Have questions?

Nerdiges 5 (5)

Beitragsfoto: Have questions? | © Shutterstock

Ruben Schade spielt seit Kurzem wieder mit dem Lotus Organizer herum. Beruflich sind für mich die 1990er-Jahre ohne diese Software gar nicht zu denken, auch wenn ich von Anfang an die Microsoft-Produkte mit in Gebrauch hatte.

Erst habe ich ein wenig seine unterschiedlichen Versionen angeschaut und geguckt, an welche ich mich am liebsten zurückerinnere, dann aber kamen die Erinnerungen an meine Lieblingssoftware zurück, die ich seit den DOS-Zeiten in Benutzung hatte und bis einschließlich Version 3.0 für Microsoft Windows (1999) täglich nutzte.

Mein ganz persönlicher erster digitaler Zettelkasten und Eier legende Wollmilchsau zugleich. Keine Software habe ich mit mehr Daten gefüttert als diese, die in ihrer Originalversion noch auf eine einzige 3,5 Zoll Diskette HD 1,44 MB passte.

Wohl in den Wirren meiner Einsätze und meiner Zeit in Paris herum verlor ich dieses Tool völlig aus den Augen und damit auch alle meine bisher gesammelten Datensätze. Zu dieser Zeit verlegte ich meine Arbeit auf den Nokia Communicator und stützte mich dabei auf die vorzügliche Zuarbeit und weitere Datenverarbeitung sehr fleißiger Mitarbeiter ab. Das Problem dabei, die Datenverarbeitung verlief nun zentral gesteuert und somit für mich kaum noch beherrschbar, selbst wenn sich ein Mitarbeiter die Mühe machte und alle meine von mir produzierten Datensätze auf 3,5 Zoll Disketten sicherte — diese Sicherungen vielen irgendwann einmal einem Umzug zum Opfer.

Aber noch heute trauere ich der Software askSam nach. Ein würdiges Follow-up von askSam dürfte nun Detlef Sterns Zettelstore sein, wobei ich ein paar Jahrzehnte später nicht mehr die Verve und die Kapazitäten habe, um diese noch voll und ganz nutzen zu können.

Und so träume ich nun ein wenig von askSam und ganz besonders von seiner Bedieneroberfläche, die Ruben Schade beim Lotus Organizer bereits verzückte.


Supercomputer

5.9.02025 4.9 (8)

Beitragsfoto: Supercomputer

Weblog

Erfreulich gerade zu lesen, dass auch manch andere Blogger ihre Beiträge im Laufe eines Tages ergänzen. Und dies soll auch einen eigenen Namen haben: „Tagebuchblog“. Auf alle Fälle hat es mich nun dazu motiviert, um diesen Blog-Beitrag noch zu ergänzen.

Vor wenigen Minuten wurde ich von einem netten Banker darauf hingewiesen, dass es ihm gefällt, wenn man seine Zweigstelle im Internet positiv bewertet. Ich bekenne mich schuldig und gebe hiermit zu Protokoll, dass ich viel lieber etwas positiv als negativ bewerte. Den Fehler, den viel zu viele Mitbürger dabei begehen ist, dass sie letztendlich damit beginnen, die Dinge schön zu schreiben. Und dies hilft außer dem Schönschreiber keinem weiter.

Auch ich freue mich darüber, wenn man das Blog hier positiv bewertet, am einfachsten geht dies, wenn man auf die entsprechenden Sternchen klickt. Manche nutzen auch die Gelegenheit und kommentieren einzelne Beiträge — wie bereits gesagt, das „Schönschreiben“ hilft dabei keinem weiter.

Noch mehr würde ich mich darüber freuen, wenn man zudem die Gelegenheit nutzt und in mein inzwischen nur noch digital vorhandenes Gästebuch schreibt.

Ganz besonders freue ich mich aber darüber, wenn man mein Blog auf dem unabhängigen Bewertungsportal „Trustpilot“ und dabei noch möglichst positiv bewertet. Denn letztendlich sind es die Kommentare und Bewertungen, die einem Blog etwas Leben einhauchen.

Jupiter

Selbstverständlich freue ich mich darüber, dass wir nun Jupiter haben. Seit 25 Jahren verfolge ich die Liste der aktuell 500 größten Computer mit noch größerem Interesse.

Die Tagesschau (05.09.2025 06:38 Uhr) schreibt dazu: „Deutschland liegt in der globalen Rangliste der Supercomputer mit gut 40 Rechnern zwar weit vorne, doch das ist nicht das ganze Bild.“ Stimmt, denn Deutschland hat unter den ersten 50 Supercomputern mit dem europäischen Jupiter (Platz 4), der nur rein zufällig bei uns steht (!), mit Juwels nur einen weiteren europäischen Computer auf Platz 43, also keinen.

Richtiger Weise merkt die Tagesschau weiter an: „Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Google beispielsweise lassen ihre wesentlich leistungsstärkeren Rechner nicht in die Liste aufnehmen, und auch China reicht seit Jahren keine Daten mehr ein.

Das aktuelle Fazit aus der Liste ist, dass wir mit Helma, dem ersten deutschen Supercomputer aus Erlangen den Platz 51 belegen und sehr viele europäische Länder weit vor uns liegen. Und so müssten wir es endlich einmal zur Kenntnis nehmen, dass wir ohne unsere europäischen Nachbarn überhaupt nichts Besonderes sind — wenn wir überhaupt etwas gut können, dann nur noch mit dem Mund!

Und seit dieser Regierung ist es nun offiziell, dass der ÖRR auch nur noch Hofberichterstattung betreibt. Und wenn es Dieter Schwarz mit seiner Heilbronner KI-Initiative wirklich ernst meint, dann stellt er einen echten Supercomputer nach Heilbronn; dann hätten die beiden neuen Heilbronner Gaskraftwerke tatsächlich auch einen Sinn und Zweck, außer jenen, um ein paar „systemrelevante“ Personen reich zu machen.

Da ich jüngst ein paar Uraltrechner „geerbt“ habe, denn mein Jüngster hat einmal ausgemistet, bastele ich gleich einmal selber an meinem ganz eigenen Supercomputer; dazu müsste mir allerdings Detlef Stern etwas zur Hand gehen, denn diese muss man nicht nur miteinander verdrahten, man benötigt auch noch eine entsprechende Software.

Sollte demnächst der Strom etwas knapp werden, dann handelt es sich hierbei bestimmt um meine ersten Schaltversuche. Merke: wenn man bei uns die Sache nicht gleich selber macht, dann geschieht hier überhaupt nichts!

Vermischtes

Eine Gesellschaft in der selbst fremde Fahnenflüchtige besser versorgt werden als die eigenen Soldaten stimmt etwas ganz gewaltig nicht! Bevor wir einen einzigen deutschen Soldaten in der Ukraine verheizen, sollten wir erst einmal dafür sorgen, dass die Millionen an ukrainischen Drückebergern sich zuerst um ihr eigenes Land kümmern.

Dank Jason Kottke weiß ich nun, dass es eine Website über die Galaxie der Star Wars-Filme gibt. Sich dort zu tummeln ist immer noch weit besser als seine Zeit als Montagsmarschierer zu verbringen. Und auch umweltverträglicher als z. B. mit einem Wohnmobil unterwegs zu sein.

Als Gianni Versace 1997 ermordet wurde, fand ich dies sehr bedauerlich, da er selbst für mich Banause sehr gute und noch interessantere Klamotten fabrizierte — ich hatte darüber bereits berichtet. Nur Coco Chanel stand bei mir damals noch höher im Kurs. Einem Karl Lagerfeld konnte ich alleine wegen seines Gehabes nie etwas abgewinnen, bewunderte es als junger Mann aber, dass er es immer wieder schaffte, hübsche Mädchen zum Laufen zu bringen.

Gestern nun starb Giorgio Armani, den ich alleine schon dafür gut fand, dass er es schaffte, dass wir damals noch jungen Männer aus der Schmuddelecke kamen, und dies obwohl wir T-Shirt mit Anzug, auch noch mit Sportschuhen kombiniert, ganz praktisch fanden. Und noch praktischer, endlich nur mit einer Anzugsjacke über die Jeans geworfen als nicht völlig underdressed wahrgenommen zu werden.

Als Soldaten mussten wir zwar mindestens zwei Anzüge haben, konnte damit im Gegensatz zu den Jura oder Medizin studierenden oder eine Banklehre machenden Altersgenossen sonst wenig anfangen. Und wenn wir dann außerhalb unserer eigenen Blase abends oder am Wochenende unterwegs sein wollten, sorgte in den 1980er-Jahren ein Giorgio Armani dafür, dass nun gutes Aussehen und eine Anzugsjacke völlig reichten, um in der normalen Welt akzeptiert zu werden. Um uns während oder nach einer harten Woche „in Schale zu schmeißen“ hatten wir meist keine Lust und mit Uniform hätten wir damals nur für Aufruhr und Entsetzen gesorgt.

Giorgio Armani brachte so ein wenig italienischen Lebensstil in unsere ansonsten steife Gesellschaft, wo ein Gianni Versace schon wieder eine Nummer zu groß war und nur in der damaligen Schickeria Einzug halten konnte. So brachte Giorgio Armani Normalität zu uns, während Gianni Versace zusätzlich noch für Entzücken sorgen konnte.

Nun aber steht zu befürchten, dass wir Deutsche uns wieder in braune Hemden kleiden, uns meist völlig unrechtmäßig und möglichst in militärischen Uniformen zeigen und aus vollen Halse brüllen, dass sich alle anderen außer uns selbst für unser Land in den Soldatentod stürzen müssen!

Auf alle Fälle aber und wir müssen nur in den Bundestag gucken kommen die steifen Anzüge wieder zurück! Die dortigen Wehrdienstverweigerer und Drückeberger ziehen nun sogar ganz freiwillig Uniform an. Und so werden wir bald alle den Tod dieser beiden Modeschöpfer sehr bedauern.

Heute musste ich zudem meinen Gedankenblitz „500“ mit einem entsprechenden Nachtrag versehen, denn das gemeinsame Händchenhalten von Putin, Modi, Kim und Xi wird bei unseren Berufsdemokraten nicht ohne Folgen bleiben.

Nur einen Vergleich bei der Nachhaltigkeit im Stadtbusverkehr: München hat bereits 100 Elektrobusse im Betrieb. Heilbronn einen einzigen. Seit 2019 prüft die Stadtverwaltung, ob Elektrobusse überhaupt einen Sinn machen.


Brunnen

27.8.02025 4.8 (9)

Beitragsfoto: Brunnen

Souveränität

Heute geht es um die digitale Souveränität, die es noch weniger gibt als die europäische oder eine strategische. Stefan Pfeiffer macht dennoch in seinem Blog eine lesenswerte Bestandsaufnahme, was nicht bedeutet, dass ich hierbei seiner Meinung bin.

Ich musste viel zu oft mit nationalen Lösungen arbeiten, die technologisch weit hinter anderen Lösungen hinterherhinkten, von einer Nutzerfreundlichkeit oder einem Service ganz zu schweigen. Was zudem zu dem Problem führte, dass alle im Privaten und wo sie nur konnten mit US-Produkten arbeiteten und sich im Beruf immer wieder umstellen mussten.

Ich bin davon überzeugt, dass dies die Ursache für die Marktmacht von Microsoft auch in unseren Kommunen und Behörden ist. Die Verantwortlichen wissen, dass die Masse ihre Mitarbeiter nicht die intellektuellen Kapazitäten besitzen, um gleich zwei unterschiedliche Systeme bedienen zu können.

Ich scheitere schon seit ein paar Jahren daran, in meinem Umfeld Threema einzuführen. WhatsApp ist angesagt und wird auch trotz vielfältiger Verbote in Behörden und Schulen von allen genutzt. Und wie gesagt, gleich zwei unterschiedliche Systeme zu nutzen, überfordert die meisten Mitbürger.

Zudem ist es das Schöne und meines Erachtens auch Gute am Internet, dass dieses miteinander verknüpft ist. Man kann zwar Insellösungen fahren, dies ist aber absolut nicht im Sinne der Menschheit, die schon immer auf weltweiter Kooperation basiert. Und wer glaubt, dass sein Server im eigenen Keller, der am Netz hängt, vor Zugriff sicher sei, der kennt die Fantasie und Schöpfungskraft seiner Mitbürger nicht. Im Falle, dass man so gut ist, um andere vor einem ungebetenen Zugriff auf die eigenen Daten ausschließen zu können, kann man seine Daten überall parken — was durchaus auch sinnvoll sein kann.

Gesetze zum Datenschutz sind deshalb auch nur so gut, wie sie technologisch nicht juristisch untermauert werden können.

Wo ich mit Stefan Pfeiffer übereinstimme ist, dass man Schnittstellen standardisieren und bei sehr vielen Produkten die Nutzerfreundlichkeit steigern muss sowie Open-Source-Lösungen fördern kann. Auch sollten Transparenz und Talent-Bindung schon längst gängige Praxis sein.

Mein Verständnis von Souveränität ist es aber, dass jeder Mensch und auch juristische Personen selbstständig entscheiden können müssen, was für und wessen Produkte sie selbst nutzen.

Diesen Personen könnte man durch Transparenz und Information bei ihren Entscheidungen behilflich sein, darf dann aber nicht daran verzweifeln, wenn sie weiterhin bei WhatsApp bleiben.

Mein Verständnis von Souveränität ist es auch, ob europäisch, strategisch oder digital, dass man weiterhin weltoffen bleibt und sich tunlichst davor hütet, eine digitale DDR zu schaffen — tut einfach keinem gut!

Nachtrag 28.8.2025

Stefan Pfeiffer hat auf meinen Kommentar geantwortet. Eigentlich wollte ich gleich vor Ort retournieren, leider mag das WordPress.com nicht und sperrt mich dabei aus — ich muss einmal Detlef Stern um Hilfe bitten, denn ich kann es nicht nachvollziehen.

Also nun hier meine Antwort auf Stefan Pfeiffers Antwort: Europäisch schön und gut, aber hier ist wohl die EU gemeint. Wir Unionsbürger stellen gerade einmal gut 5 % der Weltbevölkerung. Und damit wäre dies immer noch eine sehr kleine Insellösung (Stichwort: Superstaateuropäer — wobei ich betone, dass ich Stefan Pfeiffer für keinen solchen halte.)

Hertenstein

Auf mein letztes Rundschreiben an 245 Abonnenten bekam ich eine einzige Antwort, ein mageres Ergebnis. Die Öffnungsrate von ca. 50 % ist zufriedenstellend. Was in sich aber wieder stimmig ist, da man schon länger davon ausgehen kann, dass man je 100 Leser eine Antwort erhält.

Und so freue ich mich jedes Mal, wenn ich eine Reaktion auf einen Blog-Beitrag erhalte, weil ich dann davon ausgehen kann, dass dieser von weiteren 99 Menschen gelesen wurde. Selbstverständlich gilt dies alles nur für den Hobby-Bereich. Im echten Leben weiß ich, dass 99 % der Adressaten eine an sie versandte Nachricht nicht nur lesen, sondern auch weiter verarbeiten. Und das ist das Schöne, wenn man mit Profis arbeiten darf und kann!

So ist es nun auch nicht verwunderlich, dass wir bis zum Schluss nicht wissen können, wer nun so alles zu den 9. Hertensteiner Gesprächen kommen wird; Stand heute sind es 95 Teilnehmer. Die bisher gemachte Erfahrung zeigt, dass man gut 120 Anmeldungen benötigt, um 100 Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Trotz dieser Erfahrung bin ich dennoch immer wieder geneigt, doch so viele Teilnehmer wie gemeldet in die Rechnung mit aufzunehmen — da kommt dann doch einfach der Optimist durch.

Schön wäre es, wenn es auch im Ehrenamt und Freiwilligendienst mehr Verbindlichkeit gäbe, leider aber greift inzwischen die Unverbindlichkeit sogar bei den Profis voll durch. Und damit sind solche Veranstaltungen zu einem regelrechten Vabanquespiel geworden. Vielleicht auch der Grund, warum sich immer mehr Ehrenamtlicher nicht mehr darauf einlassen.

Anfang September müssen wir, was die 9. Hertensteiner Gespräche angeht, mit dem Parkhotel und der Gastronomie Nägel mit Köpfen machen, für einen Verein und dies auch wenn wir inzwischen von anderen Vereinen unterstützt werden, doch jedes Mal eine kleine Herausforderung. Danach geht es „nur“ noch um die Inhalte, an denen bis zum Schluss weiter gefeilt wird.

Ärgerlich wird es dann, wenn man zu oder gleich nach den Gesprächen wieder einmal erfahren muss, dass sich jemand ganz dringend und maßgeblich auch noch engagieren wollte und wir schuld seien, weil wird diesen VIP nicht rechtzeitig informiert zu haben.

Und so erlaube ich mir gleich an dieser Stelle auf die 10. Hertensteiner Gespräche hinzuweisen, die am Samstag, 19. September 2026 stattfinden werden.

Vermischtes

Felix Schwenzel schwärmt in einem Blog-Beitrag über „Früher™ [im Internet]“. Ich durfte das Internet bereits in den 1980er-Jahren kennenlernen und fragte mich dabei fast 20 Jahre lang, ob es überhaupt privat sinnvoll zu nutzen wäre. Sehr viele andere erkannten schon damals das große Potenzial, das im Internet steckt. Ganz wenige die übergroße Gefahr, die damit verbunden ist.

Heute bin ich der Auffassung u. a. von Detlef Stern [zumindest glaube ich ihn so zu verstehen], dass man nur das nutzen sollte, was man auch selber bauen kann. Allerdings mit der Einschränkung [weil selber viel zu faul], dass es auch reicht, wenn man es tatsächlich selber bauen könnte.

Wobei viel zu viele Menschen an Dingen kein Interesse mehr haben, wenn sie diese noch selber machen könnten oder gar verstehen würden — nehmen wir nur mal das Essen im allgemeinen oder den Eistee im besonderen, den man jetzt bereits in Pappgefäßen kaufen kann. Noch populärer Zuckerwasser in Dosen jeder Art.

Gartenarbeit ist jüngst angesagt, gestern und vorgestern kam noch Franz Schirm zur Unterstützung. Auch was die Gartenarbeit anbelangt, komme ich aus einer ganz anderen Ecke, meine Kampfstände in Rosenbeeten waren in den 1980er-Jahren legendär und schafften es sogar einmal in die Zeitung. Inzwischen schlage ich längst keine Schneisen mehr, sondern schnipsele so vor mich hin. Wobei ich feststellen muss, dass ich für die vorhandenen Werkzeuge eindeutig zu grobschlächtig bin.

Sollte sich die Gartenarbeit bei mir als Lebensabendbeschäftigung etablieren, dann müssen langsam aber sicher richtige Werkzeuge ran; Rita und Jörg Mühlemeier haben mir ihren entsprechenden Fuhr- und Werkzeugpark bereits vorgestellt.

Und wer weiß, vielleicht komme ich auch wieder auf den eigenen Hund. Apropos Hunde, aktuell sind bei uns wieder jene Viecher angesagt, die zusammen mit ihren weit überdimensionierten Leinenkonstruktionen (Zaumzeug) kaum das Gewicht einer Hauskatze auf die Beine stellen. In meiner Jugend konkurrierten Hunde noch gewichtsmäßig mit den jungen Damen, welche man gerne auf die Spaziergänge mitnahm.

Was aber durchaus fragen lässt, warum man einen Hund anleinen und versteuern muss, die größeren Hauskatzen aber weiter völlig ungestraft ihr Unwesen treiben dürfen. Schlimmer noch, ein Katzenbesitzer muss seinem Haustier nicht hinterher räumen, die dürfen selbst ungestraft in Nachbarsgarten scheißen.

Als ich gerade das Schlagwort „Gartenarbeit“ neu erstellte, fiel mir auf, dass es sich bei diesem Wort um ein waschechtes Oxymoron handelt. Gärtner von Beruf arbeiten auch in Gärten, wobei diese wohl nicht von Gartenarbeit sprechen, und alle anderen Menschen gärtnern in einem Garten, auf Deutsch, sie vergnügen sich dort, was somit keine Arbeit ist. Und wäre es tatsächlich Arbeit, dann würden dies bei uns schon längst andere machen.

Gestern saß ich eine ganze Weile an einem Brunnen und genoss die Totenstille in einem Heilbronner Stadtteil. Wären nicht ab und zu ein paar meist leere Stadtbusse vorbeigekommen, hätte ich fast an ein militärisches Übungsdorf zur Mittagszeit gedacht. Ok, dort funktionieren die Brunnen nicht mehr.

Wer sich nun dafür interessiert, in welchem Stadtteil ich unterwegs war, dem hilft der Brunnen weiter. Technologisch versierte Leser analysieren einfach die Meta-Daten des Bildes — das wäre dann aber Trickserei.