Lesezeichen

Tango Argentino 5 (5)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Annett Welsch | der Freitag

Die Beziehung zum Boden: zärtlich – Tango Argentino ist die pure Sinnlichkeit, Entwicklungshilfe aus Lateinamerika und – Fastfood für die Seele Alltag (8.7.2005 | zuletzt aufgerufen am 19.11.2023, 15.00 Uhr)

„[Es] scheint zutreffend, was ein argentinischer Tangolehrer formuliert hat: Tango, das ist Entwicklungshilfe aus Lateinamerika für die Europäer.“


Vor Kurzem habe ich selber über den Tango Argentino geschrieben, heute wurde ich auf einen schon etwas älteren Artikel im „der Freitag“ von Annett Welsch aufmerksam, den diese dort bereits 2005 veröffentlichte.

Ich weiß nicht, ob man auch noch heute in Leipzig Tango tanzt — ich müsste einmal bei Karin nachfragen. In Heilbronn tut man es aber heute noch.

Auf alle Fälle aber stimme ich mit dem im Artikel nicht näher benannten Tanzlehrer darin überein, dass wir Europäer Entwicklungshilfe dringend nötig haben — egal ob aus Afrika oder Lateinamerika.


Tanzpaar |

16.11.02023 5 (4)

Beitragsfoto: Tanzpaar | © Brigitte Werner auf Pixabay 

Urteil

Das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts [Hyperlink nicht mehr vorhanden] wirft richtige Wellen, wobei sich die Union dabei erdreistet, sich alleine für das diesbezügliche Scheitern der Regierung feiern zu lassen, anstatt selber mit konstruktiven Vorschlägen um die Ecke zu kommen. Derzeit kann man die bundesdeutsche Politik alleine dahingehend zusammenfassen, „dass der politische Gegner noch viel, viel schlechter, unmoralischer und korrupter als man selber ist.“

Und da Union, SPD und Grüne schon lange dieselbe Politik vertreten, wird die Lösung für die nun ganz offiziell fehlenden 60 Milliarden sehr einfach sein. Erstens werden die Diäten erhöht sowie die Parlamente weiter vergrößert, zweitens werden verdiente Parteibuchinhaber verbeamtet und die Verwaltungen entsprechend weiter aufgebläht, drittens werden die Steuern erhöht und zum Schluss noch der Raubbau bei der Bundeswehr und der Infrastruktur fortgesetzt. Die 60 Milliarden Euro müssen doch unter das Wahlvolk gebracht und ganz besonders unter dem eigenen Klientel verteilt werden — versprochen ist versprochen!

Es gäbe dabei aber auch andere Ideen und vielleicht sogar praktikable Lösungen. Jürgen Hacker schreibt hierzu in einem LinkedIn-Beitrag mit dem Titel „BVG-Urteil und Klimaschutzwirkung“ (16.11.2023), dass „das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse … eine Chance für die längst überfällige Neustrukturierung der deutschen Klimaschutzpolitik [ist].

Aber für Problemlösungen interessiert sich die Bundespolitik seit Helmut Kohl nicht mehr!

Tango Argentino

Seit gestern lerne ich einen weiteren Gesellschaftstanz; nach all den Jahren hat es meine bessere Hälfte geschafft. Kann aber auch nur sein, dass mir einfach die Ausreden ausgegangen sind. Und zugegebener Maßen macht Klaus Brenner seine Sache auch hierbei ganz gut.

Im Gegensatz zum bei uns bekannten „Standard“-Tango des Welttanzprogramms wird die ursprünglichere Form des Tanzes und die dazu gehörende Musik weltweit Tango Argentino genannt; außer im Ursprungsland Argentinien, denn dort spricht man weiterhin schlicht von Tango.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie sich das Ganze weiterentwickelt und ob ich beide Varianten künftig unterscheiden kann.

Um Ihnen ein klein wenig Appetit auf Tango zu machen, verlinke ich hier ein Video über Oscar Brusco und Nina Chudoba, welche bereits seit den 1940er-Jahren zusammen Tango tanzen — Tanzen hält einfach jung!

Und weil ich schon einmal dabei bin, hier ein weiteres Video:

Prima Facie

Auch wenn ich mich selbst nicht zum Besuch einer Vorstellung von „Prima Facie“ des Heilbronner Theaters entschieden habe, erhalte ich seit Kurzem über dieses Drama sehr gute Rezensionen. Das Einpersonenstück von Suzie Miller, welches erstmals am 17. Mai 2019 in Sydney Premiere hatte, war von Anfang an hoch gelobt. Derzeit aber ist mir wirklich nicht nach Drama, deswegen auch mein Fernbleiben. Seit diesem Jahr gibt es das Bühnenstück übrigens auch als Roman; Suzie Miller hat das Drama entsprechend selbst überarbeitet.

Die Heilbronner Schauspielerin Sarah Finkel bringt das Theaterstück gemäß den mir vorliegenden Berichten sehr gut auf die Bühne des Großen Hauses und lässt sich auch von überraschenden Ereignissen im Publikum nicht sonderlich erschüttern. Anne Rabe hat das Drama ins Deutsche übersetzt und Elias Perrig führt in Heilbronn die Regie.

Wenn Sie mehr über die Heilbronner Aufführung erfahren möchten, dann finden Sie hier weitere Informationen.


Blitz

Zäune 5 (1)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Unsere Bundesregierung hat erneut all jene erhört, die in ihrem gesamten Leben unser Land nicht nur völlig an die Wand gefahren, sondern unserer Jugend auch noch eine halbwegs erträgliche Zukunft genommen haben.

Unsere Mediokratie — Herrschaft der Mittelmäßigkeit (!) — hat genau die Erfolge erzielt, die von Intellektuellen bereits vor Jahrzehnten an die Wand gemalt wurden.

Jetzt werden auf Teufel komm raus Zäune und Mauern um die EU und dann auch wieder um Deutschland herum gezogen, um der Kaputt-Mach-Generation bis zum letzten Atemzug noch ein schönes Leben auf Kosten der Umwelt und der großen Menschenmehrheit zu garantieren.

Und wenn dann die Festung Europa steht, werden unsere noch halbwegs rüstigen Leistungsrentner mit ihren Wohnmobilen durch die Bundeswehr — wozu hat man die denn sonst? — per Luftverladung über die Mauern hinweg in die Entwicklungsländer geflogen, um noch die wirklich letzten unbekannten Orte zu sehen, bevor man selbst das Zeitliche segnet und diese wunderbaren Orte endgültig verschwunden sind.

Und bis dahin tanzen alle den Tango Korrupti und singen im Chor nach uns die Sintflut!

Schöner hätte es auch kein Federico Fellini inszenieren können.