Konzert

Musikvideo der Woche 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Meine Leser dürften es bereits wissen, ich war und bin weiterhin ein großer Bewunderer von Queen. Das nun folgende Lied findet man auf der Platte „Innuendo“ (1991) und es passt meistens immer — zumindest bei uns. Aufgenommen wurde der Song von März 1989 bis November 1990 in Montreux und in London. Das Album „Innuendo“ ist übrigens das letzte Album, das zu Freddie Mercurys Lebzeiten veröffentlicht wurde.

Heute wollte ich einen Post-Brexit Film aus dem Vereinigten Königreich schauen, wobei mir mein Jüngster erklärte, dass Filme mit Werbeeinblendungen reine Lebenszeitverschwendung seien.

Ich lasse mich gerne belehren und buchte, weil mich der Film interessierte, ein Addon von Amazon, welches Werbefreiheit versprach. Und gerade gebucht, erfuhr ich, dass nun Filme bei Amazon für mich werbefrei seien, außer jenen, die Werbung beinhalten — kann man verstehen, muss man aber nicht!

Was mich wiederum an einen Blog-Beitrag von Stefan Pfeiffer erinnert, der sich heute darüber beklagt, dass das Telekom Magenta TV nicht so richtig funktioniert. Ich habe die besagte TV Box auf Anraten eines Telekom-Mitarbeiters schon etwas länger durch ein entsprechendes App ersetzt — funktioniert aber auch nicht. Was der Grund dafür ist, dass, wenn ich nicht auf meine eigenen DVD und Blu-ray zurückgreifen möchte, ich mich bei Amazon wiederfinde. Und schon beißt sich die Katze in den Schwanz.

Kein Wunder, dass ich mich urplötzlich an 1990 und 1991 erinnerte. Aber auch diese Jahre kann man noch steigern, man muss sich nur den aktuellen Wahlkampf in den USA anschauen oder noch schlimmer, unsere eigenen Oppositions- und Regierungsparteien — wer erkennt da überhaupt noch einen Unterschied? Ach, wer möchte jetzt noch mehr Autos in der Heilbronner Innenstadt? Bis gestern war es noch die FDP, heute ist es schon die CDU und morgen werden bestimmt die Grünen ihr Coming-out als Autofahrerpartei haben. Derweil versammelt sich die Heilbronner SPD um ein Nazi-Porträt und schwört dem OB ewige Treue. Und die Linke ist inzwischen schon soweit nach rechts abgetriftet, dass sich bereits die AfD zu fürchten beginnt.

„When the outside temperature rises
And the meaning is, oh, so clear
One thousand and one yellow daffodils
Begin to dance in front of you, oh, dear“

„Innuendo“ endet mit einem meiner Lieblingssongs von Queen „The Show Must Go On“. Ich habe damals 1991 tatsächlich überlebt und 1992 meine bessere Hälfte kennengelernt.

„Are they trying to tell you something?
You’re missing that one final screw
You’re simply not in the pink, my dear
To be honest, you haven’t got a clue“


Ausschnitt des Jazz-Platten-Covers

Queen 5 (5)

Beitragsfoto: Ausschnitt des Jazz-Plattencovers (1978)

Wenn meine Generation in den 1970er und 1980er-Jahren in einem einig war, dann darin, dass Queen eine sehr gute Rockband ist. 1970 gegründet, bestand sie gut 20 Jahre lang bis zum Tod Freddie Mercurys am 24. November 1991 hauptsächlich aus den vier Musikern John Deacon, Brian May, Freddie Mercury und Roger Taylor. Vor Deacon, der bereits 1971 zur Band stieß, wurde der E-Bass noch durch Mike Grose, Barry Mitchell und Doug Ewood Bogie besetzt.

Nach dem Tod von Freddie Mercury gab es noch weitere Versuche und immer wieder neue Band-Projekte, die auch bis heute noch andauern mögen, aber zumindest für mich keine Relevanz mehr haben; mit dem Kauf der „Queen Studio Collection“ (2015) habe ich dieses Kapitel endgültig geschlossen, wobei ich noch anmerken möchte, dass ich mich bereits mit „Made in Heaven“ (1995), dem letzten von insgesamt 15 Studioalben, von Queen verabschiedet habe.

Vor ein paar Jahren haben meine Söhne, beim Stöbern durch unsere CD-Sammlung, dann die Queen-Alben entdeckt und damit begonnen, ebenfalls immer wieder und gerne Queen-Titel anzuhören — allerdings dabei auf eine ganz andere Art & Weise.

So ist es aber auch nicht verwunderlich, dass die ganze Familie 2018 in den Film „Bohemian Rhapsody“ gepilgert ist und in dessen Folge Queen Songs wieder öfters zuhause zu hören waren.

Meine Liebe zu Queen begann Mitte der 1970er-Jahre als mich mein Freund Oliver Greuling auf diese Gruppe aufmerksam machte — zumindest habe ich es so in Erinnerung. Mein erstes selbst gekauftes Album war dann „News of the World“ (1977) und mit dem Kauf des Albums „Jazz“ (1978) war ich mir sicher, dass ich auch die restlichen Alben haben musste. Nach und nach kaufte ich die älteren Alben und wurde damit zu einem Queen Fan.

1980 erwarb ich die Platte „The Game“ und nach dem Gang ins Kino, um „Flash Gordan” anzuschauen, auch die entsprechende Platte (1980), wobei ich es heute nicht mehr nachvollziehen kann, wieso mir Film und Musik zu dieser Zeit tatsächlich gefallen haben.

Die Folgeplatten erwarb ich dann, der Zeit geschuldet, als CD. Erst mit meiner Zurruhesetzung habe ich erneut begonnen, Queen Alben in Form von Langspielplatten zu sammeln und dabei auch wieder auf den Plattenteller zu legen; während des Schreibens dieses Beitrages höre ich „Jazz“ und „News of the World“ hoch und runter.

Ich möchte es nicht versäumen, meine persönliche Hit-Liste der Queen-Alben aufzuführen:

  • News of the World (1977)
  • Jazz (1978)
  • A Night at the Opera (1975)
  • A Day at the Races (1976)
  • Sheer Heart Attack (1974)
  • A Kind of Magic (1986)
  • The Works (1984)
  • Queen (1973)
  • The Game (1980)
  • Innuendo (1991)
  • Queen II (1974)
  • The Miracle (1989)
  • Live Killers (1979)
  • Hot Space (1982)
  • Live Magic (1986)
  • Live at Wembley ’86 (1992)
  • Greatest Hits (1981)
  • Greatest Hits II (1991)
  • … jede andere Platte mit Freddie Mercury
  • Flash Gordon (1980)
  • Made in Heaven (1995)

Last but not least möchte ich nochmals auf die „Queen Studio Collection“ aufmerksam machen, nicht weil ich die darin enthaltenen bunten Langspielplatten für besonders gelungen halte, sondern weil das beiliegende Booklet auf jeden Fall den Plattenkauf wert ist. Auch kommen jene, die über keine alten Queen-Platten verfügen, wohl am kostengünstigsten zu allen Studioalben dieser auch heute noch sehr hörenswerten Rockband.

I like people to go away from a Queen show feeling fully entertained, having had a good time.

Freddie Mercury (2. Mai 1981)