Lesezeichen

Lügengeschichten 4.3 (8)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Dan Alexander | Forbes

After Years Of Lying, Trump Organization Tries To Figure Out How Big Its Properties Actually Are (zuletzt aufgerufen am 1.7.2025 um 8.15 Uhr)

„A court-appointed monitor says the Trump Organization conducted a review to ensure “consistency” in the square footage numbers it reported. Dishonesty, however, is a hard habit to break. …

Donald Trump, a man who has been obsessed with size—whether measured in square footage, crowd attendance or net worth—for years.“


Interessante sehr detailreiche Geschichte über Donald Trumps Immobilienwahn. Das Spannende dabei, er hat diesen Artikel sogleich mit Hasstiraden versehen auf seinem Social Media Account ganz offiziell bestätigt.

Dies zum Thema Donald Trump könne und würde nicht lesen.


Schienen

25.6.02025 4.9 (9)

Beitragsfoto: Schienen und Menschen | © Mohamed Nuzrath from Pixabay

Zerstreuung

Angeregt von einem Filmvorschlag Gerd M. Hofmanns mache ich mir nun Gedanken über die Zerstreuung und weitere Drogen, die nicht nur von uns Menschen so gerne konsumiert werden.

Mein Verständnis dafür ist bei jenen vorhanden, die sich in ausweglosen wie äußerst trostlosen Situationen befinden und sich einfach ab und zu nur einmal „wegbeamen“ müssen, um das aktuelle Leben überhaupt noch halbwegs bewältigen zu können.

Und so war ich auch immer ein Aktivist für den Alkohol bei Einsatzsoldaten, nicht aber bei jenen zu Hause in ihren Kasernen — manche mögen sich noch erinnern. Man kommt zum Schluss besser davon wieder weg als z. B. von der Nadel, vor allem weil Soldaten grundsätzlich resistenter und willensstärker sind als ihre ungedienten Zeitgenossen. Zudem zeigte meine entsprechende Erfahrung, dass Soldaten ein paar Flaschen Bier besser vertrugen als die dargebotenen Psychologen oder gar Psychiater. Besser kamen sicherlich noch die Pfarrer oder Priester weg, vor allem jene, die sich in die Niederungen ihrer anvertrauten Schäfchen trauten — und sie tranken dabei meist auch immer mit.

Ein Problem mit der Zerstreuung und den Drogen habe ich dann, wenn sich Menschen im ganz normalen Alltag befinden, der anders als noch zu Senecas Zeiten sicherlich kaum Anlässe weder zum „Wegbeamen“ noch einer schnöden Zerstreuung vom eigenen Leben bietet — der Fortschritt hat Vorteile!

Unser eigenes Leben, dieser kleine Augenblick der Zeit, den wir erleben dürfen, sollten wir doch alle möglichst bei vollem Bewusstsein durchleben! Schon alleine durch den notwendigen Schlaf und vielleicht auch noch durch ein paar tatsächlich sehr unliebsame Situationen müssen wir von vorne weg auf gut ein Drittel dieser knappen Zeit verzichten.

So sollten wir uns beständig überlegen, was wir mit unserer Zeit anfangen — Carpe diem! Und so sollte man sich jedes Mal fragen, sobald man nach Zerstreuung oder gar Vergessen sucht, was für einen Nutzen man daraus ziehen möchte und kann?

Sind es z. B. die Soap-Operas, die man fortwährend „binged“ oder die Social Media, denen man unentwegt folgt, überhaupt wert, dass man sein kurzes Leben damit „vergeudet“?

Daraus dürfte sich dann sehr schnell die weitere Frage stellen, was man überhaupt mit seinem eigenen Leben anfangen möchte? Vielleicht auch die Frage, mit wem man den Rest seines Lebens gemeinsam verbringen möchte?

Letztendlich fängt man an, sich die wichtigen Fragen des Lebens zu stellen und findet dann vielleicht auch die entsprechenden Antworten.

Einfach nur beständig dem eigenen Leben entfliehen zu wollen, dürfte keine gute Idee sein. So wie es auch keine gute Idee ist, durch bloße Ortswechsel (Urlaube oder Reisen) oder in den unterschiedlichsten Kneipen das eigene Leben besser in Griff bekommen zu wollen, fährt man selbst dabei doch immer mit. Egal von wo man dann auch immer in den Abgrund blickt, blickt der Abgrund stets wieder zurück (frei nach Friedrich Nietzsche).

Völlig irre dürfte man aber sein, wenn man beständig dem eigenen Leben entfliehen möchte, dabei aber genau dieses Leben möglichst lange ertragen will.

Jene von uns, die im letzten Lebenszyklus angelangen, sollten dann sogar Opern, Theateraufführungen, wirklich existenzielle Romane oder Filme auf ihren Nutzen hinterfragen, da man nun selbst nicht mehr wirklich viel davon lernen kann. Spätestens dann ist es an der Zeit, mit der Abrechnung des eigenen Lebens zu beginnen, bevor es einen schlussendlich von ganz alleine abrechnet.

Vermischtes

Wie man es gerade immer öfters lesen kann, war die bombende Intervention des Donald Trumps zumindest ein militärischer Fehlschlag — eine politische Ejaculatio praecox sozusagen. Dem Militär darf man dafür keine Schuld geben, denn man gibt Kindern, Deppen und Irren auch kein Feuerzeug zum Spielen, dies gilt aktuell nicht nur für die US-Amerikaner, sondern für alle Demokratien, die das Primat der Politik doch so hochhalten.

Nicht nur weil ich beständig Lucius Annaeus Seneca lese, kommt mir Donald Trump immer mehr wie ein neuzeitlicher Nero vor — nur ohne Bildung und jegliche Intelligenz. Die alten Römer hatten zumindest noch Mindestvoraussetzungen selbst für ihre Diktatoren!

Kaum habe ich nach ein paar Jahren darauf verzichtet, mein Blog in den unterschiedlichsten Sprachen anzubieten, darf ich erfahren, dass dies nun immer populärer wird — wohl mein Schicksal, meist zu früh mit meinen Ideen um die Ecke zu kommen!

Inzwischen dürfte es aber den tatsächlich Interessierten möglich sein, wenn sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind, sich mit den unterschiedlichsten Helferlein das Blog selbst zu übersetzen. Zugegeben, ich habe mit meiner Entscheidung gegen ein Übersetzungsangebot Leser verloren.

Und so verstehe ich es, wenn Profi-Seiten oder Blogger mit Erfolgsfantasien nun durch Übersetzungen ganz neue Leserkreise erreichen möchten. Da ich aber mein Blog vor allem für mich selbst schreibe und bereits vor Jahren meine Idee der „Weltbürgerschaft“ — so eine Website wollte kaum jemand — aufgegeben habe, war es nur folgerichtig, dass ich nun auch den ökologischen Fußabdruck meines Weblogs verkleinerte.

Inzwischen träume ich eher davon, dass Interessierte oder Suchende mein Blog rein zufällig entdecken oder gar über die alte Mundpropaganda von diesem erfahren. Damit folge ich in etwa einer Idee Senecas aus seinem 108. Brief, wobei dieser sicherlich keine Ahnung von Weblogs gehabt haben dürfte. Aber mehr über Lehren und Lernen, als ich es jemals werde. Ein kleiner Trost bei Nero hat er es völlig verpatzt!

Übrigens, wer sich, was mein Blog angeht, als Lucilius fühlt, der kann sehr gerne einen entsprechenden Kommentar in mein Gästebuch schreiben. Selbstverständlich gerne auch jene, die damit (vorerst) nichts anzufangen wissen.

Suche

Anlässlich des heutigen Tages bin ich auf der inzwischen fast verzweifelten Suche nach guten Nachrichten; möchte ich doch gerne auch einmal meine Leser überraschen. Bei den 9. Hertensteiner Gesprächen zeichnet es sich ab, dass sich nun auch die Landeszentrale für politischen Bildung mit engagieren wird. Dies wäre ein tatsächlich gutes Zeichen und ein weiterer Gewinn für diese Gesprächsreihe. Was nun auch hoffen lässt, wenn wir das Programm letztendlich in trockenen Tüchern haben, dass weitere Interessierte mit hinzukommen.

Der große Charme dieser Gespräche ist es, dass diese ganz bewusst nicht professionalisiert sind und die Improvisation einfach mit dazugehört. Und so kann sich dort jeder und dies ganz ungezwungen selbst mit einbringen, denn außer einer Neugierde auf oder gar eine Begeisterung für Demokratie wird nichts vorausgesetzt. Und so gibt es auch keine Vortragenden, sondern Moderatoren, Zuhörer und Diskutanten sowie Protokollanten, die dafür sorgen sollen, dass die Eindrücke und Ergebnisse festgehalten werden.

Hierbei folge ich eigentlich schon immer Sokrates: „Οἶδα οὐκ εἰδώς“.

„Nicht so großzügig und verschwenderisch hat uns die Natur die Zeit gegeben, dass es freistünde, etwas von ihr zu verlieren.“

Seneca, 19. Buch, 117. BRief (2023: 1217)

Guestbook

Gästebuch und Co. 4.4 (10)

Beitragsfoto: Guestbook | @ Anja from Pixabay

Wohl eine der grundsätzlichen Blogger-Fragen, nämlich, ob Blogger ihren Lesern überhaupt Möglichkeiten zum Kommentieren bieten sollen.

Auch wenn die klassischen Blogger meist für sich selbst schreiben, die Gründe dafür dürften zahlreicher als die Myriade der Weblogs sein, treten sie dennoch durch das Blog in Kommunikation mit ihren Lesern.

Blogs ohne Bezug zur Außenwelt dürften eher unter die Kategorie Zettelkasten fallen.

Manche Blogger möchten dabei gar nicht erst wissen, wer ihre Leser eigentlich sind, wobei meine diesbezüglichen Nachfragen bisher immer ergaben, dass auch diese ihre angeborene Blogger-Neugier nicht ganz verdrängen können.

Und so gibt es unzählige Wege wie man mit seinen Lesern in Verbindung treten kann. Ob diese dies dann auch nutzen, steht schon wieder auf einem anderen Blatt Papier. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es einmal eine entsprechende Faustregel: jeder einhundertste Leser reagiert irgendwie auf das Blog. Der Rest hüllt sich in Schweigen.

Viele dieser Wege zur Verbindungsaufnahme habe ich über all die Jahre hinweg immer wieder einmal selbst versucht, aber auch den Weg, überhaupt keine entsprechende Möglichkeit anzubieten. Noch heute findet man hier diesbezügliche Blog-Beiträge.

Ganz aktuell habe ich die folgenden Möglichkeiten im Angebot, wobei es sicherlich weiterhin Änderungen geben wird.

  • Das gute alte Impressum. Weil hier bei uns verpflichtend — wobei ich auch Blogs kenne, die sich als impressumsbefreit bezeichnen — eine gute Möglichkeit, um Adressen und Telefonnummern bekanntzugeben.
  • Die Sozialen Medien. Selbst wenn man diese immer wieder einmal selbst loswerden möchte, hat man immer noch eines in Betrieb — zumindest mir geht es so.
  • Das gute alte Gästebuch. Nach Jahren der Abstinenz vor Kurzem wiederentdeckt. Inzwischen dürfte ich das entsprechende Alter haben, um mich über dortige Einträge so richtig zu freuen.
  • Die Kommentarfunktion. Unterhalb der Blog-Beiträge und zudem auf manchen Webpages kann man bei Bedarf seine Meinung zum Thema abgeben. Hierbei unterscheidet sich der Kommentar von einem Gästebucheintrag — ein nicht unwesentlicher Unterschied.
  • Die interne Bewertungsfunktion. Am einfachsten kann man auf die Blog-Beiträge reagieren, indem man einen oder bis zu fünf Sternen anklickt und damit seine ganz persönliche Bewertung abgibt. Der Vorteil dieser Bewertung ist seine Anonymität.
  • Die externe Bewertung via Trustpilot. Hierbei kann man nicht nur seine Bewertung abgeben, sondern diese dann auch noch entsprechend begründen. Da es sich dabei um eine eigenständige Website handelt, habe ich keine Eingriffsmöglichkeit. Das macht das Ganze zumindest für mich so richtig spannend. Der Nachteil für manchen Leser, man muss sich dabei selbst outen.
  • Die Unterstützerfunktion. Meines Erachtens die aussagekräftigste Art der Kommentierung eines Weblogs, weil man sich diese Kommentierung selbst etwas kosten lässt — eine ganz andere Qualität! Hierbei biete ich ebenfalls mehrere Möglichkeiten an:
    • Die BuyMeACoffee-Website. Beim Schreiben dieses Beitrags hatte ich vier Supporter! Noch heute gucke ich ab und zu auf diese Website und freue mich dann jedes Mal über diese vier netten Menschen!
    • Die Kofi-Website. Wohl die ältere der beiden Websites und ursprünglich wegen ihrer Wackeltasse (Stichwort: Spieltrieb) bei mir sehr beliebt. Inzwischen wackelt absichtlich bei meinem Blog nichts mehr, dennoch habe ich dort auch meine Unterstützter gefunden. Jeder davon liegt mir ganz besonders am Herzen!
    • Die Amazon-Wunschliste. Wohl so alt wie Amazon selbst und gerne von mir genommen, wenn jemand ein Geschenk für mich suchen sollte.
    • Die Steady-Website. Wieder einmal etwas von einem anderen Blogs abgeguckt und nun neugierig, ob das auch bei meinen Lesern funktionieren könnte.

Letztendlich dienen all diese Kommunikationswege für mich dazu, um etwas mehr über meine Leser zu erfahren und ganz besonders dabei, wie diese mit meinen Meinungen umgehen. Das Leben ist bekanntlich Kommunikation und dadurch wird es erst möglich gemacht.

Und deswegen beantworte ich inzwischen mit ruhigem Gewissen für mich die Frage, ob ein Blog Möglichkeiten zum Kommentieren anbieten soll, mit einem eindeutigen Ja. Dies obwohl ich weiß, dass ein Leser, der nur möchte, immer auch eine Möglichkeit zum Kommentieren finden wird.

Man muss es seinen Leser aber nicht schwieriger machen als unbedingt notwendig.


Fediverse Reactions