Taschenuhr

Nachdenklich 5 (2)

Beitragsfoto: Taschenuhr | © Pixabay

Es sind immer wieder diese völlig unerwarteten Ereignisse, die uns Menschen aus den eigenen Träumen reißen und einen kurz über das eigene sowie das Leben an sich nachdenken lassen, bevor man wieder zum Alltag zurückkehrt.

Dabei meine ich nicht irgendwelche völlig überraschenden Aktienbewegungen an der Börse oder Pandemiemeldungen aus den Medien, sondern den plötzlichen Tod von Menschen, die man persönlich kannte und mit deren vorzeitigem Tod man einfach nicht rechnete.

Auch wenn man mit zunehmenden Alter das Gefühl entwickelt, dass „die Einschläge“ immer näher kommen und man damit auch selber immer mehr sensibilisiert ist, hat der Tod von Menschen, welche jünger als man selber sind, doch eine ganz besondere Bedeutung. Und wenn man dann noch gleich mehrerer solcher tragischen Ereignisse gewahr wird, hält das eigene Grübeln etwas länger als sonst üblich an.

Steve Jobs konnte dem Tod eine ganz eigene Bedeutung beimessen.

„Death is very likely the single best invention of Life. It is Life’s change agent. It clears out the old to make way for the new.“ 

Steve Jobs, Stanford Commencement Adress (2005)

Wolfgang Amadeus Mozart schrieb am 4. April 1787 an Leopold Mozart, dass der Tod der Schlüssel sei, der das Tor zur wahren Glückseligkeit öffne, und er selber, auch in seinen noch jungen Jahren, nie zu Bett ginge ohne darüber nachzudenken, den kommenden Tag nicht mehr zu erleben.

Und John O’Donohue wundert sich:

„Though death is the most powerful and ultimate experience in one’s life, our culture goes to great pains to deny its presence.“

John O’Donohue,  Anam Cara: A Book of Celtic Wisdom (1997: 205)

Paulo Coelho fasste das Ganze in die folgenden Worte:

„Life is a dream from which we wake only when we meet death.“

Paulo Coelho, Aleph (2011)

Um heute nicht ganz dem Grübeln zu verfallen, beende ich diesen Beitrag mit einem wunderbaren Gedicht von Walt Whitman.

A clear midnight

THIS is thy hour O Soul, thy free flight into the wordless,
Away from books, away from art, the day erased, the lesson done,
Thee fully forth emerging, silent, gazing, pondering the themes thou lovest best.
Night, sleep, death and the stars.

Walt Whitman

„The death rate is the same for us as for anybody … one person, one death, sooner or later.“

Robert A. Heinlein, Tunnel in the Sky (1987: 28)

View over the city

Unterwegs 4.3 (3)

Beitragsfoto: view over the city | © Pixabay

Sehr gerne bin ich mit netten Menschen unterwegs, um diesen dann auch die Orte zu zeigen, welche mir auf meinen Reisen durch die Welt am besten gefallen haben.

Ich finde, dass es nicht unbedingt Denkmäler, Museen oder sonstige Sehenswürdigkeiten sind, die man dabei aufsuchen sollte, sondern vor allem jene Orte, wo sich die Einheimischen regelmäßig selbst aufhalten und tummeln.

Denn damit bekommt man einen besseren Eindruck von Land und Leuten; man bestaunt in Heilbronn auch nicht den Hauptaltar von Hans Seyfer in der Kilianskirche, um die Heilbronner besser zu verstehen.

[ARD Mediathek-Beitrag nicht mehr vorhanden]

Vor allem aber man kommt durch diese Vorgehensweise mit den Menschen vor Ort leichter ins Gespräch. Dabei stellt man sehr schnell fest, dass die meisten, egal woher sie kommen, wohnen oder arbeiten, nett und hilfsbereit sind; Ausnahmen bestätigen die Regel.

„I think most people travel to get away from themselves.“

Walter Huston als Sam Dodsworth in Dodsworth (1936)

Besser aber noch hat es bereits Robert Louis Stevenson ausgedrückt:

„For my part, I travel not to go anywhere, but to go. I travel for travel’s sake. The great affair is to move; to feel the needs and hitches of our life more nearly; to come down off this feather-bed of civilisation, and find the globe granite underfoot and strewn with cutting flints.“

Robert Louis Stevenson, Travels with a Donkey in the Cévennes (1879)

Capriblick aufs Meer

Grüße aus Neapel 4.8 (5)

Beitragsfoto: Capriblick aufs Mittelmeer

Auch Bettina grüßt recht herzlich!

Es gibt so viele und so schöne Orte überall auf der Welt. Das besondere an den Orten innerhalb der Europäischen Union ist aber, dass man weiterhin zuhause ist und damit auch sämtliche Rechte und Annehmlichkeiten eines Unionsbürgers innehat.

Wenn es Zeit und Geldbeutel ermöglichen, nutzen meine Frau und ich die Gelegenheit, um Freunde zu besuchen oder interessante und möglichst schöne Flecken zu erkunden. Gut ist es, wenn man beides miteinander kombinieren kann, so wie zum Beispiel in Neapel, einer der ältesten Großstädte überhaupt.

Das Schöne an Neapel ist, dass auch das Essen schmeckt und die Stadt darüber hinaus noch ein sehr sehenswertes Umfeld hat. Das Ganze wird dann noch mit ein paar Inseln garniert, die selber zum längeren Verweilen einladen.

So haben wir die beiden letzten Aufenthalte in Neapel genutzt, um die Insel Capri zu Fuß kennenzulernen und dabei auch sehr „verwunschene Orte“ entdecken können.

Meine Empfehlung für den ersten Capribesuch ist, sobald man die Insel erreicht, zu Fuß die Marina Grande in Richtung Anacapri zu verlassen. Sogleich beginnt ein gemütlicher Aufstieg über Anacapri, Cetrella zum Monte Solaro. Das Ticket für die Seilbahn muss allerdings inzwischen an der Basisstation gelöst werden. Nach einem wunderbaren Rundblick über die Insel, geht es dann mit der Seilbahn in dreizehneinhalb Minuten nach Anacapri, von dort mit dem Stadtbus nach Capri und zuletzt mit der Standseilbahn zum Hafen zurück. Den Abend lässt man dann wieder gemütlich in Neapel ausklingen.

https://youtu.be/UokfHDsUtmg

Aber auch Neapel selbst lädt zum Spaziergang ein. Vom Hafen durch die Altstadt hinauf zum Castel Sant’Elmo oder einfach nur der Küste entlang bis hin zu einer der alten römischen Villen.

Meiner Frau und mir hat es wieder einmal gefallen und wir freuen uns schon jetzt auf unseren nächsten Besuch.

„A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP“

Leonard Nimoy’s last tweet (23.2.2015, 8.36 Uhr)