Hölle

6.9.02026 5 (1)

Beitragsfoto: Hölle | © Amy auf Pixabay

Sachsen-Anhalt

Das muss einfach geschrieben werden, sonst platze ich heute noch! Sollte sich jemand dabei fälschlicher Weise auf den Fuß getreten fühlen, könnte er sich doch einmal nach Demokratie, Meinungs- und Redefreiheit erkundigen. Oder noch besser: einfach nicht weiterlesen!

Was ich schon immer behauptet habe, zu viele Transferzahlungen verderben den Charakter! Nach Hunderten von Milliarden in dieses freiwillig beigetretene Bundesland gepumpte Euro kommt wohl bald eine DDR 2.0 heraus.

Die dort ansässigen Menschen haben auf alle Fälle heute gewählt, gut 78 % davon, was man durchaus positiv bewerten muss. Dem Rest der dort wahlberechtigten Menschen ist alles scheißegal, Hauptsache der Rubel rollt — egal von woher! Von jenen, die wählen gingen, hat eine deutliche Mehrheit die Demokratie abgewählt. Was meine eigene Erfahrung widerspiegelt: wer vor 1990 im Osten Deutscher war, der war tot, im Gefängnis oder auf der Flucht. Sehr wenige im Widerstand. Die meisten hatten allerdings bereits rübergemacht — so wie man es damals nannte. Selbstverständlich gab es auch, wie überall auf der Welt, die völlig Angepassten, die wie z. B. in Frankreich über Nacht aus 40 000 Résistance-Kämpfern 40 Millionen machten und demnächst auch wieder das neue Vichy wählen.

Einige meiner Freunde und Kameraden aus der ehemaligen DDR lassen sich sicherlich nicht so pauschal einordnen, müssen sich aber wie wir alle anderen auch gefallen lassen, dass es schon immer heißt: mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen!

Die Sachsen-Anhaltiner haben mehrheitlich entschieden, und ich habe nach gut 30 Jahren wirklich keine Lust mehr weiterhin gut zwei Millionen solcher Antidemokraten mit durchfüttern zu müssen. Meine Steuergelder kann man wirklich sinnvoller nutzen!

Ich hatte 1989 keine Wahl! Ich musste akzeptieren, dass 14 Millionen völlig bankrote Antidemokraten einfach nur Transferzahlungen, Reisen und sämtliche andere Annehmlichkeiten des Westen haben wollten: „Kommt die Mark nicht zu uns, kommen wir zu ihr!“

Dann musste ich miterleben, wie man diesen Neubürgern nicht nur die Rente schenkte, sondern ihnen gleich auch noch die Bankkonten füllte (aus 2 Mark Spielgeld wurde 1 Mark echtes Geld). Und es gab kein Halten mehr, denn je mehr sie die DDR hochleben ließen, umso mehr Gelder schob man diesen Menschen in den Hintern. Magdeburg war 1990 eine einzige Müllhalde, heute muss man dort schon tausendjährige Leichen ausbuddeln, um noch weitere Verbesserungen an dieser Stadt vornehmen zu können.

Und wem haben wir dies alles tatsächlich zu verdanken? Sie wissen es bereits, der Union. Den Ossis haben sie blühende Landschaften und uns Wessis die Halbierung der AfD versprochen. Wenn die Union weiter so erfolgreich regiert, landen wir allesamt in einer neuen Diktatur.

Alles das hatten wir schon einmal, nämlich als das Zentrum den Nazis an die Macht verhalf. Sie nannten sich 1945 dann in CDU / CSU um, denn der alte Name war verbrannt. Und so dürfen wir schon heute gespannt darauf sein, wie sich die Konservativen nach dem nächsten Untergang nennen werden. Vorschläge dazu nehme ich gerne entgegen.

Vermischtes

Detlef Sterns Blog-Beitrag hat mich ein wenig vom Tagesgeschehen abgelenkt, dabei ganz besonders das dort verlinkte MapTheNet-Projekt von Jeremy Stephan. Aktuell sind dort 1 640 317 Websites aufgeführt, was allerdings ein sehr kleiner Teil des WWW mit derzeit gut 100 Milliarden Websites sein dürfte. Ich will aber nicht meckern, denn mein Blog wird mit aufgeführt und belegt weltweit den Platz 203 102. Deutschlandweit den Platz 22 721. Was wieder einmal ganz gut erklären kann, warum außer den Blog-Lesern keiner mein Blog kennt. Und ob die dann alle vor meinem Blog gelisteten Websites kennen, darf bezweifelt werden. So wie man davon ausgehen kann, dass die Blog-Leser noch mehr weitere Websites kennen, die nicht einmal vom MapTheNet-Projekt aufgeführt werden. Und wir sprechen dabei noch nicht einmal vom gesamten Internet.

Auf alle Fälle aber ist das Projekt von Jeremy Stephan mindestens genau so ambitioniert wie wenn man sämtliche Sterne unseres Universums erfassen wollte. Und so freue ich mich, dass man mein Blog hier überhaupt findet, sowie über die vom Projekt bereits gesammelten weiteren Informationen zu meinem Blog.

Ein Mysterium bleibt für mich dennoch, wie mein Blog in das dortige Cluster kommt. Vielleicht wird mich ein künftiges Update diesbezüglich erleuchten.

Das Erfreulichste aber war dieses Wochenende die Stippvisite meiner Enkelin.

Rudeln

Kaum „flirtet“ man einmal ein ganz klein wenig und schon ist man „verlobt“, was nicht nur meine bessere Hälfte etwas erstaunen dürfte. Da die Brunft ähnlich wie der Kölner Karneval so ihre ganz eigenen Stilblüten treibt, dürfte das mit der Verlobung eine sehr temporäre Angelegenheit gewesen sein. Auf alle Fälle mache ich nach zwei erlebten Karnevalen in den 1980er-Jahren bis heute, sobald sich dort Festivitäten jeglicher Art anzubahnen beginnen, einen sehr großen Bogen um diese Stadt — It-Girl hin oder her.

Dem Kuschelbock erlaube ich mir zu empfehlen etwas besser auf sein Rudel aufzupassen, denn in meinem Alter bedeuten selbst die attraktivsten Überläufer doch nur völlig unnötigen Stress. Ähnlich wie beim digitalen Rudeln, welches F. Herold nun ebenfalls für sich entdeckt hat und fragt, was er eigentlich so den ganzen Tag lang macht.

Diese Frage stellen sich schon etwas länger sehr viele Blogger und dies bis heute immer wieder — ganz freiwillig. In den Nullerjahren war dies in Firmen der letzte Scheiß, wobei man seine Mitarbeiter dazu drängte, ihren gesamten Berufsalltag, wenn möglich in Fünfminutenschritten, zu dokumentieren. Das Ziel war dabei eindeutig, man konnte einen Mitarbeiter nach dem anderen wegrationalisieren. Für manche Mitarbeiter bot es allerdings auch die Gelegenheit, um ihre Arbeitstage selber etwas besser zu strukturieren. Die bequemsten oder bauernschlausten Mitarbeiter begannen dabei, sich von einer Besprechung zur anderen zu retten, nur um nicht über die eigenen Arbeitsabläufe und etwaige eigene Arbeitsergebnisse nachdenken zu müssen.

Da der Kuschelbock heute einmal mitgerudelt hat, weiß ich nun aus erster Hand wie schwer so ein Brunfttag tatsächlich ist. Zudem, dass meine tierische Ausstrahlung keine Brunft mehr überlebt — dürfte schon einmal besser gewesen sein.


Reichenbach

6.3.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Ausblick

Tanzen

Heute wird noch das Tanzbein geschwungen und zum krönenden Abschluss DS9 zu Ende geschaut. Schon jetzt kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat, dieses Star Trek Spin-off zu schauen. Ob ich weitere Spin-offs schaue, kann ich heute nicht sagen. Zumindest aber werde ich die eine oder andere Originalfolge mit William Shatner nochmals gucken, wobei diese sicherlich nicht mehr mit DS9 so richtig mithalten können — Shatner ist hier der Grund.

Stockholm

Ich kann Michael Kalinas Argumentation durchaus nachvollziehen, gehe allerdings bei mir davon aus, dass es reine Nostalgie ist, wenn ich zumindest am Office-Paket festhalte. Zu Microsoft habe ich mich schon einmal u. a. hier selbst geäußert. Richtig nutze ich Office schon lange nicht mehr, sehe aber auch keinen Bedarf, um Alternativen in Betracht zu ziehen. Die entsprechenden Apple-Produkte hatte ich noch nie so richtig in Gebrauch.

Vermischtes

Heute Morgen spontan in die Nähe von Karlsruhe gefahren. Das Ganze erinnerte mich an ein kleines Erkundungskommando — der Sinn und Zweck ähnlich. Und dabei auch wieder etwas gelernt. Da es damit kein Käffchen mit Detlef Stern gab, rüstete dieser kurz entschlossen meinen Zettelkasten auf die Version 2.0 auf.

Da ich einige meiner Mac-Rechner ohne Admin-Rechte und diese auch nicht selbst regelmäßig betreibe, bekam ich es gar nicht mit, dass Microsoft den Officesupport für ältere Mac-Systeme eingestellt hat. Und ob es sich lohnt, diese deswegen zu patchen, muss ich erst noch herausfinden.

Island will wieder einmal über einen EU-Beitritt abstimmen. Das letzte Mal wollten sie Unionsbürger werden, als sie halbwegs pleite waren. Nun bin ich einmal gespannt darauf, ob Donald Trump als Beitrittsgrund ausreichend ist.

Wir haben zwar kein Geld für den öffentlichen Nahverkehr, aber immer ausreichend Mittel, um Steuerflüchtlinge aus Dubai und sonstigen Urlaubsregionen zurückzuholen. Wenn demnächst ein Luxustourist im Weltraum strandet, dürfte es richtig spannend werden.

Laut Politbarometer des ZDF ist noch unklar, wer das Rennen in Baden-Württemberg machen wird. Sicher ist, dass wir noch mehr Abgeordnete und Parteimitglieder im öffentlichen Dienst bekommen — die Ausplünderung unseres Landes geht hemmungslos weiter. Gut, dass es noch Almosen für die Schwächsten unter uns gibt, sonst müssten unsere Volksvertreter nur noch gegen Ausländer hetzen, was auf Dauer bekanntlich bei unseren Nachbarn nicht all zugut ankommt.

Alternativ könnte man einmal wieder verantwortliche Politik machen und das mit der Vetternwirtschaft hintenan stellen; dazu benötigt man aber qualifizierte Parteimitglieder und Kandidaten. Dass wer nichts ist und nichts kann, sein Glück in der Politik sucht, ist ganz offensichtlich der falsche Weg.

In den USA hat Donald Trump tatsächlich einmal die Notbremse gezogen und Kristi Noem „gefeuert“. So viel Verantwortung konnte Winfried Kretschmann in seiner gesamten Amtszeit nicht aufbringen. Sollte es keine adäquate Anschlussverwendung geben, dann bleibt Thomas Strobl uns auch noch in der kommenden Regierung erhalten. Dabei hat Baden-Württemberg genügend Staatsbetriebe oder Institutionen, die einen neuen Chef verkraften könnten. Und ob die Botschaft im Vatikan aktuell kopflos ist, weiß ich gerade nicht. Zur Not gäbe es aber noch den ÖRR, das Technische Hilfswerk oder die Senioren Union.

Zum Schluss dann noch ein Kommentar von Gereon Asmuth in der TAZ (6.3.2026). Auf alle Fälle aber gilt es weiterhin wählen zu gehen und zwar demokratisch! Im Worst Case kann man seinen Wahlzettel ungültig machen — darüber dürfte ich schon den einen oder andern Blog-Beitrag geschrieben haben.


Apfel sich im Spiegel betrachtend

7.11.02025 5 (7)

Beitragsfoto: Apfel sich im Spiegel betrachtend | © Shutterstock

Geschlechter

Eine ganz offensichtlich nicht mehr enden wollende Diskussion. Neben dem schwachen soll es auch noch ein starkes Geschlecht geben. Manche sprechen dabei gerne auch vom einfachen Geschlecht, denn man muss die Dinge nicht immer unnötiger Weise verkomplizieren.

„Wenn er keine Erektion hat, dann mach ihm ein Sandwich.“

Hinweis einer Mutter an ihre Tochter

Jan Böhmermann nutzt den Sprachgebrauch, welchen es bereits seit Jahren in den USA gibt „Ladies and Gentlemen and all (those) / Everyone in between“ bei seiner Begrüßung noch einmal etwas erweitert „… and beyond.“

Und erst gestern wurde in den Nachrichten des ÖRR wieder heftig „gegendert“, eine angeblich geschlechtergerechte Sprache verwendet. Dass man dabei meist nur zweien von inzwischen sehr vielen Geschlechtern gerecht wird und dabei auch nicht konsistent genug ist, ist offensichtlich zweitrangig.

Und wieder einmal kann man erkennen, dass sich Sprache nur langsam verändert und selbst Zwang oder Verbote kaum eine Beschleunigung garantieren. Erschwerend kommt mit hinzu, dass der feministische Kampf um Gleichberechtigung längst ein Multigeschlechterkampf ist, wobei sich kein einziges Geschlecht mehr — auch nicht mehr das starke — richtig oder gar gerecht wahrgenommen fühlt.

Was aber ganz gut in unsere heutige Gesellschaft passt. Nachdem man die Rechtschreibung beerdigt hat, sind nun die letzten Reste der Grammatik dran. Wohl überlegte und durchdachte Systeme sind insgesamt nicht mehr angesagt, wir ziehen uns in und bei allem immer mehr aufs Gefühl zurück.

Loriot hat die Sache bereits 1977 erkannt und Folgendes festgestellt:

„Vielleicht stimmt da mit Deinem Gefühl was nicht.“

Loriot, Das Frühstücksei (1977)

Carbonara

Weil mich aktuell ein leichtes Hungergefühl erfasst und ich schon sehr lange nichts mehr von einem Freund aus Italien gehört habe, kombiniere ich das Ganze und poste nun auch noch diesen Spliff-Song. Dieser befindet sich auf dem Album „85555“.

Meine italienischen Kameraden regieren auf dieses Lied von 1982 noch heute wie meine schwedischen, wenn ich etwas vom Swedish Chef poste (Børk! Børk! Børk!).

Inzwischen duftet es aus der Küche und ein Spiele-Wochenende nimmt seinen Anfang.

Vermischtes

Das Stockholm-Syndrom dürfte jeder kennen, nun aber wird sicherlich die Stockholm-Erklärung über eine Reformation wissenschaftlicher Arbeiten von sich reden machen.

Spannend dabei, dass dies erst vor ein paar Tagen Thema eines sehr netten Gesprächs mit einer Erstleserin meines Blogs war und heute Morgen bei einer inzwischen traditionellen Kaffeerunde mit Detlef Stern ebenfalls thematisiert wurde. Zusätzlich schwelgten wir in Erinnerungen, sprachen auch über Palantir Technologies und kamen zum Schluss dann doch noch auf die Studenten zu sprechen.

Ich habe ein wenig mit Bluesky herumgespielt. Zum einen möchten die Verantwortlichen eine „Dislike-Funktion“ einführen und zum anderen findet man immer mehr prominente Persönlichkeiten auf diesem sozialen Medium, was dafür spricht, dass Bluesky nun die kritische Masse der Nutzer überschritten hat.

Ich habe nun mal eine Liste erstellt, das mit den Feeds immer noch nicht so richtig verstanden und weil ich schon einmal dabei war, gleich noch ein paar Konten zum Folgen markiert. Die „Dislike-Funktion“ seht mir allerdings noch nicht zur Verfügung; wie diese sich auf meine Timeline auswirkt, interessiert mich dabei am meisten.

In den Medien kann man immer wieder über die unzähligen Siege und Erfolgsmeldungen der Ukrainer lesen, was aber weiterhin mit einem langsamen aber sicheren Geländegewinn durch die Russische Föderation bezahlt wird. Nun soll sich der Fall von Pokrowsk abzeichnen.

Verzögerungsgefechte sind eine feine Sache und dienen verstärkt dazu, den Gegner abzunutzen. Aber so langsam aber sicher sollte einmal die ukrainische Verteidigung stehen und der eigene Sieg durch mächtige Gegenangriffe gesichert werden.

An den Waffen und der Munition dürfte es nicht liegen, denn beides wird den Ukrainern beständig geliefert, es könnte aber sein, dass es noch am militärischen Know How fehlt, sicherlich aber fehlt es der Ukraine an kampffähigen und -willigen Soldaten. Wenig hilfreich ist es dabei, dass die sich inzwischen zu Hunderttausenden nach Europa abgesetzt haben.

Es wäre jammerschade, wenn wir letztendlich zig Milliarden Euro an Steuergeldern in der Ukraine versenkt haben, und die Ukrainer sich dann doch den Russen ergeben. Völlig irre wäre es aber dann, wenn wir zum Schluss den Russen auch noch den Aufbau ihrer neuen Eroberung bezahlen; wundern würde mich auch das nicht mehr.

Gemäß eines Beitrags von Dave Keating bereitet Ursula von der Leyen eine Mitte-Rechts-Allianz vor, um die Forderungen von Donald Trump zu erfüllen. Frei nach Goethe: „Halb zog er sie, halb gab sie sich ihm hin.“

Spannend für uns wird zu beobachten sein, ob die Union dabei tatsächlich die AfD mit ins Boot holt, als Test bzw. Blaupause für den Bundestag. Manche unken bereits, dass die CDU im Europäischen Parlament schon länger das macht, was sie sich in Berlin noch nicht so richtig traut.

Die CSU ist schon längst einen Schritt weiter und sieht für sich die Chance dadurch in Bayern die unliebsamen Freien Wähler wieder loszuwerden. Frei nach Strauß: „Rechts von der CSU gibt es nie und nimmer nichts!“