Roboter

5.12.02025 5 (4)

Beitragsfoto: Roboter | KI-generiert | © Alexandra_Koch auf Pixabay

Künstliche Intelligenz

Heute ein Käffchen mit Detlef Stern. Irgendwie kamen wir dabei nicht so ganz von der Hochschule als Thema weg. Und irgendwie landeten wir dabei wieder einmal bei der PISA-Studie und der Frage, warum Dummheit bei uns keine Konsequenzen mehr haben darf?

Ob man das Ganze nun einfach so durch KI überdecken kann, dürfte dabei sehr fraglich sein. Übrigens, Faulheit belohnt sich von ganz alleine, im Falle, dass der Faule auch intelligent ist. Wer aber dumme Faule belohnt, der macht ganz gewaltig etwas falsch!

Künstliche Intelligenz verbraucht sehr viel Strom, sehr viel mehr Strom als echte Intelligenz! Und somit muss man sich künstliche Intelligenz erst einmal leisten können. Alleine OpenAI verbrennt aktuell 12 Milliarden Dollar im Quartal. Diese 48 Milliarden Dollar im Jahr rechnete Detlef Stern kurz einmal auf unsere Weltbevölkerung von ca. 8 Milliarden Menschen um, von denen übrigens die meisten nicht zur Kasse gebeten werden, und kam so alleine dafür auf 6 Dollar je Jahr und Mensch. Und das ist nur eine Firma von sehr vielen weiteren Firmen und Start-ups, die ebenfalls sehr viel Strom verbrauchen und dabei noch viel mehr Geld verbrennen.

Selbst wenn man das mit dem Strom hinbekäme, muss man sich letztendlich fragen, wer alleine für die Stromrechnungen aufkommen wird. Ich befürchte dabei, dass wir künftig mit einer gewaltigen KI-Steuer oder gar Abgabe rechnen müssen, denn keine Firma wird die anfallenden jährlichen Kosten von ein paar Hundert Milliarden Euro wieder erwirtschaften können. Und da die KI wie die Dummheit auch zum Menschenrecht erklärt werden, wobei kein einziger von uns freiwillig mehrere Hundert Euro im Jahr für Internetsuchen oder das Schreibenlassen von Büchern, Zeitungsartikeln oder Hausarbeiten ausgeben wird, müssen wir alle dafür zur Kasse treten.

Was letztendlich aber wenig von Bedeutung sein wird, da das Menschenrecht Dummheit bis dahin dafür gesorgt hat, dass wir allesamt in Diktaturen leben werden und zumindest wir Deutschen schon immer gerne für das Recht, Kommunist oder Nazi sein zu dürfen bezahlt haben — am liebsten sogar mit unserem eigenen Leben.

Was auch wieder passen dürfte, da sich in manchen Science-Fiction-Romanen die künstliche Intelligenz von uns Menschen ernährt — damit hätte sie ihr eigenes Stromproblem auf alle Fälle gelöst.

Und nein! Ich habe rein gar nichts gegen eine künstliche Intelligenz — ich habe mich sogar mit der emotionalen Intelligenz abgefunden. Ich habe etwas gegen Dummheit, genauer gesagt, gegen die menschengemachte! PISA lässt schon wieder grüßen.

Konsequenzen

Alles im Leben hat Konsequenzen und ganz besonders unsere eigenen Entscheidungen. Auch der Versuch, weil man Konsequenzen scheut wie der Teufel das Weihwasser, keine eigenen Entscheidungen zu treffen, hat Konsequenzen.

Egal was man auch macht, man muss mit diesen Konsequenzen umzugehen und leben lernen!

Ich habe schon immer jene Mitbürger bewundert, die sehr schnell ihre Konsequenzen gezogen haben und dabei ohne Wenn und Aber mit den daraus resultierenden Konsequenzen umzugehen wussten. Und je älter ich werde, umso mehr tendiere ich dazu, sehr schnell Konsequenzen zu ziehen — am besten dabei, die richtigen.

Und so verstehe ich es sehr gut, wenn auch andere sehr schnell ihre ganz eigenen Konsequenzen ziehen. Das Schöne dabei, es erleichtert letztendlich für alle Beteiligten das Leben.

Heute habe ich eine Zusammenarbeit beendet, was wiederum Konsequenzen haben wird. Kurz zum Hintergrund. Man lud mich zu einer Besprechung ein, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Das war mir wichtig und so ging ich sehr kompromissbereit zu dieser Besprechung.

Bei einer Besprechung ist es zwingend, dass diese möglichst gut vorbereitet ist, ich war es auf alle Fälle und nahm sogar einen „Backseater“ mit. Die Gegenseite wohl nicht so sehr. Und so klopften wir Thema, Teilnehmer, Ort, Zeit und Kosten ab und kamen zu einem gemeinsamen Ergebnis. Ich übernahm dabei sämtliche Vorgaben und die Aufgabe, die Keyplayer zum gewünschten Zeitpunkt (Termin) zu organisieren.

Kurz darauf gab es noch eine von der Gegenseite gewünschte Zeitänderung, die ich erfolgreich mit berücksichtigen konnte: alle Keyplayer gaben ihre Zusagen.

Zum krönenden Schluss wurde ich von der Gegenseite informiert, dass der Termin nicht gehalten werden kann und ich zehn (!) neue Termine prüfen solle. Auf Deutsch übersetzt: „Lecken Sie mich am Arsch!“

Meine Konsequenz sehr schnell und sehr eindeutig: „Ebenfalls!“ — mein Leben ist nun um ein paar weitere Personen erleichtert. Was wiederum Konsequenzen haben wird, denn dumme Menschen in Machtpositionen sind das Übelste, was der Menschheit geschehen kann.

Wer gerne dafür ein sehr gutes weiteres Beispiel hätte, der muss aktuell nur nach Washington schauen!


Stammtisch Backstüble

15.1.02025 4.5 (8)

Beitragsfoto: Stammtisch Backstüble | © Franz Schirm

Verschiedenes

Es ist immer besser, wenn man selbst aus Schlechtem noch Gutes ziehen kann. Und so freue ich mich besonders darüber, dass ich meinen Austausch gleich mit zwei Ursulas gewaltig verbessern konnte und dies nicht nur quantitativ. Übrigens, der Name stammt von Artula ab, was auch im Keltischen „kleine Bärin“ hieß. Wenn man den Namen etwas weiter nachschlägt, stellt man fest, dass dieser bei uns im 15. Jahrhundert so richtig en vogue war und in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts eine kleine Renaissance erfuhr. Inzwischen dürfte dieser Name wieder weniger Verbreitung finden. Talahina ist aktuell eher gefragt — kleiner Insider in Richtung Semin.

Meine Vorlesungen im Wintersemester konnte ich gestern abschließen. Ob dieses Semester für mich ein erfolgreiches war oder nicht, muss sich erst noch herausstellen. Ab morgen werde ich mich an die notwendige Klausur wagen. Diese gibt mir dann eine erste Sachstandfeststellung. Zukünftig werde ich alleine wegen meines eigenen Seelenheils darauf verzichten, zwei Jahre später nachzugucken, was bei den Studenten tatsächlich hängen geblieben ist.

Inzwischen, egal ob man die G8 / G9 Diskussionen oder gar die PISA-Studien noch ernst- bzw. wahrnimmt, komme ich zum Ergebnis, dass bei uns Bildung einfach und sehr billig durch „das Zertifikat“ ersetzt wurde. Und um der Intelligenz voll und ganz den Garaus zu machen, bauen die Verantwortlichen mit viel Verve an einer funktionsfähigen KI. Bis dahin senkt man die Mindeststandards sämtlicher Prüfungen einfach ab.

Das Gute daran, die Natur sorgt dafür, dass auch noch intelligente Menschen geboren werden, und manche Eltern (nicht die sogenannten Helikoptereltern!) sorgen durch Erziehung weiterhin dafür, dass sich ihre Kinder positiv entwickeln.

Wenn unsere Politiker Rückgrat besäßen, dann würden sie nach der Wehrpflicht ganz folgerichtig auch noch die Schulpflicht abschaffen. Um Steuern zu erhöhen und Schulden zu machen, benötigt man kein Einmaleins.

Stammtische

Mein erster Stammtisch des Jahres war auch gleich jener von mir am längsten besuchte. Seit 2005 sitze ich mit anderen an Europa Interessierten regelmäßig an einem Europastammtisch beisammen. Nur der inzwischen von mir nicht mehr besuchte DLRG-Stammtisch wurde von mir noch länger und zwar seit den 1970er-Jahren immer wieder gerne besucht. An den Freie-Wähler-Stammtischen nehme ich mit Beginn des Jahres vorerst nicht mehr teil. Man merkt dann doch, dass das Alter seine Spuren hinterlässt und so trete ich auch in Sachen Stammtische etwas kürzer.

Nichtsdestotrotz war der gestern von mir besuchte Europastammtisch zwar nicht der bestbesuchteste, aber sicherlich der am längsten andauernde in all diesen Jahren. Nette Leute, gutes Essen und Getränke sowie sehr spannende Diskussionen hinterließen ihre Spuren; demnächst werde ich auf der EUROPA-UNION Website noch einen entsprechenden Beitrag veröffentlichen. Und schon jetzt habe ich das offizielle Stammtischbild mit in meine entsprechende Bildersammlung integriert; dort findet man Fotos von jenen Stammtischen, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind, vorausgesetzt man hat dort auch Aufnahmen gemacht.

Und da Javier Giner kaum an unseren Europastammtischen teilnehmen — die digitalen einmal ausgenommen — kann, hat er sich erneut im Forum dieses Blogs zu Wort gemeldet. Ja! da gab es doch noch die Foren. In Zeiten der Pandemie wieder einmal etwas mehr genutzt, nun aber wieder eher aus der Zeit gefallen.

Stöbern

Motiviert von einem Gespräch mit Detlef Stern habe ich mir meine eigene Blogroll wieder etwas genauer angeschaut. Und dort gerade jene Weblogs bewundert, die ähnlich lange wie mein eigenes Blog unterwegs sind, diese aber weit professioneller und mit noch mehr Nachhaltigkeit betrieben werden. Manche dieser Blogs können u. v. a. ihre Linksammlungen aus den letzten Jahrzehnten präsentieren und haben dazu sogar noch die ersten Versionen ihrer Blogs online.

Was ich alles nicht kann und wohl auch in den letzten Jahrzehnten nicht wollte. So wie ich erst vor Kurzem mit einem Changelog begonnen habe, so denke ich erst jüngst über den Ratschlag von Detlef Stern etwas näher nach mit Back-ups zu arbeiten; allerdings nutze ich schon jetzt seinen Zettelkasten — mehr oder weniger sinnvoll.

Und so musste ich dabei feststellen, dass sich die Masse meiner Schreibarbeit, meiner Fotos, Aufnahmen und sonstigen digitalen Werke längst ins entsprechende Nirwana absentiert hat. Obwohl ich nun mit ein klein wenig Wehmut auf vergangene Dinge blicke, stellt sich mir dennoch und weiterhin die jahrzehntelange Frage, ob man wirklich alles aufheben und dokumentieren soll? — Im Falle, dass der eine oder andere Student hier mitliest: im Rahmen des Projektmanagements wird selbstverständlich alles aufgehoben, dokumentiert und später archiviert!

Der Vorteil wäre, man kann seine eigenen Erinnerungen mit Dokumenten auffrischen. Der Nachteil dabei, man grenzt sich damit selber ein und setzt sich unwillkürlich eigene Schranken. Schon in meiner Jugend plädierte ich auf das „Recht zu vergessen“ und etwas später sogar auf die „Pflicht zu vergessen“. Nur wer Altes über Bord wirft und damit Platz für Neues schafft, kann auch wirklich Neues denken und schaffen — eine fast revolutionäre Sichtweise.

Wohl evolutionär der Gedanke, dass man beständig auf den alten Dingen aufbaut und mit vielen kleinen Änderungen und Veränderungen Neues schaffen möchte. Auch noch nach Jahrzehnten habe ich diese Diskussion für mich nicht abgeschlossen — je älter ich werde, umso mehr tendiere ich zum Evolutionären. Wahrscheinlich wohl nur deshalb, weil ich die Welt nicht mehr retten möchte und selbst wenn doch, dann dies nicht mehr kann!

Die Welt immer wieder von Neuem zu beginnen, dürfte so mein eigenes Leitbild sein. Alles beständig infrage zu stellen und dies mit der Gewissheit, dass man sich seine Meriten jeden Tag aufs Neue verdienen muss. Der einzige bequeme Tag im Leben eines Menschen war gestern, so ein Sinnspruch amerikanischer Kameraden.

Jeden Tag aufs Neue und ist das Blog weg, dann ist es einfach so und wenn man es möchte, schafft man ein neues. Wie es bereits Samuel Becket so treffend formulierte „All of old. Nothing else ever. Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.“ (Nohhow On, 1989: 77).

Detlef Stern würde die weiterhin anstehende Frage nach dem Sinn eines Back-ups wohl wie folgt beantworten: „Weil man es kann.“ Derweil hat sich Chris Glass einer Blogchallenge gestellt und in einem eigenen Beitrag beantwortet. Das Gute daran ist, da er ganz passable Antworten gefunden hat, muss ich dies nun nicht auch noch machen.

Aber ganz unabhängig davon, ob Blog oder Zettelkasten. Ob diese nun immer wieder auf Neue geschaffen werden oder gar über einige Jahrzehnte Bestand haben — egal was, am Ende sind sie alle weg und dies für immer! Da hilft auch kein Back-up.

„At the end of the day, I look at this place as a garden to tend. There are always weeds to pull (dead links and typos abound). But the real fun is to imagine what new things to plant.“

Chris Glass (14.1.2025)

Lesezeichen

Bildungspolitik 5 (3)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Heike Schmoll | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Den Schwächen ausgewichen — Wer hat Schuld an der Misere des Bildungssystems? Corona und Migration alleine sind es nicht. Auch die Entprofessionalisierung des Lehramts bleibt nicht folgenlos. (zuletzt aufgerufen am 9.12.2023, 11.44 Uhr)

„Obwohl längst alle wissen, wie wichtig eine datengestützte Schulentwicklung ist, machen sich viele Länder nur schleppend auf den Weg. Es ist zweifellos nicht vergnüglich, die Schwächen des eigenen Schulsystems zu bearbeiten. Aber um gegensteuern zu können, ist es unerlässlich, diese anhand von Lernstandserhebungen zu identifizieren. …

Guter Unterricht lässt sich nur mit qualifizierten Lehrern verwirklichen, die auch motivieren können. Auch daran fehlt es.“


Ich dürfte in den letzten Tagen diesbezüglich hier im Blog bereits genügend geschrieben haben; Stichwort: z. B. Pisa. Auch finden Sie zahlreiche ältere Blog-Beiträge, die über Bildung und Schule handeln.

[https://iiics.org/h/20231209105000]