Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

23.6.02021 5 (1)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Hektik

Schon erstaunlich, zu wieviel Hektik unsere Regierung, nach 16 verbummelten Jahren, in den letzten Wochen dieser Legislatur noch fähig ist. Ein Minister nach dem anderen verkündet Dinge, die er später selbst nicht mehr zu verantworten hat. Und die meisten Parteien haben es endlich geschafft, noch ein eigenes Wahlprogramm herauszugeben — wobei auch die meisten Wähler wissen, dass diese Versprechen heutzutage das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt werden. Gut dabei ist aber, dass doch noch einige Kandidaten und ihre Parteien zumindest den Anschein erwecken, dass sie sich überhaupt für die Wählermeinung, deren Wünsche und Bedürfnisse interessieren.

Fußball

Wenn uns heute Abend noch die deutsche Fußballmannschaft verzaubert und dabei sogar gegen die ungarische gewinnt, dann kann man es, so glaube ich zumindest, durchaus verschmerzen, dass die eigenen Füße nicht im Vierwaldstättersee baumeln. Dafür gibt es aber im September 2021 die 5. Hertensteiner Gespräche, und wenn alles klappt, das entsprechende E-Book noch zum Jahresende.

Vorlesen

Motiviert vom Vorlesen an der Grundschule, freue ich mich jetzt schon darauf, bei der Lesung am Europaplatz, welche von der EUROPA-UNION Heilbronn veranstaltet wird, im Juli den Anfang machen zu dürfen. Ich werde, dem Leseort angemessen, aus meinem Buch „Europa ist für alle da!“ vorlesen und freue mich schon jetzt auf die daraus resultierenden Fragen und Gespräche.

Das gestrige Vorlesen in einer 2. Klasse an der Dammgrundschule hat richtig Spaß gemacht, mehr aber noch, dass ich nach der, durch COVID-19 verursachten, Vorlesepause, doch so gute Lesefortschritte bei den Schülern feststellen konnte. Da hat die Klassenlehrerin, trotz der bekannten Schwierigkeiten, sehr gute Arbeit geleistet. Und die Schule hat jetzt auch digitale Tafeln; zu meinem Bedauern kam ich noch nicht dazu, diese näher zu betrachten.

Man konnte aber auch ganz gut sehen, wie sich die Schüler — ich hatte sie noch aus ihrer Container-Zeit in Erinnerung — verändern, wenn man ihnen ein, der Bildung und Erziehung angemessenes, Lernumfeld bietet. Schade nur, dass dies von den städtischen Verantwortlichen einfach immer noch nicht erkannt wird.

E-Book

Wie gerne würde ich jetzt am Vierwaldstättersee sitzen und die Füße ins Wasser baumeln lassen. Da dies zurzeit wohl kaum realisierbar ist, habe ich die mir zur Verfügung stehende Zeit genutzt und den dritten Band der Hertensteiner Gespräche als E-Book herausgegeben. Mein Dank geht dabei an Detlef Stern, der dies möglich gemacht hat.

Website des Tages

A Map of the Online World in Incredible Detail

Ich habe ganz genau nachgeschaut, mein Weblog ist noch nicht dabei. Wenn man aber bedenkt, dass es inzwischen unzählige Websites gibt, so freue ich mich jeden Tag darüber, dass mein Weblog immer ein paar Leser hat.


Britisches Parlamentsgebäude

Europatag 2006 5 (5)

Beitragsfoto: Britisches Parlamentsgebäude mit Big Ben | © Pixabay

Vor sechzig Jahren, genau am 21. September 1946, haben visionäre Europäer am Vierwaldstättersee in der Schweiz das Hertensteiner Programm verabschiedet. Durch zwei Weltkriege geprägt, forderten sie eine europäische Gemeinschaft auf föderativer Grundlage. Unter Übertragung von Souveränitätsrechten wollten sie europäische Bürgerrechte in Freiheit und Sicherheit für alle Völker europäischer Wesensart. Seit diesen Tagen setzt sich die EUROPA-UNION auch in Heilbronn parteiübergreifend und unermüdlich für die europäische Idee zur Schaffung eines vereinten Europas und die Integration seiner Bürger unter Bewahrung der Eigenart aller seiner Völker ein.

Neben einer Vielzahl von Aktionen dabei auch das Initiieren von Städtepartnerschaften und Schüleraustauschen war es der EUROPA-UNION immer ein Anliegen, aktiv an die Heilbronner heranzugehen und für den europäischen Gedanken zu werben, Ängste zu nehmen, zu vermitteln und damit zum Erfolg Europas beizutragen.

Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen wie Fahrten zum Europäischen Parlament in unsere Nachbarländer sowie Podiumsdiskussionen und Vortragsreihen richtet die EUROPA-UNION seit dem 6. Mai 1989 jährlich den Treffpunkt Europa auf dem Kiliansplatz aus. Getragen vom Gedanken eines freien und geeinten Europas in Vielfalt feiern Jung und Alt, ob Heilbronner „Urgestein“ oder „Neig’schmeckte“, zusammen mit Musik und Tanz. Kulinarische Angebote aus allen Herkunftsländern unserer ausländischen Mitbürger sorgen dabei für das leibliche Wohl.

Inzwischen zählt die Europäische Union 25 Mitgliedsstaaten und weitere Anwärter streben eine Mitgliedschaft an. Frieden, Stabilität, offene Grenzen, Urlaubsreisen in unsere Nachbarländer und eine gemeinsame Währung sind für uns und unsere Kinder inzwischen Selbstverständlichkeiten; der damit einhergehende Wohlstand und die Freizügigkeit sind fast schon „einklagbar“. Mit Sicherheit hat unsere europäische Zivilisation bereits jetzt ihre jahrhundertealten Erfahrungen und Überzeugungen fest in alle Bereiche von Politik, Wirtschaft und Kultur verankert und damit eine Stärke erlangt, für die uns alle anderen Staaten und Menschen auf der Erde beneiden.

Dennoch führen uns die jüngsten Ereignisse und die Reaktionen unserer Mitbürger vor Augen, dass wir Europäer unsere gewonnene Stärke nicht nur selbst erkennen müssen, sondern auf sie vertrauend, weiter auf ihr aufbauend unseren erfolgreichen Weg weitergehen, damit ein reiches, starkes und einiges Europa seinen Beitrag zum Weltbund der Völker leisten werden kann.

Deswegen wirbt die EUROPA-UNION weiter für eine gemeinsame Verfassung, für den Beitritt aller Völker europäischer Wesensart und ihre vollständige Integration in Frieden und Vielfalt. Auch nach sechzig Jahren behält das Hertensteiner Programm seine Gültigkeit!

Anlässlich des diesjährigen Treffpunkts Europas geben wir diese Broschüre zum sechsten Mal heraus, um zum einen für den Treffpunkt zu werben und zum anderen Ihnen die EUROPA-UNION Deutschland und ihre Ideen ein wenig näher zu bringen.

„History teaches us that men and nations behave wisely once they have exhausted all other alternatives.“

Abba Eban, in The Times (17. Dezember 1970)