Gespräch

Kommunikation 5 (3)

Beitragsfoto: Gespräch | © Leonardo Thomas auf Pixabay

Über Kommunikation und Kommunikationsräume habe ich schon öfters etwas geschrieben, auch hier auf diesem Weblog und zudem immer wieder einmal unterrichtet. Jüngst ist es bei mir erneut als „Kommunikationsmanagement“ ein Vorlesungsthema, wenngleich auch „nur“ im Rahmen der Wirtschaftsinformatik. Dieser Blog-Beitrag aber widmet sich eher den aktuellen Mitteln und Werkzeugen, die ich selbst für meine Kommunikation verwende.

Am besten ist immer noch das Wort und dies unmittelbar im Gespräch mit meinem Gegenüber. Dank der Telekommunikation kann man selbst die größten Entfernungen zwischen den jeweiligen Gesprächspartnern überbrücken, was allerdings die Kommunikation nicht verbessert. Und die ergänzende Form der Videotelefonie dürfte die Qualität des Gespräches nicht wirklich steigern. Auch nicht die Möglichkeit, dass man inzwischen mit gleich mehreren Gesprächspartnern gleichzeitig telefonieren kann.

Für mich ganz persönlich ist immer noch der „Teletext“ die beste Möglichkeit, um miteinander zu kommunizieren, sei es per E-Mail, Chat oder SMS. Deswegen rangieren bei mir Tools wie Skype oder GoTo für das persönliche Gespräch nicht an erster Stelle. Und wenn ich heutige Mobiltelefonnutzer dabei beobachte, wie sie durch die Stadt laufend Videotelefonate mit ihren Freunden und Bekannten führen, muss ich mich einfach nur noch wundern — solche Gespräche sollte man schon alleine der Umwelt wegen zusätzlich in Rechnung stellen.

Schon etwas anders sieht es aus, wenn aus Ferngesprächen Fernbesprechungen werden, denn dann kann es durchaus von Vorteil sein, wenn man mehrere Kanäle zeitgleich nutzen kann. In diesem Falle sind dann jene Hilfsmittel am geeignetsten, die neben Bild und Wort auch noch die Schrift mit einbinden. Hierbei nutze ich das alte Skype ebenso gerne wie das etwas neuere GoTo, wobei die maximale Nutzeranzahl für Letzteres spricht. Und in diesem Falle wirkt sich auch der Vorteil von Skype nicht aus, nämlich jener, dass man sich mit Skype sehr schnell und sehr einfach zusammensetzen kann.

Und auch für das „Teletexten“ gibt es heute unzählige Hilfsmittel, einige davon habe ich selbst immer wieder verwendet, mich dann aber dazu entschlossen, diese nun auf eine überschaubare Menge zu reduzieren. Wie schon geschrieben, an Skype und Linkedin halte ich fest, da ich darüber immer noch sehr alte Bekannte erreiche und über die gute alte SMS erreichen mich jene, die meine Telefonnummer noch in ihrem Mobiltelefon abgespeichert haben.

Ich selbst nutze nun aber hauptsächlich noch Twitter, Threema und Delta Chat, wobei Letzteres wirklich nur etwas für die wahren Nerds unter uns ist. Und, da sich nicht alle einen Twitter-Account zulegen und noch weniger sich die Mühe machen möchten, um sich mit Delta Chat zu beschäftigen, versuche ich nun meine Mitmenschen von Threema zu überzeugen. Gerade für jene Menschen, die sich verstärkt um ihre Privatsphäre sorgen und zudem ihre persönlichen Daten im Griff haben wollen bietet sich Threema an.

Der einzige Haken dabei ist, es werden sich wohl nicht sehr viele so um ihre Privatsphäre sorgen, dass es ihnen einmalig ca. 5 Euro wert ist, um sich dieses Tool zu sichern.

Da Threema inzwischen neben Telefonie und Text auch Sprachnachrichten und Gruppen-Chats ermöglicht, habe ich erst einmal eine EUROPA-UNION Heilbronn Gruppe (EUHN) und eine Gruppe für den Kreisvorstand (Kreisvorstand EUHN) eingerichtet. Nun bin ich wirklich einmal gespannt darauf, wer von den Mitgliedern diese Art der Kommunikation nutzen wird.

Im Falle, dass Sie mich jüngst über den Messenger oder andere Tools versucht haben zu erreichen, dann wissen Sie nun, dass diese Versuche ins digitale Nirwana einziehen und dort für immer verbleiben werden. Drollig finde ich es weiterhin, wenn mir jemand mitteilt, dass er mir dies und das sehr ausführlich über WhatsApp mitgeteilt hat, denn dieses Tool hatte ich noch nie in Verwendung.

Die Leser dieses Weblogs können mir zusätzlich noch eine Mitteilung schicken.

Für alle Fälle gilt aber weiterhin mein Grundsatz, dass wenn sie von mir innerhalb 48 Stunden keine Antwort erhalten, Sie darauf nie eine Antwort erhalten werden. Im Zweifelsfall fragen Sie bitte einmal nach, ob Ihre Nachricht nicht ganz aus Versehen in meinem PAL-Filter hängen geblieben ist — bei der Verwendung von Threema können Sie dies allerdings vorab ausschließen.

„Daß sie, anstatt den Hut zu ziehen, mit dem Hallo der vertrauten Gleichgültigkeit sich begrüßen, dass sie anstatt von Briefen sich anrede- und unterschriftslose Inter office communications schicken, sind beliebige Symptome einer Erkrankung des Kontakts.“

THEODOR W. ADORNO, MINIMA MORALIA (14. AUFLAGE 2022 [1951]: 45)
Verschiedene Messenger

Messenger 5 (2)

Beitragsfoto: verschiedene Messenger |  © Thomas Ulrich auf Pixabay

Nein, es geht hier nicht, wie man es durchaus vermuten könnte, um die NASA-Raumsonde zum Merkur, die am 3. August 2004 startete und nach Auftragsbeendung am 30. April 2015 auf Merkur zerschellte. Und es geht auch nicht um die traurige Gewissheit, dass man noch heute den Boten schlechter Nachrichten für diese verantwortlich macht; dafür gibt es sogar mit „Shooting the messenger“ eine eigene Metapher.

Es geht in diesem Blog-Beitrag einzig und alleine um die verschiedenen Messenger-Dienste, die gerne auch als Instant-Messenger bezeichnet werden. Mein erster richtig genutzter Messenger war Skype und ich nutze diesen noch heute.

Inzwischen gibt es davon sehr viele und auch immer wieder richtig erfolgreiche. Über die Jahre hinweg habe ich neben Skype noch Weitere ausprobiert, wie etwa ChatSecure, Delta Chat, ICQ, Signal, Threema und Wire. Zusätzlich dann noch die gute alte E-Mail und die SMS übers Mobiltelefon.

Inzwischen habe ich mich dazu entschlossen, meine Erreichbarkeit über die verschiedensten Messenger-Dienste weiter zu reduzieren.

Spannend war es für mich dabei, welche Kommunikationskanäle ich zumindest vorerst weiter aufrechterhalten werde. E-Mail und SMS sind sehr bequem und werden auch weiterhin von mir verwendet werden. Über Skype erreiche ich immer noch Menschen aus den Anfangszeiten dieses Messengers und so hat dieser Dienst für mich tatsächlich etwas Nostalgisches. Über Delta Chat, den ich auch für verschlüsselte E-Mail nutze, kommuniziere ich eigentlich nur mit einer weiteren Person. Dieser Kommunikationskanal ist mir aber persönlich wichtig und so bleibt dieser weiterhin erhalten.

Alle anderen Messenger habe ich nun durch Threema ersetzt, und da die meisten meiner Gesprächspartner ähnlich wie ich über verschiedene Messenger verfügen, werden diese mich wohl mit der Zeit nun über Threema erreichen.

Interessant dabei ist, dass mich immer wieder E-Mail erreichen, wobei sich die Absender darüber beklagen, dass sie mir Nachrichten über Messenger-Dienste geschickt haben, die ich überhaupt nicht verwende und ich nicht auf deren Nachrichten antworte. Ich vermute einmal, dass diese Nachrichten einfach im digitalen Nirwana Einzug halten.

Alle hier erwähnten Messenger können über die direkte Kommunikation mit einer anderen Person hinaus auch für Gruppenunterhaltungen genutzt werden; dabei kann es allerdings passieren, dass dann andere Personen Sie einfach in eine Gruppe mit Ihnen völlig unbekannten Personen mit hinzufügen. 

Interessierte finden meine Skype-Erreichbarkeit im entsprechenden Blog-Beitrag und meine Threema-ID gleich hier (HS82SV7E) oder im Impressum. Wer sich für Delta Chat interessiert, der erreicht mich dort über chat@kuemmerle.name.

Zum Abschluss noch einen Hinweis: ich gehe davon aus, dass sämtliche meiner Leser wissen, warum ich nicht immer über die derzeit angesagtesten Instant-Messenger kommuniziere.

Video des Tages

https://youtu.be/VA4e0NqyYMw
Gut gemacht 4th Psychological Operations Group!

Leser

6.4.02021 4.8 (5)

Europastammtisch

Immer dienstags ist Europastammtisch, damit sind nicht dessen Foren gemeint, sondern ein virtuelles Treffen unter Zuhilfenahme einer möglichst einfachen Chat-Software. Von Virbela über Skype waren wir erst bei GoToMeeting und sind inzwischen bei wonder.me angelangt. Bei Virbela waren die Meinungen von Anfang an zweigeteilt: mir hat es gefallen, allen anderen nicht. Skype war den meisten dann zu altmodisch und GoToMeeting zu spaßfrei. Wonder.me bringt jetzt ein wenig an Unterhaltung mit, was aber letztendlich auf Kosten der Qualität und Zuverlässigkeit geht. Da die Stammtischler aber in der Lage sind, die Zeit ein wenig zurückzudrehen, treffen wir uns bei Ausfall des aktuellen Systems einfach bei dessen Vorgänger — und wenn dann alle Stränge reißen sollten, wie anfangs am Virbela-Strand.

Protokoll

Endlich den ersten Entwurf des Protokolls der 4. Hertensteiner Gespräche fertiggestellt. Jetzt warte ich auf weiteren Input, dann wird das Ganze nochmals etwas ergänzt und überarbeitet, um letztendlich zu einem E-Book zu werden, das dann keiner liest. 

RSS

Noch habe ich mich nicht entschieden, ob ich hier auch noch ein RSS Feed einbinden soll. Das wäre zwar ganz schön praktisch für alle, die sich über RSS auf dem Laufenden halten, bringt mir aber auch zusätzliche Arbeit und noch mehr davon, wenn ich mich dabei nicht auf ein paar kleine Helferlein einlassen möchte. Aber vielleicht gibt es auch einen sehr einfachen „Workaround“, was wohl das Ganze eher noch weiter verkomplizieren dürfte.

[Diese Fragestellung war der ursprünglichen Auslagerung des Microblogs — inzwischen Kategorie „Rückblick“ — geschuldet.]