Blitz

Sperrzone Heilbronn 5 (5)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Schon länger hat man uns Soldaten mit der vermeintlichen Waffenverbotszone den Zugang zur Stadt verwehrt, zumindest wenn wir in halbwegs vollständiger Uniform die Stadt betreten möchten.

Soldaten sind dabei ein beliebtes Kontrollobjekt unserer Polizisten, denn diese wissen ganz genau, dass unsere Soldaten auch sie schützen müssen! Und so kontrolliert man lieber die eigenen Soldaten bevor man sich an vierzehnjährige Mädchen oder gar pubertierende Jungs wagt.

Seit diesem August hat das Ganze in Heilbronn nun eine ganz neue Qualität! Jetzt darf man auch keine Taschenmesser mehr mit in die Stadt nehmen!

De facto ein Zutrittsverbot für alle Böckinger!

Meine bessere Hälfte hat nun erstmals ihr Schweizer Taschenmesser, ein Geschenk ihrer Söhne, aus der Handtasche genommen. Sie möchte wohl damit verhindern, dass ich sie aus einer Polizeiwache auslösen muss.

Schon etwas länger ist bekannt, dass neben Soldaten und Böckingern auch Prostituierte nicht mehr nach Heilbronn dürfen, zumindest nicht, wenn diese ihrem Beruf außerhalb der bekannten Heilbronner Etablissements nachgehen möchten.

Wie geht es in Heilbronn nun weiter? Wir dürfen sehr gespannt sein!

Gut dabei, dass unsere Polizisten nicht wissen, dass ein Soldat mit einem Kugelschreiber besser töten kann als mit einem Taschenmesser.


Auszeit

27.8.02024 5 (3)

Beitragsfoto: Auszeit | © Shutterstock

Populismus

In Heilbronn simuliert man wieder einmal Politik, dabei weiß jeder, dass man selbst mit bildschöner Symbolpolitik nicht weit kommt. Deshalb greifen OB und Gemeinderat lieber gleich zum Populismus — der hilft zwar auch nicht, heizt dafür aber die schlechte Stimmung im Land weiter an. Und sobald unsere Politiker ganz genau wissen, gegen wen man am erfolgreichsten hetzen kann, wird es kein Halten mehr geben.

Das Messerverbot ist so ein schönes Beispiel: es hilft überhaupt nichts, weil man weder ausreichend qualifiziertes Personal hat, um solche Verbote auch nur halbwegs annähernd durchsetzen zu können, noch lassen sich Täter von Verboten abschrecken. Und ich gebe Jürgen Maurer (Heilbronner Stimme, 27.8.2024: 21) voll und ganz recht, wenn er anführt, dass man mit solchen Verboten nur die Anständigen trifft und letztendlich damit drangsaliert.

Besser ist hier schon die Forderung, dass man die Nationalität und von mir aus gerne auch die Ethnie von Verbrechern öffentlich macht. Und gerade in Kriegszeiten, in denen wir uns aktuell befinden, müssen wir auch die Gefährder und potenziellen Terroristen öffentlich machen, damit sich unsere Bevölkerung langsam, aber sicher auf die kommenden Auseinandersetzungen vorbereiten kann — die ersten russischen Drohnen fliegen bereits bei uns.

Unsere Politiker werden später wieder völlig überrascht sein und von allem nichts gewusst haben.

Doof

Da fragt ein „Ossi-Blogger“ jüngst, ob sie denn alle doof seien. Ohne Frage wirken sich 57 Jahre purer Totalitarismus nicht nur auf den Einzelnen, sondern auch verstärkter auf die gesamte Gesellschaft aus. Sie sorgen zudem dafür, dass die kommenden Generationen noch mit einer Behinderung groß werden — auch für uns in der Bundesrepublik hinterließen die vorherigen zwölf Jahre schwerste Schäden, unter denen viel zu viele noch heute sehr leiden. Interessant dabei nur, wie viele Generationen es benötigt, bis sich dies wieder auswächst, wenn überhaupt.

Und so wäre es nur opportun gewesen, dass man 1990 allen Neudeutschen sofort und ganz automatisch einen Grad der Behinderung von 40 zugesprochen hätte. Man hätte damit auch die sogenannte Aufbauhilfe in bereits etablierte Bahnen lenken können und jeder hätte gewusst, woran er eigentlich ist. Die geistig und moralisch etwas Fitteren nutzten dabei ganz von alleine die erstbeste Gelegenheit und „flohen“ damals aus der Ostzone.

Jene, die im Gegenzug in den Osten wechselten, erhielten völlig berechtigter Weise eine Entschädigung. Nur hätte der Staat darauf achten müssen, dass sie sich nicht allzu lange in einem solchen Umfeld aufhalten — schon alleine der eigenen Kinder wegen (man kann dies gut und gerne mit Tschernobyl vergleichen). Zudem hätte man die gesellschaftliche Rehabilitation wissenschaftlich begleiten müssen, um festzustellen, ab wann ein Aufenthalt in den neuen Ländern sich nicht mehr so schädigend auswirkt.

All jene, die sich in den letzten Jahren nicht aus diesem Umfeld befreien konnten, sind nun meist selbst in einer Art Dauerschleife („Ossi-Blase“) gefangen und sorgen zudem dafür, dass die eigenen Nachkommen noch weiter geschädigt werden, zumindest so lange, bis der Totalitarismus halbwegs abgeklungen ist. Und wir „Wessis“ wissen dabei ganz genau, dass es selbst bei einer sehr kurzen Sucht immer wieder zu einem Flashback kommt! — ganz plötzlich sind auch bei uns Nazis wieder hoffähig und man lässt dem Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus freien Lauf.

Deshalb bin ich noch heute ganz froh darüber, dass meine Familie und ich bereits 2002 den Osten Hals über Kopf verließen. Auslöser war unser Ältester, nämlich als er nach der Schule in einer 1. Klasse fragte, ob er ein böser oder ein guter Deutscher sei, wobei ihm seine Lehrer zuvor bereits die Antwort gegeben hatten.

Und so beantworte ich die Frage des obigen Bloggers einfach einmal: nein, nicht doof, aber sehr oft schwer behindert.

Nachtrag

Ralph Bollmann schreibt heute in der FAZ (27.8.2024, 8:23 Uhr), „Das Geld [gut 2 Billionen Euro!] hat dem Osten nicht geholfen.“ Wobei man erfährt, dass es für die „Ossi-Blase“ bereits den Fachbegriff der „Ossifikation“, einer pathologischen Verknöcherung, gibt.

Wenn man davon ausgeht, dass Journalisten gerne ein Blatt vor den Mund nehmen, dann ist meine obige Einschätzung doch nicht so falsch.

[https://iiics.org/h/20240827081100]

Weltuntergang

Der Weltuntergang ist nicht nur ein Teil unseres Lebens, sondern das Leben an sich. Das wirklich Besondere dabei ist die Geburt, der Schöpfungsakt. Danach sterben wir allesamt nur noch, egal ob einzelne Zelle, Mensch oder Galaxie. Manche von uns nutzen den Zeitraum dazwischen, um zu wachsen, manch andere genießen den Augenblick und noch andere nerven einfach nur. Aber egal was wir auch machen, sterben müssen wir alle.

Detlef Stern hat sich gestern diesem Thema in einem eigenen Blog-Beitrag angenommen und zieht für sich das Fazit: „Den Weltuntergang wird man damit so oder so weder verhindern noch angenehmer gestalten.

Und so wie uns die unzähligen, sich ständig ereignenden Untergänge egal sind, außer man ist gerade einmal selbst davon betroffen, so wird sich auch kaum jemand um unseren eigenen Weltuntergang scheren. Glücklich jener, der sich dabei mit seinem eigenen Untergang abfinden kann.

Detlef Stern greift in seinem Beitrag noch die Frage auf, was man eigentlich so bis zum eigenen Ableben machen könne. Da er davon ausgeht, dass wir allesamt in einer Infrastruktur leben, schlägt er vor, dass wir unsere Zeit dazu nutzen, um diese Infrastruktur ein klein wenig besser zu machen.

Im Gegensatz zu ihm sehe ich den Weltuntergang aber nicht als Zeitpunkt an, von dem kaum einer weiß, wann es ihn selbst treffen wird, sondern als einen gewöhnlichen, allgegenwärtigen und immer währenden Vorgang, nähere mich damit wohl ganz ungewollt den besagten ersten Christen an und beschreibe das eigene Leben als „Geburt – Sterben – Tod“. Diesbezüglich habe ich bereits einmal über die Zeit geschrieben, die man gut und gerne durch das Wort „Sterben“ ersetzen kann. Ich erinnere dabei nochmals an das Gedicht von John Wilkes; wobei die Franzosen gerne vom „la petite mort“ reden.

Und so sollte uns der Weltuntergang nicht so sehr beschäftigen, dann eher die kurze und spannende Zeit davor. Ganz im Gegenteil, wir sollten uns eher fragen, wie es überhaupt beständig zu Schöpfungsakten kommt. Eine Antwort darauf werden wir wohl nie erhalten und so bleibt uns nur zu hoffen, dass wir unsere eigene Endlichkeit so schnell wie möglich erkennen und uns zu fragen beginnen, was wir mit dem verbliebenen Rest unseres Daseins (Martin Heidegger) machen wollen.

„Am angenehmsten ist das Lebensalter, das sich zum Untergang neigt und dennoch nicht jäh absinkt; und selbst jenes, das an der Schwelle des Todes steht, hat, so meine ich, seine eigenen Freuden; oder es tritt gerade das an die Stelle der Freuden, sich nach keinen mehr zu sehnen. Wie angenehm ist es, die Leidenschaften müde gemacht und hinter sich gelassen zu haben.“

Seneca, 1. Buch, 12. Brief (2018: 71)

Frau mit Brille

16.3.02024 5 (4)

Beitragsfoto: Frau mit Brille | © Pixabay

Kriegsgeheul

Es stimmt, dass wir uns, ob wir es wollen oder nicht, längst im Krieg befinden. Seit 2022 ist dies Faktum, auch wenn dies die meisten weiterhin nicht wahrhaben möchten. Für uns in Deutschland ist das so wie für u. a. die Schweizer, die Portugiesen oder die Iren im Zweiten Weltkrieg. Aber auch die wussten damals nicht, ob der Schießkrieg nicht doch noch zu ihnen herüberschwappt.

Und selbst wenn wir — was zu hoffen ist! — selbst ohne Bomben und Raketen diesen Krieg überstehen werden, so werden wir daraus zumindest wirtschaftlich sehr schwer angeschlagen herauskommen — von den gesellschaftlichen Umwälzungen ganz zu schweigen.

Dass es aber überhaupt so weit gekommen ist, liegt an zwei Hauptursachen. Erstens der permanenten Verweigerung unserer Berufspolitik, endlich den europäischen Bundesstaat zu verwirklichen — würde dieser doch viel zu vielen die eigenen Pfründe kosten — und zweitens dem völligen Versagen der Bundesregierung in den Jahren 2008 bis 2014 — einzig und alleine nur, weil sich die Regierung damals nicht darauf einigen konnte, wer sich an den notwendigen Ausgaben selbst bereichern darf. Diese politische und moralische Inkompetenz hat uns genau in diesen Schlamassel (Helmut Kohls geistig moralische Wende lässt immer noch grüßen) gebracht!

Und so heult jetzt die Berufspolitik auf allen Kanälen nach dem Krieg! Man möchte so schnell wie möglich jetzt sogar Kindergärten kriegstüchtig machen. All diesem Kriegsgeheul sind nur zwei Dinge gemeinsam: man weigert sich weiterhin tragbare Politik zu machen und alle diese Kriegsheuler denken einzig und alleine weiterhin nur daran, wie sie für sich damit selbst das Meiste herausschlagen können.

Von den Menschenleben einmal ganz abgesehen, wird uns dieser Krieg Billionen Euro kosten und diese Kriegsheuler denken weiterhin nur daran, wie viel mehr — ähnlich den Masken-Deals zu COVID-19 Zeiten — sie daran selbst verdienen können.

Schieflage

Meine letzten Äußerungen zu einer Schieflage in unserem Sozialsystem führten nicht nur zu einer grundsätzlichen Zustimmung doch so einiger Leser, sondern auch zu einem Hinweis eines direkt Betroffenen. Deshalb nochmals eine Klarstellung. Jeder funktionsfähige Staat muss auch in der Lage sein, um sich um seine weniger leistungsfähigen Bürger sorgen zu können — sie einfach nur verhungern zu lassen, ist keine Alternative.

Die Frage dreht sich einzig und alleine darum, wie man sich zum einen am besten um diese Mitbürger kümmert, und zum anderen darum, wie man dies möglichst kostengünstig bewerkstelligen kann.

Gefährlich wird das Ganze dann und dies ist wohl auch die eigentliche Geburtsstunde des Populismus, wenn man diese vermeintliche Art der Fürsorge zu einem politischen Instrument der Machtgewinnung und des -erhalts macht.

Unabhängig davon wird jedes Sozialsystem unbezahlbar, wenn man es auch dazu nutzt, um den etwas schlaueren Mitbürgern ein möglichst angenehmes Leben zu garantieren — dabei meine ich in erster Linie nicht die etwas schlaueren Sozialhilfeempfänger, sondern eher den „Apparat“, der sich um ein solches völlig überbordetes Sozialsystem herum etabliert.

Ein ugandischer Professor meinte einmal bereits im Jahr 2010, dass inzwischen auf jedes ugandische Straßenkind zehn Hilfsorganisationen kommen, die vorgeben, sich um dieses Kind zu kümmern. Bei uns in Deutschland kommen noch unzählige Beamten- und Verwaltungsapparate mit hinzu, deren eigene Existenz alleine vom Vorhandensein potenzieller Sozialhilfeempfänger abhängig ist.

Meine diesbezügliche Anregung war deshalb, dass man einmal nach alternativen Modellen zur Lösung der ursächlichen Herausforderung suchen sollte. Meine eigene Idee ist dabei weiterhin sehr einfach: Bildung, Bildung und nochmals Bildung.

Korruption

Bei der gestrigen Fahrt nach Straßburg war für mich völlig überraschend die Korruption ein Thema der Mitfahrer. Zu meinem großen Bedauern hatte ich dabei nicht parat, was aus den jüngst bekanntgewordenen Korruptionsfällen im Europäischen Parlament geworden ist.

In den weiteren Gesprächen konnten wir aber feststellen, dass Korruption durchaus ein globales Thema ist und dass wir in Deutschland bei weitem nicht zu den korruptesten Ländern zählen, sondern uns eher im vorderen Feld der etwas besseren Länder befinden — allerdings nicht in der Spitzengruppe der Anständigen.

Passend zu dieser Diskussion der Hinweis auf meinem Weblog gestern Abend, dass der Link auf Wikipedia zu einer „Liste korrupter Politiker in Deutschland“ den Liegeradler einmal in einem Kommentar zur Verfügung gestellt hat, nicht mehr funktioniert. Als ich dann auf Wikipedia nachschaute, stellte ich fest, dass auch der gesamte Artikel verschwunden war.

Liste von Korruptionsaffären um Politiker in der Bundesrepublik Deutschland

Dieser Artikel existiert nicht.

Wikipedia, 15.3.2024

Allerdings existiert zumindest gestern noch der entsprechende Link im Wikipedia-Artikel zur „Korruption“, welcher genau auf obigen Wikipedia-Artikel verweist.

Situation in Deutschland

Siehe auch: Liste von Korruptionsaffären um Politiker in der Bundesrepublik Deutschland

Wikipedia, 15.3.2024

Was sicherlich ein grundsätzliches Problem von Wikipedia ist, nämlich, dass dort Artikel erscheinen oder wieder verschwinden, wohl einzig und alleine abhängig vom Geldbeutel persönlich betroffener Mitbürger.

Und so ist es vielleicht wieder ein Thema, um über Enzyklopädien nachzudenken, die über Mindestkriterien bezüglich Transparenz und Wissenschaftlichkeit verfügen.