Donald Trump

10.3.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Donald Trump | © M. H. from Pixabay

Trump-Connection

Wer im ZDF heute nicht die 45 Minuten „Die Trump-Connection – Das Geschäft mit der Macht“ gesehen hat, der sollte dies nachholen.

Es soll hinterher keiner sagen, er hätte nichts gewusst! Nun bin ich gespannt darauf, ob wir auch einmal eine solche Reportage über einen bundesdeutschen Politiker sehen können — das wäre wohl das Ende des ÖRR.

Donald Trump macht in seiner zweiten Amtszeit die Politik zur Bühne für seine Deals. Dabei verwischen die Grenzen zwischen Staatsführung und persönlichen Interessen.

Tristan Söhngen zeigt, wie die Mechanismen ineinandergreifen, und spricht mit Insidern. Zum historischen und politischen Einordnen der Ereignisse kommen neben renommierten Personen aus dem Journalismus und Analysten aus den USA und Deutschland auch Trump-Supporter zu Wort.

So auch Mike Johnson, der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, der davon überzeugt ist, dass nichts mit unrechten Dingen zugeht: „Unter Biden ist das alles in den Hinterzimmern passiert. Die ganze Biden-Familie war damit beschäftigt, alle auf die Lohnliste zu kriegen. Was Präsident Trump auch immer tut, läuft offen und transparent ab. Sie versuchen nichts zu verbergen.““

Vermischtes

Wenn man wissen möchte, wie man ein erfolgreiches Unternehmen mit Schwung an die Wand fährt, dann kann man sich aktuell Porsche angucken.

Heute auch erfreulich, meine erste Vorlesung im Semester. Der Raum war gut ausgelastet. Wären jene Studenten mit dabei gewesen, die jüngst nachgewiesen haben, dass sie es nicht können, wäre es mehr als eng geworden. Und so hat alles seine Vor- und Nachteile.

Noch lange gibt es keinen Mangel an Öl und Gas und schon sind die Preise durch die Decke. Was geschieht dann erst, wenn es tatsächlich zu einer Knappheit kommen sollte? Manche Unternehmen muss man regulieren. Wir machen genau das Gegenteil, denn wir lassen ihnen ihre Gewinne möglichst ohne Steuern zu zahlen und schütten sie dafür noch mit Transferzahlungen zu, wo es nur geht. Zumindest ist dies die Wirtschaftskompetenz der Bundesregierung, für die nun Katherina Reiche „verantwortlich“ zeichnet. Der sogenannte Trickle-Down-Effekt endet bei uns leider bereits auf der Bundesministerebene.

Nun gibt es auch einen Europäischen Verdienstorden. Dieser wird irgendwie vom Europäischen Parlament in aktuell drei Stufen verliehen: Angela Merkel, Lech Walesa und Wolodymyr Selenskyj sind erstklassig. Menschen wie Jean-Claude Trichet zweitklassig und die sonstigen üblichen Verdächtigen werden mit der dritten Klasse abgespeist — was irgendwie schon zu einem demokratischen Parlament passt, denn auch dort etabliert sich die Klassengesellschaft immer mehr. Den Europäischen Verdienstorden mit Brillanten gibt es allerdings nur für Blaublüter, Scheichs und Massenmörder — da lassen sich unsere Volksvertreter wirklich nicht lumpen.

Und auch Ursula von der Leyen will wieder mehr Publicity: Atomreaktoren für die Hosentaschen sind nun ihr neustes Gadget. 200 Millionen Euro sind wir dafür schon einmal los. Wer diese Berufstochter kennt, der weiß mehr passiert dann aber auch nicht. Sie steht weiterhin nur für bloße Ankündigungen, Milliardenverluste und Föhnfrisuren.

Last but not least hier mein Nachklapp zum Weltfrauentag. Amisha Padnani zeigt in der New York Times Frauen, die sie aus entsprechenden Nachrufen zusammengestellt hat.

Hanser

Eigentlich wollte ich eine kleine Blog-Pause (kleiner Insider) einlegen und schon kommt da eine positive Meldung um die Ecke, die ich einfach nicht unerwähnt lassen kann. Denn eigentlich hatte ich Verlage für mich bereits als völlig überflüssig abgeschrieben und schon zeigt ein Verlag Arsch in der Hose.

Was durchaus daran liegen könnte, dass der Carl Hanser Verlag, der 1928 in München von Carl Hanser gegründet wurde, weiterhin in Familienbesitz ist. Und Arschkriecherei können sich Mittelständler nicht wirklich lange leisten — im Gegensatz zu Konzernen, wo das mit zum internen Gefüge gehört.

Wolfram Weimer, offiziell ein parteiloser Minister, wobei ich hier noch auf sein Outing warte und der außer einer rechten Gesinnung und schlechten Gedichten nicht viel weiter vorzuweisen hat, sagte jüngst ihn seiner Funktion als Bundesminister die Preisverleihung beim Deutschen Buchhandlungspreis ab.

Hanser lädt nun alle 118 ursprünglich nominierten Buchhandlungen zu einer Party in Leipzig ein. Chapeau! Wenn es dort kostenlos Schampus und Austern gibt, dann ist der Bundesminister sicherlich wieder mit dabei.

Vielleicht gibt es für Verlage doch noch eine Existenzberechtigung.

Nachtrag (11.3.2026)

Hier finden Sie eine Pressemitteilung von heute …

„Eine derartige Lüge wie in der Absage-E-Mail an die Buchhandlungen ist feige und eines Bundesbeauftragten für Kultur und Medien nicht würdig. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat nicht nur den Buchhandelspreis beschädigt, sondern auch sein eigenes Amt. Wir prüfen jetzt zusätzlich eine Dienstaufsichtsbeschwerde.“

Sven Adam als Bevollmächtigter der Buchhandlung Rote Straße (Göttingen)

Göttingen

26.9.02025 5 (3)

Beitragsfoto: Göttingen einmal anders

Zumutung

Aktuell erhalte ich wieder verstärkt E-Mail von Studenten. Der Hintergrund dafür ist einfach, sie möchten um ihre Klausurnoten feilschen. Wenn man nichts lernt und in Folge davon auch nichts kann, dann sind erst einmal alle anderen schuld und man versucht zu retten, was noch zu retten ist.

Schlimm, weil ich von Anfang an mit offenen Karten spiele und die Studenten vom Tag 1 an wissen, wie meine Klausuren entworfen, geschrieben und korrigiert werden. Feilschen kommt dabei nicht vor!

Da ich aber inzwischen davon ausgehen muss, dass die Masse der durchgefallenen Studenten auch das nicht verstehen kann, finde ich mich damit ab, dass ich wieder doch so einigen Studenten deren eigene Klausur zur Einsicht vorlege, nur um dann erneut mitzuerleben, wie diese einfach die Klausurfragen nicht verstehen können. Von deren eigenen Antworten ganz zu schweigen.

Eine Zumutung ist es aber, dass ich trotz mehrfachen Erklären und Intervenieren noch solche E-Mail erhalte.

„Hallo … Ich möchte bitte für Projektmanagement eine Klausureinsicht machen.“

Student, 2. Semester in Deutschland

Vermischtes

Heute ein Käffchen zusammen mit Detlef Stern. Schwerpunktthema: Betriebssysteme.

Schon immer mache ich unterwegs Schnappschüsse, meist um Dinge festzuhalten, die mich überraschen oder etwas außergewöhnlich sind. Eine solche Sammlung habe ich jüngst beim Ausmisten meines kleinen Hausservers gefunden. Ein paar Bilder davon werde ich sicherlich hier im Blog wieder verwenden.

Das heutige Foto stammt aus Göttingen, wo ich nach einer Besprechung im Mai 2017 noch mit ein paar guten Bekannten ein Abschlussbier nahm. Die Toilette der Kneipe war dann ein Schnappschuss wert, an die Kneipe selbst kann ich mich schon längst nicht mehr erinnern. Gerne nehme ich Hinweise über den Sinn und Zweck einer solchen Einrichtungsausstattung entgegen.

Da gibt es tatsächlich Menschen, die mich auf den Social Media vermissen. Nichts für ungut, aber ich vermisse dort nur ein paar wenige von jenen, die ich ansonsten aufgrund eines anderen Kontinentes kaum bis gar nicht mehr zu Gesicht bekomme. Der eigentliche Grund, warum ich vor den Social Media mit Social Media experimentierte. Dann aber geschah mit jenen Social Media, welche die Menschenmengen nur so anzogen genau das, was mit Menschenmengen schon immer geschieht, sie wurden alles außer sozial.

Dabei ist es schon seit gut 80 Jahren Gewissheit, dass man Menschen nur föderal organisieren kann, wenn man mit diesen Gutes erreichen möchte.

Pete Hegseth, der Mann fürs Grobe in der aktuellen US-Regierung hat tatsächlich die gesamte US-Militärführung einbestellt. Eine sehr außergewöhnliche Maßnahme. Ich sehe nur drei Gründe dafür. Erstens, man möchte sie alle exekutieren und die USA damit militärisch enthaupten. Zweitens, man möchte sie alle auf einmal entlassen, was ähnliche Turbulenzen verursachen würde, oder drittens, man möchte sie für den endgültigen Vollzug der Machtergreifung gewinnen. Lassen wir uns einmal überraschen.

E-Book

Bin bereits am neuen E-Book über die Hertensteiner Gespräche. Die letzten drei sind auf meiner Bücherseite zu finden. Es war von vornherein klar, dass dies eine Lektüre für absolute Polit-Nerds sein wird. Was ich aber nicht wusste ist, dass bisher laut epubli von den ersten beiden nur je zwei Exemplare gekauft wurden, davon je eines von mir selbst und vom dritten kein einziges — digitale Raritäten sozusagen.

Damit gebe ich diese Bücher eigentlich nur für mich selbst heraus. Und deshalb nutze ich das neue E-Book über die Hertensteiner Gespräche, um mir einmal die Kindle-Welt etwas näher anzuschauen.

Die Kosten für diese E-Books trage ich selber. Im Falle, dass damit einmal tatsächlich Geld verdient wird, landet dies in der Vereinskasse.

Dennoch ist es für unseren Verein ein Gewinn, weil die Bücher in Frankfurt und Leipzig für die kommenden Jahrhunderte hinterlegt bleiben und zudem inzwischen kostenfrei online-Werbung für die Hertensteiner Gespräche und die EUROPA-UNION machen.

Die jeweiligen Protokollanten motiviert es vielleicht sich als „Buchautor“ zu üben und wer weiß, vielleicht findet der eine oder andere dann am Schreiben sogar Gefallen.

Für mich ist es eine gute Gelegenheit, um mir die verschiedenen Arten und Vertriebsmodelle von E-Books einmal etwas näher anzuschauen, was ich sonst wohl nicht machen würde. Auf alle Fälle kann ich später mit gutem Gewissen mitreden, wenn das Thema auf E-Books kommt.


Lesezeichen

Tango Argentino 5 (5)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Annett Welsch | der Freitag

Die Beziehung zum Boden: zärtlich – Tango Argentino ist die pure Sinnlichkeit, Entwicklungshilfe aus Lateinamerika und – Fastfood für die Seele Alltag (8.7.2005 | zuletzt aufgerufen am 19.11.2023, 15.00 Uhr)

„[Es] scheint zutreffend, was ein argentinischer Tangolehrer formuliert hat: Tango, das ist Entwicklungshilfe aus Lateinamerika für die Europäer.“


Vor Kurzem habe ich selber über den Tango Argentino geschrieben, heute wurde ich auf einen schon etwas älteren Artikel im „der Freitag“ von Annett Welsch aufmerksam, den diese dort bereits 2005 veröffentlichte.

Ich weiß nicht, ob man auch noch heute in Leipzig Tango tanzt — ich müsste einmal bei Karin nachfragen. In Heilbronn tut man es aber heute noch.

Auf alle Fälle aber stimme ich mit dem im Artikel nicht näher benannten Tanzlehrer darin überein, dass wir Europäer Entwicklungshilfe dringend nötig haben — egal ob aus Afrika oder Lateinamerika.