Konzert

Musikvideo zum Tag 5 (2)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Während man in Ulm bereits seit Jahren Maschendraht um Bäume legt, weil man sonst befürchtet, dass diese Bäume zu Leckerbissen für Biber würden, wartet man bei uns so lange ab, bis die schönsten Bäume abgenagt wurden. Aber selbst das mit den Nilgänsen bekommt die Verwaltung nicht geregelt.

Dafür sucht ein Nachbar nach seinem nagelneuen Mülleimer mit Chip. Ab Januar 2026 sollte die Stadtverwaltung wissen, wo dieser entleert wird. Wir wissen dafür aber seit heute, dass aus Stuttgart 21 auch im kommenden Jahr nichts werden wird. Hat einmal überhaupt jemand überprüft, ob man im Bahnhof die richtige Spurbreite eingebaut hat?

Bei meinen bisherigen Besichtigungen habe ich auch noch keine einzige Toilettenanlage gesehen; wobei Versailles hat auch keine. Vielleicht hat man aber auch nur einfach die Heilbronner Lösung gewählt, wobei die Bedürftigen in Geschäften nachfragen oder an Haustüren klingeln müssen.

Ich lass mir meine Stimmung heute nicht verderben und krame eine uralte Platte heraus. Erworben habe ich sie 1976, gleich nachdem der Song „Moviestar“ (1975) der Sommerhit des Jahres gewesen war.

Die Platte heißt „Smile“ (1976) und beinhaltet mit „Horoskope“ einen weiteren Hit von Harpo (Jan Svensson). Insgesamt eine Platte, die man gut so nebenher anhören kann und welche zudem mit einem Charlie Chaplin Klassiker aufwartet, welcher der Langspielplatte auch den Namen gab.

Ich möchte Ihnen aber nicht den Hit der Platte vorenthalten, welcher allerdings nicht zu meinen Favoriten gehört.

Das Lied „The End of Time“ ist da schon eher mein Geschmack.

Und wer jetzt doch ein wenig auf Harpo neugierig wurde, der kann sich nun auch noch den Sommerhit von 1976 anhören. 1976 gab es am Neckar zwar noch keine Biber, dafür aber viel mehr Bäume. Wer jetzt eins und eins zusammenzählt, der liegt hierbei aber falsch! Es waren eindeutig nicht die Biber.

Der Song stammt von der gleichnamigen Platte „Moviestar“ (1975).

„What’s the use of crying
You’ll find that life is still worth while
If you’ll just smile.“

Charlie Chaplin (1936)

Müllberge

31.10.02025 4.8 (6)

Beitragsfoto: Müllberge

Halloween

Der Aberglaube kommt mit großen Schritten wieder auf uns alle zu, selbst wenn Manches ganz opportunistisch von der katholische Kirche mit übernommen wurde. Ich vermute stark, dass das etwas mit der Verdummung der Gesamtbevölkerung zu tun hat. Und so turnen heute sehr viele Menschen, egal welcher Religion, durch die Straßen und feiern sich selbst. Der Hedonismus dürfte bei uns längst die neue Staatsreligion sein!

Heute Abend bleibt es mir erspart, freche Kinder in Begleitung ihrer Eltern von der Tür weisen zu müssen. Den Kindern und deren Erziehungsberechtigten selbst Saures („Trick or Treat“) zu geben, darf ich nicht — das verhindert meine bessere Hälfte seit Jahren.

Da Freunde auf der Durchreise sind, nutzen wir den Abend für ein sehr angenehmes Abendessen in einem netten Restaurant. Morgen früh darf ich dann die Abfälle bestaunen, die diese wilden Horden in der ganzen Stadt hinterlassen haben. Was wiederum ganz gut zum Satanismus passt, für dessen Anhänger dieser Tag ganz besonders heilig sein soll.

Übrigens, seit 1955 feiert die evangelische Kirche zwar nicht Allerheiligen, dafür aber den Gedenktag der Heiligen. Frei nach dem Motto: „Never miss a Party!“

In Skandinavien und in Nordamerika wird dieses Fest dazu genutzt, um die im letzten Jahr Verstorbenen namentlich zu benennen. Und so schließt sich der Kreis auch in diesem Blog-Beitrag wieder.

Monarchen

Meinen Landsleute, die immer noch oder gar schon wieder — es soll solche Jugendliche tatsächlich geben — von einer deutschen Monarchie träumen, denen empfehle ich einmal die aktuellen Vorgänge um Sarah Ferguson und Andrew Mountbatten-Windsor, die ihr gesamtes Leben lang ein völlig widerliches Leben auf Kosten der Steuerzahler geführt haben, etwas genauer anzuschauen.

Über 1 000 Jahre Inzucht hat noch keiner einzigen Tierart gut getan und ist auch bei uns Menschen eine sehr gefährliche Angelegenheit.

Aber irgendwie kommen wir Menschen ohne Monarchen einfach nicht aus, selbst der aktuell mächtigste Mensch der Welt wäre gerne ein König. Sex mit Kindern hinterlässt ganz offensichtlich Hirnschäden — oder auch gerade anders herum!

Wer nun glaubt, so etwas gibt es nur auf der Insel, der kann gerne auch nach Spanien gucken oder gleich über den Atlantik. Jimmy Kimmel hat es einmal im Bild festgehalten.

Vermischtes

Heute ein aktuelles Bild über die Sauberkeit in unserer Stadt, es handelt sich da um ein Neubauviertel in das ganz offensichtlich die Hempels gezogen sind. Mich wundert es nicht einmal mehr, da es bei uns Tradition ist, dass sich der Müll gerade an Spielplätzen für Kleinkinder sammelt.

Positiv dabei, es waren auf den ersten Blick keine Drogenutensilien und Kondome zu finden. Auch lernen so die kleinen Kinder von Anfang an, wie man bei uns in der Stadt mit dem Müll umgeht. Ein Tipp, wenn man schon seine verbeutelten Hundehaufen dazulegt, dann kann man gleich auch noch die Windeln dort mit entsorgen. Und wenn sie dann etwas älter sind, dürfen die Kinder ihren Müll gleich aus dem fahrenden Auto werfen. Dazu baut jetzt Porsche extra einen W-18 Motor, dass man das bei uns auch noch mit Stil machen kann.

Heute ein Käffchen mit Detlef Stern. Es ging dabei um openDesk, Publikationen und auch um Vorlesungen. Nun bin ich einmal gespannt darauf, wie viele Studenten es kommende Woche in meine Vorlesung schaffen.

Dann erhielt ich die Nachricht über den Tod eines mir gut bekannten und von mir sehr geschätzten Menschen und war tatsächlich etwas abgelenkt. Was mich nun wieder an einen Witz erinnert, den ich bereits vor Jahren hier veröffentlichte. Das Leben geht weiter und wir alle sind dereinst einmal nur kurz da gewesen.

Als ehemaliger Ulmer tat es schon ein wenig weh, nämlich, dass seit gestern das Ulmer Münster nicht mehr der höchste Kirchturm der Welt ist. Wie ich erfahren durfte, sind dafür die Besteigungspreise erst kürzlich erhöht worden.

Auch erinnerte mich ein ehemaliger Mitarbeiter daran, dass ich einmal Stettiner gewesen bin und bat mich um einen Beitrag für eine Chronik. Nun bin ich einmal gespannt darauf, ob meine zweiseitigen Erinnerungen Eingang in diese Chronik finden werden.

Den größten Teil des gestrigen Tages saßen wir mit ein paar Freunden zusammen und hatten unseren Spaß. Wie immer, wenn ich mit am Tisch sitze, gab es ein paar spannende Diskussionen. Da heute ein Teilnehmer in die Niederlande reist, erfahren wir vielleicht aus erster Hand, was die Holländer so von der aktuellen Wahl und deren Wahlausgang halten.

Die Telekom lässt gerade bei uns vor der Haustüre Lichtwellenleiter verbuddeln. Schnell sind diese Trupps ohne Frage. Demnächst soll eine andere Firma an der Stelle weitermachen, wo die erste gleich wieder aufgehört hat. Wenn dann alles gut geht, schafft es diese Firma dann bis in meinen Keller. Danach muss ich eine Firma finden, die den Lichtwellenleiter bis ins Erdgeschoss verlegt.

Wenn die das so schlecht macht wie der Subunternehmer, den ich in der Innenstadt erleben musste, dann wird das so schnell nichts mehr.

Einer geht noch: die Bundesregierung bietet nun anderen Staaten eine Prämie von bis zu 100 Millionen Euro, wenn diese auch kurzfristig den deutschen Außenminister, Name ist mir entfallen, empfangen. Das Thema ist dabei völlig egal, Hauptsache gute Bilder für das deutsche Publikum.


Soldaten

15.9.02025 5 (4)

Beitragsfoto: Soldaten | © Pixabay

Werbung

Gerade eine aktuelle Diskussion mit Thomas Michl. Wie wirbt man für Streitkräfte? Ich meine nicht wie für alle anderen, da Streitkräfte etwas ganz Besonderes sind.

Der größte Werbefehler war vor Jahren: „Ein Beruf wie jeder andere!“ Der zweitgrößte mit ‚Sicherheit im Militärberuf‘ zu werben! Denn Soldat sein hat mit der „gutbürgerlichen Sicherheit“ rein gar nichts zu tun.

Und an dem, was wir durch diese Art von Werbung bekommen haben, leiden wir noch heute.

Der dritte Werbefehler war, das Militär als Gleichmacherei verkaufen zu wollen. Das böse Erwachen für viel zu viele war und ist kontraproduktiv.

Wie macht man dann für Streitkräfte Werbung? Ich weiß es nicht. Vielleicht, indem die Soldaten von ganz alleine durch Leistung und gutes Aussehen für sich werben und dadurch leistungsfähige und -willige junge Menschen versuchen, ob sie dieser Herausforderung gewachsen sind.

Und natürlich — in unserer Gesellschaft so üblich — durch eine angemessene Bezahlung sowie einer vorbildlichen Unterstützung, wenn die Soldaten dann als Wracks aus den Einsätzen zurückkommen.

Das alte Rom wusste noch, wie man es macht, und so könnte man deren entsprechende Aufzeichnungen einmal zur Hilfe nehmen.

Kommentare

Mit dem Wegfall der Möglichkeit, meine Blog-Beiträge per E-Mail zu abonnieren, kam es erwartungsgemäß zu einem Rückgang in meiner Leserschaft. Interessanter Weise dabei mehr als ich Abonnenten hatte. Und so gehe ich einmal davon aus, dass diese Abonnenten so etwas wie Multiplikatoren waren.

Und mit dem Wegfall von Lesern wurden auch die Kommentare hier im Blog weniger. Eigentlich ebenfalls nur folgerichtig.

Ich könnte nun auch die Kommentarfunktion abschalten und darauf bauen, dass man mir weiterhin per Telefon, SMS oder E-Mail Rückmeldung gibt, möchte diesen Schritt nun aber zumindest nicht sogleich gehen. Denn wer sich die Mühe macht, meine Beiträge zu lesen, dem möchte ich es nicht unnötig erschweren, diese vor Ort gleich auch noch selbst zu kommentieren. Und jene Kommentare, die anonym abgegeben werden, halten sich tatsächlich sehr in Grenzen — das war schon viel schlimmer.

Hier vermute ich, dass die anonymen Schreiber gemerkt haben, dass ihre Kommentare so nicht freigeschaltet werden und sich nun diese Arbeit ersparen.

Für ganz allgemeine Kommentare habe ich dieses Jahr wieder ein Gästebuch freigeschaltet und mir insgeheim erhofft, dass dort ein Kommentar nach dem anderen hineingeschrieben wird.

Jüngst wurde mir bei einem Besuch ein Gästebuch unter die Nase gehalten und ich gebeten, einen Eintrag zu verfassen. Was mir eindeutig zeigte, dass nur ein zur Verfügung stellen eines Gästebuches nicht ausreichend ist, man muss seine Gäste dazu noch für die Einträge motivieren.

Und da ich keinen Leser mit einem entsprechenden Pop-up belästigen möchte, wird wohl mein Gästebuch weiterhin ein Nischendasein fristen.

Vermischtes

Gerd M. Hofmann machte mich darauf aufmerksam, dass es nun eine Rad-App der Deutschen Bahn gibt. Win-Win für alle. Man kauft sich nun eine Fahrkarte der Bahn z. B. nach Stuttgart und fährt dann, da der Zug nicht kommt, mit dem Rad dorthin. Wenn das in Heilbronn klappt, dann gibt es bald keinen einzigen Zug mehr.

Heute gab es eine Regenfahrt mit dem meseno-Bus, dafür aber wieder etwas mehr zu schleppen als üblich. Und so will ich mal nicht meckern.

Die Wähler in NRW haben gesprochen. Es viel zwar nicht so schlimm aus wie befürchtet, dennoch aber darf und kann man 14,5 % AfD nicht schönreden. Aber zuerst einmal das Gute, nämlich die Wahlbeteiligung blieb über 50 % und verbesserte sich sogar gegenüber dem letzten Mal, was erst einmal für die Wähler in NRW spricht. Die CDU erhielt weiterhin knapp ein Drittel der Wählerstimmen, was sich der Ministerpräsident auf die Fahnen schreiben kann, denn ohne Hendrik Wüst wäre die CDU so richtig abgeschmiert.

Die FDP hat sich selbst zerlegt und die gut 3 % kann ich mir nicht erklären. Die Linke (gut 5 %) profitiert wie die AfD von der SPD, während die Grünen (ca. 13 %) so langsam, aber sicher wieder auf normal zurückgebracht werden. Wahrscheinlich halfen sie sich wie bei uns in BW selbst dabei, indem sie ihre guten Kandidaten auf die völlig hoffnungslosen Plätze wählten.

Dass die SPD noch über 20 % blieb, hat mich nun aber richtig überrascht. Dies wird sich weiterhin biologisch von selbst regeln, es sei denn, bei der SPD fängt man wieder damit an, sozialdemokratische Politik à la Helmut Schmidt zu machen; dazu müssten deren Kandidaten aber so etwas wie Arbeit und Leistung für sich entdecken.

Eine Verdreifachung der Nazis im Westen ist allerdings weiterhin der Hammer, wobei man den Bürgern in NRW immer noch mehr Menschenkenntnis und Demokratieverständnis als bei uns in Heilbronn attestieren muss, denn dort hat die AfD schon längst über 15 %. Wobei Heilbronn auch noch zu den Städten der Besserverdiener zu rechnen ist — bei uns wählt man die AfD eindeutig aus Überzeugung und nicht aus Protest.

Das letzte Mal, als Deutschland Basketball Europameister wurde, befanden sich meine bessere Hälfte und ich in den Flitterwochen. Dieses Mal waren wir bereits Großeltern.

Da ich selber gerne und für meine Verhältnisse ganz passabel spielte und meine beiden Jungs später in Ulm trainierten, verfolge ich weiterhin gerne Spiele. Als 1983 Italien Europameister wurde, habe ich mich zum ersten Mal so richtig darüber gefreut. Gestern konnte man Dennis Schröder zurecht feiern, Ende gut, alles gut! Jetzt hoffe ich nur, dass meine Mitbürger ihn auch noch dann gut finden, wenn er dereinst nicht mehr der erfolgreiche „Anführer“ (Spiegel) sein wird. Nicht nur die Bild wird ihn dann sicherlich mehrseitig zerlegen und zerfleischen.

Die Bild-Zeitung, das Hetzblatt für völlig Zurückgebliebene, hatte bestimmt auch einmal gute Zeiten, allerdings dann vor meiner Zeit. Ich kenne dieses Blatt nur, weil sich Politiker ganz offensichtlich dafür bezahlen ließen, dieses u. a. im Bundestag in die Kameras zu halten — kann aber auch sein, dass man diesen die Zeitung einfach nur geschenkt hat.

Später gehörte das Blatt dann zu jenen Zeitungen, die die Bundeswehr für ihre Soldaten kaufen musste. Viele von uns dürften nur geguckt haben, welche Nackedei heute darin zu finden ist.

Wie ich erfahren durfte, schreibt Detlef Stern zurzeit fremd, sein Blog bleibt vorerst leer. U. a. bereitet er das Wintersemester vor, was ich demnächst auch noch machen muss. Da ich aber aus reinem Spaß heraus an die Hochschule gehe, sehe ich mich dabei nicht so pressiert. Und so bin ich eher gespannt darauf, ob die Studenten dieses Mal die Absicht haben, um in meinen Vorlesungen etwas zu lernen — nur die Zeit dort totzuschlagen hilft keinem weiter.

Go to interesting places, meet interesting people, and shoot them.“

Anon, etwa 1960er-jahre