Konzert

Musikvideo zum Wochenende 3.8 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Um mich ein wenig für das noch zu schreibende Rundschreiben in Stimmung zu bringen, greife ich wieder einmal auf Santana zurück und gucke, wo ich damit dann zum Schluss landen werde.

Wenn am Ende das Rundschreiben versandfertig vor mir liegt, hat sich dieses Video zumindest für mich schon gelohnt. „Europa (Earth’s Cry Heaven’s Smile)“ findet man auf der Platte „Amigos“ (1976).

Geschrieben wurde das Stück von Carlos Santana und Tom Coster. Und hier ist es gleich nochmals zum etwas weiteren Reinhören.

Manche kennen sicherlich auch noch Gato Barbieri, der es mit seiner Version von „Europa“ bis in die damals populäre Serie „Miami Vice“ (1984 – 1990) geschafft hat. Man findet seine Version des Lieds auf der LP „Caliente!“ (1976).

Und es wäre nicht Carlos Santana, wenn es nicht auch noch eine gemeinsame Einspielung der beiden gäbe. Wobei doch so einige Musikliebhaber Gato Barbieri den Vorzug vor Santana geben.

Meine Leser haben nun wohl ausreichend Material, um sich selber ein Bild davon machen zu können, welches nun der bessere Europa-Song ist — wie doch so meist, dürfte es eine ganz persönliche Geschmacksache sein.

Es würde mich aber nicht wundern, wenn doch so manche dem gemeinsamen Spiel der beiden am meisten abgewinnen können. Ich lasse mich derweil von meinen eigenen Erinnerungen leiten als dieses Lied auf meinem Plattenteller in Dauerschleife lief.


Buggles

Wunschvideo 5 (6)

Beitragsfoto: Langspielplatte

Auf Wunsch eines einzelnen Herrn, genauer gesagt von Andreas Lochner, lege ich nun noch mit einem weiteren Blog-Beitrag nach. Da ich aktuell etwas bewegungseingeschränkt bin und mich außer in der Stoa zu üben wenig machen kann, komme ich diesem Wunsch sehr gerne nach — jede Ablenkung ist mir sehr willkommen!

„The Age of Plastic“ (1980) ist das Debutalbum des Duos Buggles. Ursprünglich ein Trio, was übrigens auch einmal der Name einer Band war, blieben bereits nach den ersten Aufnahmen nur noch Geoff Downes und Trevor Horn übrig.

Trevor Horn wurde beim Erstellen der Langspielplatte von Kraftwerks Album „Die Mensch-Maschine“ (1978) inspiriert; sie konnten dennoch nie an Kraftwerk heranreichen, meine bessere Hälfte ist da sicherlich anderer Meinung.

Das Album wurde im Laufe des Jahres 1979 eingespielt; meine regelmäßigen Leser dürften meine musikalische Vorliebe für dieses Jahr bereits kennen. Und der besagte Wunschsong von Andreas Lochner kam bereits vorab im September 1979 in die Radios.

Auch wenn dieser Song noch heute ein Ohrwurm ist, gefiel mir damals der Song „I Love You (Miss Robot)“ noch besser. Dieser erinnerte mich tatsächlich etwas an Kraftwerk, aber später mehr noch an Grace Jones‘ „Pull Up To The Bumper“ (1981).

Die Folge-LP „Adventures in Modern Recording“ (1981) nahm ich dann nicht mehr bewusst wahr. Vielleicht nun eine ganz gute Gelegenheit, um mir diese Platte einmal in Ruhe anzuhören.

Jetzt aber liegt „The Age of Plastic“ am Plattenspieler und ich gucke einmal, was meine bessere Hälfte dazu sagen wird. Wahrscheinlich: „Hauptsache kein Kraftwerk!“

Der Vollständigkeit halber nun noch die zweite Seite des Albums, denn Buggles war doch ein Duo.

Nachtrag

Tatsächlich bekomme ich keine negativen Reaktionen von meiner besseren Hälfte auf die Platte — könnte aber auch an der gewählten Lautstärke liegen. Hat etwas gedauert, bis ich sie entstaubt hatte. Und zumindest aus heutiger Sicht ist die Platte insgesamt ein richtiger Ohrwurm; ich merke, wie sich mein Geschmack über die Jahrzehnte doch ein wenig geändert hat.


Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (6)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Vor Kurzem machte mich Jason Kottke darauf aufmerksam, dass es anlässlich 50 Jahre Talking Heads — wie die Zeit verfliegt — ein neues Video zum Hit „Psycho Killer“ aus 1977 gibt. Die Protagonistin ist dabei Saoirse Ronan.

Die Talking Heads gründeten sich bereits 1975 in New York, dem Geburtsort von Saoirse Ronan ein paar Jahre später. Die Gruppe, welche in den 1980er-Jahren sehr populär war, bestand aus Tina Weymouth, David Byrne, Chris Frantz und Jerry Harrison. 1991 löste sich die Band auf.

Der Hit „Psycho Killer“ befindet sich gleich auf dem ersten Album „Talking Heads: 77“ (1977). „Once in a Lifetime“ vom Album „Remain in Light“ (1980), „Burning Down the House“ vom Album „Speaking in Tongues“ (1983) und „Road to Nowhere“ aus dem Album „Little Creature“s (1985) dürften ebenfalls noch bekannt sein.

Nun aber zurück zum heutigen Hit, den die Band bereits 1974 in einer ersten Version unter ihrem Namen „Artistics“ aufgeführt haben soll und dann als Talking Heads 1975 weiter bearbeiteten. Ich finde noch heute, dass der Song tatsächlich besser in die erste Hälfte der 1970er-Jahre passt als in die 1980er.

Wie ich finde, gibt Saoirse Ronan heute dem Lied eine ganz andere Bedeutung, wobei schon damals™ die angebliche Verbindung zu den „Son of Sam“-Morden (July 1976 – July 1977) wohl nur von den Medien hochgespielt wurde, was sowohl der Faktenlage als auch den Aussagen der Band widersprach — „News“, die dem Erfolg des Lieds nicht geschadet haben dürften. Und noch heute wird das Lied mit Serienmördern in Verbindung gebracht; auch ich habe den Song noch so in Erinnerung.

Nun können Sie sich mit den beiden obigen Videos ein eigenes Bild vom Inhalt des Liedes machen und dabei auch wieder einmal die Macht von Bildern erkennen. Eine weitere Bilder-Deutung findet sich in meinem Blog-Beitrag „Once in a Lifetime“ (diese spielt sicherlich auf die „Son of Sam“-Morde an).

Auf alle Fälle geben nun die Talking Heads zu ihrem Fünfzigsten dem Song „Psycho Killer“ eine offizielle Deutung, welche sie mit Saoirse Ronan bildlich ganz gut untermauern. Diese Deutung ist auf alle Fälle politisch korrekt und passt in unsere Zeit.

Mein Kommentar zum 50. Jubiläum der Band

Ein rühriger Pfarrer organisierte einen Abend für Ehemänner, die kurz vor ihrem 25. Hochzeitstag stehen. Dazu lud er auch ein Gemeindeglied ein, das kurz vor dem 50. Hochzeitstag stand.

Er bat diesen zu berichten, was er zum 25. gemacht hätte. Dieser gab an, dass er mit seiner Frau nach Südafrika fuhr. Der Pfarrer lobte dieses Engagement als mustergültig für eine gute Ehe und fragte den Mann, was er nun zum 50. geplant hätte?

Dieser antwortet darauf, dass er sie nun wieder aus Südafrika abholen möchte.

„Ce que j’ai fait, ce soir-là
Ce qu’elle a dit, ce soir-là
Réalisant mon espoir
Je me lance vers la gloire … OK !“

TAlkinG Heads (1977)