Maskerade

10.3.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Vorsicht!

Seit 1917 ist die Welt beständig russischen Aggressionen ausgesetzt. Und bisher scheinen für sämtliche russischen Regime auch keine Regeln zu gelten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass erneut Krankenhäuser bombardiert werden und der Völkermord wieder einmal keine Grenzen kennt. Und wieder einmal gibt es im Westen ausreichend verantwortliche Politiker, die dafür nicht nur volles Verständnis zeigen, sondern auch alles unternehmen, um auch dieses Mal ein russisches Terrorregime ungestraft davon kommen zu lassen — wahrscheinlich so lange, bis es diesen Diktatoren letztendlich gelingt, die freie Welt insgesamt zu unterdrücken.

So muss die ukrainische Regierung jetzt sehr gut darauf achten, dass sie vom Westen nicht in einen „Frieden“ mit der Russischen Föderation gezwungen wird.

Ein akzeptabler Frieden kann nur dann entstehen, wenn erstens die völlige und vollständige Souveränität der Ukraine wiederhergestellt wird, einschließlich der Krim. Zweitens, wenn sämtliche russischen Truppen und Terroristen die Ukraine verlassen haben, auch den Donbass. Drittens, wenn die für den Angriffskrieg verantwortlichen Politiker, wegen diesem und der dabei begangenen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegenüber der Menschheit vor einem internationalen Gerichtshof angeklagt werden und viertens, die Russische Föderation zumindest für alle Schäden und Zerstörungen aufkommt, die der Ukraine entstanden sind.

Sollte es der Westen wieder einmal gestatten, dass Putin erneut ungestraft davonkommt, müssen wir nicht lange darauf warten, bis er seine begangenen Fehler behoben hat und demnächst gleich von Anfang an den Dritten Weltkrieg startet.

Buga-Duscher

Die erfreulichen Nachrichten wollen heute einfach nicht abreißen. Auch wenn ich schon über Monate hinweg nicht mehr so richtig zum Schwimmen komme, was zuvor in Ulm nie ein Problem darstellte, da man dort für Sportler einfach viel bessere Voraussetzungen geschaffen hat, erfreute ich mich jedes Mal beim Spaziergang über die Buga-Duscher, die ganz offensichtlich allgemeine Hoffnung und Freude verbreiten. Und sobald auch das Wetter wieder etwas besser war, kam ich dabei ins Grübeln, ob man die Idee dieser Duscher nicht aufgreifen könne und selber im Neckar seine Runden zu ziehen. Letztes Jahr konnten wir sogar zwei sehr wagemutige und auch gut durchtrainierte Sportler bestaunen, die im Neckar Richtung Neckarsulm unterwegs waren — was meine eigenen Ambitionen dann gleich auch wieder sehr gedämpft hat.

Aber nun zum Erfreulichen, seit gestern sind die Buga-Duscher wieder repariert und stehen nun inmitten der alten Schleusenanalge, um es wohl für unsere Vandalen ein wenig spannender zu machen. Und so freue ich mich schon jetzt darauf, sie in Kürze selbst wieder mit eigenen Augen betrachten zu können. Die Buga-Duscher sind ein Kunstwerk von Christel Lechner, meines Erachtens auch ein sehr gelungenes.

Buga-Duscher 2019
Buga-Duscher 2019 | © Bettina Kümmerle
Buga-Duscher 2022

Archivarbeit

Auch die Reise nach Florenz will vorbereitet sein. So habe ich heute in Stuttgart nach Archivmaterial geforstet, welches wir im April mit nach Florenz nehmen wollen. Die kommenden Tage werde ich dann noch die digitalen Archive sichten und diese für einen Transfer nach Florenz vorbereiten.

Das Gute an unserer Reisegruppe ist, dass diese mich nicht nach exakten Jahreszahlen von Gebäuden oder Personen sowie auch nicht nach dem dritten Vorname eines ganz bestimmten Renaissance-Malers in zweiten Obergeschoss ganz links hinten in den Uffizien fragen werden. Und so bleiben meine diesbezüglichen Vorbereitungen weniger zeitintensiv.

Und für die Archivare in Florenz habe ich dann doch noch das eine oder andere Schätzchen heben können, so dass auch die sich bei ihrer Folgearbeit der Aufbereitung unserer Archive ein wenig freuen werden.

Gemälde des Tages

Andy Warhol: Marilyn Diptych (1962)

Geburtstag des Tages

Val Logsdon Fitch


Maskerade

17.2.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Stadtbibliothek

Heute hatten wir eine sehr erfreuliche Besprechung mit Andreas Incze, einem Vertreter der Stadtbibliothek Heilbronn. So wird die EUROPA-UNION in Zusammenarbeit mit dem Europa Zentrum Baden-Württemberg und der Stadtbibliothek Heilbronn erstmalig eine Ausstellung der Plakate zum Europäischen Wettbewerb im Mai diesen Jahres realisieren.

Gezeigt werden dabei sämtliche Plakate, die in den letzten fast 70 Jahren für den Europäischen Wettbewerb Werbung machten. Dies wird eine einzigartige Ausstellung werden, die ich nicht nur jedem Kunstbegeisterten ans Herz lege, sondern für alle, am gesellschaftlichen Leben interessierte, Mitbürger von großem Interesse sein dürfte. Und ehemalige Teilnehmer am Europäischen Wettbewerb kommen dabei sicherlich so richtig ins Schwärmen.

Die Vernissage findet am Europatag des Europarats, am Donnerstag, 5. Mai 2022 um 16.00 Uhr in der Stadtbibliothek statt. Mehr möchte ich jetzt aber noch nicht verraten.

Antiquariatsmessen

Dass in Leipzig die Buchmesse ausfällt, wurde schon vielfach bekanntgegeben. Jetzt wurde zudem bekannt, dass auch die beiden Antiquariatsmessen, welche in Stuttgart (18. bis 22.02.2022) und Ludwigsburg (17. bis 19.02.2022) angesiedelt sind, ebenfalls nicht stattfinden werden.

Beide Antiquariatsmessen kann ich jedem nur empfehlen, da schon alleine das Stöbern eine interessante Sache ist. Und da es bei uns in Heilbronn meines Wissens kein nennenswertes Antiquariat gibt, waren die beiden Messen gleich um die Ecke eine sehr gute Gelegenheit, um diesen Mangel etwas zu kompensieren.

Das Stöbern alleine in den unzähligen Katalogen oder entsprechenden Websites kann zwar das gewünschte Buch zu Tage fördern, ersetzt aber keineswegs das eigentliche Stöbern durch die Bücher- und Heftberge — zumindest mir geht es so. Zudem fehlen einem dann auch die netten Gespräche mit Gleichgesinnten oder den Händlern vor Ort — vor Jahren dachte ich einmal daran, dies mit einer eigenen Web 2.0 Seite kompensieren zu können, scheiterte aber bereits in der Planungsphase.

Und so bleibt mir heute nur, auf die beiden Kataloge der Messen zu verweisen, die es dann doch gibt:

Botschäftle

Wie wir heute in der Heilbronner Stimme lesen können (17.02.2022: 3) misshandelt die Landesregierung nicht nur unsere Sprache und wirft unsere Steuergelder mit vollen Händen zum Fenster hinaus, sondern schafft für ihr eigenes Klientel langsam aber sicher sehr interessante Dienstposten; und dies inzwischen sehr gerne weltweit.

Konnte man noch verstehen, dass Baden-Württemberg in Brüssel eine eigene Landesvertretung (seit 1987) unterhält, vor allem dann, wenn man ein Anhänger des Regionalismuskonzeptes ist und davon ausgeht, dass die Nationalstaaten an Bedeutung weiter verlieren werden, so sind die nunmehr seit 2005 weltweit aus dem Boden sprießenden Landesvertretungen nicht mehr erklärbar. Selbst dann nicht, wenn man ein dirigistisches Wirtschaftsmodell vertritt und glaubt, dass Wirtschaftsbetriebe nur dann erfolgreich sein können, wenn Beamte diese zumindest bewerben und Politiker zudem in den Aufsichtsräten sitzen.

Hier finden Sie die weiteren Landesvertretungen: Nanjing (1986!), Curitiba (2005), Pune/Delhi (2017), Kawasaki (2018), San Franzisko (2018), Addis Abeba (2019), Kapstadt (2019), Tel Aviv (2020) und London — sogar mit eigener Taxiflotte — (2021).

Ganz folgerichtig sind weitere Landesvertetungen in Planung, die dann eröffnet werden, sobald unsere Autoindustrie den Anschluss an den Weltmarkt verliert: Copacabana, Hawai, Bermuda und Ibiza.

Empfehlung des Tages

Shakespeare and Company

Shakespeare and Company (37 rue de la Bûcherie, 75005 Paris)

Geburtstag des Tages

Ursula Schaffer