Keith Jarrett

Als ich das Kölnkonzert (1975) von Keith Jarrett während meines Studiums in den 1980er Jahren zum ersten Mal — leider nur auf CD — hörte, wusste ich sofort, dass ich von diesem Jazz-Pianisten öfters einmal eine CD kaufen werde. Über die Jahre hinweg haben sich dann wohl auch so einige seiner Platten in meiner Sammlung eingefunden. Seine Musik wird von mir so gerne und oft gehört, dass ich diese CD bereits vor Jahren auf meinem Server übertragen habe und damit immer, wenn mir danach ist, auf die entsprechende Platte zurückgreifen kann. Dieser Bequemlichkeit ist es wohl dann auch geschuldet, dass ich bis heute kaum eine Langspielplatte von Keith Jarrett in meiner Sammlung habe.

Noch heute dürfte the Köln Concert die bekannteste Aufnahme Jarretts sein und wohl auch seine meist verkaufte Platte. Jarretts Solokonzerte sind dabei reine Improvisationen und gemäß seiner eigenen Aussage ziemlich die enthüllendste psychologische Selbstanalyse, die er sich selber vorstellen kann. Auch wenn seine Improvisationen durchweg begeistern, sind es doch seine Einspielungen, wie etwa die Goldberg-Variationen (1989), oder sein Zusammenspiel mit anderen Musikern, die sein Können voll und ganz zur Geltung kommen lassen.

Meine Lieblingsaufnahmen von Keith Jarrett sind bis heute die folgenden:

Wenn ich Sie jetzt etwas neugieriger gemacht haben sollte, dann hören Sie einfach einmal in obige Aufnahmen hinein — ich bin sehr zuversichtlich, dass auch Sie die eine oder andere Aufnahme von Keith Jarrett mit in Ihre Sammlung aufnehmen werden.

„I even have dreams where I am as messed up as I really am — so I’ve found myself trying to play in my dreams, but it’s just like real life.“

Keith Jarrett, Keith Jarrett Confronts a Future Without the Piano (21. Oktober 2020)

The Police

Dass ich überhaupt Platten dieser Gruppe höre, ist die alleinige Schuld von Oliver, einem sehr alten Freund. Er kam 1978 mit Outlandos d’Amour um die Ecke, und wir hörten sie zusammen von meinem Plattenteller. Und beim gemeinsamen Hören der Platte Reggatta de Blanc (1979) behauptete er sogar, dass der Textauszug „Does everyone stare the way I do?“ des Songs „Does Everyone Stare“ eigentlich das passende Lied für mich sei — wahre Freunde schenken sich nichts!

Spätestens ab dieser Platte hatte ich dann the Police ebenfalls in meiner Plattensammlung und erstand dann auch die drei Folgeplatten Zenyattà Mondatta (1980), Ghost in the Machine (1981) und Synchronicity (1983). Das Schöne an the Police ist dabei vor allem die Überschaubarkeit ihres Repertoires, was ganz offensichtlich ihrem sehr schnellen Ende 1984 geschuldet ist, obwohl sich die Band offiziell wohl erst 2008 aufgelöst hat.

Das hat aber auch zur Folge, dass mir alle Platten noch heute gefallen und ich die einzelnen Titel immer wieder gerne höre. The Police gründete sich 1977 um Stewart Copeland, Henry Padovani, Sting (Gordon M. T. Sumner) und Andy Summers, wobei Padovani die Band bereits 1977 wieder verließ, und mit dem Weggang von Sting 1984 ihr Ende ganz offensichtlich besiegelt war.

Auch ich fand schon damals, dass Sting ohne the Police besser war und sammelte deshalb weiter seine Langspielplatten. Und noch heute besuche ich gerne Sting Konzerte, letztmals zusammen mit meiner besseren Hälfte und einem befreundeten Ehepaar, Doro und Philippe, 2017 in der Nähe von Heilbronn; dabei mussten wir aber allesamt feststellen, dass weder bei jenen auf der Bühne, noch bei uns vor der Bühne die Zeit stehen geblieben ist.

Mit den Platten können wir dennoch ganz gut die damalige Stimmung konservieren und uns schöne Erinnerungen zurück ins Gedächtnis rufen.

Dissent is a legitimate and essential right in any democracy and modern politicians must accept this fact with tolerance. A sense of proportion — and a sense of humour — is a sign of strength, not a sign of weakness.

Sting (25. Juli 2012)
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