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Joe Pass – Catch Me!

Meine Begeisterung für den Jazz begann damit, dass mir ein amerikanischer Soldat, mit dem ich gut ein Jahr zusammen in der Nähe des Europaplatzes zweimal in der Woche Basketball spielte, 1980 zum Abschied eine Langspielplatte mit den vollständigen „Catch me!“ Sessions schenkte.

Damit hielt ich meine erste Jazz-Platte in den Händen und war somit von Anfang an auch für diese bestimmte Art von Jazz mehr als anfällig. Joe Pass spielte bereits 1963 sein Debüt-Album Catch Me ein und war sogleich aus der Jazz-Welt nicht mehr wegzudenken. Noch heute sind seine Duette mit der Sängerin Ella Fitzgerald ohne Vergleich und seine vier Virtuoso Einspielungen ein „Must Have“ für jeden Jazz-Liebhaber.

1980 brachte Blue Notes die Catch Me! Sessions von 1963 neu heraus.

Gleich im Anschluss füge ich noch eine Aufnahme aus dem Jahr 1975 hinzu, die damals in Hannover aufgezeichnet wurde. Damit können Sie sich selbst ein Bild von diesem musikalischen Traumpaar Fitzgerald & Pass machen.

Joe Pass wurde am 13. Januar 1929 in New Brunswick (Neubraunschweig), einer Kleinstadt in New Jersey geboren; ein paar Jahre vor dem Schauspieler Michael Douglas, der auch von dort stammt. Bereits 1943 im Alter von 14 Jahren begann Pass seine Karriere als Gitarrenspieler, verbrachte dann aber den Großteil der 1950 Jahre als Drogenabhängiger in den verschiedensten amerikanischen Gefängnissen und Krankenhäusern.

1961 ging er ins Synanon House, einer damals umstrittenen Entziehungsanstalt in Santa Monica, Kalifornien, um schon 1962 als Jazz-Gitarrist durchzustarten. Mit den zu Anfang erwähnten Catch Me! Sessions war es dann 1963 endlich soweit und Pass nicht mehr aus der Musikwelt wegzudenken. Alles Weitere ist Jazz-Geschichte.

„I’m just a guitar player, man, and I got myself screwed up, and now I’m halfway straightened out and I’ve got to get out and learn something … I want to get my feet wet with some really good jazz musicians. This I’ve never really done. I’ve never been a jazz musician.“

Joe Pass vor der Einspielung der Catch Me! Sessions 1963
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Tubular Bells

Als ich dieses Musikstück von Mike Oldfield ca. 1974 zum ersten Mal hörte, war ich mir sofort ganz sicher, dass ich diese Langspielplatte unbedingt besitzen muss; was bei meinem mir damals zur Verfügung sehendem Taschengeld eine schwerwiegende und auch langfristige Entscheidung war.

Und auch 1992, als Tubular Bells II erschien, griff ich sofort zu – dieses Mal aber zu einer CD -, genau so wie 1998 beim Erscheinen von Tubular Bells III.

Tubular Bells Live Performance on BBC TV am 30. November 1973

Erst mit The Millennium Bell 1999 wurde ich dann doch etwas vorsichtiger und wartete auch etwas länger, bis ich mich zum Kauf entschied.

2003 musste ich aber doch wieder sofort zugreifen und kaufte die Neueinspielung von Tubular Bells (2003), jetzt aber wieder mit Sally Oldfield als Hintergrundstimme.

Besser noch als alle seine Platten zusammen, sind Mike Oldfields Live-Auftritte.

Tubular Bells Live Performance at Montreux 1981

Am 4. September 1992 spielte Mike Oldfield mit einem großen Orchester inklusive Feuerwerk zum ersten Mal Tubular Bells II und dies vor der Burg in Edinburgh.

Am 4. September 1998 gab es in London auf dem Horse Guards Parade die Weltpremiere von Tubular Bells III, und ich war wieder hin und weg. Und noch heute kann ich von seinen Live-Auftritten nicht genug bekommen, auch wenn ich sie mir zum größten Teil erst hinterher anschauen muss.

Seine Millennium Bell hatte dann zu Silvester 1999 in Berlin Premiere, wobei mir bis heute das Setting und der tiefere Hintergrund immer noch nicht ganz verständlich sind.

Zum Schluss des Beitrages lasse ich gerne nochmals das BBC und Mike Oldfield selber zu Wort kommen.

Tubular Bells The Mike Oldfield Story

„Everything on Tubular Bells was done on the first take – it was lovely, so spontaneous. I had such a long time to prepare it, and I had just one little chance to do it, and now I listen to it and it has a lovely spontaneous energy. It’s got mistakes, and I could easily have cut them out, but I left them on.“

Mike Oldfield, Das „Telegraph Interview“ (10. Juni 2009)