Lesezeichen

Trump-Proofing Europe 4.8 (6)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Arancha González Laya, Camille Grand, Katarzyna Pisarska, Nathalie Tocci, and Guntram Wolff | Foreign Affairs Magazine

Trump-Proofing Europe — How the Continent Can Prepare for American Abandonment (zuletzt aufgerufen am 12.2.2024, 17.27 Uhr)

„In short, it [Europe] needs to Trump-proof its future. The continent weathered four years of a Trump presidency. But a second four years will likely be much harder to sail through. …

Overall, Trump actively supported right-wing nationalists, populists, and anti-EU voices in Europe. As the EU heads into parliamentary elections in June 2024, there is a real risk that these emboldened forces will gain significant ground, shaping the EU’s future generation of leaders. Whether they do or not, Trump’s second candidacy is already encouraging nationalist figures such as Hungarian Prime Minister Viktor Orban. …

In practice, the United States is currently the only NATO ally that has a truly “full force” package. …

If he gets a second term, Trump may well seek to further weaken democratic institutions in the United States, including the Department of Justice, and foment general disdain for the rule of law. This would embolden populists and Euroskeptic parties. The first Trump presidency already taught Europeans how a U.S. president’s political support for populists can practically endanger European unity. …

All these goals require Europe to plan ahead because building defense capability takes time. Waiting to move until the U.S. election has been decided is not an option. The EU will not be able to quickly acquire the same skill in planning and commanding large-scale territorial defense operations that NATO has developed over 75 years.  …

Even if Trump does not win in November, Europe has work to do. It may simply no longer be able to rely on the United States to be a consistent partner, no matter who’s in charge. The United States is already making foreign policy moves without consulting Europe, especially in the economic sphere. …“


Lesenswerter Beitrag. Mit der Analyse stimme ich überein, allerdings glaube ich fest daran, dass es für alle Beteiligten besser wäre, wenn Europa nun nicht einen Alleingang versucht, sondern, ganz im Gegenteil, alles unternimmt, um die USA fester an Europa zu binden.

Gemeinsam sind wir stark! Europa oder die USA alleine werden in dieser Welt nicht bestehen können!


Lesezeichen

Von innen mehr bedroht 4.8 (4)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Ralph Bollmann | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Westen ist von innen mehr bedroht als von außen“ (zuletzt aufgerufen am 5.1.2024, 10.35 Uhr)

Ein Interview mit Heinrich August Winkler

„Der Populismus ist für die Zukunft der Demokratie sogar noch gefährlicher als die Aggressionen Putins, sagt der Historiker Heinrich August Winkler. Dennoch gibt es etwas, das ihn hoffen lässt. …

Dass die Bonner Republik sehr viel erfolgreicher war als die von Weimar, das verdankt sie zu einem guten Teil dem anhaltend hohen Wirtschaftswachstum in den fünfziger Jahren. Danach hat die alte Bundesrepublik einige ökonomische Krisen erfolgreich bewältigt, von denen allerdings keine so schwer war wie die Weltwirtschaftskrise der frühen 1930er-Jahre. Das hat dazu geführt, dass die Bundesrepublik im Laufe der Zeit auch als krisenfest galt. …

Nach dem Mauerfall hat die zuvor schweigende Mehrheit dann vor allem gefordert, dass die schnelle Wirtschafts- und vor allem Währungsunion kommt.“


Damit bestätigt Winkler zumindest m. E. die Ansicht, dass wir Deutschen eigentlich nur dann mehrheitlich Demokraten sind, so lange es uns besser geht als dem Rest der Welt.

Und sobald es uns wieder (vermeintlich) schlechter geht, diskutieren wir nur noch darüber, ob Josef Stalin (Georgier) oder Adolf Hitler (Österreicher) der bessere Deutsche sei und schlupfen jedem in den Hintern, der vorgibt, diese Herren ein wenig besser zu kennen.

Passend dazu auch die Erklärung Winklers, dass der Sozialneid der Ostdeutschen eigentlich aus deren Urlauben stammt, wo sie angeblich schlechter behandelt wurden als ihre westdeutschen Nachbarn. Damit haben sie eindeutig bewiesen, dass sie die „besseren“ Deutschen sind, denn Neid ist weiterhin unsere größte Stärke.


Experimenta

9.2.02022 5 (1)

Experimenta | © Shutterstock

Impfpflicht

Schon alleine die aktuellen Streitereien zeigen, dass die Idee einer Impfpflicht reinem Populismus entsprungen ist. Selbst meine schlimmsten diesbezüglichen und hier im Weblog bereits aufgeführten Befürchtungen wurden bereits übertroffen.

Es fehlt unseren verantwortlichen Politikern nicht nur der dazu notwendige Charakter, sondern in erster Linie der Sachverstand, um überhaupt solche Gesetze zu schaffen und danach umgesetzt zu bekommen.

So nutzen diese jetzt die Diskussion um eine Impfpflicht höchstens zum eigenen Schaulaufen, wohl aber eher dazu, um der Konkurrenz zu schaden. Es hätte wohl jeden erstaunt, wenn es diesen um eine Schadensbegrenzung oder gar -abwehr und um das Wohl unseres Landes gegangen wäre.

Rundschreiben

Die letzten ereignis- und entscheidungsreichen Tage hier bei uns in Heilbronn — selbstverständlich Europa und die EUROPA-UNION betreffend — versuche ich heute noch in meinem monatlichen Rundschreiben zusammenzufassen und dabei auch über die kommenden Veranstaltungen zu informieren.

Zur OB-Wahl wurde schon viel zu viel geschrieben und gesagt, und es wird wieder einmal so weitergehen, wie die letzten Jahre auch — alles andere wäre ein Wunder gewesen. Ach, wie schön waren die Zeiten, als wir Heilbronner noch mit neuen Ideen und Entwicklungen glänzten.

Europäischer Brief

Wenn Europastammtische so viel neue Informationen beinhalten, dann muss man auch diese Stammtische nachbereiten, und so habe ich heute doch mehr zu tun als eigentlich vorgesehen. Dazwischen kam dann nicht nur das Vorlesen an der Dammgrundschule, sondern auch noch das Erscheinen des Europäischen Briefs. Das Erfreuliche daran ist, dass es diesen nun auch in einer deutschsprachigen Ausgabe gibt.

Die erste Ausgabe des Europäischen Briefs diesen Jahres trägt die Nummer 75 und widmet sich der Analyse des Justizproblems, mit seinem Ursprung im Konflikt zwischen Polen, das mit seinem autoritären Kurs zu kämpfen hat, und der Europäischen Union, die versucht, die Werte der Rechtsstaatlichkeit zu wahren. Gerne verweise ich hier nochmals auf einen Beitrag von Hans Müller.

Interessant dabei ist auch, was für Themen den Herausgeber des Briefes derweil noch so beschäftigen, nämlich die Möglichkeit großer politischer Veränderungen in Europa (sicherlich eine sehr positive Sichtweise der aktuellen Geschehnisse!). 

Frankreich, das die sechsmonatige Präsidentschaft der Europäischen Union innehat, wird die Konferenz über die Zukunft Europas abschließen, da sich Emmanuel Macron schwerpunktmäßig mit der Wiederwahl zum Präsidenten der Republik Frankreich beschäftigt — wer möchte ihm das verübeln?

Weiterhin merkt der Autor an, dass es auch wichtige Wahlen in Italien (die des Präsidenten der Republik) und Wahlen in Portugal gab.

Im Osten droht derweil die Krise in der Ukraine zu eskalieren, eine Eskalation, von der viele befürchten, dass sie außer Kontrolle geraten könnte; und noch weiter östlich, in der Nähe von Taiwan, verschärft sich die Rivalität zwischen China und den USA.

Vor diesem Hintergrund ist es dennoch sehr wichtig, dass sich der Brief mit dem Konflikt zwischen dem Europäischen Gerichtshof und Polen beschäftigt und dabei auch deutlich zu machen versucht, was für uns Europäer auf dem Spiel steht.

Hier finden Sie den aktuellen Europäische Brief …

Geburtstag des Tages

Wilhelm Maybach