Plattencover-Ausschnitt

28.5.02024 5 (7)

Beitragsfoto: Plattencover-Ausschnitt

Verschiedenes

Den Nachmittag begann ich mit einem Stadtbadbesuch, bevor wir mit gleich drei Teams die letzten Freie Wähler-Broschüren in der Kernstadt verteilten. Das Stadtbad entwickelt sich immer mehr zu einem Raucherbad, inzwischen bin ich es leid, noch zu intervenieren. Nun versuche ich die Zigarettenmarke zu erraten, wenn sich wieder eine neue Rauchwolke über mich legt. Die aufdringlichen Parfumschwaden störten mich nur im Sportbecken, wenn ich beim Luftholen fast erstickte; jetzt wo ich vom Schwimmen zum Baden übergegangen bin, kann ich mit dem Parfumgeruch besser umgehen als mit dem Gestank ungeduschter Badegäste.

Beim Spazieren durch den östlichen Teil der Kernstadt konnte ich mich wieder etwas erholen, denn das Wetter spielte mit. Zum Schluss trafen wir noch auf Herbert Burkhardt und wollten noch gemeinsam ein Käffchen trinken, leider reinigte das Personal bereits die Kaffeemaschine und räumte die Tische ab. Selbst ein Herbert Burkhardt konnte das Personal nicht mehr dazu bewegen, um noch innerhalb der ganz normalen Öffnungszeiten den eigentlichen Aufgaben als Verkäufer nachzukommen. Zumindest ich weiß jetzt, wo ich nicht mehr einkehren geschweige denn etwas kaufen werde.

Vorlesung

Die heutige Vorlesung begann mit einem Käffchen zusammen mit Detlef Stern. Kurz davor meldete sich noch eine Firma bei mir, die „versehentlich“ einen Software-Rollout zu früh an ihre Kunden weitergab, und teilte mir mit, dass dieser noch während meiner Vorlesung zurückgenommen werde. Passender konnte ich meine Vorlesung nicht beginnen — wir waren sofort mitten im Thema. Deswegen sollte ich dieser Firma nicht allzu böse sein, denn man kann auch als schlechtes Beispiel zu etwas nützlich sein.

Noch spannender dabei, dass die besagte Firma meine Angaben sofort anhand des Weblogs von Detlef Stern überprüfte — wegen eines entsprechenden Hinweises von Detlef Stern kam ich überhaupt erst auf die Idee, dass etwas am aktuellen Rollout der neuen Software nicht stimmen könnte.

Und so drehten sich die Gespräche, der E-Mail-Verkehr mit der Firma und die Vorlesung um ein und dasselbe Thema, nämlich Qualitätsmanagement.

„Risikomanagement“ wird von mir erst in zwei Wochen thematisiert werden, für den einen oder anderen Studenten wohl zu spät, besonders für jene, die erst zum Schluss in meine Vorlesungsreihe eingestiegen sind oder sogar noch einsteigen werden. Was mich daran erinnert, dass ich schon immer einmal eine Vorlesung über die nicht-kooperative Spieltheorie halten wollte.

Ach, und in einer ganz anderen Sache läuft gerade ein kleines Spiel, Detlef Stern hat den Ball sofort aufgenommen. Bin einmal sehr gespannt, ob und wann er wieder in meinem Feld landet — auf alle Fälle aber werden wir beide viel Spaß haben.

Lösung

Herr J. von der Stadtverwaltung hat reagiert und eine Lösung gefunden. Der Infostand des Staatsministeriums am Freitag auf dem Kiliansplatz soll nochmals seitens der Stadt beworben und dabei auch erwähnt werden, dass die EUROPA-UNION Heilbronn mit dabei ist.

Zwischenzeitlich hatte sich auch das Staatsministerium in diese Angelegenheit mit eingebracht. Das Ganze hätte man einfacher haben können, nämlich indem die für den Schlamassel verantwortlichen Mitarbeiter des Landratsamts und der Stadtverwaltung einfach besser qualifiziert wären.

Und so zeigt es sich wieder einmal, dass es für alle Beteiligten nicht gut ist und zudem unserem Land insgesamt schadet, wenn man Behörden und Verwaltungen als zweiten oder gar dritten Arbeitsmarkt missbraucht.

Georg Danzer

Aufgrund der Erlebnisse der letzten Tage habe ich die Platte „Traurig aber wahr“ von 1980 aus meiner Sammlung geholt und höre sie nach vier Jahrzehnten wieder hoch und runter. Das Schöne an so einer Langspielplatte sind die Liedtexte auf der inneren Plattenhülle. Insgesamt acht Lieder, von denen jedes einzelne auch in diesem Jahr geschrieben worden sein könnte.

Ich fange jetzt lieber nicht zu zitieren an, denn sonst stünden zum Schluss alle acht Liedtexte hier auf dem Blog. Wer neugierig geworden ist, findet die Texte bestimmt auch im Internet.


Hölle

Vereinsvorsitzender 5 (9)

Beitragsfoto: Hölle | © Amy auf Pixabay

Wenn man in Heilbronn Vereinsvorsitzender ist, benötigt man ein sehr dickes Fell. Wenn man sich dazu noch weigert, die in Heilbronn ganz normalen Spielchen mitzuspielen, dann sollte man zumindest gedient haben, denn sonst wird es sehr schnell äußerst unangenehm. Im Falle, dass man gleich noch einen zweiten ehrenamtlichen und unbezahlten Vorsitz innehat, kann man sich über unangenehme Erlebnisse wirklich nicht mehr beklagen. Und so freue ich mich heute doch ein wenig, dass ich an einem dritten Vorsitz gerade noch so vorbeigeschrammt bin, auch wenn ich das heutige Dahinsiechen meines von mir dereinst geliebten Vereines sehr bedauere. Ich bin übrigens lernfähig und lehne seither weitere diesbezügliche Angebote ab, denn man kann nicht alle retten.

Aktuell bedauere ich einen von mir sehr geschätzten Heilbronner Vereinsvorsitzenden, der es sich erlaubte, einmal eine Entscheidung zu treffen, die, wohl ganz untypisch für einen Sportverein, die Kreise einiger besonders wichtiger Heilbronner störte. Dies ist ganz besonders tragisch, da die meisten unserer Sportvereine auf städtische Almosen angewiesen sind — und deswegen wären Kriechen und Schmieren wohl die idealere Handlungsweisen.

Was mir wieder einmal vor Augen führt, welches Glück ich habe, dass die beiden von mir geführten Vereine keine Almosen benötigen, mehr noch, dass diese aus Mitgliedern bestehen, die entweder ebenfalls sehr leidensfähig sind oder mir einfach die eine oder andere weniger gute Entscheidung verzeihen können.

Meinem Vorsitzendenkollegen kann ich nur ans Herz legen, das Angebot und die Hinweise aus dem Heilbronner Gemeinderat anzunehmen. Und wenn er dann noch Lust auf Vereinsarbeit hat, ich kenne gleich zwei Vereine, die engagierte ehrenamtliche Mitarbeit sehr schätzen.

Sehr geehrte Mitglieder des Vorstandes,

im Namen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN möchte ich mich den Ausführungen der Kollegen Hinderer und Randecker anschließen und ergänze, dass ich auch als Beitragszahler bereits den massiven Auftritt der Freien Wähler bei der Bewirtung an Christi Himmelfahrt irritierend fand.

Auch kann ich nicht erkennen, in welchem Zusammenhang die beworbene Felderrundfahrt mit dem SV am Leinbach steht.

In seiner Satzung distanziert sich der Verein vom Handeln nach parteipolitischen Gesichtspunkten. Das sollte auch oder gerade in dieser Zeit gelten.

Mit freundlichen Grüßen
Holger Kimmerle

E-Mail vom 19. Mai 2024 15:37 Uhr

Um ein Missverständnis aus der Welt zu schaffen, die vom Leiter des Event-Teams der HSG Heilbronn Handball, Michael Kuhn, zum Vatertagsfest eingeladenen Freien Wähler haben allesamt ihre Rechnung bezahlt und alleine damit schon für den Verein Gewinn erwirtschaftet.

Sehr geehrter Herr Epple, sehr geehrte Vorstände des SV Heilbronn am Leinbach,

nach Rücksprache mit meinen Kolleg*innen aus der SPD-Fraktion, aber auch im Austausch mit den Fraktionsvorsitzenden der anderen demokratischen Parteien im Gemeinderat, schließen wir uns der Stellungnahme des Kollegen Thomas Randecker ausdrücklich an und begrüßen, dass er klar und deutlich darauf hinweist, was auch wir unter der gebotenen Neutralitätspflicht im Wahlkampf für geboten halten. 

Da ich mir persönlich nicht vorstellen kann, dass eine derart offensichtlich einseitige Positionierung im Sinne der Mehrheit ihrer Vereinsmitglieder ist, bitte ich Sie, die vorliegende Korrespondenz den Mitgliedern des SV-Vorstandes zur Kenntnis zu geben – unsererseits verbunden mit der Hoffnung, dass von dieser Seite eine Klarstellung des Sachverhaltes erfolgt. Vielen Dank vorab dafür.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Hinderer
Vorsitzender SPD-Fraktion im Heilbronner Gemeinderat

E-Mail vom 9.5.2024 um 11:20 Uhr

Diesen Belehrungsreigen hat meines Wissens der CDU-Vorsitzende begonnen. Zum Abschluss gab noch ein weiterer, ganz besonders wichtiger Gemeinderat und Gruppenvorsitzender seinen Senf dazu; Heilbronner Fraktions- und Gruppenvorsitzende fallen einfach gerne im Rudel über uns Bürger her. Da ich Letzteren selbst noch nie ernst genommen habe, führe ich dessen unabdingbare Rücktrittsforderung auch nicht mit auf.

Sehr geehrte Vereinsverantwortliche, sehr geehrter Herr Epple, lieber Lars,

offenbar haben sich die Verantwortlichen des SV nun doch entschieden, sich öffentlich durch Plakatwerbung für einen Bewerber im Rahmen der Kommunalwahl zu positionieren. 

Wir als CDU-Fraktion halten eine gemeinsame öffentliche Veranstaltung mit einer Partei/Gruppierung in der Schlussphase des Kommunalwahlkampfes  im Rahmen der gebotenen Neutralitätspflicht gegenüber allen polit. Parteien und Bewerberinnen und Bewerber für falsch.

Ein Verein der im Rahmen der Sportförderung Mittel der Stadt Heilbronn erhält, die im Übrigen im Rahmen der HH-Beratungen vom gesamten Gemeinderat der Stadt Heilbronn beschlossen werden müssen, sollte sich in Zeiten von Wahlkämpfen politisch neutral verhalten. 

Ich begrüße es außerordentlich, daß sich auch Vereinsvorstände für polit. Ämter bewerben, – im Gegenteil das ist sogar richtig und notwendig. Nur muß man das eigene politische Engagement von sonstigen Ehrenämtern trennen. Andere Vereinsvorsitzende aus verschiedensten Bereichen haben sich in der Vergangenheit immer fair daran gehalten. Ich denke da nur beispielsweise an Herbert Tabler, der nie die SPD in die öffentliche Nähe zur TG Böckingen gebracht hat, oder an meinen verstorbenen Kammerpräsidenten Hackert, der das regionale Handwerk politisch neutral nach außen vertreten hat.

Gerade die Verantwortlichen des SV, die in Mitten wichtiger Entscheidungen stehen, haben sich in der Vergangenheit auf die Unterstützung aller polit. Parteien und Gruppierungen im Heilbronner Gemeinderat verlassen können, diese breite Unterstützung wird aus meiner Sicht auch nach dem 09.06.2024 notwendig sein und sollte nicht leichtfertig verspielt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Thomas Randecker
CDU-Stadtrat u. Fraktionsvorsitzender

E-Mail vom 18. Mai 2024 09:27 Uhr

Die Ursache für diesen ganzen Schlamassel war wohl eine Felderrundfahrt, die Herbert Burkhardt seit Jahren regelmäßig für das Ortskartell Neckargartach, die Freien Wähler und weitere Vereine und Verbände durchführt. Dies meist in Neckargartach und so kam bei einer der Fahrten die Idee auf, dass man auch Frankenbach einmal mit einbeziehen könne. Und sofort fanden sich CDU-Mitglieder, die diese Idee gut fanden und unterstützten. Wohl deswegen erklärte sich der Sportvereinsvorsitzende, welcher Frankenbach und Neckargartach mit im Revier hat, dazu bereit, ebenfalls mitzumachen.

Jetzt kann man tatsächlich über das Timing streiten, aber den meisten Teilnehmern dürfte es völlig egal gewesen sein, welche Partei, Wählergemeinschaft oder Verein das Ganze nun organisiert. Auch ich war mit dabei und vermute, dass sehr sehr viele Teilnehmer, wenn nicht CDU-Mitglieder, dann sicherlich CDU-Wähler waren. Zudem hatte ich fest mit weiteren Kandidaten der FDP, SPD und, da das Thema Biodiversität war, auch von den Grünen gerechnet — leider vergeblich.

Um aber nochmals auf die Vereinsarbeit zurückzukommen. Wenn ein Verein halbwegs funktioniert, dann nur weil sich mindestens der Vorsitzende, meist aber noch weitere Vorstandskollegen und aktive Mitglieder für „ihren“ Verein unermüdlich abarbeiten und dabei bestimmt auch den einen oder anderen Fehler machen.

Wie man mit solchen Fehlern umgeht, zeigt den Charakter eines Menschen ganz gut!

Apropos, die besagte Plakatwerbung machte für keinen Bewerber Werbung, und die Veranstaltung hat auch den anwesenden SV und CDU-Mitgliedern sehr gefallen.

„Zum guten Schluss nach gutem Brauch“ nun doch noch ein Musikvideo, welches meine aktuelle Stimmung ganz gut wiedergibt.


Konzert

Musikvideo der Woche 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Das ist mir schon sehr lange nicht mehr passiert, nämlich, dass ich an einem 25. Mai ganz ohne Handtuch durch die Gegend laufe. Dies ist nicht zu entschuldigen, zeigt aber, wie ernst es mir mit meiner Kandidatur für den Heilbronner Gemeinderat ist.

Erst heute wurde mir mein Fauxpas bewusst, aber auch erst, als ich den Blog-Beitrag von Detlef Stern gelesen hatte: „Der Towel-Day ist gescheitert. In den (a)sozialen Medien hier und da noch erwähnt, habe ich gestern niemanden mit Handtuch gesehen. Wahrscheinlich sind die früheren Träger ausgestorben.“
Jetzt hoffe ich einmal, dass mich Detlef Stern nicht auch für tot erklärt.

Ganz aktuell entschuldigt sich sogar ein halber Komödiant beim SWR dafür, dass er tatsächlich das Gespräch mit dem Publikum sucht — dass dabei nichts Vernünftiges herauskommen kann, dürfte wohl auch dem billigsten Produzenten bekannt sein. Wobei ich das mit dem „… weder geistig behindert“ doch anzweifle.

Enigma wurde 1990 von Michael Cretu gegründet und ich spielte die vier Lieder ihres Debütalbums „MCMXC a. D.“ damals hoch und runter. Der zweite Song der Platte ist „Mea Culpa (Part II)“ und passt ganz gut zu beiden Anlässen.

Und wenn ich schon einmal dabei bin, hier auch noch das erste Lied der Platte namens „Sadeness (Part I)“.

Ich wünsche meinen Lesern einen guten Start in die kommende Woche und suche gleich noch nach einem passenden Handtuch, besser zu spät als nie und wer weiß, vielleicht sind die Vogonen doch schon da, was die jüngsten Wahlerfolge der AfD erklären könnte. Am besten, ich gucke gleich auch, ob genügend Salz und Bier im Haus sind.