Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Die Zeiten, in denen ich den Boss hoch und runter hörte, die sind längst vorbei. Meine entsprechende Plattensammlung und die Musikkassetten habe ich bereits vor Jahren weitergegeben.

Sein drittes Album „Born to Run“ (1975) musste ich bei meinem Vetter Kenneth so lange anhören bis es auch mir gefiel — Erziehungsmethoden eines Vietnamveteranenkinds. Danach und ab „Born in the U.S.A.“ (1984) sogar gleich freiwillig kaufte ich mir bis zum „Tunnel of Love“ (1987) alle seine Platten und war später darüber doch etwas erstaunt, dass ich Menschen kennenlernen durfte, die bis weit in die 2010er-Jahre hinein kein Konzert ausließen.

Mit seinem Album „Devils & Dust“ (2005) wurde ich wieder etwas mehr mit Bruce Springsteen vertraut, aber nicht mehr so, dass ich deswegen extra auf Konzerte ging. Den Film „Deliver Me From Nowhere“ (2025) habe ich bis heute noch nicht gesehen.

Umso mehr freut es mich, dass der Boss zu den aktuellen Geschehnissen in Minneapolis Stellung nimmt. Ganz besonders deshalb, weil US-Milliardäre wie Tim Cook das Ganze als völlig belanglos herunterspielen; was mir wiederum beweist, dass Milliardäre, egal woher, keine Demokraten sind und im Bestfall demokratischen Regierungen nur in den Hintern kriechen — aber auch nur so lange, bis sie sich ihren eigenen Diktator kaufen können.

Nach diesem Song fällt es mir schwer, um einen weiteren nachzuliefern. Ein wenig Sarkasmus hilft vielleicht dabei.

Meine Erfahrung zeigt aber, dass man nicht in den USA geboren sein muss, um kein einziges Boss-Konzert auszulassen. Und ich werde nun wohl auch wieder öfters auf Bruce Springsteen zurückgreifen.

Nachtrag

Passend dazu ein Gedicht von Amanda Gorman „For Alex Jeffrey Pretti – Murdered by I.C.E January 24, 2026“

„A city aflame fought fire and ice
‘Neath an occupier’s boots
King Trump’s private army from the DHS
Guns belted to their coats
Came to Minneapolis to enforce the law
Or so their story goes“

Bruce Springsteen (2026)

Konzert

Musikvideo zum Tag 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Die Stranglers befanden sich gleich zu Beginn der 1980er-Jahre im Umbruch, konnten aber 1981 mit dieser Ballade wieder Tritt fassen. Der Song „Golden Brown“ befindet sich auf der LP „La folie“ (1981), die den damaligen Fans wohl insgesamt doch zu weichgespült war. Mir gefiel die Platte, war aber auch nie ein Fan der Gruppe.

Die Stranglers gründeten sich 1974 als Würger von Guildford. 1990 dürfte dann Schluss gewesen sein.

Auch noch bekannt der Song „Strange Litte Girl“ (1982).

Mit dem Lied „Always The Sun“ (1986) hatte ich diese Gruppe dann völlig aus den Augen verloren. Und wenn das bis morgen mit Davos nichts wird, dann hilft dieser Song den Volksvertretern vielleicht etwas weiter.

Ganz bestimmt aber ist die Sonne schuld daran, dass die Parlamentarier des Europäischen Parlaments doch noch Mercosur beerdigt haben. Denn sie haben dessen Versenkung sicherlich nicht als Morgengabe für Donald Trump gesehen, so viel politisches Verständnis haben die alle nicht. Es dürfte sich eher wie die letzten Jahre bereits auch, bloß um blanke Bestechung handeln.

Einigen wir uns heute aber auf zu viel Sonne oder gerne auch auf zu viel Heroin — am Geld sollte beides nicht scheitern.

„Every time just like the last
On her ship tied to the mast
To distant lands
Takes both my hands
Never a frown with golden brown“

Stranglers (1981)

Demokratie

19.1.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

Vermischtes

Die fünfzehn Mann sind wieder zurück von der Totenmanns Kiste. Das Erkundungskommando hat festgestellt, dass es in Grönland im Winter kalt ist: dazu ganz passend der Song „Eisbär“ von Grauzone.

Eine schon etwas ältere Nachricht beunruhigt mich doch ein klein wenig. Threema hat den Besitzer gewechselt und nun muss man darauf hoffen, dass dieser Dienst nicht dasselbe Schicksal wie Signal erleidet. Aber auf alle Fälle sind beide immer noch besser als das so gehypte WhatsApp.

In der heutigen Zeit, wenn man vor einer Wahl steht, ist es immer öfters die Wahl zwischen Pest und Cholera. Warum denke ich nun bloß an die kommende Landtagswahl? Obwohl, eine Landtagsabgeordnete antwortet tatsächlich weiterhin auf meine Anfragen, ist bei mir damit gesetzt.

Sobald Abgeordnete halbwegs bürgernah sind, verschwinden sie leider ganz automatisch auf die hinteren Listenplätze; eher unwahrscheinlich, dass dies in dieser Partei geschieht, weil sie eine Frau ist — wenn ich darüber aber nochmals etwas näher nachdenke?

Donald Trump gründet einen „Friedensrat“ und wir dürfen allesamt einmal darauf gespannt sein, welcher europäische Politiker als erstes eine Milliarde Euro Steuergelder in die Hand nimmt. Ich habe schon die ersten Wetten laufen; bei der richtigen Reihenfolge verdoppelt sich der Gewinn.

Auch in der Union pflegt man sehr gerne Männerfreundschaften. Noch dürften wir nicht das kriminelle Niveau der Republikaner, der Fidesz oder des Einigen Russland erreicht haben, aber Jens Spahn arbeitet weiter sehr fleißig daran. Anette Dowideit und Christina Brause berichteten bereits im August letzen Jahres über das Spahn-Netzwerk.

Misogynie

Nils Minkmar schreibt in einem Blog-Beitrag über das einigende Band heutiger Autokraten und Totalitaristen. Für ihn ist dies der Frauenhass. Auch wenn ich seine Argumente durchaus nachvollziehen kann, gehe ich weiterhin davon aus, dass dies zu kurz gesprungen ist und besser unter Misanthropie abgelegt werden kann.

Die Ursache für beides dürfte nicht nur ein mangelndes Selbstwertgefühl sein, man muss Putin, Trump und Co. einfach einmal etwas genauer anschauen, sondern das Resultat, wenn völlig unqualifizierte, wenig attraktive und nicht nur menschlich inkompetente Menschen zu Geld und Macht gelangen. Und dieses Problem ist so alt wie unsere Menschengeschichte.

Vorurteile

Vorurteile können Leben retten, bei mir hat dies bereits mehrfach funktioniert und so spreche ich eher von gut trainierten Deutungsmustern.

Heute Morgen war ich wieder mit dem meseno-Bus unterwegs. Der Running Gag, ich durfte ihn wieder einmal betanken; was praktisch war, denn so konnte ich meine neue Karte gleich auf Funktion überprüfen. Die Fahrt sehr entspannt, weil weniger auf meiner Strecke unterwegs waren als sonst üblich. Zudem gab es keine Wartezeiten an meinen jeweiligen Stationen. Dafür wurde nach einer Woche meine Lieblingsbaustelle wieder aktiviert. Ich gehe einmal nicht davon aus, dass nach einer Woche Betrieb nun wieder gut ein Jahr Baustelle von Nöten sein werden.

Wenn ich von Norden nach Heilbronn hereinkomme, befindet sich eine höchst interessante S-Kurve mit gleich drei Ampelanlagen auf meiner üblichen Strecke und danach noch zwei Kreuzungen, die immer etwas Besonderes zu bieten haben.

Und da sonst nichts auf der Strecke los war, freute ich mich regelrecht auf die S-Kurve und beschloss diese einmal anders als sonst zu durchfahren. Dort angekommen, fiel mir sofort ein Vollhonk auf, der die S-Kurve nahm, sichtlich ohne vorab zu wissen, wie er diese wieder verlassen möchte.

Und so kam er an der Ausgangsampelanlage zum Stehen, was für Fahrzeuge dort sehr selten der Fall ist. Hinter ihm ein sehr schöner Mercedes, der kurz meine Aufmerksamkeit ablenkte, und dann mein Bus und ich. Die Ampelanlage schaltete auf grün, kurze Wartezeit, dann beschleunigte der Vollhonk, trat sogleich wieder kurz in die Bremsen, um danach ganz ruhig weiter zu zuckeln.

Der Mercedes überraschte mich mit einer automatisierten Vollbremsung und einem nicht wahrnehmbaren Bremsweg. Ich war herausgefordert, denn ich bremse noch selbst. Die Mercedesfahrerin bedankte sich bei mir, entschuldigte sich für die auch für sie überraschende Vollbremsung ihres Autos und die Welt war für mich wieder in Ordnung.

Deutungsmuster müssen immer überprüft werden und so gelang es mir im weiteren Verlauf der Fahrt, einen Blick auf den Vollhonk zu werfen, denn dieser zuckelte weiter durch die Stadt, wohl um nach weiteren Opfern Ausschau zu halten; was Vollhonks bis zur Sportschau halt so machen.

Ich erhaschte einen gut 150kg schweren Mitfünfziger, der tatsächlich im Sportschaudress Auto fuhr. Hätte er noch eine Dose Bier und ein paar Chips mit dabei gehabt, wäre die Karikatur komplett gewesen.

Ich spekuliere jetzt einmal weiter. Dieser Mensch hat bestimmt ein AfD-Parteibuch, zumindest aber wählt er diese Bande. Auf alle Fälle aber überlegt er sich jedes Mal, wenn er einen Menschen auf der Straße sieht, ob er bremsen soll oder nicht.