Lesezeichen

Beschwichtiger 5 (4)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Uli Hannemann | taz

Die Wahrheit – Das alte Lied der Beschwichtiger (zuletzt aufgerufen am 25.9.2024, 8.26 Uhr)

„Nein, AfD-Wähler sind keine Nazis. Und eigentlich sind sie in der Seele links. Im Grunde ihrer Seelen hassen sie Nazis aus vollem Herzen.“


Bin ich froh darüber, dass es auch andere Mitbürger gibt, die noch ähnlich denken. Noch mehr darüber, dass auch anders ideologisch geprägte Menschen Nazis ebenfalls mit für das Schlechteste halten, was unsere Welt so zu bieten hat.

Und bereits im Dritten Reich war die NSDAP das Sammelbecken für alles Schlechte, was zum Schluss sogar Adolf Hitler dazu bewegte, einen Aufnahmestopp zu verhängen, da er nicht jeden bösartigen und völlig unnützen Deppen in seinen Reihen sehen wollte.

Die AfD, der BSW und die anderen Extremisten, von denen wir in Deutschland inzwischen sehr viele Parteien und Gruppierungen haben, sind da nicht mehr so wählerisch. Kein Verbrechen und keine psychische Störung sind diesen ein Ablehnungsgrund; man darf dort wirklich alles sein außer Demokrat!


Blitz

Twitter-Konto 5 (4)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Wer heute noch an seinem X (ehemals Twitter)-Account festhält, der hätte auch noch 1945 an seinem NSDAP-Parteibuch festgehalten.

Und sobald dieses „X“ endlich Geschichte sein wird, werden wir alle die erbärmlichen Widerstandsgeschichten dieser dann ehemaligen Twitter-Nutzer lesen müssen.

Bis dahin sorgen dieser Mustermenschen, dass Elon Musk sowie andere Neonazis und Rassisten ihr abscheuliches Gedankengut weltweit streuen können — und ergötzen sich selbst auch noch daran.


Blitz

Ossiland 4.6 (10)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Wer noch alle Tassen im Schrank hat und laufen kann, der verlässt lieber so schnell wie möglich die Ostzone. Wir müssen endlich die gut 30 Jahre an Transferzahlungen und Aufbauhilfe als Sunk Costs abschreiben und nun retten, was noch zu retten ist.

Wer jetzt noch in den neuen Bundesländern investiert, dem ist weder zu helfen noch sollte er grundsätzlich als voll geschäftsfähig angesehen werden.

Im Bestfall können wir das Ossiland als Pufferzone gegen künftige Bedrohungen aus dem Osten halten. Wenn wir schlau sind, nehmen wir diese Bundesländer als Ausgleichsflächen und renaturieren das Ganze wo wir es nur können.

Und damit die wirklich allerletzten Ossis nicht auch noch in den Westen rübermachen, hübschen wir weiterhin die Dörfer und Kleinstädte auf und schicken beständig ausreichend Sozialhilfe, Wodka sowie Pornofilme dorthin. Am besten auch alles, was wir bei uns noch an Nazi- und DDR-Devotionalien finden können.

Wenn wir ganz schlau sind, dann machen wir einen Zaun d’rum und verkaufen Eintrittskarten. Das wird die größte Touristenattraktion weltweit! — das hat schon einmal nicht schlecht funktioniert.

Nachtrag 3.9.2024

Den Begriff „Ossiland“ habe ich in Anlehnung an ein altes Kinderlied gewählt. Soziologen heute würden die neuen Bundesländer eher als „Sundown States“ bezeichnen.