ikea

Als ich zum ersten Mal mit der Familie umzog, musste eine neue Küche beschafft werden. Die erst vor Kurzem eingebaute Küche konnte nicht mitgenommen werden. Da wir wussten, dass wir nun regelmäßig umziehen werden, kam eine Einbauküche für uns nicht mehr in Frage. Zufällig genau um diese Zeit warb Ikea mit einer Modulküche.

Kurz und gut, wir entschieden uns für diese und dachten dabei insgeheim, dass es sich um ein Provisorium handeln würde. Nach mehreren Umzügen hatten wir uns an die Küche mehr als gewöhnt. Folgerichtig bestand meine bessere Hälfte darauf, dass ein neuer Vermieter seine extra beworbene deutsche Luxuseinbauküche ausbaute und uns die eigene Ikea-Küche stellen lies.

Beim nächsten Umzug mussten wir dann unsere Küche gleich auf zwei Räume verteilen, wobei ein Teil davon nunmehr als Esszimmer diente. Beim Rückumzug nach Heilbronn war unser Vermieter nicht mehr so kulant und bestand auf den Verbleib der bereits vorhandenen Einbauküche.

Nach all den Jahren mit unserer Küche verschenkten wir die Elektrogeräte und machten aus unserer Küche eine Kellereinrichtung, die bis heute ohne jegliches Wenn und Aber ihre Dienste verrichtet.

Und so war es auch kaum verwunderlich, dass unser Jüngster, als er in eine Wohnung ganz ohne Küche ziehen musste, auf eine Ikea-Küche zurückgriff; wohl ebenfalls rein zufällig bewirbt Ikea aktuell seine neuen Küchen.

Inzwischen weiß ich, dass Ikea vielleicht noch Möbel kann, auf alle Fälle aber keine Küchen mehr! Der letzte Sachstand ist, dass Ikea nun erst einmal die beschädigte Küche einbauen wird, um dann, wenn eine neuwertige lieferbar ist, diese dann einbaut.

Schlimm für mich dabei, dass unsere fast 30 Jahre alte Ikea-Küche noch heute in einem besseren Zustand ist als eine neu von Ikea produzierte. Muss man wohl nicht mehr verstehen.

Vermischtes

Gestern konnte ich noch an einem sehr angenehmen Europastammtisch teilnehmen. Zum ersten Mal dürfte ich erfreut darüber gewesen sein, dass es kurzfristige Absagen gab, alleine weil wir keine freien Sitzplätze mehr hatten. Zum Schluss kamen ein paar Teilnehmer noch ins Schwärmen, denn fast jeder von uns hatte alte Erinnerungen an die gestrige Lokalität.

Bei uns hängt man inzwischen das Grundgesetz auf anstatt es zu lesen. Ok, es ist immer noch besser als wenn man es gleich auf den Scheiterhaufen wirft. Das Schlimme daran, die Verantwortlichen merken nicht einmal mehr, was sie tun; völlig überflüssige Deppen spielen wieder einmal Demokratie — was man halt so macht, wenn man keine richtige Arbeit bekommt.

Richard Volkmann hat mich gestern tatsächlich zum Lachen gebracht und zwar mit seinem Beitrag Flasche leer. Die regelmäßigen Leser dieses Blogs dürften wissen warum.

Zum Weinen hingegen die gestrige Sendung „Die Anstalt“ — Wahrheit kann so etwas von weh tun! Dummheit hingegen ist völlig schmerzfrei, was ein Grund dafür sein dürfte, warum sie so oft und so gerne genommen wird.

Nachdem man auf unserem Hauptfriedhof mit dem Auto, dem Motor- oder Fahrrad unterwegs sein kann, dort gerne Hunde und Katzen spazieren führt, in aller Ruhe seinen Joint raucht oder auch nur seinen Rausch ausschläft, ist es nur folgerichtig, dass man neben den Gießkannen, dem Grabschmuck und den Kerzen nun auch noch ein paar Urnen mitnimmt.

Passend dazu, wie nun bereits Bürgermeister ihre Bedenken äußern, dass man bei uns ein Rauchverbot nicht durchsetzen könne — war gestern hier erst Thema. Man sollte unseren Volksvertretern einmal erklären, dass man kein Nazi sein muss, um Recht und Ordnung durchzusetzen.

Im Gegenteil, wenn man Recht und Ordnung nicht mehr durchsetzt und sich zudem nur noch die eigenen Taschen füllt, dann erschafft man die Antidemokratie! Ich befürchte, dies zu oft mit voller Absicht. Eine Katherina Reiche möchte dorthin zurück, woher sie kam — auch eine Art von Konservatismus.