Blitz

Zäune 5 (1)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Unsere Bundesregierung hat erneut all jene erhört, die in ihrem gesamten Leben unser Land nicht nur völlig an die Wand gefahren, sondern unserer Jugend auch noch eine halbwegs erträgliche Zukunft genommen haben.

Unsere Mediokratie — Herrschaft der Mittelmäßigkeit (!) — hat genau die Erfolge erzielt, die von Intellektuellen bereits vor Jahrzehnten an die Wand gemalt wurden.

Jetzt werden auf Teufel komm raus Zäune und Mauern um die EU und dann auch wieder um Deutschland herum gezogen, um der Kaputt-Mach-Generation bis zum letzten Atemzug noch ein schönes Leben auf Kosten der Umwelt und der großen Menschenmehrheit zu garantieren.

Und wenn dann die Festung Europa steht, werden unsere noch halbwegs rüstigen Leistungsrentner mit ihren Wohnmobilen durch die Bundeswehr — wozu hat man die denn sonst? — per Luftverladung über die Mauern hinweg in die Entwicklungsländer geflogen, um noch die wirklich letzten unbekannten Orte zu sehen, bevor man selbst das Zeitliche segnet und diese wunderbaren Orte endgültig verschwunden sind.

Und bis dahin tanzen alle den Tango Korrupti und singen im Chor nach uns die Sintflut!

Schöner hätte es auch kein Federico Fellini inszenieren können.


Blitz

Taka-Tuka-Land 4.7 (3)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Gerade spülen mir die Social Media Meldungen in die Timeline, die ich besser nicht zur Kenntnis nehmen sollte. Deutschland fiebert mit seinem Königspaar der Herzen, Harry und Meghan, deren Kinder jetzt ebenfalls Prinzen etc. sind — Damit kamen die Briten wohl einer bayerischen Kriegserklärung zuvor, da Markus Söder als bekennender britischer Monarchist das nicht mehr viel länger geduldet hätte.

Und auch die SPD, die sich in Berlin weiterhin an den besten Futtertrögen festklebt, hat nichts besseres zutun als einer nachweislich völlig untragbaren Berufspolitikerin, Christine Lambrecht, einen großen Zapfenstreich zu gewähren. Und so können wir gespannt darauf sein, welche Bundesbehörde Lambrecht nun geschenkt bekommt oder ob sie gar Botschafterin im Vatikan wird.

Übrigens, der Name Taka-Tuka-Land ist eine Anlehnung an den Ort Larantuka, wo im 16. und 17. Jahrhundert viele Deserteure des portugiesischen Kolonialreichs ein freies Leben führen durften. Wir Deutschen haben dafür bekanntlich Berlin mit seinen Parlamenten, die ganz legal nicht nur Drückebergern und Kriegsdienstverweigerern, sondern auch Fahnenflüchtigen freie Kost und Logis bieten. Diese werden nach ein paar Jahren Parlamentarismus allesamt über Nacht deutsche Stabsoffiziere, wie z. B. Christian Lindner, oder sie verkaufen junge Männer, wie einst die deutschen Fürsten, in die ganze Welt — denn Deutschland wird bekannter Maßen nicht nur am Hindukusch verteidigt.


Berliner Mauer

20.2.02023 5 (2)

Beitragsfoto: Berliner Mauer | Peter Dargatz auf Pixabay 

Briefkasten

Nein, es geht hier nicht darum, dass die Deutsche Post das Klassensystem wieder einführen möchte, sondern um die altbekannte Tatsache der Selbstvermehrung von Verwaltungen. Da wollte ein Bürgermeister einen Briefkasten vor dem Rathaus, wo der Bürger seine Ideen und ggf. auch Kritik einwerfen könne.

Ein paar Jahre später hat die Gemeinde einen eigenen Amtsleiter für Bürgeranliegen, ein neues Amt für diesen Herren, gleich mit mehreren Abteilungen, alleine wegen der Bedeutung des Ganzen, was wiederum dazu führte, dass man von der Personalabteilung angefangen, die meisten anderen Ämter und Abteilungen ebenfalls erweitern musste, um die neuen und auch alten Mitarbeiter besser verwalten zu können. Selbstverständlich führte dies auch zur Gründung von aktuell zwei Gewerkschaften und der permanenten Beauftragung einer Consulting Firma, die die neuen Gegebenheiten analysiert und sämtlichen Angestellten der Verwaltung assistiert. Inzwischen mussten auch originäre Verwaltungsaufgaben ausgelagert, ergo an zivile Dienstleister vergeben werden, um als Verwaltung für den Bürger noch voll und ganz präsent sein zu können.

Zwar gibt es noch heute den besagten Briefkasten nicht, aber der Gemeinderat debattiert heftig darüber, wo der notwendige Neubau des Rathauses hin soll und wie man am besten an entsprechende Subventionen kommt — eine ganz neue Abteilung im Rathaus soll sich nun darum kümmern.

Täterschutz

Ein sowjetischer Diktator darf seit spätestens 2008 morden und vergewaltigen (lassen) wie er möchte und kann sich dabei immer auch der Sympathie und Unterstützung seiner Heilbronner „Genossen“ sicher sein. Und selbst wenn er eine Städtepartnerschaft mit Heilbronn will, dann bekommt er diese auch.

Aber sobald es zu einem Unfall unserer amerikanischer Verbündeten kommt, wird dies bis hin zu einem imperialistischen Atomkrieg hochstilisiert. Dieses Mal gab es Gott sei gedankt keine Toten. Und es waren auch wie beim ersten Mal auf der Waldheide keine Atomsprengköpfe involviert. Dennoch werden wieder einmal alle Register gezogen, und wir können sogar in einem Leserbrief der heutigen Heilbronner Stimme Ungeheuerliches lesen.

„Es ist an der Zeit, dass die US-Armee ihre todbringenden Raketen und Bomben beseitigt und verschrottet.“

Konrad Wanner, Leserbrief in der Heilbronner Stimme (20.2.2023: 21)

Wenn es aber um den Schutz ihrer eigenen Genossen geht, dann finden diese Menschen sogar Entschuldigungen für Massen- und Völkermord — aus deren Sicht morden und vergewaltigen die Russen wohl gerade in der Ukraine nur deshalb, um die Welt vor den US-Imperialisten zu retten.

So würde es mich auch nicht mehr wundern, wenn diese Täter-Versteher während des „Heißen Herbstes“ bei den Autos meiner Kameraden und mir die Radmuttern gelöst und Bremsschläuche durchschnitten haben, wohl alleine nur deshalb, um Deutschland vor den eigenen Wehrpflichtigen zu retten.

Berlin

Ohne Wenn und Aber Berlin ist längst zu einem untragbaren Zustand geworden. Es mag dabei eine Rolle spielen, dass diese Stadt mindestens zweimal die Hauptstadt von Unrecht- und Terrorstaaten war und noch bis heute Totalitaristen aus allen Ländern anzieht. Hinzu kommt sicherlich, dass diese Stadt wohl noch nie alleine lebens- und überlebensfähig war und seit ihrer Gründung von den Zuwendungen erst aus dem Umland und nun bereits aus dem gesamten Bundesgebiet und der Europäischen Union lebt.

Dies alles führte zu einer einzigartigen Verfilzung innerhalb der Stadt und zu einem unvergleichlichen Politik- und Verwaltungsversagen. Wie wir heute wissen, sind die Berliner zwar immer noch in der Lage, in Kneipen Honecker und die anderen Mitglieder seiner Verbrecherbande hochleben zu lassen, aber nicht mehr dazu, freie und geheime Wahlen sicherzustellen. Dafür zeichnet sich ehrenamtliches bürgerliches Engagement fast nur noch bei Krawallen aller Art aus; und selbst dabei kann man sich nicht sicher sein, ob die Randalierer selbst dafür bezahlt werden.

Da wir alleine aus Kostengründen unser Parlament und die Bundesregierung nicht mehr nach Frankfurt umziehen können, müssen wir dringend andere Maßnahmen ergreifen. Das Bundesland Berlin gehört noch dieses Jahr aufgelöst und die Stadt dem Bundesland Brandenburg zugeschlagen. Die Stadt Berlin selbst gehört unter Bundesaufsicht und die gesamte Verwaltung auf das unbedingt Notwendige reduziert. Zudem müsste eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft die gesamten Vorgänge der letzten Jahre aufarbeiten.

Aber auch Berlin kann zu etwas gut sein, nämlich zur Warnung, wohin es führt, wenn man Filz, Vetternwirtschaft und Inkompetenz nicht nur fördert, sondern mit Subventionen aller Art zu einer Melange macht, die weltweit ihres Gleichen sucht.

Und so müssen wir in allen unseren Städten genau darauf achten, dass wir nicht in den Berliner Teufelskreis gelangen. Wir müssen frühzeitig städtische Seilschaften, die inzwischen gerne selbst über Parteigrenzen hinweg zusammenarbeiten, transparent machen und ihre negativen Auswirkungen auf unsere Verwaltungen und sämtliche Betriebe und Institutionen, die im städtischen Umfeld tätig sind, aufdecken. Die Frankfurter haben vor Kurzem damit begonnen, und auch wir Heilbronner wären sicherlich gut beraten, nicht immer nur wegzuschauen, zumindest so lange reichere Bürger die schlimmsten Auswirkungen mit ihren Geldzuwendungen auszugleichen versuchen. Denn damit bekommen wir langsam aber sicher Berliner Verhältnisse, deren Folgen dann plötzlich nicht mehr zu beheben sein werden.

„Der linke Optimismus wiederholt den tückischen bürgerlichen Aberglauben, man solle den Teufel nicht an die Wand malen, sondern sich ans Positive halten. ‚Dem Herrn gefällt die Welt nicht? Dann muss er sich eine bessere suchen.‘ — das ist die Umgangssprache des sozialistischen Realismus.“

THEODOR W. ADORNO, MINIMA MORALIA (14. AUFLAGE 2022 [1951]: 130)