Konzert

Musikvideo des Tages 5 (6)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Dank Chris Kurbjuhn wurde ich wieder auf ein etwas anderes Weihnachtslied aufmerksam, welches John Rox bereits 1953 schrieb und, von einem damaligen Kinderstar gesungen, im Oktober desselben Jahres erstveröffentlicht wurde.

Über die Jahre hinweg haben verschiedene Interpreten diesen Song mehr oder weniger erfolgreich gesungen. Anne Hathaway sang es 2007 sogar im Duett mit Elmo.

Heute aber gibt es das Lied ganz passend als Cover von Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox, featuring Lauren Tyler Scott.

Im kommenden Jahr sind sie auch bei uns zu erleben und zwar am 21. Mai 2024 im Palais de la Musique et des Congrès in Straßburg, am 25. Mai 2024 im Tollhaus in Karlsruhe und am 26. Mai 2024 im Capitol in Mannheim.

Nachtrag 27.12.2023

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich Leserantworten erhalte. Zwar etwas spät, aber dennoch sehr interessant, das mir heute von Dan Schaffer zugesandte Video über eine neuere Einspielung eines bereits schon etwas älteren Weihnachtsliedes.

„I meant to pass the attached youtube rendition of a well-known Christmas song BEFORE the holiday ended, but didn’t get to it on time. It’s quite exhilarating and maybe requires some listening ‘outside of the box’, but I hope you like it about as much as I do.“

Dan Schaffer

Und wem diese Aufführung gefallen hat, der findet gleich hier eine weitere Einspielung desselben Lieds von Pentatonix.


Gedichte

Doppel-Wumms 5 (7)

Beitragsfoto: Gedichte

Wohl doch so einige Zeitgenossen erleben mindestens einmal in ihrem Leben einen Doppel-Wumms. Bereits 2022 bezeichnete Olaf Scholz die geplante staatliche Stützung der Energieversorgung und die vorgesehenen Preisbremsen als „Doppel-Wumms“; was vielleicht auch den einen oder anderen Künstler zu eigenen Doppel-Wümmsen anregte.

Heute durfte ich meinen ganz eigenen Doppel-Wumms erleben, nämlich, als mich eine Leserin meines Blogs auf einen Fauxpas meinerseits aufmerksam machte, den es eigentlich nicht hätte geben dürfen.

Meinen ersten solchen Wumms hatte ich als ich feststellen musste, dass ein vermeintliches Gedicht von Rainer Maria Rilke tatsächlich von Lars van Rome stammt. Das war mir schon damals sehr peinlich, weil ich Rilkes gesammelte Gedichte schon ein paar Jahrzehnte lang immer wieder von einem Bücherregal heraus in ein anderes stellte; dies alleine nur den Umzügen geschuldet.

Schon Karl der Große wusste, dass nicht alles, was im Internet steht, auch richtig sein muss. Über die Jahre hinweg musste ich zudem feststellen, dass diese Erkenntnis nicht nur auf das Internet zutrifft, sondern man u. a. auch bei Büchern sehr sorgsam sein muss und dies nicht nur die Gedichte betreffend!

Zum Schluss verleitete mir diese Gewissheit sogar die Social Media, weil ich immer mehr davon ausgehen musste, dass viel zu viel des dort Veröffentlichten, kaum noch etwas mit der Wirklichkeit oder gar den Realitäten gemein hatte.

Und so habe ich es mir angewöhnt, auch in meinem Blog sehr auf gute Quellenangaben zu achten … und schon bekam ich vor ein paar Tagen ein sehr nettes und aktuell ganz passendes Gedicht per Post zugeschickt. Als Autor wurde dabei Rainer Maria Rilke genannt. Beim zweiten Lesen wurde ich aber doch etwas stutzig, es passte nicht so recht zu Rilke. Ich wusste ganz genau, wo aktuell die gesammelten Werke von Rilke liegen, zwischen diesen und mir lagen aber doch zu viele Treppenstufen und so verdrängte ich meine Zweifel.

Kurz darauf suchte ich für mein Blog ein passendes Gedicht und gleich auf dem Tisch neben mir lag das besagte schwarz auf weiß zusammen mit den besten Wünschen für die anstehenden Feiertage. Und wie es der Zufall will, bekam ich eine E-Mail und ein weiterer Bekannter sandte mir Weihnachtsgrüße zusammen mit einem Gedicht — genau dieses Gedicht, nun aber nicht gedruckt, sondern digital.

Wumms hin oder Wumms her, ich kopierte das Gedicht „Vier Kerzen“ und fügte es meinem Blog-Beitrag mit hinzu. Aber eine Unwahrheit wird nicht dadurch wahr, dass man sie einfach nur immer wiederholt! Und so war mein ganz eigener Doppel-Wumms geboren.

Keine zwei Tage später wurde ich von Barbara Michler auf meinen Fehler aufmerksam gemacht, und ich habe diesen sogleich korrigiert. Das Gute daran ist, es gab einen sehr netten Schriftwechsel, der mir eine für mich neue Autorin, nämlich Elli Michler aus Würzburg, näher brachte. Zudem bekam ich, wohl weil wir uns kurz vor Weihnachten befinden, noch ein paar weitere Elli Michler-Gedichte und eine ihrer Fabeln mit hinzu.

Ganze ohne Zweifel, für heute habe ich meine Lieblingsleserin gefunden!

Und so kann ein Fehler, zumindest wenn man ihn erkennt, doch noch zu etwas Gutem führen. Und so erklomm ich auch noch die Stufen, um ein Foto für diesen Blog-Beitrag zu machen.

Der obige Doppel-Wumms stammt von The Wellermän; dessen Name passt übrigens ganz gut zur Imagekampagne unserer Landesregierung.

Tanzschule Brenner

17.12.02023 5 (4)

Beitragsfoto: Tanzschule Brenner

Village Vanguard

Musikalisch ging ich diesen Sonntag vor meine eigene Zeit, nämlich in den New Yorker Jazzclub Village Vanguard und zwar ganz genau zum 25. Juni 1961 zurück. Spannender Weise (Peter Addor hat sich erst vor Kurzem zu Zufällen geäußert) war dieser Tag 32 Jahre später mein eigener Hochzeitstag — vielleicht kann ich ihn mir nun besser merken.

Und an diesem besagten Tag spielte Bill Evans zusammen mit Scott LaFaro und Paul Motian, was letztendlich dank einer Live-Aufnahme zu zwei Langspielplatten führte: „Sunday at the Village Vanguard“ und „Waltz for Debby“. Diese beiden Platten gelten heute als Meilensteine des Modern Jazz und inspirierten u. a. Keith Jarrett zu seinem eigenen Trio mit Gary Peacock und Jack DeJohnette.

Ich genieße derweil die beiden Platten — eine nach der anderen — und lasse meine Gedanken baumeln. Da es Zeit eigentlich nur als Raumzeit gibt, müsste man doch, mit einem geeigneten Raumschiff, an gerade jenen Punkt im Raum-Zeit-Kontinuum gelangen können, wo sich der Jazzclub am 25. Juni 1961 befand? Ich würde mich dann ganz einfach ins Publikum setzen.

Bis dahin genieße ich einmal die Konserve und lasse mich bei einem noch kommenden Gespräch von Detlef Stern aufklären, worin mein Gedankenfehler besteht. Aber wir werden sicherlich darüber diskutieren, ob nicht Raumzeitpunkte die bessere Ordnungskategorie für Daten- und Gedächtnisablagen sind.

Stuttgart 21

Trotz aller Unkenrufe und den fortwährenden Sabotageakten der Landesregierung, die weiterhin daran festhält, dass Baden-Württemberg ohne zeitgemäße Infrastruktur besser dem Globuliwahn und einer imaginären Rudolf Steiner-Gesellschaft frönen könnte, nähert sicher nun doch der Fertigstellungstermin des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofes.

Heute gibt die Bahn bekannt, dass das erste von insgesamt 27 Lichtaugen kurz vor der Fertigstellung steht. Und auch der Rohbau ist bereits fast abgeschlossen.

Durch die 4,30 Meter hohen, im Durchmesser bis zu 21 Meter großen Lichtaugen, wird die unterirdische Bahnhofshalle zukünftig mit natürlichem Licht und Frischluft versorgt werden. Das Design ist für 23 Lichtaugen identisch; zusätzlich entstehen vier weitere flache und begehbare Oberlichter.

Wenn jetzt noch die Digitalisierung der Strecke in Angriff genommen werden kann, in Baden-Württemberg will man dazu — aktuellen Gerüchten zur Folge — Faxgeräte in Reihe schalten, dann könnte auch bei uns bald der Deutschland-Takt greifen: alle Züge kommen dann genau eine Stunde später als bisher üblich.

Wochenende

Mit einem Weihnachtskegeln ging es sehr entspannt in das dritte Adventswochenende und damit war auch das Vereinsjahr der EUROPA-UNION Heilbronn fast zu Ende. Aber nicht ohne, dass man sich vorab auf die kommenden Veranstaltungen für den Januar einigte. Neben dem traditionellen Europastammtisch wird es noch eine kleine Wanderung in die umliegenden Weinberge geben.

Gleich am folgenden Morgen gab es dann die nun wirklich letzte Besprechung, nämlich die 2. vorbereitende Sitzung zum Europa-Ball 2024. Das Rahmenprogramm steht nun dank der Unterstützung von doch so einigen Partnervereinen, die trotz des Wegfalls des Treffpunkts Europa weiterhin an der gemeinsamen Idee eines möglichst friedliebenden Europas festhalten.

Am Abend folgten meine bessere Hälfte und ich der Einladung von Lars Epple zur Weihnachtsfeier des Sportvereins Heilbronn am Leinbach 1891 e. V. Da neben Herbert Burkhardt und Eugen Gall auch noch Tanja Sagasser-Beil, Rainer Hinderer und Holger Kimmerle der Einladung gefolgt waren, konnten wir uns so ganz en passant über den Europa-Ball austauschen.

Spät am Abend gelang es meiner besseren Hälfte und mir noch die Weihnachtstanzparty der Tanzschule Brenner aufzusuchen; nach so vielen Ball-Gesprächen den gesamten Tag über, mussten wir einfach noch selber das Tanzbein schwingen.