Bundestagswahl 2021

Gedanken zur Bundestagswahl 5 (5)

Beitragsfoto: Beispielbild

Auch diese Bundestagswahl wird wieder etwas Besonderes sein. Wahlen sind bekanntlich die Hochfeste jeder Demokratie und wir dürfen froh darüber sein, dass wir Bürger noch frei und geheim wählen dürfen. Dieses Mal finden vorgezogene Wahlen zum Deutschen Bundestag statt, so wie bereits 1972, 1983 und 2005. 1972 war mein erster von mir so richtig bewusst wahrgenommener Wahlkampf — „wir“ hatten damals die Wahl mitgewonnen und dies in der Rolle des Juniorpartners.

1983 kämpfte ich dann zwar weiterhin in derselben Partei, wir hatten dabei aber eine Wende vollzogen; damals von mir noch begrüßt, bleibt mir dies heute als einer meiner größten Fehler in Erinnerung. Die Wahl 2005 durfte ich als Auslandsdeutscher miterleben und war in meinem Bereich dafür verantwortlich, dass meine Landsleute wählen gehen konnten.

Dieses Mal hat „meine“ ehemalige Partei erneut eine Wende vollzogen und dafür gesorgt, dass es nun zu vorgezogenen Neuwahlen kommen wird. Nur einmal so am Rande betrachtet, es sieht aktuell ganz danach aus, dass die FDP nunmehr für immer in der Versenkung verschwinden wird — deren politische Idee ist der bundesdeutschen Politik schon viel länger abhandengekommen. 1989 mit Grund, warum ich mein Parteibuch abgab. Was mit Gesellschaften und Wirtschaften geschieht, in denen es keine liberalen Vertreter mehr gibt, das können wir seit Jahrzehnten ganz gut beobachten: ein sozial-konservatives Dahinsiechen ohne jeglichen Anspruch auf Zukunftsgestaltung.

„Après moi le déluge! ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation.“ Karl Marx (1976, Band I: 285) konnte damals noch nicht wissen, dass es seine Genossen auch nicht besser machen werden. Vielleicht aber war es auch nie seine Absicht, für eine Besserung zu sorgen, denn als Historiker kannte er sicherlich die Menschheitsgeschichte ganz gut und „Après nous le déluge !“ war nicht nur der Leitspruch einer Marquise de Pompadour (1757), sondern darf als Credo der Menschengeschichte an sich gelten.

Wer etwas anderes voraussetzt, benötigt andere Menschen — was die Totalitaristen unter uns immer wieder als ultimativen Lösungsweg versuchen. Aber auch die Christen wie einfach alle anderen sozial denkenden Menschen sind letztendlich an uns real existierenden Menschen gescheitert, wobei erstere die Lösung des Problems einfach in „eine andere Welt“ verlegt haben.

Derweil sind die politischen Ideen in Deutschland längst untergegangen, die Sozialdemokratie wohl bereits 1933, der Konservatismus mit Konrad Adenauer und der Liberalismus mit Ralf Dahrendorf. So darf man sich heutzutage unsere Politik als ein bloßes Gewurstel durch das Alltägliche vorstellen, wobei wir seit Längerem Gefahr laufen, dass dabei nur noch die Interessen von Einzelnen vertreten bzw. ausgeglichen werden. Auch bei uns haben Oligarchen immer mehr zu sagen, als es einer Demokratie guttut. Dass ich die Ursache dafür hauptsächlich am Berufspolitikertum festmache, dürfte den Lesern bereits bekannt sein. Mein Lösungsvorschlag hierzu sind zum einen möglichst kleine Parlamente, welche sich nicht nur noch mit sich selbst beschäftigen, und zum anderen eine Mandatsbegrenzung auf zwei Perioden, die damit mehr Bürger einbindet und die gesetzgeberische wie auch die Regierungsarbeit auf möglichst viele Schultern verteilt.

Leider gibt es im Bundestag meist nur noch dann Wechsel, wenn sich die jahrzehntelangen Parlamentarier in den Ruhestand oder in für sie noch lukrativere Ämter verabschieden. Einen solchen biologisch bedingten Wechsel erleben wir gerade bei uns im Wahlkreis. Vor ein paar Wahlperioden ging es mir noch wie Kurt Vonnegut, der plötzlich mit Horror feststellen musste, dass seine ehemaligen Klassenkameraden das Land regieren. Thomas Strobl hat sich schon etwas länger in den Ruhestand verabschiedet, ähnlich wie der Heilbronner OB.

Für den am 23. Februar 2025 zu wählenden inzwischen 21. Bundestag wird Josip Juratovic nicht mehr kandidieren und auch für Michael Georg Link wird aller Voraussicht nach ebenfalls Schluss sein. Was mich nun daran denken lässt, was der aktuelle 20. Bundestag geleistet hat. Eine Leistung sticht dabei besonders hervor, denn die Abgeordneten des 20. Bundestages haben sich auf eine Verkleinerung der künftigen Bundestage geeinigt. Nun wird dessen Obergrenze von 598 Abgeordneten (Regelgröße, was diesen zum weltweit größten frei gewählten Parlament machte.) auf 630 Abgeordnete verringert werden — das muss man sich einfach einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Was uns die Parteien dabei verschwiegen haben, ist, dass sie zeitgleich die Landesparlamente vergrößern — siehe den Landtag von Baden-Württemberg — und wir künftig noch mehr Ministerien mit u. a. noch mehr Staatssekretären haben werden. Das Einzige, was in Deutschland noch wächst, ist die Anzahl der Berufspolitiker sowie deren Einkommen und Einkünfte.

Im Heilbronner Wahlkreis mit der Nummer 267 kandidieren nun für die CDU erneut Alexander Throm, der diesen zuletzt mit 27,8 % der Stimmen gewonnen hatte, und für die FDP erneut Michael Georg Link, für die SPD ein Jens Schäfer, den ich bereits gar nicht mehr kenne und für Bündnis 90/ Die Grünen ein mir ebenfalls völlig unbekannter Jonathan Ebert. Mit seinem 34. Platz auf der grünen Landesliste muss ich mir dessen Namen sicherlich auch nicht weiter merken. Jens Schäfer ergatterte immerhin einen 22. Platz auf der SPD Landesliste, was vielleicht sogar für ein Mandat reichen könnte.

Und so ist das einzig Spannende bei dieser Wahl, wo wir die dann nicht gewählten Kandidaten künftig wiederfinden werden? Was wohl aber niemanden wundern wird, denn bereits im Frühjahr 2026 wählen wir einen XXL-Landtag, der dann wirklich für alle Platz haben wird.

„Das Problem ist, dass wir ab irgendeiner Größe in einen Bereich kommen, wo man sagen muss, da wird der Bundestag als handlungsfähige demokratische Institution beschädigt. Das ist schwierig, das an einer konkreten Nummer festzumachen, aber Sie können ein Parlament nicht beliebig groß machen, ohne dass es letztlich seine Wirkmacht, seine Schlagkraft und seine Arbeitsfähigkeit verliert.“

Sophie Schönberger im Gespräch mit Sandra Schulz, 15.9.2021

Rezept

Kalenderwoche 50 4.1 (7)

Beitragsfoto: Rezept im Zuge eines Essens zusammen mit Barbara und Roland

Schokolade

Nichts gegen Schokolade, vor allem weil diese Süßigkeit inzwischen für jeden und alle zu haben ist. Bis vor Kurzem gab es bei uns noch Diskussionen darüber, ob man eher von Billigprodukten Abstand nehmen solle — wenn man sich das auch leisten kann — und dafür aber nicht auf Luxusprodukte umschwenkt, sondern auf nachhaltig produzierte und fair gehandelte Produkte zurückgreift.

Für mich sind die Zeiten schon sehr lange vorbei, wo [Achtung: Regionalismus] Schokolade noch zu den Notrationen gehörte, die einem das Leben am Rande des Wahnsinns etwas erträglicher machen sollten. Auch verdaut mein Körper die Folgen aufkommender Gelüste schon lange nicht mehr. Und so freue ich mich immer wieder darüber, wenn man meiner besseren Hälfte und mir ab und zu ein paar kleine Versuchungen mitbringt — aus nostalgischen Gründen heraus haben die aus Brüssel bei uns einen besonderen Stellenwert.

Nun aber hat das Ganze einen Punkt erreicht, an dem man sich dringend fragen sollte, ob wir nicht allesamt verblödet sind — das muss wohl am von Industrie und Landwirtschaft verseuchten Wasser liegen. Eigentlich wollte ich dieses Thema einfach aussitzen. Nun aber, da eine „Dubai-Schokolade“ zum wichtigsten Trendprodukt des Winters in Deutschland wurde, muss ich doch zubeißen! Viel zu viele unserer Mitbürger sind inzwischen so durchgeknallt, dass sogar Aldi, Lidl und Co. reagieren müssen und dem Volk genau das geben, was das Volk verlangt.

Nur mal so: hat schon jemand von diesen Influencern versucht, eine Tafel Dubai-Schokolade in Glühwein aufzulösen und das Gesöff dann als „Polit-Plörre“ zu vermarkten? — meinetwegen gerne auch als Lumumba für besonders wichtige Menschen.

Brombeere

Thüringen hat etwas hinbekommen, an das ich selbst nicht mehr glaubte — Chapeau! Nun bin ich neugierig auf Mario Voigt. Noch mehr bin ich aber von Bodo Ramelow beeindruckt, der meine Meinung über Die Linke gehörig geändert hat. Was für ein Unterschied zum Gewürge um Thomas Kemmerich vier Jahre zuvor.

Von insgesamt 88 Abgeordneten bekommt der CDU-Politiker 51 Stimmen und dies gleich im ersten Versuch — sieben mehr als die Koalition aus CDU, BSW und SPD hat. Neu dabei, dass man sich vorab darauf geeinigt hat, die Opposition (ohne AfD) frühzeitig in jedes Gesetzesvorhaben mit einzubinden. Und so war es gesichert, dass Mario Voigt auch Stimmen von der Linken bekam.

Da die Nazis nach dieser Wahl so richtig geschäumt, dürften jene Abgeordnete der Opposition, welche für die Brombeere gestimmt, schon damit ihre Freude gehabt haben.

Ob diese Koalition nun eine Legislatur halten wird, bliebt abzuwarten. Ich gehe davon aus, dass das Wahlergebnis der Bundestagswahl sich auch auf Thüringen auswirken wird.

Wochenstart

Wohl als Folge einer Veranstaltung am vergangenen Wochenende zu viel und vielleicht auch aufgrund einer angeschlagenen Gesundheit, konnte ich am Montagmorgen gerade noch den meseno-Bus wieder abstellen, denn gleich danach war ich die folgenden Tage regelrecht ausgeschaltet.

Und so war es dann auch nichts mit einem Käffchen zusammen mit Detlef Stern an der Hochschule, geschweige denn einer Vorlesung oder einem Seminar. Erst Mittwoch war ich wieder halbwegs ansprechbar und konnte wenigstens meine Routinetätigkeiten weiterführen. Abends gab es dann bereits wieder feste Nahrung. Zum Leidwesen meiner besseren Hälfte werde ich noch eine ganze Weile an einer Männergrippe festhalten.

So ganz nebenbei bekam ich dann auch noch mit, dass sich für die Schaeuffeleninsel doch so einiges ändern wird. Ob zum Wohle unserer Stadt oder nicht, das bleibt einmal abzuwarten. Das ehemalige Naturdenkmal war in meiner Jugend unser gemeinsamer Spiel-, Sport- und Aufenthaltsplatz und so erlebte ich den schleichenden Niedergang trotz oder gerade wegen so manchem „Prachtbau“ in den letzten Jahrzehnten mit.

Jetzt möchte man den Bildungscampus dort erweitern und das wenige noch verbliebene Grün unserer Stadt mit weiteren Bürogebäuden zubauen. So bleibt zu hoffen, dass dies der Bildung und dem Wohle unserer Stadt gilt und vielleicht sogar auch noch gut aussehen wird.

Weniger gut, wie das Ganze seitens der Dieter Schwarz Stiftung und deren ganz persönlichem OB gehandhabt wurde. Demokratie und Bürgerbeteiligung gehen anders; das Ausboten des Gemeinderats war dabei aber nur folgerichtig, denn dieser segnet wirklich einfach alles ab, was von oben kommt.

Dass dies von einigen Gemeinderäten erst nach der Veröffentlichung durch die Heilbronner Stimme bemerkt und dann auch noch kritisiert wurde, liegt wohl einfach nur an einer Essenseinladung zu wenig. Dabei ist eine Einladung zum Essen doch erst dann wirklich gut, wenn diese ohne Hintergedanken erfolgt.

Was mich an der gesamten Sache aber doch etwas aufhorchen lässt, ist, dass man nun die Sanierung der Turmstraße wieder einmal verschieben, um diese ggf. auch noch im Rahmen einer Anbindung des Bildungscampus an die Innenstadt mit integrieren könnte. Im Falle, dass das Gesamtkonzept tatsächlich für Heilbronn der große Wurf werden wird, nähme ich eine solche erneute Verschleppung mit einem Grummeln hin.

Wobei ich weiterhin der festen Überzeugung bin, dass es wir Bürger und im Falle kompetenter Gemeinderäte auch diese sind, die für eine Stadtentwicklung Verantwortung tragen. Diese Verantwortung einfach nur an Menschen mit großem Geldbeutel und intransparenten Absichten abzugeben, ist einfach nur falsch.

Und als Kollateralschaden kämpfen nun ein paar Gemeinderäte um den für sie ganz persönlich idealen Standort von Stadtbad, Eislauf- und Rollschuhhalle — wir Bürger müssen dann mit den Ergebnissen, egal wie diese auch aussehen werden, leben.

Meine Leser müssen nun damit leben, dass mich die jüngsten Ereignisse dazu bewegen, meine Rückblicke eher am Ende einer Woche zu veröffentlichen. Und so ist dies die Kalenderwoche 50.

Zum guten Schluss

Man merke sich, sobald etwas gut ist, wird es von anderen übernommen. Eine kleine Anspielung, die fast so gut ist wie jene von der „langen Erde“.

Auf alle Fälle aber möchte ich meinen Lesern eine kleine Entdeckung meinerseits nicht vorenthalten. Ich kenne die Sängerin persönlich, leider ist ihr Künstlername so ungünstig gewählt, dass man schon auf eine größere Entdeckungsreise gehen muss, um ihre Musik auch zu finden.

Aber vielleicht schafft sie es einmal zu Jan Böhmermann, das dortige Tanzorchester wäre bestimmt eine gute Assistenz.

Wenn ich obige Musik beschreiben müsste, wäre „experimentell“ wohl mein erstes Wort.

„Nicht nach ihren Dienstleistungen werde ich sie beurteilen, sondern nach ihrem Charakter: Jeder gibt sich den Charakter [selbst], die Dienstleistungen bestimmt der Zufall.“

Seneca, 5. Buch, 47. Brief (2023: 297)

Aufkleber

4.12.02024 5 (4)

Beitragsfoto: Aufkleber

Vierter Dezember

Vor zwei Jahren an einem Sonntag habe ich bereits schon einmal über den vierten Dezember geschrieben. Ein Luftangriff der Royal Air Force auf Heilbronn forderte 1944 mehr als 6 500 Menschenleben. Die meisten Menschen erstickten in den Luftschutzkellern. Und so sollte man vorab einmal überlegen, was heutzutage der beste Schutz vor Luftangriffen oder Artillerieschlägen ist, bevor man nun völlig überhastet Heilbronn umzugraben beginnt.

Blähungen

Noch vor Kurzem haben Bündnis 90/Die Grünen zusammen mit der CDU unter Duldung der SPD dafür gesorgt, dass der Landtag in Stuttgart künftig noch mehr aufgebläht werden wird, und schon verweigert Winfried Kretschmann dafür die Verantwortung. Die anderen Parteien werden schnell folgen und behaupten, dass sie damit nur den Bürgerwillen durchsetzen. Dass sie dabei mit allen Mitteln das laufende Bürgerbegehren, welches sich genau gegen eine Aufblähung des Landtags richtet, behindern, verschweigen sie.

Passend dazu, dass Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol gestern noch das Kriegsrecht ausgerufen hat, was in einer Demokratie ebenfalls nicht so häufig sein dürfte. Kurz darauf hat das Parlament, die Nationalversammlung Südkoreas, das Kriegsrecht wieder aufgehoben. Die Mehrheit der 300 Abgeordneten war wohl ebenfalls etwas überrascht.

Die Republik Korea hat eine Präsidialverfassung. Ihr Staatsoberhaupt ist der Präsident, der alle fünf Jahre direkt gewählt wird, aber nach einer Amtszeit nicht wieder antreten darf. Yoon, der seit Monaten mit sinkenden Umfragewerten zu kämpfen hat, tut sich seit seinem Amtsantritt 2022 schwer, seine Agenda gegen das von der Opposition kontrollierte Parlament durchzusetzen. 

Der deutsche Aktienindex DAX springt erstmals auf mehr als 20 000 Punkte, was ebenfalls eine Erwähnung wert ist. Denn er spiegelt die Wertentwicklung der 40 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes wider. Der DAX wurde von der Frankfurter Börse, der Börsen-Zeitung und der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen aus der Taufe gehoben. Als Startzeitpunkt bei 1 000 Punkten wurde der 30. Dezember 1987 festgelegt. 

Erfreulich

Gestern gab es im Zuge der Vorlesung und des Seminars gleich zwei Käffchen mit Detlef Stern. Nicht nur weil ein Student tatsächlich Interesse zeigte, war der Zettelkasten Schwerpunktthema. Eine kurze nicht repräsentative Umfrage bei den Studenten ergab, dass keine zehn Prozent über eine eigene Website oder gar über einen eigenen Zettelkasten verfügen. Wenn man dies etwas genauer betrachtet und dann noch zur Kenntnis nimmt, dass es sich hierbei um „halbe“ Informatikstudenten handelt, ein etwas weniger erfreuliches Ergebnis. — Ok, es gibt ja auch Universitätsstädte ohne Universität.

Als ich dann nachmittags wieder zuhause war, fand ich einen Brief der Stadtverwaltung vom 28.11.2024 vor.

„Das gegen Sie wegen der Handlung am 26.04.2024 in Heilbronn, Stadtkreis Heilbronn eingeleitete Ordnungswidrigkeistverfahren wird gemäß § 47 Ordnungswidrigkeitsgesetz eingestellt. Ihre notwendigen Auslagen [ich hatte keine] haben Sie jedoch selbst zu tragen.“

Damit ist die Welt für mich wieder halbwegs in Ordnung, denn nun muss keine Heilbronner Partei oder Wählervereinigung für vermeintlich falsche Plakatierungen zur Kasse treten. Ein Sieg der Vernunft, der mich zudem hoffen lässt.

Zum inzwischen üblichen Jahresabschluss gab es am Abend noch ein Treffen Europäischer Föderalisten auf dem Weihnachtsmarkt. Sehr erfreulich dabei, dass man meiner besseren Hälfte und mir Plätze freigehalten hatte und dies obwohl wir uns verspäteten; der Grund dafür weniger erfreulich.

Am späten Abend erfuhr ich dann noch, dass das Präsidium der EUROPA-UNION Deutschland die 9. Hertensteiner Gespräche am Samstag, 20. September 2025 zu einer von zwei zentralen Veranstaltungen des Bundesverbandes benannt hat. Ausreichend Räumlichkeiten und Zimmer haben wir bereits im Parkhotel reserviert. Und so freue ich mich schon heute auf möglichst viele Gäste von außerhalb.

„Often a man who is very old in years has no evidence to prove that he has lived a long time other than his age.“

Seneca, On the Tranquility of the Mind (2017: 16)