Fotomodell

20.6.02026 5 (7)

Beitragsfoto: Fotomodell

Tanzball

Nie und nimmer hätte ich es mir träumen lassen, dass ich für einen Tanzball aufs Land fahren muss. Seit wir wieder nach Heilbronn zurückgezogen sind, passiert dies nun bereits zum zweiten Mal. Erst in Lehremy, dessen Bewohner eigentlich als Toltrampler bekannt sind, und nun geht es nach Ellhofen, ein Dorf, das ich vor weit über vierzig Jahren öfters aufsuchte, jedes Mal, wenn ich meine Tanzpartnerin nach Hause begleitete. Damals kamen deren Bewohner zum Tanzen noch nach Heilbronn!

Für uns tanzbegeisterte Heilbronner gibt es aber schon etwas länger keine bessere Alternative, wenn man nicht gleich nach Stuttgart, Baden-Baden, Köln oder gar Wien fahren möchte. Meine regelmäßigen Leser wissen darum, dass wir mit unserem Versuch wieder einen Tanzball in Heilbronn zu etablieren gescheitert sind.

Dafür gibt es heute eine ZDF-Sendung über den Müll in Heilbronn. Was mich ein klein wenig freut, denn zumindest waren meine langjährigen Bemühungen um ein wenig mehr Sauberkeit in unserer Stadt nicht gänzlich umsonst.

Was aber auch das Kranke unserer Gesellschaft deutlich vor Augen führt! Erst schmeißen unsere Volksvertreter eigenhändig ein Kind nach dem anderen in den Brunnen und dann lassen sie sich dafür feiern, dass sie nach einem Retter schreien.

Vermischtes

Der gestrige Kegelabend sehr entspannend. So ganz nebenbei zogen wir eine weitere Veranstaltung fest und überlegten uns, wie wir die kommenden Hertensteiner Gespräche besser bewerben können. Mancher „meiner“ Leser wäre bestimmt von diesen Gesprächen begeistert; es gilt wie bei vielem, man muss erst den inneren Schweinehund überwinden. Schon jetzt gibt es sehr interessante Teilnehmer, nicht nur bei den Volksvertretern.

Heute konnte ich ein Verbindungshaus mit Bierkrügen ausstatten, damit wäre die gute Tat des Tages eigentlich schon erledigt. Auf alle Fälle freue mich mich darüber, dass wir nicht alle Biergläser und -krüge in die Glascontainer entsorgen müssen. Man merkt einfach, ich hatte Gastwirte in der Verwandtschaft, aber noch mehr Sammelwütige.

Es ist wirklich an der Zeit, dass sich unsere östlichen Nachbarn daran machen und ihre eigene Geschichte aufarbeiten. Die damaligen Verbrecher haben, weil längst verstorben, nichts mehr zu befürchten und deren Nachfahren täte es ganz gut, einmal mit der Realität konfrontiert zu werden. Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverstöße und Antisemitismus waren noch nie deutsche Alleinstellungsmerkmale — was allerdings deutsche Gräueltaten auch nicht besser macht!

Ich lebte vier Jahre lang in Polen und war sehr überrascht darüber, wie antisemitisch Polen auch noch heute sein können und wie bewusst dort Museen die eigene Geschichte verfälschen.

Fällt es nur mir auf, dass unsere Medien den Rechtsextremismus immer schöner schreiben als er jemals war und sein kann. Wir alle wissen doch, dass sich sehr viele Zeitungen, Zeitschriften und auch Sender einfach überlebt haben. Journalisten sollten aber doch noch so viel Berufsethos besitzen, dass sie sich nicht von jedem kaufen lassen oder gar proaktiv einer möglichen gesellschaftsschädlichen Entwicklung zuarbeiten — letzteres hat durchaus etwas Pathologisches an sich! oder beweist einfach nur, wie grottenschlecht diese „Journalisten“ tatsächlich sind.

Fotomodell

Vor 30 Jahren meinte mein Dienstherr, dass ich es doch einmal als Fotomodell versuchen solle. Geteiltes Leid ist halbes Leid und so nahm ich meinen Vorzimmerlöwen gleich mit dazu. Was man mir zuvor nicht mitgeteilt hatte war, dass der französische Teil des Dienstherrn meinte, ein Kunstmaler wäre für diesen Anlass das Mindeste. Wer genau auf das Beitragsfoto schaut, der stellt fest, dass ein Maler sich weit mehr Freiheiten erlauben kann als ein Fotograf.

Nach ein paar Tagen Modellstehen und einer etwas längeren Wartezeit war dann tatsächlich ein Ölgemälde erstellt über dessen weiteren Verbleib ich keine Kenntnis habe. Anläßlich des Tags der offenen Tür in Müllheim gab es dann 1 000 Briefumschläge mit einem erweiterten Bild des Gemäldes aufgedruckt und zu meiner Überraschung dazu noch einen eigenen Poststempel der französischen Post.

Meines Erachtens viel zu viel Aufwand und wohl der Vorfreude geschuldet, dass wir kurz darauf auch noch die Brigade Centre in Sarajewo ablösten; die kroatische Küste hatten wir bereits in Beschlag genommen. Und so waren die Kosten für solche Kunst aus französischer Sicht heraus durchaus berechtigt und bei all den künftigen Einsparungen voll und ganz gerechtfertigt.

Wohl als Folge davon gab es dann auch noch ein paar professionelle Fotoaufnahmen aus dem Einsatzland, wobei Jahre später eine Aufnahme davon ihren Weg ins Haus der Geschichte fand — wie auch immer.

Aktuell entrümpeln meine bessere Hälfte und ich gleich mehrere Leben und dabei tauchen Dinge auf, die man nie erwartet hätte. Wie in den Jahren zuvor auch, landen weit über 90 % davon auf Wertstoffhöfen und in Müllverbrennungsanlagen.

Und so fand meine bessere Hälfte in den Resten einer noch endgültig zu entsorgenden Briefmarkensammlung gleich drei der oben erwähnten Briefumschläge. Einer davon ist tatsächlich adressiert und mit einer Sonderbriefmarke versehen — der Postler hatte mich auf dem Umschlag erkannt — in Heilbronn angekommen. Übrigens, auf mindestens eine angekündigte Postkarte von Karin und Andreas aus Asien warte ich noch heute.

Fun Fact am Rande. In dieser Zeit lernte ich, dass Deutschland, was das Internet und Stempel angeht, ein echtes Entwicklungsland war. Und so stempelten wir uns beginnend der 1990er-Jahre unsere Reisepässe mit allen mögliche Einreisestempeln voll. Jeder militärische „Port of Entry“ hatte seinen eigenen Stempel; was die stempelsüchtigsten Kameraden, Journalisten oder Angehörige von Hilfsorganisationen sogar Umwege fliegen ließ, nur um noch einen Stempel ergattern zu können. Wohl kaum einer dachte daran, dass eine solche Sucht in manch anderen Ländern zu Einreiseschwierigkeiten führen kann. Und so erkannte man die echten Profis daran, dass sie gleich mit zwei Pässen unterwegs waren.

Was im Rückblick auch erklären könnte, warum ich einmal ganz spontan eine Reisegruppe aus Hawaii begrüßen durfte. Wenn man diese nun mit den alleine von mir erhaltenen Stempeln in Verbindung bringt, ergibt das Ganze durchaus Sinn.


Schloss Lehrensteinsfeld

Tanzschule Brenner 4.5 (11)

Beitragsfoto: Schloss Lehrensteinsfeld

Die Tanzschule Brenner feierte am Samstag ihr 25jähriges Bestehen. Und Klaus Brenner fand dazu das passende Ambiente in Lehrensteinsfeld. Interessanter Weise kannte ich dieses Dorf aus meiner eigenen Tanzschulzeit, denn eine meiner Tanzpartnerinnen lebte dort. Die letzten Jahrzehnte fuhr ich bestimmt auch einmal durch „Lärimmi“, so wie die US-Soldaten diese Gemeinde nannten, hindurch und dürfte dabei wohl auch am dortigen Schloss vorbeigekommen sein, aber gesehen hatte ich es bisher noch nie.

Und so fand ich es sehr spannend, dass Kerstin und Klaus Brenner dort ihren Jubiläumsball ausrichteten. Noch spannender als ich erfuhr, dass der Ball im Garten stattfinden wird.

Meine Tanzschulzeit begann auf der Allee beim Wolf; dort hatten schon meine Eltern das Tanzen gelernt. Als dann ein neuer Tanzlehrer Ernst H. Boppel die Schule übernahm, zog diese nun „wolf-boppel“ genannt in die Paulinenstraße 15. Dort beendete ich meine Karriere als Tänzer bereits wieder Ende 1980. Wohl um diese Zeit herum starteten dort Kerstin und Klaus Brenner ihre Karriere als sehr erfolgreiche Tanzlehrer. Wobei deren Krönung vor 25 Jahren stattfand, nämlich als beide eine eigene Tanzschule eröffneten, welche sich mit ihrem Hauptsitz nun in der Wilhelmstraße 23 befindet.

Seit meine bessere Hälfte herausfand, dass es in unserer Nähe eine Tanzschule gibt, lernen wir beide wieder das Tanzen und so schließt sich für uns der Kreis, denn auch meine bessere Hälfte hatte in den 1980er-Jahren das Tanzbein bei Wolf-Boppel geschwungen.

Und so war es für uns beide selbstverständlich, dass wir der Einladung von Kerstin und Klaus Brenner nach Lärimmi ins Schloss folgten. Und ich war sofort vom Ambiente begeistert, das mich an Manöverbälle aus den 1980er-Jahren und an ein eigenes Fest erinnerte, welches ich mit „meiner“ damaligen Kompanie in unserer Patengemeinde ausrichten durfte. Schnell hatten wir den besten Platz ergattert und genossen auf einer Parkbank sitzend Schloss und Park. Von dort aus konnten wir auch ganz gut mit anschauen, wie sich so langsam aber sicher alle Ballgäste einfanden. Ich finde es noch heute ganz gut und schick, wenn sich Menschen für einen Ball in Schale werfen; leider gibt es dazu immer weniger Gelegenheit.

Für meine bessere Hälfte und mich war es schon alleine eine Augenweide die vielen schönen Kleider und Anzüge anzugucken. Klaus Brenner kam standesgemäß und ganz professionell im Smoking, was mir zeigte, dass ich völlig außer Übung und an diesem Abend wohl „underdressed“ bin — was meine bessere Hälfte aber mit ihrem Kleid wieder ausglich.

Dem Schlossgarten geschuldet gab es zwei Tanzflächen, von denen eine den Tanzpaaren etwas mehr Geschick beim Tanzen abverlangte. Man hat wohl erst so richtig gekonnt Tango getanzt, wenn man diesen zumindest einmal bergauf und dann wieder bergab tanzte. Was für die Walzertänzer wiederum keine Herausforderung darstellt, da kleine Unebenheiten des Tanzbodens zu einem Wiener Walzer einfach mit dazugehören, so wie Wiener Walzer weiterhin ein fester Bestandteil eines jeden guten Fests sein sollten.

Sehr lobenswert auch die Tanzkapelle des Abends Happyness Voice von und mit Andreas Cranen, die jedem zeigte, dass man zur Live-Musik einfach viel besser tanzen kann als zur bloßen Musik aus der Konserve. Der Jubiläumsball wurde zudem von den Ballerinen, die von Kerstin Brenner ausgebildet und trainiert werden, abgerundet. Mich fasziniert es dabei immer wieder, wie die jungen Damen auf ihren Fußspitzen stehen und tanzen.

Alles in allen war es erneut ein sehr gelungener Abend der Tanzschule Brenner. Meiner bessere Hälfte und mir hat er rundherum gefallen, auch wenn wir bereits etwas früher nach Hause gefahren sind.

Wir beide sind nun wieder motiviert, um im April 2024 erneut den Versuch zu starten, einen Europa-Ball in der Heilbronner Harmonie zu etablieren. Wir glauben beide daran, dass die Harmonie das richtige Umfeld ist, welches zudem ausreichend Tanzfläche bietet, um auch die tanzbegeistertsten Paare außer Atem zu bekommen.


Universum

3.1.02023 5 (3)

Beitragsfoto: Universum | © Gerd Altmann from Pixabay 

Verfettung

Bereits vor Jahren habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass nicht nur sämtliche Landesparlamente viel zu groß sind, sondern auch der Deutsche Bundestag. Dies wurde zudem vom höchsten deutschen Gericht bestätigt und darüber hinaus noch vom Europäischen Parlament eindeutig bewiesen, dass es durchaus auch ein paar Nummern kleiner geht.

Im März 2018 habe ich dann nochmals an den Herbst 1996 erinnert, dem Zeitpunkt wo der Bundestag beschlossen hatte, einer weiteren Verfettung des Nationalparlaments einen Riegel vorzuschieben. Seither spekulieren alle Interessierten nur noch darüber, wann die 1 000 Abgeordneten-Marke überschritten wird.

Und sobald es wieder einmal zum Thema wird, dass wir viel zu viele „illegale“ (vom Gesetz so nicht vorgesehene) Abgeordnete in den Parlamenten sitzen haben, dazu noch viele abgewählte Abgeordnete kommen, die weiterhin im Bundestag neben unzähligen Lobbyisten und Partei-Assistenten ihr Unwesen treiben dürfen, verspricht ein Berufspolitiker, dass man demnächst zumindest die aktuelle Höchstgrenze an Abgeordneten wieder erreichen möchte. Danach schieben sich die jeweiligen Parteien gegenseitig ein paar Tage lang Schuldzuweisungen zu und die Sache ist wieder vom Tisch.

Tatsache ist, dass inzwischen der Deutsche Bundestag mehr Menschen das Einkommen sichert als der Nationale Volkskongress in Peking mit seinen 2 980 Abgeordneten. Tatsache ist auch, das nun zudem das Kanzleramt weiter ausgebaut wird und damit selbst das Weiße Haus in Washington sehr klein aussehen lässt.

So lange uns unsere Berufspolitiker glauben lassen, dass wir 80 Millionen Deutsche mehr sind als 1,3 Milliarden Chinesen und dabei noch viel bedeutender als 270 Millionen US-Amerikaner, werden wir eine weitere Verfettung unserer Parlamente insgeheim als Ursache für „unsere Weltherrschaft“ ansehen und weiterhin begrüßen.

Dass wir damit längst unseren Rechtsstaat ausgehebelt haben, interessiert niemanden, und unsere Berufspolitiker werden auch diese Problematik weiterhin aussitzen.

Und so gehört die heutige Meldung der Tagesschau, dass die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas langsam ungeduldig wird, nur zum üblichen und folgenlosen Schaulaufen. Diese wird heute wie folgt zitiert: „Ich werde da sicherlich drücken. Anfang des Jahres müsse ein Entwurf ins Parlament, also in den nächsten Tagen.“

Doch ein entsprechender Gesetzentwurf lässt weiter auf sich warten und ich gehe davon aus, dass der kommende Deutsche Bundestag nun endlich die 1 000 Abgeordneten Marke reißen wird, so wie er wohl schon längst die 10 000 Mitarbeiter- und Angestellten-Marke gerissen hat. Und die Landesparlamente werden folgen, dies hat kürzlich der Landtag von Baden-Württemberg für sich so beschlossen.

Mein Fazit aus 2018: nicht an den Worten, sondern an den Taten muss man seine Abgeordneten messen!

Vermüllung

Heute können wir in der Heilbronner Stimme (03.01.2023: 21) lesen, dass Stadtrat Albrecht Merkt inzwischen von einer „organisierten Vermüllung“ unserer Stadt spricht. Und selbst die Stadt Heilbronn beklagt anscheinend eine „sinkende Reinigungsmoral“. So langsam aber sicher erkennen neben mir auch andere Heilbronner, dass unsere Stadt gewaltige Probleme hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese sogenannte „organisierte Vermüllung“ eine der Folgen davon ist und in diesem Sinne könnte ich auch halbwegs mit dem Begriff „organisiert“ leben.

Denn neben einem Verwaltungsversagen, sprich, den fehlenden bis ungenügenden Kontrollen, sind es die von mir immer wieder ins Feld geführten Bildungsdefizite vieler unserer Mitbürger, die zu solchen Sauereien und letztendlich zum Zerfall unserer Stadt führen.

Verantwortlich dafür halte ich unseren Sozialstaat, der entweder ein nicht funktionierendes Hirngespinst von Ideologen ist, oder aber inzwischen von völlig inkompetenten bis kriminellen Mitbürgern gekapert wurde und nun langsam aber sicher Staat und Gesellschaft von innen heraus zerstört.

Schwarzes Loch

So langsam beginnt man sich auch in Heilbronn die richtigen Fragen zu stellen. Und so freut es mich heute in der Heilbronner Stimme zu lesen, dass es seit kurzem Mitbürger und Journalisten von außerhalb gibt, die nun versuchen, ein wenig Licht ins Heilbronner Dickicht zu bekommen. Bereits vor Jahren nannten es Experten aus dem Ausland schlicht und einfach die „Deutschland AG“ und noch heute dürften es dieselben Familien sein, die sich dabei dumm und dämlich verdienen.

Und so waren die vergeblichen Versuche von Gesine Enwaldt, etwas mehr über das Geschäftsgebaren unseres jüngsten Heilbronner Ehrenbürgers zu erfahren, bereits schon einmal kurz Thema hier im Weblog. Auch Max Kronmüller aus Lehrensteinsfeld hat sich diesem Thema angenommen, und Christoph Donauer hat diese ebenfalls vergeblichen Bemühungen um Transparenz — übrigens, eine notwendige Grundlage jeder funktionierenden Demokratie — auf Seite 2 der heutigen Stimme-Ausgabe dokumentiert.

Dabei kennen wir doch alle die Antworten, denn keiner wird Milliardär, weil er Gutes tut oder anderen Menschen hilft. Selbst wenn ein Mensch mit eigenen Leistungen und Erfindungen aufwarten könnte, muss er zudem weiterhin sehr skrupellos seinen eigenen Geschäften nachgehen und stets dafür sorgen, dass kein anderer Vorteile aus diesen Unternehmungen zieht. Dies ist meines Erachtens auch völlig in Ordnung, so lange der Staat mit Regeln dafür sorgt, dass die dabei erzielten Gewinne besteuert werden und somit der Staat an sich und im Rahmen einer geregelten Umverteilung auch viele weitere Bürger profitieren.

In Deutschland haben wir ein weiteres Modell entwickelt, nämlich die Deutschland AG, wobei es zu einer sehr intransparenten Kooperation von Staat und ganz speziellen Familien kam. Und diese Deutschland AG wurde und wird von anderen Ländern beanstandet, da diese Länder zu der Überzeugung kamen, dass dabei deutsche Firmen im Wettbewerb mit anderen Firmen unlautere Vorteile genießen. Und schon damals wurde deshalb von allen Seiten mehr Transparenz eingeklagt — was über die Jahre hinweg immer wieder zu sehr interessanten Entdeckungen führte, und nicht nur der Deutschen Bank oder Großschlachtereien den ehemals guten Ruf nahm.

Deswegen ist es auch nicht wichtig zu erfahren, ob und wieviel die Dieter-Schwarz-Stiftung für ihre Wohltaten bezahlt oder sogar daran verdient, sondern wer mauert und damit verhindert, dass die notwendige Transparenz in diesen öffentlichen Angelegenheiten hergestellt wird. Denn gerade diese Damen und Herren sind es, die, sozusagen als „Verwalter“ der Deutschland AG, den größten persönlichen Vorteil daraus ziehen.